Schicksal des Blutes: Night Sky 03 von Stephanie Madea [Rezension]

Den Sternenträgern und ihren Partnern bleiben nur noch wenige Tage, um einen rasenden Nephilim aufzuhalten, dem es gestattet ist alle 700 Jahre am 1. Mai für 7 Tage auf der Erde zu wandeln. Oder sollte man besser sagen, die Erde heimzusuchen? Denn seine Beweggründe scheinen alles andere als friedlich zu sein und die verhängnisvolle Woche hat schon begonnen.
Wer schafft es, wer hat die Macht sich einem tobenden Nephilim entgegen zu stellen und in die Knie zu zwingen, oder ihn gar zu töten?

Ny´lane Bavarro, die mysteriöse, düstere Versuchung auf zwei Beinen, mit einem Körper zum Niederknien und gefährlicher als ein Schlangenbiss, ist den Lesern durch seine beeindruckenden Auftritte in den vorrangegangenen Bänden bestens bekannt. Sein unrühmliches Handeln in der Vergangenheit, seine Herkunft und nicht zuletzt seine Gefühle wusste er geschickt hinter einem harten undurchdringlichen Panzer aus Kaltblütigkeit und Dominanz zu verbergen. Als Tribor, ein nach weiblichem Blut süchtiger Vampir, ist er eigentlich eine große Gefahr für Amy. Doch ausgerechnet er wird von seinem Freund Jonas gebeten, sie zu beschützen. Und obwohl sie so gar nicht in sein Beuteschema passt, weil sie eine Weiße und noch dazu ein Mensch ist, kann er ihr nur sehr schwer widerstehen. Sie weckt Gefühle in ihm, die er schon vor langer Zeit verloren glaubte.

Amy, die beste Freundin von Cira, hat sich vorgenommen, diese harte Nuss zu knacken. Zielstrebig und selbstbewusst lässt sie sich durch nichts und niemanden von ihm abschütteln, insbesondere nicht von Mr. Silver Angel persönlich. Doch es ist nicht nur ihr journalistischer Spürsinn, der sie dazu treibt die Mysterien um Ny´lane aufzudecken. Sie hat sich trotz aller Gegensätze in ihn verliebt.

Die Liebe ist das größte Mysterium auf Erden. Sie zu verschenken heißt, selbst unendlich reich beschenkt zu werden.

Ein Paar, das unterschiedlicher nicht sein kann, scheint eine der wichtigen Schlüsselrollen in dieser Geschichte zu spielen. Es ist ein steiniger und mit Überraschungen gepflasterter Weg, bis alle Wahrheiten und Lügen aufgedeckt werden, Geheimnisse und Rätsel entschlüsselt sind, um die nahende Katastrophe aufzuhalten. Und das geschieht buchstäblich in letzter Sekunde.

San Francisco, Sierra Leone und die sagenumwobene Bibliothek von Alexandria in Ägypten sind alles Orte, die unsere liebgewonnen Helden aufsuchen müssen, um die Welt vor dem Untergang zu bewahren. Alle ziehen, trotz unterschiedlicher Gattungen und Charaktere, an einem Strang, da sie nicht nur durch Geschehnisse in der Vergangenheit miteinander verbunden sind, sondern auch durch tiefe Liebe und Freundschaft. Selbst Lilith, die Körperdämonin mit der herrlich frechen Klappe, schließt sich ihnen an, um ihren Exchef aufzuhalten. Wie immer ist es einfach nur köstlich, wie sie verschiedene Körper besetzt, egal ob Mensch oder Tier, und dem Leser ihre etwas eigenwillige Meinung mitteilt. Wie dieser kapriziöse weibliche Dämon seine endgültige Gestalt bekommt, ist einer der fabelhaftesten Highlights in diesem Roman.

Atemberaubend spannend, wunderschön romantisch und sinnlich, mit einer Portion Gefühlschaos, Humor und liebevoll ausgearbeiteten Charakteren, schließt Stephanie Madea in ihrem fesselnden und wie immer sehr einfühlsamen Erzählstil in diesem letzten Band der Trilogie den Kreis um die Ringträger und ihre Verbündeten, um Legenden, Wahrheiten und tiefgehender Liebe.

Von der Autorin geschickt ausgeklügelt, schieben sich die verschiedenen Puzzleteile an die richtigen Stellen. Fäden, die in der Vergangenheit gesponnen wurden, werden in der Gegenwart verknüpft, um in der Zukunft bestand zu haben. Alles fügt sich wunderbar zu einem grandiosen Ende zusammen, das alle Beteiligten, auch die Leser, nach viel vergossenem (Herz)Blut, einfach verdient haben. Wer die ersten beiden Bände gelesen hat, ist klar im Vorteil, da der Leser gleich auf den ersten Seiten ohne Umschweife wieder mitten ins Geschehen katapultiert wird.

Mir hat der 3. Teil sehr gut gefallen und ich vergebe gerne 5 von 5 Sternen. Vielen Dank für dieses wunderbar fantasievolle Lesevergnügen. Und nein, ich werde mir Ny´lane nicht mit Zöpfen vorstellen, denn irgendwie habe ich mich an seinen rasierten Schädel gewöhnt! Mach´s gut Lilith, auch du wirst mir fehlen. 😉

Der Lesekreis bedankt sich ganz herzlich bei Angie für diese hinreißende Buchbesprechung und beim Sieben Verlag für die freundliche Überlassung eines Rezensionsexemplares.

Schicksal des Blutes: Night Sky 03 von Stephanie Madea ist in der Taschenbuchausgabe im August 2012 im Sieben Verlag erschienen. Hier finden sich Rezensionen zu Night Sky 01 und Schwur des Blutes: Night Sky 02.

Kurzbeschreibung
Der mysteriöse Vampir Ny†™lane Bavarro fristet ein Dasein im Schatten. Niemand weiß, wer der gefährliche und sagenumwobene ‚Silver Angel†˜ wirklich ist. Seine einzigartige Gabe, die Gedanken anderer zu lesen, und seine Sucht nach weiblichem Blut, rauben ihm den Glauben an eine Zukunft. Nicht nur deshalb grenzt er sich ab und setzt alles daran, die Journalistin Amy Evans zu verschrecken, um seine unerklärlich tiefen Gefühle für sie nicht zu offenbaren. Die Sternträger kämpfen um das elementare Gefüge der Welt und stellen Amy unter Ny†™lanes Schutz. Aber sie vertraut ihm nicht und erfährt, dass Ny†™lane mehr über ihre grauenhafte Vergangenheit weiß. Sie beginnt, nach der seinen zu forschen, die auf erschreckende Weise mit ihrer verbunden scheint. Als Amy in Diamantenminen und vergessenen Katakomben Afrikas ein unvorstellbares Geheimnis entdeckt, kann nur noch Ny†™lane ihr Leben und das aller Menschen und Wesen retten. Doch Ny†™lane weigert sich, sein Schicksal zu akzeptieren …

Über die Autorin
Stephanie Madea, geboren 1977, wuchs in Norddeutschland auf. In ihrer Jugend fand sie Erfüllung in der Leitung von Sportgruppen wie dem Kinderturnen oder in der DLRG. Sie voltigierte, schrieb nächtelang Prosa und Poesie, vertonte eigene Hörspiele und komponierte Stücke auf der Orgel.

Sie erhielt ihren staatlich geprüften Abschluss zur Wirtschaftsassistentin in Fremdsprachen und Korrespondenz, ließ sich zur Speditionskauffrau mit Handelskammerabschluss ausbilden und erlangte den Titel zur staatlich geprüften Immobilienmaklerin-IMI.

Nach mehrjähriger Berufstätigkeit im In- und Ausland startete sie im kreativen Bereich ihre Selbstständigkeit und tauchte in die Tiefen der Schreibkunst ein.

Seit 2007 lebt sie mit ihrem Lebensgefährten und ihren drei Katzen in einem kleinen Dorf auf Zypern und arbeitet als freie Schriftstellerin.

Stephanie Madea schreibt mit Herzblut für das Paranormal-Romance-Genre. Ihr Debüt †œSklave des Blutes† erschien im Juli 2011 als erster Band der Trilogie „Night Sky†œ. †œSchwur des Blutes† und †œSchicksal des Blutes† erscheinen im Februar und August 2012. Im Herbst 2012 startet eine neue Serie.

Weitere Informationen finden sich auf der Autorenhomepage von Stephanie Madea.

heute, live, komplett: Basler Zeitung liest und kommentiert J. K. Rowlings Krimi

Ein plötzlicher Todesfall“ von J. K. Rowling ist seit heute in fast allen Ländern gleichzeitig erschienen und bislang ist außer der Kurzbeschreibung nichts über den Inhalt bekannt. Das ändert sich im Moment fast minütlich, denn nicht nur die Basler Zeitung liest den Krimi heute komplett live und kommentiert die wichtigsten Passagen.

So lautet der erste Satz des 600-Seiten Wälzers: „Barry Fairbrother wäre lieber zu Hause geblieben.
Barry Fairbrother ist ein Musterbürger, hat vier Kinder, ist Golfklubmitglied und im Gemeinderat. Aber er hat den Hochzeitstag vergessen und Mary ist wütend. „Dann schlug ein nie gekannter Schmerz wie eine Abrissbirne in seinen Kopf ein. Fairbrother ist tot.

Dass er das Opfer sein wird, wussten wir schon aus der Kurzbeschreibung – Barry Fairbrother stirbt an einem Aneurysma.  Dann wird´s spannender, denn die Autorin führt weitere Figuren hinzu: Shirley, die Frau des Fairbrother-Bekannten Howard, ein gewisser Gavin Hughes und seine Freundin Kay, der Junge Stuart Wall (Fats), das Pärchen Parminder und Vikram, Krystal, ein Mädchen aus der Schule, Tessa und Simon tauchen auf. Jemand äußert sich abfällig über den Toten: „Fairbrother war ein Scheißkerl.“

Gerade hat Linus Schöpfer, Redakteur Kultur, das zweite Kapitel erreicht. Die Überschrift lautet „ALTEN ZEITEN“ und es beginnt mit dem Satz: „Der Gemeinderat von Pagford verfügte für einen so kleinen Ort über beträchtliche Macht.

Weiter geht´s hier mit der originellen und ausführlichen Berichterstattung über einen neuen Mega-Bestseller…

Herzen aus Stein: Wächterschwingen 01 von Inka Loreen Minden [Rezension]

Noir ist die letzte Überlebende einer mächtigen Hexenfamilie. Seitdem ihre Familie von einem Dämon getötet wurde, ist sie auf der Flucht. Sie weiß nicht, dass der Gargoyle Vincent Balentine Tag und Nacht in ihrer Nähe ist, um sie zu beschützen.

Als sie eines Tages in einen gefährlichen Kampf verwickelt wird, kommt Vincent nicht umhin, seine Deckung aufzugeben und ihr zu helfen. Lange hat er davon geträumt, sich ihr zu zeigen, denn er hat sich über die Jahre in Noir verliebt. Doch als Gargoyle darf er sich eigentlich nicht mit einer Menschenfrau einlassen. Zudem wurde ihm von seinem Clanführer ein Fluch auferlegt: Alles was er mit seinen menschlichen Händen berührt, erstarrt zu Stein. Vincent hat einen schweren Stand innerhalb der eigenen Art, weil er nur zur Hälfte ein Gargoyle ist.

Nun, da er sich Noir zu erkennen gegeben hat, kommen die beiden sich näher, denn auch Noir merkt, dass sie füreinander bestimmt sind. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem stierköpfigen Dämon Ceros, der sich bei einem Attentat auf Noirs Familie ein mächtiges Artefakt angeeignet hat.

Inka Loreen Minden hat eine einzigartige Romantic Fantasy Geschichte entworfen, in der es von mythischen Wesen nur so wimmelt. Auch wenn der Hauptteil der Geschichte von Noir und Vincent handelt, lernt man in einem weiteren Handlungsstrang Kara, den weiblichen Wächterengel der Londoner Gargoyles, näher kennen. Kara verliebt sich in den Dämon Ash, der, obwohl er Ceros Handlanger ist, ganz eigene Ziele verfolgt. Ash ist kein gewöhnlicher Dämon und seine Bestimmung, als auch Karas, sind mit den Schicksalen von Noir und Vincent eng verknüpft.

Man taucht direkt in diese wundervolle Geschichte ein. Alles beginnt in London, als Vincent noch der unbemerkte Beschützer von Noir ist. Abwechselnd aus allen Perspektiven der Protagonisten erzählt, bekommt man tiefe Einblicke in ihre Intentionen und erhält so auch Einblicke in ihre Erinnerungen. Ihre Handlungen sind nachvollziehbar, man fühlt in allen Situationen mit ihnen und verfolgt atemlos die Entwicklung der Beziehung zwischen der Hexe und dem Gargoyle. Beide sind aufgrund ihres Lebensstils recht unerfahren in der Liebe und so kommt die Romantik und Erotik nicht zu kurz. Dennoch bleibt der Spannungsbogen recht hoch. Die Schauplätze sind vielfältig in London, Paris und Florenz angesiedelt und einige faszinierende Abstecher führen in die Unterwelt – all das versteckt in der menschlichen Welt wie wir sie kennen. Auch die Engelshierarchie spielt eine große Rolle, gibt sie doch oft den Anstoß, der das Schicksal in die richtigen Bahnen leitet.

Der Roman bietet einen verheißungsvollen Plot mit viel Potenzial für eine oder mehrere Fortsetzungen. Ich bin sehr gespannt, wie es im nächsten Teil weitergeht. Auch alle Nebencharaktere sind interessant und liebevoll gestaltet, sodass ich gerne mehr über sie erfahren möchte. Die verschiedenen Schicksale und Handlungsfäden fügen sich zu einem schlüssigen Gesamtbild am Ende des Buches zusammen. Der Autorin ist es gelungen, einen spannenden, ganz und gar nicht vorhersehbaren Roman zu schreiben, der ungeahnte Wendungen bereit hält und in einem schönen Happy-End abschließt.

Der Lesekreis bedankt sich ganz herzlich bei Doc für diese aufschlussreiche schöne Buchbesprechung und beim Sieben Verlag für die freundliche Überlassung eines Rezensionsexemplares.

Herzen aus Stein: Wächterschwingen 01 von Inka Loreen Minden ist in der Taschenbuchausgabe am 1. September 2012 im Sieben Verlag erschienen. Der 400 Seiten umfassende Fantasy-Roman ist für 14,90 Euro im Buchhandel erhältlich.

Kurzbeschreibung
Eine Hexe auf der Flucht vor grausamen Dämonen – Ein Gargoyle, ihr heimlicher Beschützer Niemals darf er sich ihr zeigen, niemals darf er sich in sie verlieben, die Konsequenzen wären verheerend. Doch das Schicksal hat andere Pläne. Noir LeMar, die letzte Überlebende eines Hexenklans, ist auf der Flucht vor Dämonen, die einst ihre Familie auslöschten. Sie weiß nicht, dass sie in dem Gargoyle Vincent einen heimlichen Beschützer hat, der sie Tag und Nacht bewacht, während sie versucht, die Mörder ihrer Eltern zu finden. Um Noirs Leben zu retten, muss Vincent seine Deckung aufgeben. Auch wenn zwischen den beiden sofort eine unwiderstehliche Anziehungskraft herrscht, dürfen sie niemals ihrer Leidenschaft freien Lauf lassen. Denn Vincent wurde mit einem Fluch belegt. Alles, was er in seiner menschlichen Gestalt berührt, wird zu Stein.

Über die Autorin
Inka Loreen Minden, die auch unter dem Pseudonym Lucy Palmer, Mona Hanke (Erotik) und Loreen Ravenscroft (Romantasy) schreibt, ist eine bekannte deutsche Autorin (homo-)erotischer Literatur. Von ihr sind bereits 26 Bücher, 6 Hörbücher und zahlreiche E-Books erschienen.

Neben einer spannenden Rahmenhandlung legt sie viel Wert auf eine niveauvolle Sprache und lebendige Figuren. Explizite Erotik, gepaart mit Liebe, Leidenschaft und Romantik, ist in all ihren Storys zu finden, die an den unterschiedlichsten Schauplätzen spielen.
Mehr über die Autorin findet sich auf ihrer Homepage unter www.inka-loreen-minden.de.

 

7 Fragen an Steffen Meier

Steffen Meier absolvierte eine Ausbildung zum Verlagsbuchhändler bei den Ernst Klett Verlagen und studierte Geschichtswissenschaft in Stuttgart. Aufgrund  mangelnder Kompatibilität mit dem Universitätssystem, hat er sein Studium zu seinem eigenen Bedauern jedoch nicht abschlossen.

Im Anschluss war Steffen Meier als Chefredakteur einer Stadtzeitung, freier Journalist sowie in mehreren Werbeagenturen und Systemhäusern tätig.

Seit den 1990er Jahren ist Steffen Meier im Stuttgarter Fachverlag Eugen Ulmer beschäftigt. Über diverse hausinterne Stationen widmete er sich seit der Jahrtausendwende dem  Aufbau des Online-Bereichs im Verlag, dessen Leitung er heute innehat. Schwerpunkte in seinem Verantwortungsbereich sind neue digitale Geschäftsfelder, E-Publishing, Mobile und Apps sowie SocialMedia.

Über die Zukunft des Publizierens und Tragödien des Alltags berichtet Steffen Meier kompetent und schlagfertig auf seinen Accounts bei Twitter und Facebook. Selbstredend findet man diesen Spezialisten in Sachen „Neue Medien“ ebenso bei Google+ und Xing.

7 Fragen an Steffen Meier

1. Mit wem würden Sie gerne für einen Tag den Platz tauschen?

Hieße das dann, er oder sie müsste meinen Platz einnehmen? Gute Güte!
Aber ernsthaft: Das klingt jetzt nach einem Kleine-Jungen-Wunsch, aber mit einem Astro-/Kosmo-/Taikonauten fände ich einen Tausch spannend. Ich würde gern mal die blaue Kugel von oben sehen. Wenn das schon vergeben ist – bleib ich lieber, wo ich bin.

2. Welche Projekte warten auf ihre Vollendung?

#weltherrschaft – Aber ich bleibe hartnäckig!

3. Was bringt Sie so richtig auf die Palme?

Vorsätzliche Inkompetenz, garniert mit Ignoranz. Da reicht dann auch keine Palme mehr und man sollte Flammenschwerter nicht in meiner Nähe deponieren. Ein weit verbreitetes Phänomen, nicht nur auf die Medienbranche begrenzt.

4. Worauf sind Sie besonders stolz?

Schwierige Frage. Stolz impliziert besondere Leistung – mir ist zwar nicht alles geschenkt worden, weiß aber als Mitteleuropäer der Jahrtausendwende doch um meinen privilegierten Status, kann also auch nicht meckern. Insofern eher Stolz auf die kleinen Dinge, und hier klar im Zusammenhang mit meinen beiden Jungs, auf die ich oft sehr stolz bin (ausser, wenn sie wieder mal für ein paar graue Haare mehr sorgen).

5. Mit welcher historischen Figur/Person hätten Sie sich gerne zum Essen verabredet?

Ganz ehrlich? Mit „Äch bin wieder da!“ – Adolf Nazi. Was hier passiert ist, in Teilen in dieser Person kulminiert, erscheint so unglaublich. Quasi ein Blick ins Auge des Bösen.
Wenn der schon vergeben ist, dann mit dem Mensch, der die Keilschrift erfunden hat, um ihn darauf aufmerksam zu machen, was er damit so alles anrichten wird. Ansonsten William Shakespeare, dem würde ich gern die Hand schütteln, um ihm zu erzählen, was er alles so anrichten wird. Oder Heinrich Heine. Oder Vlad Dracul. Oder…ach, auch egal.

6. Über welche verpasste Gelegenheit ärgern Sie sich noch heute?

Neben einigen privaten Dingen wohl eher darüber, nicht zum richtigen Zeitpunkt Aktien von Microsoft oder Google oder Apple gekauft (und dann verkauft) zu haben. Dann würde ich mir heut den ganzen Tag auf meiner Privatinsel die Cocktails schmecken lassen und Leute auf Facebook belästigen. So mach ich das eben ohne Cocktails.

7. Womit haben Sie ihr erstes Geld verdient?

Weiß ich gar nicht mehr so genau. Zeitung austragen? Ich habe schon relativ früh angefangen, für lokale Zeitungen zu schreiben (ein Beweis, dass es auch früher nicht nur Qualitätsjournalismus gab). Mein Rücken kann sich noch an Küchenplattenschleppen in Baumärkten erinnern, das stärkte weder Charakter noch Gemüt, wie man es harter körperlicher Arbeit nachsagt, sondern sorgte nur für Muskelkater.
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Der Lesekreis bedankt sich ganz herzlich bei Steffen Meier für die Teilnahme an unserem Online-Interview!

 

Wetten auf den Literaturnobelpreis 2012 – von Haruki Murakami bis E. L. James

Am 1. Oktober, um 9 Uhr, öffnet das virtuelle Wettbüro Ladbrokes.com seinen Onlinezugang für Wetten auf mögliche Kandidaten für den Literaturnobelpreis 2012. Doch wer den begehrten Preis von Alfred Nobel gewinnen wird, ist wohl das am besten gehütete Geheimnis. Ebenso geheimnisvoll ist der Termin der Bekanntgabe. Bis heute ist nicht bekannt, wann der Preis für Literatur nominiert wird, während die Termine der Nominationen aller anderen Nobelpreise längst feststehen.

Wer ein paar Dollar übrig hat, kann sein Glück versuchen und auf Ladbrokes.com einen Tipp abgeben. Zu Beginn wird der schon seit Jahren gelistete japanische Autor Haruki Murakami mit einer Quote von 8 zu 1 gehandelt, gefolgt von dem ebenso oft vertretenen US-amerikanischen Musiker und Lyriker Bob Dylan mit einer Quote von 11 zu 1.

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die tatsächlichen Gewinner oftmals kurz vor Torschluss ganz nach oben katapultiert worden sind. Doch wer das Rennen schließlich macht, bleibt spannend.

Nachfolgend die Top 100 mit den heutigen Quoten. Man achte auf den letzten Platz. Hier rechnen sich doch tatsächlich Einige Gewinnchancen für E. L James aus. Wer einen Dollar auf die Autorin der Erotik-Bestseller-Reihe Shades of Grey setzt, kann beim jetzigen Stand 501 Dollar dazu bekommen.  😉

Haruki Murakami – 8.00
Bob Dylan – 11.00
Mo Yan – 13.00
Cees Nooteboom – 13.00
Ismail Kadare – 15.00
Adonis – 15.00
Ko Un – 15.00
Dacia Maraini – 17.00
Philip Roth – 17.00
Cormac McCarthy – 17.00
Amos Oz – 17.00
Tom Stoppard – 17.00
Alice Munro – 21.00
Enrique Vila-Matas – 21.00
Eduardo Mendoza Garriga – 21.00
Les Murray – 21.00
Ngugi wa Thiog’o – 21.00
Chinua Achebe – 21.00
Assia Djebar – 21.00
Thomas Pynchon – 21.00
Umberto Eco – 26.00
Leonard Nolens – 26.00
Mircea Cartarescu – 26.00
Adam Zagajewski – 34.00
Karl Ove Knausgard – 34.00
Don DeLillo – 34.00
Peter Nadas – 34.00
Nurridin Farah – 34.00
Joyce Carol Oates – 34.00
E L Doctorow – 34.00
Merethe Lindstrom – 51.00
Andrea Camilleri – 51.00
Chimamanda Ngozi Adichie – 51.00
Chang-Rae Lee – 51.00
Ian McEwan – 51.00
Margeret Atwood – 51.00
Gerald Murnane – 51.00
Peter Carey – 51.00
Bei Dao – 51.00
Antonio Lobo Antunes – 51.00
Ernesto Cardenal – 51.00
Yves Bonnefoy – 51.00
Michel Tournier – 51.00
Maya Angelou – 51.00
Mahasweta Devi – 51.00
A B Yehoshua – 51.00
Azar Nafisi – 67.00
Dai Sijie – 67.00
Daniel Kahneman – 67.00
Javier Marias – 67.00
Kazuo Ishiguro – 67.00
Ursula Le Guin – 67.00
David Malouf – 67.00
Hanan Al-Shaykh – 67.00
Salman Rushdie – 67.00
Ben Okri – 67.00
Herman Koch – 67.00
Colm Toibin – 67.00
Claudio Magris – 67.00
A S Byatt – 67.00
Milan Kundera – 67.00
Patrick Modiano – 67.00
Juan Marse – 67.00
William H Gass – 67.00
Yevgeny Yevtushenko – 67.00
Julian Barnes – 67.00
F Sionil Jose – 67.00
John Ashbery – 67.00
Ulrich Holbein – 101.00
Atiq Rahimi – 101.00
Kjell Askildsen – 101.00
Jon Fosse – 101.00
Michael Ondaatje – 101.00
Paul Auster – 101.00
Eeva Kilpi – 101.00
Vassilis Alexakis – 101.00
Mary Gordon – 101.00
Marge Piercy – 101.00
Jonathan Littell – 101.00
Juan Goytisolo – 101.00
Anne Carson – 101.00
Elias Khoury – 101.00
Shlomo Kalo – 101.00
William Trevor – 101.00
Peter Handke – 101.00
Victor Pelevin – 101.00
Ferreira Gullar – 101.00
Antonio Gamoneda – 101.00
Louise Gluck – 101.00
John Banville – 101.00
Rajendra Bhandari – 101.00
Jonathan Franzen – 101.00
Christian Jungersen – 101.00
Sofi Oksanen – 101.00
Shyam Selvadurai – 101.00
Roberto Saviano – 101.00
Olga Tokarczuk – 101.00
Leila Aboulela – 101.00
Daniel Chavarria – 101.00
Anna Funder – 101.00
Tim Winton – 101.00
Peter Hoeg – 101.00
Gosta Agren – 101.00
Michael Frayn – 101.00
Carol Ann Duffy – 101.00
Tadeusz Rozewicz – 101.00
Per Petterson – 101.00
E.L. James – 501.00

Quelle: Ladbrokes.com
Quelle Foto: Wikipedia