Break on through… Schlossmuseum Jever verlängert Ausstellung

„Break on through to the other side“. Tanzschuppen, Musikclubs und Diskotheken im Weser-Ems-Gebiet in den 1960er, 70er und 80er Jahren

01. September 2007 – 27. April 2008 verlängert bis zum 29. Juni 2008!

Im Rahmen des Ausstellungsprojektes „Break on through to the other side“ widmet sich das Schlossmuseum Jever den Musikclubs und Diskotheken der Weser-Ems-Region der 1960er bis 1980er Jahre.

Im Vordergrund der Darstellung stehen dabei die Diskotheken und Clubs, die der Rockmusik verbunden waren und sind. Es werden aber auch diejenigen Protagonisten und Orte in den Blick genommen, die an der frühen Popularisierung dieser Musik ihren Anteil hatten: die Beatbands und die Tanzschuppen, in denen sie auftraten.

Da das Interesse an Ausstellung und Katalog unvermindert anhält, wird die Ausstellung bis zum 29. Juni verlängert. Seit September 2007 haben weit über 30.000 Gäste die Ausstellung besucht.

Am 28. Juni startet dann ab 18 Uhr die versprochene DJ-Night mit Emil Penning, Rio de Luca, Sven Rogall, Otto Sell und anderen „alten“ DJs. Dabei werden vor allem auch die genialen VitaVox-Boxen von Heino de Witt, die einst im Tiffany gestanden haben, zum Einsatz kommen. Der Eintritt beträgt 6 Euro; Karten können telefonisch oder auch direkt über das Internet bestellt werden.

Wünsche euch eine laue, sternenklare Nacht!

Volker Weidermann liest am 06.05. im Münchner Literaturhaus

Das Buch der verbrannten Bücher

Ein Abend mit Volker Weidermann am 06.05. um 19.30 Uhr in der Bibliothek des Münchner Literaturhauses, Salvatorplatz 1

Ein Abend im Mai – und wie es dazu kam

Es wurde angekündigt als »“Aktion wider den undeutschen Geist“: Die akribische landesweite Vorbereitung gipfelte am 10. Mai 1933 in der Errichtung von Scheiterhaufen in vielen deutschen Städten, auf die dann Studenten, Bibliothekare, Professoren und SA-Leute in einer gespenstischen Feierstunde die Bücher warfen, die nicht mit ihrer menschenverachtenden Ideologie vereinbar waren. Unvergessen die Tonbandmitschnitte, die dokumentieren, wie Joseph Goebbels auf dem Platz neben der Berliner Staatsoper mit den Worten »Und wir übergeben den Flammen die Werke von …« die einzelnen Autoren aufrief, von denen einige sogar anwesend waren.

Volker Weidermann erzählt die Vorgeschichte des 10. Mai 1933, er schildert wie dieser Tag verlief, an dem es trotzig regnete, er erzählt von den Werken und ihren Autoren †“ und davon, wie willfährige Buchhändler und Bibliothekare die Bücher aus ihren Regalen entfernten, so gründlich, dass viele Werke und Autoren danach nicht wieder zum Vorschein kamen.

Der Verlag Kiepenheuer & Witsch hat eine Leseprobe zu Das Buch der verbrannten Bücher online gestellt.

Letzte Ü-30-Party von Radio Gong am 20.06. in den Elser-Hallen

Nachdem kürzlich das Spiegelzelt auf dem Optimol-Gelände in München schon geschlossen hat, schließen auch am 20. Juni die Georg-Elser-Hallen.
Es gibt viele Gerüchte um den Abriss der Elser-Hallen und so wird Radio Gong auch am 20. Juni die letzte Ü-30 Party dort stattfinden lassen.
Letzte Ü-30-PartyWie es mit Münchens beliebtester Party für alle über 30 weitergeht, soll Mitte Juni bekanntgeben werden.

Und weiter geht´s im Muffatwerk

Das Buch der verbrannten Bücher von Volker Weidermann

Kurzbeschreibung
Die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933: Wie es dazu kam, was genau geschah und welche Bücher es waren, die den Flammen übergeben wurden. Nach dem überwältigenden Erfolg der »Lichtjahre«, seiner kurzen Geschichte der deutschen Literatur nach 1945, wendet Volker Weidermann den Blick zurück auf den Tag, an dem in Deutschland die Bücher brannten. Seine Mission: diese Bücher, diese Autoren dem Vergessen entreißen! Es wurde angekündigt als »Aktion wider den undeutschen Geist«: Die akribische landesweite Vorbereitung gipfelte am 10. Mai 1933 in der Errichtung von Scheiterhaufen in vielen deutschen Städten, auf die dann Studenten, Bibliothekare, Professoren und SA-Leute in einer gespenstischen Feierstunde die Bücher warfen, die nicht mit ihrer menschenverachtenden Ideologie vereinbar waren. Unvergessen die Tonbandmitschnitte, die dokumentieren, wie Joseph Goebbels auf dem Platz neben der Berliner Staatsoper mit den Worten »Und wir übergeben den Flammen die Werke von …« die Autoren aufrief, von denen einige sogar anwesend waren. Volker Weidermann erzählt, wie dieser Tag verlief, an dem es trotzig regnete, er erzählt von dem Bibliothekar Bermann, der die Urliste aller Listen erstellte, nach denen dann Bücher aus den Regalen entfernt wurden, und er erzählt von den Werken und ihren Autoren und davon, wie willfährige Buchhändler und Bibliothekare ihre Bibliotheken und Buchhandlungen säuberten, so gründlich, dass viele Werke und Autoren danach nicht wieder zum Vorschein kamen. Das Ergebnis sind 124 Lebens- und Werkgeschichten von Schriftstellern, darunter neben Klassikern wie Kästner, Tucholsky, Zweig, Brecht und Remarque auch völlig vergessene wie Rudolf Braune, ausländische Autoren wie Jack London, und sehr viele, wie z. B. Hermann Essig, die unbedingt wiedergelesen werden sollten. Ein Buch über Bücher, Schicksale und ein Land, in dem zuerst Bücher verbrannt wurden und dann Menschen.

Über den Autor
Volker Weidermann, geboren 1969 in Darmstadt, studierte Politikwissenschaft und Germanistik in Heidelberg und Berlin. Er ist Literaturredakteur und Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und lebt in Berlin. Mit Lichtjahre. Eine kurze Geschichte der deutschen Literatur von 1945 bis heute feierte er im Frühjahr 2006 einen phänomenalen Erfolg beim Publikum und löste eine leidenschaftliche Debatte im Feuilleton aus.
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten, Verlag: Kiepenheuer & Witsch Verlag (10. März 2008)

Der Liebhaber ohne festen Wohnsitz von Fruttero & Lucentini

Der Liebhaber ohne festen Wohnsitz

Der erste Satz:
Als Mr. Silvera endlich (look, look, Mr. Silvera) den Sicherheitsgurt lockert und sich über seine Sitznachbarn hinüberreckt, um aus dem Flugzeugfenster zu spähen, ist Venedig schon wieder verschwunden; er sieht nichts als ein fernes Stück aluminiumfarbenes Meer und ein ganz nahes, massiges Aluminiumtrapez, den Flügel.

Kurzbeschreibung
Eine stürmische Romanze bahnt sich an zwischen Mr. Silvera, dem geheimnisvollen, polyglotten Reiseleiter mit verblüffend profunder Kenntnis von Venedigs Historie und Kunst, und der römischen Principessa, die im Auftrag eines Auktionshauses eine venezianische Gemäldesammlung begutachtet. Doch was weiß der „Mystery Man“ über den raffinierten Kunstschmuggel, dem die Aristokratin mit seiner Hilfe auf die Spur zu kommen versucht? Dieser Roman ist eine bittersüße Liebesgeschichte, eine faszinierende Hommage an Venedig und zugleich ein aufregender Krimi.
Die Hauptfigur des Buches, Mr. Silvera, ist ein „Mann um die 40, groß und mager, mit einem scharf geschnittenen Medaillenkopf und leicht gekrümmten Schultern“. Bezeichnend für ihn ist sein grashalmdünnes, nur sehr schwer deutbares Lächeln und seine viel sagende Antwort auf schwierige Fragen — „ah“. Man könnte sich für ihn alle möglichen Berufe vorstellen, aber er passt nur sehr schwer in das Bild eines Reisebegleiters. Mit unendlicher Geduld lässt er die immer wiederkehrenden Begeisterungsausbrüche der Touristen, die er durch Venedig führt, über sich ergehen: „Look, look, Mr. Silvera!“

Autorenporträt
Hinter den beiden Nachnamen Fruttero & Lucentini (oft auch nur F&L) verbergen sich die beiden italienischen Krimiautoren Carlo Fruttero, geboren 1926 und Franco Lucentini (1920†“2002). Als sehr erfolgreiches Autorenduo auftretend, werden sie auch „Die Firma“ (La ditta) genannt. Ihre Romane sind meist nicht nur Krimis, sondern enthalten auch hintergründige Gesellschaftskritik. Zudem leiteten sie gemeinsam von 1961-1986 das Science Fiction-Magazin Urania, welches bei Mondadori in Mailand erscheint und traten für den Verlag Einaudi in Turin als Übersetzer in Erscheinung.

In Der Lieberhaber ohne festen Wohnsitz spielen Fruttero und Lucentini die verschiedenen Möglichkeiten der Figur des Mr. Silvera bravourös durch, selbst der CIA und der KGB werden nicht ausgelassen, doch diese Lösung ist für die beiden Autoren natürlich zu primitiv. Sagen sie doch von sich, dass sie genau die Bücher schreiben, die sie selbst gerne lesen würden. In einem Interview führen sie aus, dass sie bei diesem Projekt zum Ziel hatten, das alte Venedig sichtbar zu machen und so zu erhalten, bevor es in einem Abfallhaufen versinkt. Und dieses Ziel haben sie zweifelsohne erreicht.

Ein schönes Buch, wirklich sehr empfehlenswert!