Endlich! Eragon 3 von Christopher Paolini erscheint im September

Die Weisheit des Feuers von Christopher Paolini

Als ich vor zwei Jahren meinem 12-Jährigen den ersten Band von Eragon besorgte, wusste ich nicht was ich damit anrichte. Ziel war es ihn zum Lesen zu animieren. Nachdem ich mit den Klassikern, wie Lederstrumpf von Cooper, Die Schatzinsel von Stevenson und gar Winnetou von Karl May bei ihm abblitzte, empfahl mir eine Freundin es mit Eragon von Christopher Paolini zu versuchen. Nachdem er die ersten Bände verschlungen hatte, weigerte er sich strikt etwas anderes zu lesen und wartet ungeduldig auf den dritten Band. Und der erscheint nun endlich im September.

Christopher Paolini, der nie eine öffentliche Schule besuchte, sondern von seiner Mutter zu Hause unterrichtet wurde, beschreibt sich selbst als „jemand, der Bücher verschlingt, mit einer unersättlichen Gier nach neuem Wissen“. Seine Leidenschaft für Fantasy und Science Fiction inspirierten ihn zu seinem Erstlingswerk Eragon, das er als knapp 15jähriger verfasste und das zunächst im kleinen Verlag seiner Eltern erschienen ist.
Foto: Christopher Paolini – Quelle: Flickr

Dem Buch wurde ein unglaublicher Erfolg zuteil: Mund-zu-Mund-Propaganda führte dazu, dass der Band viele Leser begeisterte, bis er schließlich auch in die Hände des Erfolgsautors Carl Hiassen fiel. Der wiederum machte den Verleger Knopf darauf aufmerksam und von da an nahm das Schicksal des heute 24-jährigen Autors seinen glücklichen Lauf.

Nach Erscheinen der amerikanischen Buchhandelsausgabe des ersten Bandes im Herbst 2003 eroberte Eragon sofort einen Spitzenplatz in der New York Times Besteller-Liste und stellte damit auch Harry Potter in den Schatten.

Im Oktober 2005 erschien der zweite Band des Fantasy Epos. Schon in der erste Woche nach Erscheinen des Buches „Der Auftrag des Ältesten“ (Originaltitel: Eldest) auf dem amerikanischen Markt wurden 425.000 Exemplare verkauft.

Gerüchten zufolge litt Paolini zwischenzeitlich an einer Schreibblockade, sodass das Erscheinen des dritten Bandes verschoben wurde. Im September 2008 ist es aber so weit. Der Verlag hat bekannt gegeben, dass der deutsche Band drei der Eragon-Saga den Titel „Die Weisheit des Feuers“ (Originaltitel: Brisingr (Feuer) lauten wird. Das Titelbild zeigt einen goldenen Drachen.

Kurzbeschreibung zu Eragon 3
Außergewöhnliche Kräfte prallen in Band 3 der sensationell erfolgreichen Trilogie aufeinander. Eragon verkörpert die größte Hoffnung für ein besseres Alagaësia. Kann ein ehemaliger einfacher Bauernjunge ein Führer werden, der es schafft die Rebellen zu vereinen und den tyrannischen König Galbatorix zu stürzen? Im Anschluss an den heftigen Kampf auf den brennenden Ebenen gegen die Krieger des Königs sind Eragon und sein Drache, Saphira, nur mit knapper Not am Leben geblieben und geflüchtet.
Eragon kann nur schwerlich der Vielzahl seiner Versprechungen nachkommen. Seinem Cousin Roran hat er einen Eid geschworen zu helfen Katarina, Rorans Geliebte, aus den Händen des Königs Glabatorix zu befreien. Aber Eragon schuldet seine Loyalität auch den anderen. Die Varden benötigen Eragons Zauberkräfte und Stärken mehr als die Elfen und Zwerge.

Als die Unruhen unter den Rebellen zunehmen und überall neue Gefahren durch Angriffe der Krieger des Königs lauern, muss Eragon eine Entscheidung treffen, die ein unvorstellbares Opfer von ihm abverlangt.
Konfliktreiche, abenteuerliche Taten und ein furchtbarer Tod, das erwartet den Leser, wenn Eragon im Auftrag der Varden kämpft, während Galbatorix unbarmherzig versucht ihn zu seinen eigenen Zwecken zu missbrauchen und zu manipulieren. „Die Weisheit des Feuers†œ erforscht die reifer werdende Seele von Eragon, und wie er sich mit den moralischen Verpflichtungen in seiner Rolle als Führer auseinandersetzt. Keine leichte Aufgabe und eine große Verantwortung die auf den Schultern des jungen Drachenreiter lastet.

Der dritte Band von Eragon umfasst 1080 Seiten.

Auf der Internetseite von Random House gibt es eine Leseprobe aus dem dritten Kapitel.

Wie im November 2007 bekannt wurde, wird es auch noch einen vierten Band der Eragon-Reihe geben.

Gisela Getty und Jutta Winkelmann am 09.04. im Literaturhaus

Mittwoch, 9.4.2008, um 20 Uhr im Foyer des Münchner Literaturhauses, Salvatorplatz 1

Die Zwillinge
Ein Abend mit Gisela Getty und Jutta Winkelmann

Begrüßung: Rainer Weiss (weissbooks.w)
Moderation: Matthias Matussek (Der Spiegel)
Lesung: Jamal Tuschick

Die Veranstaltung läuft unter dem Motto: Neue Verlage braucht das Land!

Nachdem sich im Februar der Münchner Fahrenheit Verlag und der Berliner Osburg Verlag im Literaturhaus präsentiert haben, stellt sich nun der Frankfurter Verlag weissbooks.w vor und diskutiert Fragen, wie man z.B. im harten Konkurrenzkampf überleben kann, oder wie neue Programme entwickelt werden. Die ersten fünf Titel sind fertiggestellt, einen davon stellt der neue Verlag an diesem Abend vor.

Das Paradies ist JETZT – das Leben ist Kunst, wir selbst sind ein Kunstwerk!

Das ist die Selbstdefinition der Zwillinge Gisela Getty und Jutta Winkelmann und auch die große Vision vom anderen, phantasievollen, regelfreien Leben. Beide, 1949 in Kassel als Gisela und Jutta Schmidt geboren und mehr als andere Geschwister aneinander gebunden, fühlen sich von Bob Dylans Musik – wie viele ihrer Generation – gleichsam erweckt: die Welteroberungsreise geht aus Mitteldeutschland, wo beide Kunst studieren, über Berlin, wo Politik und Kunst sich kritisch mischen, nach Rom und weiter in die USA, nach L A.. Fort aus dem miefigen 60er-Jahre Deutschland, aus der Kleinbürgerlichkeit und dem verlogenen Schweigen der Nachkriegszeit. Der Traum von der freien Liebe, von neuen Formen des Zusammenlebens, Drogenkonsum und experimentelle Filmarbeit – schließlich die Begegnungen mit vielen Größen des internationalen Show-Business, mit Leonhard Cohen, Dennis Hopper, Patti Smith, Wim Wenders – und mit dem ganz großen Geld: Gisela heiratet Mitte der 70er Jahre Paul Getty III, den Enkel des Multimillionärs Getty, etwa ein Jahr nach dessen spektakulärer Entführung. Für ihn, wie für viele andere, sind die Zwillinge eine Sensation: ein himmlischer und auch abgründiger Reigen beginnt! Nicht zu Unrecht nannte Carlo Ponti die Twins die ideale Verkörperung des Zeitgeistes.

Gisela Getty, und Jutta Winkelmann legen mit ihren Memoiren zusammen mit dem Journalisten und Schriftsteller Jamal Tuschick »eine hinreißend erzählte Sex-Pop-Gangster-Geschichte« (Matthias Matussek) vor.

Veranstalter: Stiftung Literaturhaus, weissbooks.w
Eintritt: Euro 8.- / 6.-

Daniel Kehlmann ehrt Max Goldt mit dem Kleist-Preis

Der Kleist-Preis ist ein deutscher Literaturpreis. Der Preis wurde erstmals 1912 anlässlich des 101. Todestages von Heinrich von Kleist auf Anregung von Fritz Engel (1867-1935), Redakteur des Berliner Tageblatts, durch die Kleist-Stiftung vergeben. Zweck der Stiftung:

„Ehrengaben aufstrebenden und wenig bemittelten Dichtern deutscher Sprache, Männern und Frauen, zu gewähren.“

Den Gründungsaufruf unterzeichneten 59 namhafte Persönlichkeiten des damaligen Deutschland, darunter Otto Brahm, Richard Dehmel, Fritz Engel, Maximilian Harden, Hugo von Hofmannsthal, Fritz Mauthner, Walter Rathenau, Max Reinhardt, Arthur Schnitzler, Hermann Sudermann, Theodor Wolff.

Angeregt von Richard Dehmel, beschloss bereits vor der ersten Verleihung der satzungsgemäß befugte mehrköpfige Kunstrat der Stiftung, nicht mit Stimmenmehrheit zu entscheiden, „vielmehr soll […] die endgültige Entscheidung für je ein Jahr ausschließlich bei einem einzigen Vertrauensmann liegen.“ Zur Begründung: Der Kleistpreis soll neue und ungewöhnliche Begabungen unterstützen. Mehrheiten entscheiden sich für das Durchschnittstalent, das es allen recht macht. „Nur ein einzelner kann sich rücksichtslos für das Außerordentliche einsetzen.“

Der Kleist-Preis war die bedeutendste literarische Auszeichnung der Weimarer Republik. Die Kleist-Stiftung wurde 1933/1934 unter ungeklärten Umständen aufgelöst.

1985 wurde auf der Jahrestagung der 1962 neu gegründeten Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft beschlossen, den Preis wieder zu vergeben. Auch in der erneuerten Stiftung entscheidet eine jährlich bestimmte Vertrauensperson darüber, wem der Preis zuerkannt wird. Zwischen 1994 und 2000 wurde der Preis nur jedes zweite Jahr vergeben, seitdem wieder jährlich. Die Preissumme von 20.000 Euro wird von der Kulturstiftung der Deutschen Bank und der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gestiftet.

Der Vertrauensmann, der in diesem Jahr diese Ehrengabe gewähren darf, ist Daniel Kehlmann. Daniel Kehlmann erhielt 2006 selbst den Kleist-Preis und ehrt in diesem Jahr Max Goldt damit.

Max Goldt, geboren am 18. September 1958 in Weende, heute ein Ortsteil von Göttingen, eigentlich Matthias Ernst, ist ein deutscher Schriftsteller und Musiker.

Nach dem Abitur zog Max Goldt 1977 nach West-Berlin, wo er eine Fotografenausbildung begann. Er brach diese jedoch ab und wandte sich der Musik zu. 1981 gründete er zusammen mit Gerd Pasemann das teilweise der Neuen Deutschen Welle zugeordnete Duo Foyer des Arts, für das er textete und Lieder sang wie Eine Königin mit Rädern untendran, Schimmliges Brot, Wissenswertes über Erlangen, Komm in den Garten, Hubschraubereinsatz. Schon zuvor arbeitete Max Goldt mit Gerd Pasemann an einem Projekt namens Aroma Plus †“ zu der Zeit noch mit englischsprachigen Texten. Es folgten zahlreiche Schallplattenveröffentlichungen, diesmal auch solo, zum Beispiel 1984 Die majestätische Ruhe des Anorganischen. Mit Stephan Winkler produzierte er später (1998) als Musik-Duo NUUK die LP/CD Nachts in schwarzer Seilbahn nach Waldpotsdam.

Heute ist er vorrangig als Schriftsteller bekannt. Nachdem er mit humorvollen Kolumnen in der Berliner Underground-Zeitschrift Ich und mein Staubsauger in kleinem Kreis Aufmerksamkeit erregte, engagierte ihn das Satire-Magazin Titanic. Hier veröffentlichte er zwischen 1989 und 1998 108 Kolumnen unter den Titeln Aus Onkel Max†™ Kulturtagebuch, Diese Kolumne hat vorübergehend keinen Namen, Manfred Meyer berichtet aus Stuttgart und Informationen für Erwachsene. Seit Januar 2005 schreibt Goldt ohne festen Titel wieder für Titanic. In unregelmäßigen Abständen erscheinen Kompilationen in Buchform, nicht nur von Kolumnen, auch von Fotos, Liedtexten, Dialogen und Tagebucheinträgen.

Seine Texte zeichnen sich allesamt durch Wortwitz, hohe sprachliche Eleganz und die Kunst der Abschweifung aus. Häufig ironisiert er dabei wiederum die Ironie selbst. Wenn er sich zum Beispiel scheinbar über Kleinigkeiten echauffiert, tut er dies entweder aus Freude am harmlosen Echauffieren oder um das sinnlose Echauffieren zu parodieren. Seine Texte schlagen deshalb sprachlich wie inhaltlich Haken, die es dem Leser schwer machen, sich mit dem Inhalt zu solidarisieren. Auf diese Art lässt er den Leser letztlich im Unklaren, ob der Autor sich mit dem Leser überhaupt solidarisieren möchte. Kritiker schätzen genau diese Freude an der Disparität und an sprachlichen Volten (vgl. Hans Mentz: Komik a la carte, Titanic Jahrgang 1986).

Seit 1996 arbeitet Goldt als Comictexter mit dem Zeichner Stephan Katz zusammen. So entstanden zahlreiche Comic-Strips mit dem Titel Katz und Goldt, die beispielsweise in Titanic, ZEITmagazin und Intro publiziert werden, aber auch in Buchalben erhältlich sind.

Max Goldt lebt derzeit als freier Schriftsteller und Musiker in Berlin und unternimmt immer wieder Lesereisen durch den deutschsprachigen Raum. Auf diesen Lesungen testet er stets auch unveröffentlichte, noch in Arbeit befindliche Texte, liest aber auch Texte aus einem seiner vielen bereits veröffentlichten Bücher.

Quellen: Wikipedia

Hannelore-Greve-Literaturpreis 2008 geht an Arno Surminski

Der Hannelore-Greve-Literaturpreis wird seit 2004 alle zwei Jahre von der Hamburger Autorenvereinigung für „herausragende Leistungen auf dem Gebiet der deutschsprachigen Literatur†œ verliehen.

Gestiftet wurde die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung von der Hamburger Ehrenbürgerin Prof. Dr. h.c. Hannelore Greve.

In diesem Jahr erhält Arno Surminski die Auszeichnung. In Romanen wie Jokehnen oder Wie lange fährt man von Ostpreußen nach Deutschland (1974) habe er, so die Jury, „den vielen Kriegsopfern, insbesondere des 2. Weltkrieges, eine Stimme verliehen„.

Kurzbeschreibung

Dieser authentische Roman aus der Sicht eines Jungen beschwört ebenso objektiv wie aufwühlend eine Idylle, die 1945 in Schutt und Asche versank. Es ist die Geschichte einer Landschaft und einer Zeit; vor allem aber ist es die Geschichte von Hermann Steputat, der geboren wurde, als Paul Hindenburg starb, und der elf Jahre später zu den wenigen Dorfbewohnern gehörte, die den Krieg überlebten.

Der Verlag über das Buch

Arno Surminskis legendärer Ostpreußenroman

Über den Autor

Arno Surminski 1934 in Jäglack (Ostpreußen) geboren, arbeitet seit 1972 freiberuflich als Wirtschaftsjournalist und Schriftsteller. Er hat neunzehn Romane und Erzählbände veröffentlicht, darunter die Bestseller Jokehnen, Sommer vierundvierzig und die Erzählbände Aus dem Nest gefallen und Die masurischen Könige.

Die Auszeichnung wird im Oktober in Hamburg verliehen.

Preisträger aus den Jahren 2004 und 2006 sind Siegfried Lenz und Hans Pleschinski.

Denis Scheck gehen die Feuchtgebiete am A… vorbei!

Mit Spannung warte ich jeweils auf die Sendung Druckfrisch, in der Denis Scheck u.a. offenherzig die Top Ten der Spiegel-Bestenliste bewertet. So fiel sein Urteil über die derzeitige Nummer 1, Feuchtgebiete von Charlotte Roche, dem Genre der Buches entsprechend, kraftvoll aus:

Platz 1

Charlotte Roche: Feuchtgebiete

Zu den hehrsten Aufgaben der Literatur zählt, dem Meer des Unsagbaren ein Stück neues Land abzuringen. Das leistet „Feuchtgebiete“ zweifellos: hier wird ein Tabu geknackt: in diesem Fall das Tabu von Intimhygiene und Analsex. Allerdings hat das nach 20, 30 Seiten auch der größte Dämel begriffen, und dann, ja dann kommt der Roman. Ohne nun als Korinthenkacker dastehen zu wollen, ist das freundlichste, was ich über die wahnsinnig brave und biedere Handlung dieses Romans sagen kann, dass sie mir am Arsch vorbeigeht.

(Dumont Verlag, 219 Seiten, 14,90 Euro)