Alois Hotschnig erhält den Erich-Fried-Preis 2008

Der Erich-Fried-Preis 2008 geht an den österreichischen Autor Alois Hotschnig.

Der 1959 geborene Schriftsteller erhält die mit 14 600 Euro dotierte Auszeichnung Anfang November in Wien, teilten die Internationale Erich-Fried-Gesellschaft und das Literaturhaus Wien mit.

Der Erich-Fried-Preis ist ein Literaturpreis, der durch die Internationale Erich Fried Gesellschaft für Sprache und Literatur verliehen wird. Gestiftet wird Preis vom Bundeskanzleramt der Republik Österreich, Sektion Kunst. Jedes Jahr wird vom Kuratorium ein Juror bestimmt, der wiederum alleinverantwortlich den Preisträger auswählt. Mit dieser Auszeichnung soll die Erinnerung an den bedeutenden österreichischen Schriftsteller Erich Fried wachgehalten werden.

Alleinige Jurorin in diesem Jahr war die deutsche Autorin Katja Lange-Müller. Hotschnig, der 1992 den Ingeborg-Bachmann-Preis gewann, hat unter anderem den Roman Ludwigs Zimmer (2000) und den Erzählband Die Kinder beruhigte das nicht (2006) veröffentlicht.

Meine Entscheidung ist auf Alois Hotschnig gefallen, weil er aus der Sprache heraus erfindet„, sagte Katja Lange-Müller. Er behaupte und entwickle wie momentan kein anderer deutschsprachiger Schriftsteller die literarische Gattung der Erzählung.

Quellen: Süddeutsche Zeitung, Wikipedia

Bayerischer Thomas-Mann-Literaturpreis geht an Peter Handke

Peter HandkeDie Bayerische Akademie der Schönen Künste verleiht ihren traditionellen Großen Literaturpreis, dessen Träger in den beiden vergangenen Jahren Martin Mosebach und Hans-Joachim Schädlich waren, dieses Jahr zum ersten Mal unter dem neuen Namen „Thomas Mann-Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste„. Die Akademie will mit diesem alljährlich verliehenen Literaturpreis an den großen Schriftsteller, der vier Jahrzehnte in dieser Stadt gelebt hat, erinnern.

Der erste Träger des Preises wird Peter Handke sein, der jedoch auf die Preissumme von 15 000 Euro verzichtet und diese der Akademie stiftet. Die Verleihung findet am 8. Oktober 2008 in den Räumen der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in der Münchner Residenz statt. Hubert Burda, Ehrenmitglied der Akademie, wird die Laudatio halten.

Oddest – Neuer Preis für kuriose Buchtitel

Das Börsenblatt und die Redaktion von „Schotts Sammelsurium“ haben einen „Preis für den kuriosesten deutschsprachigen Buchtitel“ ausgelobt.

Vorbild ist der britische „Diagram Prize for Oddest Book Title of the Year„. Kriterium ist die Skurrilität des Buchtitels, unabhängig vom Inhalt des Werks. Ob vom Autor intendiert oder nicht, der Titel soll den Leser zum Schmunzeln, Grübeln oder Staunen bringen. Vorschläge können hier per Kommentar beim Börsenblatt gepostet werden.

Die Einreichung des Siegertitels wird mit einer Flasche Champagner belohnt.

Quelle: Börsenblatt

Wenn ich nicht total auf Veuve Clicquot stehen würde, würde ich sagen: So ein Blödsinn! 😉


Marcel Beyer erhält den mit 50 000 Euro dotierten Joseph-Breitbach-Preis

Marcel BeyerDer Lyriker und Romanautor Marcel Beyer erhält in diesem Jahr den Joseph-Breitbach-Preis. Dieser wird von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz gemeinsam mit der Stiftung Joseph Breitbach vergeben und ist gegenwärtig mit 50 000 Euro dotiert.

Die Jury lobt in ihrer Begründung die „sprachlich versierte und psychologisch komplexe Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit“ und meint damit vor allem Romane wie „Flughunde“ (1995), eine akustische Geschichte des Dritten Reiches, „Spione“ (2000), ein Generationsbuch, „Vergeßt mich“ (2006) eine Erzählung von Madrid, oder „Kaltenburg“ (2008), die Lebensgeschichte eines Ornithologen im Nationalsozialismus und in der DDR. In all diesen Werken werden „Recherche, Analyse und Fiktion“ miteinander verbunden.

Der Joseph-Breitbach-Preis wird seit 1998 vergeben und war zunächst, mit einer Preissumme von 250 000 Mark, mit weitem Abstand die höchst dotierte literarische Auszeichnung in Deutschland. Nie erhielt jedoch ein einzelner Autor eines solche Summe. Der Preis wurde zunächst auf drei Schriftsteller verteilt, dann sank die Dotierung, die aus dem hinterlassenen Vermögen des im Jahr 1980 verstorbenen Kaufmanns, Journalisten und Schriftstellers Joseph Breitbach finanziert wird.

Die Preisverleihung an Marcel Beyer findet am 26. September in Mainz statt.

Quellen: Süddeutsche Zeitung, Wikipedia

Tilman Rammstedt gewinnt den 32. Ingeborg-Bachmann-Preis

Der Bachmann-Preis gilt seit seiner Gründung 1977 als einer der wichtigsten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum. Er ist nach der in Klagenfurt geborenen Dichterin Ingeborg Bachmann (1923-1973) benannt und mit einem Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro dotiert.

In diesem Jahr hat der in Berlin lebende Autor Tilman Rammstedt den 32. Ingeborg-Bachmann-Preis bei den Literaturtagen im österreichischen Klagenfurt gewonnen. Der 1975 in Bielefeld geborene Autor erhielt die Auszeichnung für einen Auszug aus seiner Familiengeschichte „Der Kaiser von China“. Darin beschreibt er eine problematische Beziehung zu seinem Großvater.

Die Jury lobte den bisher unveröffentlichten Text als hochkomisch und brillant. Zwei Tage lang hatten sich 14 Autoren – darunter elf aus Deutschland – in Lesungen und Diskussion der Jury gestellt. Rammstedt erhielt zusätzlich den Publikumspreis der Literaturtage. Weitere Auszeichnungen gingen die an Autoren Markus Orths, Patrick Findeis und Clemens J. Setz.

Rammstedt war 2001 Mitbegründer der „Lesebühne Visch & Ferse“, die nach eigenen Angaben „seit einigen Jahren immer wieder versucht, sich aufzulösen“. 2001 gewann er Wettbewerb „Open Mike“ und veröffentlichte in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien. 2005 erschien sein Roman „Wir bleiben in der Nähe.“ Rammstedt bekam mehrfach Literaturstipendien und Förderpreise.

Quelle: Tagesschau