Wie Eragon-Autor Christopher Paolini über Twitter am 01.01.2012 bekannt gab, arbeitet er einem neuen Roman.

Well, I started writing again„, lautete die Botschaft, die sicherlich viele Fans in Aufregung versetzen wird.

Nur eine Kurzgeschichte, wohlgemerkt„, berichtete Paolini dann und erklärte, dass er vor seiner Lesereise damit begonnen und danach weiter daran gearbeitet habe. Worum es geht, wollte er zunächst nicht verraten.

Nein, ich kann Ihnen nicht sagen, worum es geht„, schrieb er noch am 01. Januar 2012.

Einen Tag später ließ er sich aber doch überreden und berichtete, dass er an einer Science-Fiction Geschichte schreibe. Sie sei eine kleine, dunkle Einleitung zum nächsten Buch, welches er gerade plane.

Ach ja, und er sei Star Trek-Fan, verriet er noch … 😉

„Endlich“, lautete der Kommentar meines mittlerweile 17-jährigen Sohnes, als ich ihm erzählte, dass der vierte und letzte Band der Eragon-Saga unter dem Titel „Das Erbe der Macht“  im November 2011 in der deutschsprachigen Übersetzung erscheinen soll. Christopher Paolini nimmt einen besonderen Stellenwert in unserem Haus ein, da er es vor fünf Jahren geschafft hat, meinen lesefaulen Sohn zu verführen. Der Verlag empfiehlt die Reihe 12- bis 15-Jährigen, aber viele Fans dürften heute schon viel älter sein und sich trotzdem auf das Finale freuen.

Wie das Börsenblatt heute berichtet, hat der 27-jährige US-amerikanische Autor das Manuskript des Drachenreiter-Finales Mitte Juli bei Random House in den USA abgegeben. Auf der offiziellen deutschen Website zur Eragon-Reihe des Münchner Verlags, der zur Random House Gruppe gehört, finden sich  ein exklusives Video-Interview mit Christopher Paolini sowie eine Textprobe des vierten Bandes. Die vor rund zwei Wochen eingerichtete deutsche Facebook-Seite mit Informationen zum vierten Band von „Eragon – Das Erbe der Macht“ hat heute bereits knapp 7000 Fans.

Leseprobe Eragon 4 – Das Erbe der Macht von Christopher Paolini
Copyrihgt © 2011 cbj – Münchner Kinder- und Jugendbuchverlag
Übersetzung: Michaela Link

Es war ein durchdringendes, schrilles, schauderhaftes Kreischen wie von Metall, das über Stein kratzt. Eragons Zähne vibrierten mit. Er
hielt sich die Ohren zu und verzog das Gesicht, während er sich umdrehte und versuchte, die Quelle des Lärms auszumachen. Saphira
warf den Kopf hin und her, und trotz des Getöses hörte er ihr gequältes Wimmern.
Eragon ließ den Blick zweimal über den Innenhof wandern, bevor er eine schwache Staubwolke bemerkte, die sich oben an der Mauer des Bergfrieds aus einem einen Fuß breiten Riss erhob. Der Riss war unter dem geschwärzten, teilweise zerstörten Fenster entstanden, wo Bloëdhgarm den Magier getötet hatte. Als das Kreischen an Intensität zunahm, ging Eragon das Risiko ein, die Hand von einem Ohr zu nehmen, um auf den Riss zu deuten.
»Da!«, rief er Arya zu, die bestätigend nickte. Er drückte sich die Hand wieder aufs Ohr. Unvermittelt brach das Kreischen ab. Eragon wartete einen Moment, dann ließ er langsam die Hände sinken und wünschte sich ausnahmsweise, sein Gehör wäre nicht gar so scharf.
Im gleichen Augenblick erweiterte sich der Riss, bis er mehrere Fuß aufklaffte, und raste an der Mauer des Bergfrieds hinab. Wie ein Blitz schlug er unten ein, zerschmetterte den Schlussstein über dem Torbogen des Turms und ließ kieselgroße Steine herabhageln. Die ganze Burg ächzte, und von dem zerstörten Fenster bis hinab zu dem zerbrochenen Schlussstein begann sich die Front des Bergfrieds vom Rest des Mauerwerks zu lösen und nach außen zu neigen.
»Lauft!«, rief Eragon den Varden zu, die bereits zu beiden Seiten des Innenhofs davonsprangen, verzweifelt darauf bedacht, von der gefährlichen Mauer wegzukommen. Eragon trat einen einzigen Schritt vor – jeder Muskel in seinem Körper war gespannt –, während er versuchte, irgendwo in dem Gedränge der Krieger Roran auszumachen. Endlich entdeckte Eragon ihn. Er war hinter der letzten Gruppe
von Männern am Eingang eingezwängt. Roran brüllte die anderen wie wahnsinnig an, aber seine Worte gingen in dem Aufruhr unter. Dann sackte die Mauer mehrere Zoll in die Tiefe. Sie löste sich noch weiter vom Rest des Turms und ließ Steine auf Roran prasseln, brachte ihn aus dem Gleichgewicht und zwang ihn, rückwärts unter den Schutz des Eingangs zu stolpern. Als Roran sich aus seiner geduckten Haltung aufrichtete, trafen sich ihre Blicke, und Eragon sah in seinen Augen ein Aufblitzen von Furcht und Hilflosigkeit, gefolgt von Resignation, als wisse Roran, dass er sich, wie schnell er auch rannte, unmöglich rechtzeitig in Sicherheit würde bringen können. Ein schiefes Lächeln umspielte Rorans Lippen.
Und die Mauer fiel.

Kurzbeschreibung
Das lang ersehnte, grandiose Finale der Eragon-Saga Ein schrecklicher Krieg wütet in Alagaësia. Alle Völker haben sich zusammengeschlossen und ziehen in den Kampf gegen Galbatorix, den grausamen Herrscher des Imperiums. Eragon weiß, dass er und Saphira ihm irgendwann gegenüberstehen werden. Treue Gefährten kämpfen an seiner Seite, allen voran die wunderschöne, kluge Elfe Arya. Doch der finstere König ist nahezu unbesiegbar, denn er besitzt die Macht zahlloser Drachen, deren Seelenhort, den Eldunarí, er an sich gerissen hat. Ein neuer Drache und ein neuer Drachenreiter verändern das Kräfteverhältnis. Wird Eragon Galbatorix besiegen können? Oder muss er sich geschlagen geben? Eine Prophezeiung besagt, dass Eragon Alagaësia für immer verlassen wird …

Über den Autor
Christopher Paolini hat nie eine öffentliche Schule besucht, sondern wurde von seiner Mutter zu Hause unterrichtet. Als Jugendlicher entdeckt er die Welt der Bücher. Hingerissen verschlingt er J. R. R. Tolkien, Raymond Feist, die nordischen Heldensagen – und erschafft mit 15 Jahren eine ganz eigene, komplexe Fantasy-Welt, Alagaësia. »Eragon« erscheint zunächst im Selbstverlag der Eltern und avanciert durch Mundpropaganda zum heimlichen Bestseller. Durch den Schriftsteller Carl Hiaasen auf das Buch aufmerksam gemacht, veröffentlicht Random House USA im September 2003 die Buchhandelsausgabe, die seitdem alle Rekorde bricht. Heute wird Christopher Paolini weltweit als Bestseller-Autor gefeiert. Er lebt mit seiner Familie in Paradise Valley, Montana.

Das Warten hat ein Ende – na ja, zumindest fast, denn der vierte und abschließende Teil der großen Eragon-Saga von Christopher Paolini erscheint in den USA und in Großbritannien am 08.11.2011 unter dem Titel „Inheritance„.

Wie heute bekannt wurde, wird die deutschsprachige Übersetzung auf jeden Fall auch noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. „Das Erbe der Macht“ steht auf dem grünen Cover, das heute ebenfalls vorgestellt wurde. Der Preis wird derzeit mit 24,99 Euro angegeben.

Die Spannung steigt, denn über den Inhalt des vierten Eragon-Bandes wird noch striktes Stillschweigen bewahrt.

Wer sich an das Ende des drittes Bandes nicht erinnern kann, findet nachfolgend die letzte Seite nochmals zum Einstieg in den vierten Teil:

Während die Sonne Eragon durch seine Rüstung hindurch wärmte, verschwand seine Traurigkeit nach und nach wie die Nebelfetzen über dem Wasser. Er atmete tief ein und aus und seine Muskeln entspannten sich.
Nein, sagte er, wir sind nicht allein. Ich habe dich und du hast mich. Und dann sind da Arya und Nasuada und Orik und noch viele andere, die uns auf unserem Weg zur Seite stehen werden.
Und Glaedr, sagte Saphira.
Ja.
Eragon sah auf den Eldunarí hinab, der eingehüllt in seinen Armen lag, und große Zuneigung für den in seinem Seelenhort gefangenen Drachen erfüllte ihn sowie der brennende Wunsch, ihn zu beschützen. Er presste den Stein fester an die Brust und legte Saphira die Hand auf den Hals, dankbar, dass sie zusammen waren.
Wir können es schaffen, dachte er. Galbatorix ist nicht unverwundbar. Er hat einen Schwachpunkt und den werden wir gegen ihn verwenden … Wir können es schaffen.
Wir können und wir müssen, sagte Saphira.
Für unsere Freunde und unsere Familie … und für ganz Alagaësia … müssen wir es schaffen.
Eragon hob Glaedrs Eldunarí hoch über seinen Kopf und streckte ihn der Sonne und dem neuen Tag entgegen, und er lächelte, begierig auf die kommenden Schlachten – begierig darauf, dass er und Saphira am Ende Galbatorix gegenüberstehen und das Schicksal des finsteren Königs besiegeln würden…

Quelle: Ergaon.de

EragonDie Weisheit des Feuers

Kurzbeschreibung zu Eragon 3

Außergewöhnliche Kräfte prallen in Band 3 der sensationell erfolgreichen Trilogie aufeinander. Eragon verkörpert die größte Hoffnung für ein besseres Alagaësia. Kann ein ehemaliger einfacher Bauernjunge ein Führer werden, der es schafft die Rebellen zu vereinen und den tyrannischen König Galbatorix zu stürzen? Im Anschluss an den heftigen Kampf auf den brennenden Ebenen gegen die Krieger des Königs sind Eragon und sein Drache, Saphira, nur mit knapper Not am Leben geblieben und geflüchtet.
Eragon kann nur schwerlich der Vielzahl seiner Versprechungen nachkommen. Seinem Cousin Roran hat er einen Eid geschworen zu helfen Katarina, Rorans Geliebte, aus den Händen des Königs Glabatorix zu befreien. Aber Eragon schuldet seine Loyalität auch den anderen. Die Varden benötigen Eragons Zauberkräfte und Stärken mehr als die Elfen und Zwerge.

Als die Unruhen unter den Rebellen zunehmen und überall neue Gefahren durch Angriffe der Krieger des Königs lauern, muss Eragon eine Entscheidung treffen, die ein unvorstellbares Opfer von ihm abverlangt.
Konfliktreiche, abenteuerliche Taten und ein furchtbarer Tod, das erwartet den Leser, wenn Eragon im Auftrag der Varden kämpft, während Galbatorix unbarmherzig versucht ihn zu seinen eigenen Zwecken zu missbrauchen und zu manipulieren. „Die Weisheit des Feuers“ erforscht die reifer werdende Seele von Eragon, und wie er sich mit den moralischen Verpflichtungen in seiner Rolle als Führer auseinandersetzt. Keine leichte Aufgabe und eine große Verantwortung die auf den Schultern des jungen Drachenreiter lastet.

Der dritte Band von Eragon umfasst 1080 Seiten.


Leseprobe aus dem dritten Kapitel im dritten Buch der Drachenreiter-Trilogie

Licht und Schatten

Saphira scharrte ungeduldig mit den Krallen in der Erde. Kommt jetzt, wir fliegen los!

Eragon und Roran ließen Taschen und Vorräte am Ast eines Wacholderbaumes hängen und kletterten auf ihren Rücken. Sie brauchten sie gar nicht erst zu satteln – Saphira hatte das Gurtzeug die ganze Nacht über anbehalten. Das weiche Leder schmiegte sich warm, fast schon heiß an Eragons Schenkel. Er hielt sich an der Halszacke vor ihm fest, damit er bei plötzlichen Richtungsänderungen nicht zur Seite schleuderte, während Roran einen Arm um Eragons Taille schlang; in der anderen Hand hielt er seinen Hammer.

Ein Schieferbrocken zerbrach unter Saphiras Gewicht, als sie tief in die Hocke ging und dann mit einem einzigen Schwindel erregenden Satz zum Rand der engen Schlucht hinaufsprang, wo sie einen Moment lang balancierte, bevor sie ihre riesigen Schwingen ausbreitete. Die zarten Flügelhäute flatterten im Wind, als Saphira sie zum Himmel emporstreckte. So aufgerichtet, sahen sie aus wie zwei durchscheinende blaue Segel.

„Nicht so fest“, knurrte Eragon. Weiterlesen

Die Weisheit des Feuers von Christopher Paolini

Als ich vor zwei Jahren meinem 12-Jährigen den ersten Band von Eragon besorgte, wusste ich nicht was ich damit anrichte. Ziel war es ihn zum Lesen zu animieren. Nachdem ich mit den Klassikern, wie Lederstrumpf von Cooper, Die Schatzinsel von Stevenson und gar Winnetou von Karl May bei ihm abblitzte, empfahl mir eine Freundin es mit Eragon von Christopher Paolini zu versuchen. Nachdem er die ersten Bände verschlungen hatte, weigerte er sich strikt etwas anderes zu lesen und wartet ungeduldig auf den dritten Band. Und der erscheint nun endlich im September.

Christopher Paolini, der nie eine öffentliche Schule besuchte, sondern von seiner Mutter zu Hause unterrichtet wurde, beschreibt sich selbst als „jemand, der Bücher verschlingt, mit einer unersättlichen Gier nach neuem Wissen“. Seine Leidenschaft für Fantasy und Science Fiction inspirierten ihn zu seinem Erstlingswerk Eragon, das er als knapp 15jähriger verfasste und das zunächst im kleinen Verlag seiner Eltern erschienen ist.
Foto: Christopher Paolini – Quelle: Flickr

Dem Buch wurde ein unglaublicher Erfolg zuteil: Mund-zu-Mund-Propaganda führte dazu, dass der Band viele Leser begeisterte, bis er schließlich auch in die Hände des Erfolgsautors Carl Hiassen fiel. Der wiederum machte den Verleger Knopf darauf aufmerksam und von da an nahm das Schicksal des heute 24-jährigen Autors seinen glücklichen Lauf.

Nach Erscheinen der amerikanischen Buchhandelsausgabe des ersten Bandes im Herbst 2003 eroberte Eragon sofort einen Spitzenplatz in der New York Times Besteller-Liste und stellte damit auch Harry Potter in den Schatten.

Im Oktober 2005 erschien der zweite Band des Fantasy Epos. Schon in der erste Woche nach Erscheinen des Buches „Der Auftrag des Ältesten“ (Originaltitel: Eldest) auf dem amerikanischen Markt wurden 425.000 Exemplare verkauft.

Gerüchten zufolge litt Paolini zwischenzeitlich an einer Schreibblockade, sodass das Erscheinen des dritten Bandes verschoben wurde. Im September 2008 ist es aber so weit. Der Verlag hat bekannt gegeben, dass der deutsche Band drei der Eragon-Saga den Titel „Die Weisheit des Feuers“ (Originaltitel: Brisingr (Feuer) lauten wird. Das Titelbild zeigt einen goldenen Drachen.

Kurzbeschreibung zu Eragon 3
Außergewöhnliche Kräfte prallen in Band 3 der sensationell erfolgreichen Trilogie aufeinander. Eragon verkörpert die größte Hoffnung für ein besseres Alagaësia. Kann ein ehemaliger einfacher Bauernjunge ein Führer werden, der es schafft die Rebellen zu vereinen und den tyrannischen König Galbatorix zu stürzen? Im Anschluss an den heftigen Kampf auf den brennenden Ebenen gegen die Krieger des Königs sind Eragon und sein Drache, Saphira, nur mit knapper Not am Leben geblieben und geflüchtet.
Eragon kann nur schwerlich der Vielzahl seiner Versprechungen nachkommen. Seinem Cousin Roran hat er einen Eid geschworen zu helfen Katarina, Rorans Geliebte, aus den Händen des Königs Glabatorix zu befreien. Aber Eragon schuldet seine Loyalität auch den anderen. Die Varden benötigen Eragons Zauberkräfte und Stärken mehr als die Elfen und Zwerge.

Als die Unruhen unter den Rebellen zunehmen und überall neue Gefahren durch Angriffe der Krieger des Königs lauern, muss Eragon eine Entscheidung treffen, die ein unvorstellbares Opfer von ihm abverlangt.
Konfliktreiche, abenteuerliche Taten und ein furchtbarer Tod, das erwartet den Leser, wenn Eragon im Auftrag der Varden kämpft, während Galbatorix unbarmherzig versucht ihn zu seinen eigenen Zwecken zu missbrauchen und zu manipulieren. „Die Weisheit des Feuers“ erforscht die reifer werdende Seele von Eragon, und wie er sich mit den moralischen Verpflichtungen in seiner Rolle als Führer auseinandersetzt. Keine leichte Aufgabe und eine große Verantwortung die auf den Schultern des jungen Drachenreiter lastet.

Der dritte Band von Eragon umfasst 1080 Seiten.

Auf der Internetseite von Random House gibt es eine Leseprobe aus dem dritten Kapitel.

Wie im November 2007 bekannt wurde, wird es auch noch einen vierten Band der Eragon-Reihe geben.