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Seitensprung der Sisterhood – Entführt

12. April 2011 | Von | Kategorie: Seitensprung der Sisterhood - Angie

Seitensprung der Sisterhood

Kapitel 5
Entführt

Meinen Blick hielt ich die ganze Zeit stur geradeaus auf die Straße gerichtet und nahm kaum etwas von der Umgebung wahr. Durch wie viele Ortschaften ich fuhr oder wie viel Zeit vergangen war, wusste ich nicht. Alles wirkte auf mich so irreal. Ich wollte nur noch weg. Mittlerweile war es vollkommen dunkel, und ich fror trotz der bis zum Anschlag aufgedrehten Heizung. Ich trug nur meinen dünnen roten Pullover, meine Jacke hatte ich offensichtlich bei Shadow vergessen. Oh nein! Entsetzt trat ich auf die Bremse. Der Motor starb sofort ab. Gott sei Dank fuhr niemand hinter mir, sonst hätte er jetzt unliebsame Bekanntschaft mit der hinteren Stoßstange des Minis gemacht. Als der Wagen stand, war nur noch das Rauschen des Gebläses zu hören. Ich umklammerte mit eiskalten Händen das Lenkrad und stützte meine Stirn auf. Shadow! Ihn hatte ich total vergessen! Wie konnte ich nur! Langsam sickerte in mein Bewusstsein, dass ich ohne Gepäck und ohne ein Wort von dem Anwesen verschwunden war. Ich hatte nicht einmal eine Waffe bei mir. Nach der Episode mit Wicki in dem Versammlungsraum, verbot ich mir selbst auf dem Anwesen jede Art von Waffe zu tragen. Dort brauchte ich auch keine. Kalter Schweiß trat mir auf die Stirn, und plötzlich wurde es mir im Wageninneren zu eng – ich bekam kaum noch Luft. Geistesgegenwärtig schaltete ich die Warnblinkanlage ein, zerrte dabei hecktisch an meinem Gurt um ihn zu öffnen, riss die Tür auf und sprang raus. Fast wäre ich im Graben gelandet und hielt mich im letzten Moment an der Tür fest. Ich atmete ein paar Mal die kühle, würzige Nachtluft tief ein, um halbwegs wieder zu Verstand zu kommen. Nach einigen Zügen ging es mir wieder soweit gut, dass ich zumindest die nächsten Schritte planen konnte. Ich musste sofort zurück! Nein… das konnte ich nicht, noch nicht. In ein paar Tagen oder einer Woche vielleicht. Duncan jetzt gegenüber zu treten, war ausgeschlossen, aber irgendwann würde ich es müssen, das wusste ich genau. Es war für mich immer noch unbegreiflich, wie ich mich so in ihm hatte täuschen können. Ich hatte tatsächlich gedacht, ich würde ihn kennen. Aber er hatte ja nicht nur mich hintergangen, sondern auch allen anderen etwas vorgespielt. War es das für ihn gewesen, nur ein Spiel? Wenn ja, dann war es ein verdammt mieses! Oder war es eine besondere Art von Vampirmagie, die uns alle eingelullt und sein wahres Ich vor uns verborgen hatte? Ich hatte zwar noch nie davon gehört, aber was wusste ich schon…. Doch das ganze Grübeln brachte mich in meiner jetzigen Situation überhaupt nicht weiter, im Gegenteil. Wenn ich weiter darüber nachdachte, brach mit Sicherheit meine sorgsam aufgebaute Schutzmauer, die ich mir bei meiner überstürzten Abreise mühsam aufgebaut hatte, zusammen. Also verdrängte ich jeden weiteren Gedanken an Duncan und konzentrierte mich einzig und allein auf Shadow. Ihn musste ich unbedingt benachrichtigen und zwar sofort! Ich beugte mich in das Wageninnere und wühlte in meiner Tasche nach meinem Handy. Als ich es endlich in den Händen hielt, durchfuhr mich ein ganz anderer Gedanke. Mist, ich hatte ja seine Nummer noch nicht und die von dem Anwesen war geheim. Duncan anzurufen verbot sich von selbst. Polly! Ihre Nummer hatte ich gespeichert. Sie konnte ich bitten, Shadow eine Nachricht zu überbringen. Als ich auf das Display sah, war jedoch nicht ein Balken zu sehen, kein Empfang. Verdammt, ich saß in einem Funkloch. Also wanderte das nutzlose Handy zurück in die Tasche. Doch was nun? Okay, erst mal musste ich mich umsehen, wo ich mich überhaupt befand. Es war eine dieser stockfinsteren Nächte, in der kein Mond schien und die Sterne hinter einer dünnen Wolkenschicht verborgen waren. Aber ich brauchte ja kein Licht um zu sehen. Ich befand mich auf einer einsamen Landstraße. Langsam drehte ich mich um die eigene Achse und studierte das Gelände gründlich, doch keine Stadt oder kleinere Ortschaft war in Sicht, auch kein alleinstehendes Haus. Nur einsame weite Landschaft. Ein leichter kühler Wind kam auf und ich fing an zu frösteln. Seufzend stieg ich wieder in den Wagen und entschied, einfach der Straße zu folgen und in der nächsten Stadt in einem Hotel zu übernachten. Morgen würde ich dann weitersehen. Doch zunächst musste ich eine Tankstelle mit einem größeren Store anfahren, um mich mit dem Nötigsten für die Nacht zu versorgen und zu telefonieren.
Ich fuhr wesentlich konzentrierter als zu Beginn meiner Flucht. So bemerkte ich auch ziemlich schnell die Scheinwerfer, die plötzlich in meinem Rückspiegel auftauchten. Der unbekannte Fahrer hielt konstanten Abstand zu meinem Wagen. Ich konnte es noch nie leiden, wenn mir jemand nachts auf einer einsamen Straße im Nacken saß, besonders in einer mir unbekannten Gegend und noch dazu unbewaffnet. Es war mir nicht nur im Kampf wichtig den Rücken frei zu haben, also verminderte ich die Geschwindigkeit etwas und fuhr äußerst links.

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„Na los… nun komm schon! Überhol mich endlich!“, murmelte ich mit einem finsteren Blick in den Rückspiegel. Doch auch der andere Wagen, ein Van, soweit ich erkennen konnte, fuhr langsamer. Seltsam. Stirnrunzelnd beobachtete ich den Van und beschleunigte ein wenig. Der Fahrer hinter mir tat das gleiche. Hier stimmte doch etwas nicht! Wurde ich verfolgt? Aber es wusste doch niemand, dass ich gerade hier auf dieser Straße unterwegs war! Oder war ich nur das Zufallsopfer eines geplanten Raubüberfalls? Das wollte ich bestimmt nicht herausfinden. Grimmig warf ich meine Tasche mit Schwung unter den Beifahrersitz und trat das Gaspedal durch. Es war ganz schön schwierig den Mini in der Spur zu halten, da die Straße doch ziemlich viele Kurven hatte und ich die Geschwindigkeit immer wieder drosseln musste, um nicht von der Straße ab zu kommen. Ich spielte mit Gas, Kupplung und Bremse, um das Maximalste aus dem Auto herauszuholen und hielt das Lenkrad fest umklammert, falls der Wagen ausbrechen sollte. Mein Verfolger holte sehr schnell auf, wie ich mit Schrecken im Rückspiegel feststellen musste, und mir wurde langsam mulmig. Verdammt, mein Wagen war einfach zu langsam. Ich hatte keine Möglichkeit zu entkommen, denn es gab keine Abzweigung. Bis jetzt kam mir auch kein Wagen entgegen, den ich mit der Lichthupe auf mich aufmerksam machen konnte. Ich war ganz allein auf dieser Straße mit meinem Verfolger. Der klebte mir mittlerweile fast an der Stoßstange. Auf einmal konnte ich ein paar giftgrüne Augen im Spiegel aufblitzen sehen. Sekunden später wirkten sie plötzlich wie grelle Scheinwerfer und blendeten mich so unverhofft, dass ich die Kurve direkt vor mir übersah und über die Straße hinaus getragen wurde. Oh Gott, ich hatte noch zu viel Geschwindigkeit drauf und starrte entsetzt über den Rand der Straße direkt auf das freiliegende Feld. Mein Aufschrei ging in dem Aufheulen des Motors unter, als der Wagen die Bodenhaftung verlor und die Räder durchdrehten. Er schoss mit viel zu viel Schwung durch den Graben auf das dahinter liegende Feld, schlug auf, und fing an sich mehrmals zu überschlagen. Der Gurt hielt mich zwar in meinem Sitz, aber ich wurde heftig durchgeschüttelt. Gebremst wurde der Mini dann schlagartig von einem Baum, der wie aus dem Nichts vor mir auftauchte. Ich hatte die ganze Zeit das Lenkrad mit beiden Händen umklammert, doch nun hielt ich instinktiv eine Hand vor mein Gesicht, um es zu schützen. Der Aufprall war mörderisch! Metall schrie und knirschte als es sich verbog, Glas splitterte und bohrte sich in meine Hände. Etwas Spitzes drang tief in meinen Oberschenkel, meine Schulter erhielt einen gewaltigen Schlag. Ich konnte ein dumpfes Knacken hören, als mein rechter Unterarm brach. Zu guter Letzt prallte ich mit dem Kopf so heftig gegen etwas Metallisches, Hartes, dass er zu explodieren schien. Endlich verlor ich mein Bewusstsein…
Ich hatte das Gefühl von einer dichten Nebelwand umhüllt zu sein. Das weitere Geschehen beobachtete ich, ohne wirklich etwas erkannt zu haben. Schatten huschten durch den Nebel und Stimmen drangen in mein Unterbewusstsein.
„… nun los Zecke. Verbinde das Bein!“
„Ja, ja, ich mach ja schon…
Etwas zog und zerrte unsanft an mir, und der Nebel geriet in Bewegung. Dann wurde es wieder dunkel um mich herum.
Nach einiger Zeit hörte ich wieder diese seltsamen Stimmen. Sie klangen wie aus weiter Ferne.
„Die hat es ganz schön erwischt…“
„Sie braucht nur durchhalten, bis wir sie dem Boss präsentiert haben…“ Wieder driftete ich weg.
Als ich das erste Mal langsam zu mir kam, hatte ich das Gefühl, als ob etwas Schweres auf meinem Arm lag und ihn bewegungsunfähig machte.
„Duncan… du zerquetscht meinen Arm“, murrte ich und versuchte ihn mit der anderen Hand beiseite zu schieben. Doch die griff ins Leere. Meine Hand, die wie Feuer brannte, fuhr über rauen und kratzigen Stoff. Wo war Duncan? Und warum war mir so kalt? Langsam begann ich den Schmerz zu fühlen. Mein ganzer Körper war ein einziger Schmerz und ich wimmerte leise vor mich hin. Mühsam öffnete ich meine Augen einen Spalt, konnte aber nur einige verschwommene Konturen ausmachen. Angestrengt versuchte ich den Nebel in meinem Kopf endgültig zu durchdringen, doch sofort verstärkte sich der stechende Schmerz und vor meinen Augen verschwamm alles.
„Duncan, so hilf mir doch“, flehte ich, brachte jedoch nur ein heiseres Krächzen heraus. Als ich den Kopf etwas anhob um zu sehen, wo ich war, tobte der Schmerz erst richtig und ich driftete wieder ab in die Bewusstlosigkeit.

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Als ich das nächste Mal erwachte und die Augen öffnete, sah ich schon etwas klarer. Mein Kopf schmerzte nicht mehr ganz so stark als ich ihn vorsichtig anhob um mich umzusehen. Ich befand mich in einem mir vollkommen unbekannten schäbigen kleinen Zimmer und lag auf einer harten Liege. Es gab hier nur einen Schrank direkt neben der Zimmertür, eine niedrige Kommode, einen Stuhl und die an die Wand geschobene Liege, auf der ich lag. Rechts neben dem Fußende entdeckte ich noch eine weitere Tür. Durch das schmutzige, fast blinde Fenster, konnte ich erkennen, dass es Abend sein musste, da die Dämmerung einsetzte. Es roch muffig und nach abgestandener Luft. Alles war mit einer dicken Staubschicht überzogen, als ob dieser Raum schon lange nicht mehr benutzt worden war. Ich hatte keine Ahnung, wo ich mich befand und wer mich hierher gebracht hatte oder warum. Ich wusste nicht einmal, wo ich mir die schweren Verletzungen zugezogen hatte. Mein Arm und die Schulter schmerzten höllisch. Jeder Atemzug tat weh, ich musste mir ein paar Rippen gebrochen haben. Als ich meinen immer noch brummenden Kopf mit einer Hand vorsichtig abtastete, war diese voller Blut, auch meine Haare waren damit verklebt. Meine Jeans war zerrissen und fleckig. Das eine Hosenbein fehlte fast vollständig und mein Bein war notdürftig verbunden. Ich versuchte zu rekonstruieren, was passiert war, doch ich konnte mich nur Bruchstückhaft an eine Verfolgungsfahrt erinnern. Gerade wollte sich leichte Panik in mir ausbreiten, als wie aufs Stichwort die Tür aufflog und drei Personen sich in das Zimmer drängten. Eine von ihnen war eine hübsche junge, hochgewachsene Frau mit kurzen platinblonden, strubbligen Haaren, die mich mit weit aufgerissenen blauen Augen dümmlich anstarrte. Sie war auffallend elegant und teuer gekleidet, sehr im Kontrast zu dem Kobold, der neben ihr stand. Er war mindestens zwei Köpfe kleiner als sie und trug ein schmuddeliges, verwaschenes Shirt von undefinierbarer Farbe. Seine roten Haare waren völlig verfilzt, jede Menge Piercings verunstalteten sein Gesicht und er lächelte höhnisch mit breit gezogenem Mund, der seine schwarzen, fauligen Zahnstümpfe freigab. Seine giftgrünen Augen leuchteten verschlagen. Angesichts dieser Augen, kam plötzlich meine Erinnerung zurück. Er war derjenige, der mich so geblendet hatte, dass ich die Kontrolle über den Wagen verlor! Doch wer waren Barbie und der andere? Der zweite Kerl musste dem Geruch nach ein Troll sein. Oh man… sein Gestank kam wie eine Wolke auf mich zu, als er sich bewegte. Ich hielt unwillkürlich den Atem an und musterte ihn verstohlen. Er war von normaler Statur, eher klein für seine Gattung, hatte keine Haare auf seinem kleinen Kopf und seine kleinen Augen glitzerten boshaft. Das hervorstechendste Merkmal in seinem Gesicht war seine riesige, großporige Knollennase. Er zeigte mit seinen knubbeligen Fingern auf mich.
„Das, meine Prinzessin, ist die Hexe, die euren teuren Geliebten und unseren König hinterrücks ermordet hat!“ Oh verdammt! Das mussten die Söldner sein, von denen Leif berichtet hatte. Aber wollte er die nicht auf eine falsche Spur lenken? Wie hatten die mich überhaupt gefunden? Barbie hauchte nur ein entsetztes „oh“ und starrte mich ungläubig mit ihren himmelblauen Augen weiter an. Sie, eine Prinzessin, war mit dem Troll, der Norbert auf dem Gewissen hatte, zusammen gewesen? Ich konnte es kaum glauben. Vorsichtig versuchte ich mich ein wenig aufzusetzen, doch die Schmerzen bremsten mich ziemlich schnell. Ohne Waffe, und vor allen Dingen so verletzt, kam ich mir hilflos vor wie noch nie. Zu allem Unglück drückte auch noch meine Blase. Oh Himmel, was jetzt?
„Bad… ich muss ins Bad“, flüsterte ich. Der Kobold grinste grausam, fasste sich an den Schritt und leckte sich lüstern über seine wulstigen Lippen.
„Oh, da helfe ich doch gerne!“ Lieber sterbe ich, dachte ich entsetzt, als er auf mich zukam. Zu meinem Erstaunen griff Barbie ein und schob ihn resolut zur Seite.
„Oh, nicht doch, Gentlemen, sie ist doch schon genug beschädigt“, flötete sie und lachte affektiert.
„Ihr wisst doch, dass Mädels immer zu zweit gehen, oder?“ Sie wartete erst gar nicht das Okay der anderen ab, sondern half mir sogleich aufzustehen. Sie hielt mich sicher und vorsichtig so gut sie konnte und stützte mich, als ich leise aufstöhnte, als ich mein Bein unbeabsichtigt belastete. Ich hätte schreien können, biss aber die Zähne zusammen, bevor noch einer der Kerle auf die Idee kam mich anzufassen und humpelte mit ihr mühsam zu der kleinen Tür neben der Liege. Dahinter befand sich das Bad. Es war winzig und roch merkwürdig. Ich sah mich erst gar nicht genauer um, da mir schon übel genug war.

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Als Barbie die Tür hinter uns geschlossen hatte, legte sie sofort einen Finger auf ihre Lippen und deutete mit dem Kopf Richtung Tür. Oh! Verblüfft bemerkte ich, wie sie mich auf einmal freundlich anlächelte. Sie half mir behutsam, mich besser aufzurichten. Dabei kam sie mit ihrem Mund dicht an mein Ohr.
„Sag kein Wort, hier haben die Wände Ohren. Nur so viel… ich bin auf deiner Seite. Mein Name ist Libell. Ich weiß, du bist Angie. Tut mir leid, was dir passiert ist. Ich bin dir jedenfalls sehr dankbar, dass du mich von dem Mistkerl befreit hast. Später mehr, jetzt können wir nur abwarten. Ich versuche, dir zu helfen so gut ich kann. Lass dir aber nichts anmerken. Die Blödmänner haben zwar nichts im Hirn, sind aber nicht zu unterschätzen! Morgen kommt…“ Ein lautes Pochen unterbrach sie abrupt, und wir zuckten beide zusammen.
„Hey, wenn es noch länger dauert, komme ich doch noch helfen!“, rief der Kobold von der anderen Seite. Libell zwinkerte mir schnell verschwörerisch zu.
„Momentchen noch, meine Lieben. Ein kleines bisschen Geduld bitte, die Herren“, zwitscherte sie laut zurück. Ich war froh, dass die Kerle ihre Drohung nicht wahr machten. Wenig später konnten wir das Bad unbehelligt verlassen.
Mein kleiner Ausflug hatte mich so erschöpft, dass ich, sobald ich wieder auf der Liege lag, trotz der Schmerzen in einen komaähnlichen Schlaf fiel.
Libell weckte mich, indem sie an meiner Schulter rüttelte. Sie hatte Panik in der Stimme und war aufgeregt.
„Hey… Angie! Oh Gott, wach doch endlich auf!“ Verwirrt schlug ich die Augen auf und sah sie fragend an.
„Was ist denn?“ Sie wirkte sehr erleichtert und ließ sich aufatmend in den Stuhl fallen.
„Puh… du hast mir einen ganz schönen Schrecken eingejagt! Ich dachte schon, du wärst… du hast dagelegen, als ob… aber nun trink erst mal!“ Dankbar nahm ich einen Schluck aus der Wasserflasche, die sie mir an den Mund hielt. Dann ließ ich meinen Kopf, der immer noch ganz schön brummte, auf das Kissen zurücksinken.
„Wie lange war ich weg?“, fragte ich sie, als sie mich weiterhin besorgt musterte.
„Fast 24 Stunden. Na ja, nicht die ganze Zeit, zwischendurch warst du ansprechbar, aber nun bist du ja endlich wach. Zecke, das ist der Kobold und Brain, der Troll, haben mich als Wache zurückgelassen. Aber sie kommen bald wieder. Ich habe in der Zwischenzeit deine Wunden notdürftig versorgt.“ Die Glassplitter waren aus meinen Händen verschwunden, und mein Bein hatte sie neu verbunden. Sogar die Schmerzen waren auf ein fast erträgliches Maß gesunken, solange ich mich nicht bewegte. Libell schien wirklich in Ordnung zu sein. Ich versuchte ein kleines Lächeln.
„Danke… wie schlimm ist es? Und wie… ich meine, wie passt du in den ganzen Wahnsinn hier?“ Sie lächelte leicht und fuhr sich verlegen durch ihr Strubbelhaar.
„Na ja, dich hat es nicht schlecht erwischt. Ich bin zwar kein Arzt, aber dein Arm scheint gebrochen zu sein, einige Rippen auch, und deine Schulter ist ganz schön blau. Die Wunden an deinem Bein und an deinem Kopf sehen auch ziemlich übel aus. Du hast sehr viel Blut verloren. Und warum ich hier bin? Das ist eine lange Geschichte. Ich werde dir die Kurzfassung geben. Mein Vater war der Feenkönig von Südengland. Er war ein guter Regent und Vater, doch leider viel zu leichtgläubig. Der Schwarz- Magier, die rechte Hand von dem Obertroll, den du gekillt hast, wollte angeblich eine Allianz mit uns eingehen. Du verstehst schon, das ganze Friedensblabla und so. Er war es auch, der diese Hochzeit eingefädelt hat. Mein Vater war zu dem Zeitpunkt schon unheilbar krank und wusste nicht, worauf er sich einließ. Er wollte mich nur in guten Händen wissen.“ Sie lachte kurz auf, erzählte aber gleich weiter.
„Oh, ich weiß was du denkst. Arrangierte Ehen, gibt´s die noch? In unseren Kreisen schon. Wir kannten auch nur den Magier, nicht den Troll selbst. Und glaub mir, hätte ich den vorher gesehen, hätte ich mich niemals auf die Sache eingelassen. Dann starb mein Vater. Der Magier hat mich sogar noch über seinen Tod und den Tod des Ungeheuers hinaus an die Söldner gebannt, indem er meine kleine Schwester Bee irgendwo als Geisel gefangen hält. Darum spiele ich mit. Mein Bruder versucht sie gerade zu finden.

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Deshalb, und nur deshalb bin ich noch bei ihnen. So, und jetzt versuche ich etwas Essbares aufzutreiben, du musst ja halb verhungert sein. Wir sind hier auf einem ziemlich einsam gelegenen Gehöft, das den Söldnern als Unterschlupf dient. Keine Nachbarn weit und breit. Wenn die Idioten vor mir wieder da sind, stell dich einfach schlafend.“ Mit einem kurzen Winken war sie schon zur Tür hinaus. Ich lehnte mich wieder zurück und starrte an die Decke. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal einer Fee so dankbar sein würde. Wie der erste Eindruck doch täuschen konnte. Sie tat mir leid, und ich hoffte sehr, dass ihre kleine Schwester schnell gefunden wurde.
Ich war so in meine Gedanken versunken, dass ich erschrak, als vor der Tür Stimmen zu hören waren. Schon flog die Tür auf und Kobold und Troll traten ein. Ich beachtete die Warnung von Libell, öffnete meine Augen nur einen winzigen Spalt und verhielt mich ruhig. Kobold baute sich gleich vor mir auf.
„Tadaa! Hier ist die Überraschung, von der wir dir erzählt haben, und sie ist nur für dich, Boss!“, rief er mit seiner durchdringenden, schrillen Stimme. Noch jemand? Da erschien auch schon in der Tür eine große Gestalt mit einer langen blonden Mähne und tiefblauen Augen. Sie füllte den ganzen Rahmen aus. Oh nein! Leif! Innerlich stöhnend, dachte ich an unsere letzte Begegnung… das war es dann wohl für mich! Seine Miene war undurchdringlich, sein Blick eiskalt auf mich gerichtet.
„Wer weiß noch, dass sie hier ist?“ Seine Stimme klang hart und gnadenlos. Troll sah ihn selbstgefällig an und antwortete sofort.
„Niemand, nur wir und Libell. Sie wollte unbedingt mit und das blonde Miststück sehen. Aber die Idee, die Hexe zu entführen und hierher zu bringen, hatten Zecke und ich ganz allein.“ Der Kobold sprang aufgeregt vor Leif hin und her wie ein Gummiball.
„Wir haben auch das Auto beseitigt und keine Spuren hinterlassen!“, versicherte er eifrig. Leif nickte gelassen.
„Papiere oder Handy?“ Troll sah ihn unsicher an.
„Die sind mit verbrannt. Ich sagte doch… keine Spuren.“ Endlich wandte Wicki sich von mir ab und legte seine Arme um die beiden.
„Gut gemacht, ich bin stolz auf euch! Jetzt habt ihr euch auch eine Belohnung verdient. Kommt mit.“ Wicki wollte sie zur Tür ziehen, doch Kobold zeigte mit seinem Kopf zu mir.
„Und was ist mit der da?“, fragte er. Wicki lächelte so diabolisch in meine Richtung, dass mir ein eiskalter Schauer den Rücken herunter lief.
„Um die kümmere ich mich später!“ Kobold warf mir einen hämischen Blick über seine Schulter zu.
„Kann ich nicht erst noch ein bisschen mit ihr spielen, bevor du sie kalt machst? Ich steh auf Blondinen!“ Dabei machte er einige obszöne Bewegungen und lachte widerlich. Mir wurde sofort wieder übel und ich schloss entsetzt die Augen. Zum Glück lachte Leif nur, zog die beiden mit sich in den Flur und schloss die Tür. Zum Glück? Oh man, wenn er zurück kommt, was wird er dann mit mir machen? Gegen ihn konnte ich mich nicht wehren, besonders jetzt nicht. Zum ersten Mal hatte ich richtig Angst, dass ich aus dieser Situation nicht heile heraus kommen würde. Würde ich meine Schwestern Jane und Kerstin je wiedersehen? Und Duncan… Mir kamen die Tränen und ich wollte nur noch heulen. Nur ein Wunder konnte mich jetzt noch retten. Doch darauf konnte ich nicht hoffen, also riss ich mich zusammen und blinzelte die Tränen entschlossen zurück. Jammern nutzte mir in meiner augenblicklichen Lage überhaupt nichts! Kampflos würde ich mich jedenfalls nicht von diesem Typ umbringen lassen! Ich stützte mich vorsichtig auf meinen gesunden Arm und sah mich in dem Zimmer nach etwas um, was ich als Waffe benutzen könnte. Mist, da war nichts, außer vielleicht der Stuhl. Skeptisch musterte ich ihn gründlich. Sehr stabil sah er ja nicht aus, möglicherweise konnte ich ein Stuhlbein … doch er schien meilenweit entfernt zu sein. Ich schob mich soweit wie möglich an den Rand der Liege und versuchte mit meinem ausgestreckten Arm an den blöden Stuhl zu gelangen. Auch als die Schmerzen in meinem Brustkorb fast unerträglich wurden, gab ich nicht auf. Nur noch wenige Zentimeter… Ich sammelte meine letzten Kräfte und streckte mich, soweit ich konnte. Da passierten gleich mehrere Dinge auf einmal. Ich fiel von der Liege und schlug ziemlich unsanft auf dem harten Boden auf. Der heftige Schmerz, als ich auf die Seite fiel, ließ mich laut aufschreien und mir wurde kurz schwarz vor Augen. Ich spürte, wie die Wunde an meinem Bein wieder anfing zu bluten. Gleichzeitig war auf dem Flur ein fürchterlicher Tumult zu hören. Jemand fluchte laut. Dumpfe Schläge folgten, dann donnerte etwas gegen die Wand im Flur und die Tür. Schmerzensschreie hallten laut durch das Haus, als jemand polternd eine Treppe herunter fiel. Hohe, durchdringende schrille Schreie aus mehreren Kehlen erfüllten das alte Gemäuer.

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Der Krawall dauerte nur wenige Minuten, dann war es plötzlich verdächtig ruhig. Ich hielt den Atem an und lauschte angestrengt. Was war da draußen bloß passiert? Auf einmal waren leise Schritte zu hören, und kurz darauf öffnete sich die Tür. Libell kam herein und stürzte sich mit einem unterdrückten Fluch zu mir auf den Boden.
„Leif! Schnell!“ Sie kniete vor mir und legte besorgt eine Hand auf meine Schulter. Leif? Oh nein. Ich zuckte zurück, als er neben ihr auftauchte, sich zu mir beugte und eine Hand austreckte.
„Er wird mich töten…“, flüsterte ich angstvoll zu Libell und klammerte mich an ihren Arm. Sie sah mich bestürzt an.
„Leif?“, fragte sie verwundert. „Warum sollte er? Er ist mein Bruder!“ Was? Wicki war ihr Bruder? Aber… Verwirrt sah ich von einem zum andern. Was ging denn jetzt hier vor? Sein Gesichtsausdruck hatte sich vollkommen verändert, er benahm sich total anders als vorhin. Leif schaltete sich ein und strich mir behutsam die Haare aus dem Gesicht.
„Ganz ruhig, Angie, niemand wird dir etwas tun. Ich bin Libells Adoptivbruder. Ihr Vater hat mich damals gefunden und bei sich aufgenommen. Tut mir leid, wegen dem Theater, das ich dir vorspielen musste. Zecke und Brain habe ich beseitigt, sie sind keine Gefahr mehr. Sie haben die ganze Aktion im Alleingang gestartet, weil sie wahrscheinlich in der Idioten-Hierarchie auf die vorderen Plätze wollten. Ich hatte keinerlei Ahnung davon. Glaub mir bitte. Ich war zu sehr damit beschäftigt, unsere kleine Schwester zu finden, sonst wäre das hier nicht passiert. Sie konnte ich zwar befreien und zu unserer Mutter bringen, aber der Magier hatte sich leider vorher absetzten können, der elende Mistkerl“, fluchte er mit seiner tiefen Stimme.
„So, ich werde dich jetzt wieder auf die Liege legen. Das kann etwas weh tun, aber ich werde so vorsichtig wie möglich sein, okay?“ Ich nickte verwirrt. Ich verstand immer noch nicht genau, was hier ablief, und meine Schmerzen meldeten sich in dem Augenblick mit Wucht zurück, als er mich so behutsam wie möglich aufhob und zurück auf das Bett legte. Aufstöhnend schloss ich kurz die Augen. Libell war sofort an meiner Seite und blickte ihn mit gerunzelter Stirn auffordernd an.
„Leif! Du weißt, dass nur du ihr helfen kannst, also tu endlich etwas!“ Leif tigerte mittlerweile vor uns mit geballten Fäusten und zusammengepressten Lippen auf und ab. Libell wurde langsam ungeduldig.
„Warum zögerst du so lange? Doch wohl nicht weil sie eine Hexe ist, oder?“, fragte sie ihn ungeduldig. Wicki blieb unvermittelt vor ihr stehen und fuhr sie aufgebracht an.
„Natürlich nicht! Was denkst du dir denn. Das ist es nicht! Es ist, weil ich … ach verdammt!“Er raufte sich die Haare und kniete sich plötzlich vor mich hin. Sein Blick war seltsam verlegen und gleichzeitig so ernst, als er mir mit seinen Fingerspitzen über die Wange strich.
„Angie. Ich werde jetzt… also ich…“ Er holte tief Luft und fing nochmal an.
„Wir männliche Feen haben ein besonderes Elixier in unserem Speichel. Ein heilendes Elixier. Ich kann dir deine Schmerzen nehmen und deine Wunden heilen lassen. Nur deinen Blutverlust kann ich nicht ausgleichen, verstehst du?“ Argwöhnisch sah ich in seine blauen Augen. Moment mal, wollte er mich etwa anspucken? Er musste wohl meine Gedanken erraten haben, denn er lächelte leicht.
„Nein, so funktioniert das nicht, es gibt noch eine andere Methode – eine viel angenehmere. Entspann dich einfach, lass dich fallen und vertrau mir. Kannst du das?“ Er hatte mittlerweile mein Kinn mit seinen warmen Fingern umfasst und näherte sich langsam meinem Mund.
„Kannst du dich darauf einlassen? Es ist ja nur zu … zu medizinischen Zwecken, okay?“, murmelte er und hielt seinen Blick auf meinen Mund geheftet. Oh! Jetzt verstand ich. Zögernd nickte ich. Und da in meinem Kopf eh noch ein wenig Chaos herrschte und ich wohl keine andere Wahl hatte, wenn ich die Schmerzen loswerden wollte, beabsichtigte ich erst gar nicht weiter darüber nachzudenken. Eigentlich hatte ich ein riesiges Problem mit ihm, so wie er mit mir. Oder hatte er etwa nicht?

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Erst als er fast meinen Mund berührte, konnte ich seinen Geruch wahrnehmen. Er erinnerte mich an eine leichte Meeresbrise, sauber, klar und frisch, ganz anders als…. Ach was soll`s! Ich schloss meine Augen und schaltete meine Gedanken komplett aus. Behutsam fuhr er mit seiner Zungenspitze über meine Unterlippe. Seine Lippen waren überraschend weich. Als er mit seiner Zunge in meinen geöffneten Mund eindrang und sachte meine Zähne berührte, vertrieb er ein wenig meine innere Kälte. Ich entspannte mich zunehmend. Er begann, jeden Winkel meines Mundes sanft zu liebkosen. Mit einer Hand hatte er mittlerweile meinen Hinterkopf umfasst, die andere lang warm auf meinem Rücken und stützte mich, während ich mich an seinen muskulösen Oberarm klammerte. Leise stöhnend vertiefte er den Kuss und stupste meine Zunge auffordernd an. Eigentlich wollte ich mich ja passiv verhalten, jedoch ließ mich sein Kuss auch nicht so kalt wie ich im Stillen gehofft hatte. Also kam ich seiner Aufforderung zunächst zögernd nach. Sein Geschmack war keineswegs abstoßend, ein wenig eigenartig und fremd zwar, dennoch angenehm und süß. Er weckte auch keine Leidenschaft in mir wie es eben nur einer konnte, doch ich entwickelte, zu meiner eigenen Verwunderung, eine besondere Art von Zuneigung für ihn. Wer hätte das gedacht! Noch vor kurzer Zeit war ich der festen Meinung, er wollte mich umbringen und jetzt ließ ich mich von ihm, einer Fee, küssen, und erwiderte den Kuss auch noch mit Vergnügen! Inzwischen kam mir der leise Verdacht, dass dieser Kuss weit über den eigentlichen Zweck hinaus ging, da Leif meinen Mund immer intensiver bearbeitete, auch seine Hände lagen längst nicht mehr so untätig wie zu Anfang auf meinem Rücken.
„Genug! Leif…, es ist genug. Du musst aufhören!“ Libells eindringliche Stimme drang nur langsam zu uns durch. Sie rüttelte ihn am Arm, und er löste daraufhin schwer atmend seine Lippen von den meinen und öffnete träge seine Augen. Ein sinnliches Lächeln umspielte seinen Mund, als er abschließend noch schnell zärtlich mit seinem Daumen über meine Lippen strich. Dann richtete er sich endgültig auf. Ich war etwas außer Atem und wartete gespannt, was nun passieren würde und sah ihn erwartungsvoll an. Er wirkte ein bisschen entrückt und nicht ganz bei der Sache. Sein Blick war ein wenig verschleiert, doch dann schien er zu sich zu kommen, schüttelte kurz seinen Kopf, blinzelte ein paar Mal und beobachtete mich sofort genauso aufmerksam wie Libell. Ich kam mir vor wie unter einem Mikroskop liegend. Anfangs fühlte sich mein Mund seltsam taub an, bis sich auf einmal ein sonderbares Prickeln von meinem Mund ausgehend, langsam in meinem Körper ausbreitete. Dann ging es rasend schnell. In meinem Arm und meinem Brustkorb kribbelte es einen Moment unangenehm als die Knochen sich wieder in die richtige Position schoben und sogleich wieder zusammenwuchsen, aber auch das verging ziemlich schnell. Die Schmerzen in meinem Kopf waren nur noch ein entferntes Pochen und traten in den Hintergrund, bevor sie dann endgültig verschwanden. Das alles passierte innerhalb von nur wenigen Minuten. Ich fühlte mich sofort wunderbar, leicht und unbeschwert, ein bisschen schwindelig und seltsam benommen, aber sonst einfach so großartig wie schon lange nicht mehr! Schnell setzte ich mich auf und bewegte meinen Arm probehalber und stellte erstaunt fest, dass er wieder wie neu war. Jetzt hielt mich nichts mehr auf der Liege. Bedrohlich schwankend stellte ich mich hin und wedelte strahlend mit meinen Händen vor Libells Gesicht, deren Konturen sich komischerweise zu bewegen schienen. Leif fing mich auf und hielt mich fest.
„Guck doch mal… als wenn nichts gewesen wäre!“, rief ich begeistert. Es war kaum zu glauben, die Schrammen und tiefen Wunden verblassten vor meinen Augen und waren dann einfach verschwunden ohne Narben zu hinterlassen! Auch mein Bein sah nahezu unversehrt aus. Als ich umständlich den verschmutzen Verband löste, hatte der tiefe Schnitt hatte sich schon geschlossen. Nur ein langer rosa Streifen war noch zu sehen, doch auch der verschwand zusehends. Kichernd drehte ich mich in seinem Arm und lallte mit schwerer Zunge:
„Wow… das iss ja fantastisch! Wicki, hasse schoma versuch, dass in Laschen fab… äh… Flaschen abzufüllen? Wäre bestimmt ein Bombengeschäft!“ Ich fühlte mich großartig und so euphorisch, dass ich die ganze Welt hätte umarmen können, oder wenigstens Libell und Wicki, wenn die beiden nicht so furchtbar vor meinen Augen geschwankt wären.
„Hey Leif, du hast ihr eine Überdosis verpasst!“ Libell stupste ihn grinsend an.
„Sie ist hackevoll!“, stellte sie glucksend fest. Total benebelt sah ich verwundert an mir herunter.

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„… meine Jacke, toll? Hey… ich hab doch gar keine an, die ist doch noch bei Shadow!“ Wankend zog ich an seiner Mähne, bis sein Ohr fast meine Lippen berührte. und flüsterte verschwörerisch:
„Der ist nämlich mein Papa!“, flüsterte ich verschwörerisch, nickte bekräftigend und schlug dabei mit der Stirn an seine Brust. Aber das entlockte mir nur einen weiteren Lachanfall und kichernd sackte ich zusammen. Leif reagierte blitzschnell und zog mich sofort hoch auf seine Arme. Ich schlang einen Arm um ihn.
„Für eine Fee bisse echt in Ordnung… und küssen kannste auch nicht schlecht“, nuschelte ich in sein Ohr. Ich wollte ihn kumpelhaft auf die Brust boxen, traf aber stattdessen sein Kinn. Zum Glück hatte ich nur noch sehr wenig Kraft in meinen Armen, und es wurde nur ein leichtes Stupsen daraus.
„Oh… `tschuligung, Wicki“, murmelte ich grinsend und tätschelte sein Gesicht.
„Mit so einer heftigen Reaktion konnte doch keiner rechnen.“ Verunsichert sah Leif zu Libell und hielt meine Hand fest, die gefährlich nahe an seine Augen kam. Libell zwinkerte ihm amüsiert zu und überlegte laut.
„Ob das mit dem hohen Blutverlust zusammenhängt? Oder vielleicht damit, dass du dich nicht bremsen konntest … oh, was macht sie denn jetzt?“
Ich begann, sein Shirt aus seinem Hosenbund zu ziehen. Mir war trotz meines Zustandes ein Gedanke gekommen. Ich wollte unbedingt etwas wissen. Im nüchternen Zustand hätte ich das niemals gewagt, und schon gar nicht bei ihm, aber im Moment ich dachte nur: jetzt oder nie, die Gelegenheit kommt vielleicht nie wieder. Leider war es mir einfach unmöglich, das Shirt höher als bis zu seiner Brust zu ziehen, denn in meinem Drogenrausch bemerkte ich meine totale Erschöpfung überhaupt nicht. Da ich mir aber diese fixe Idee nun mal in den Kopf gesetzt hatte und mich nichts und niemand von meinem Vorhaben abbringen konnte, probierte ich etwas anderes. Ich tastete mit einer Hand ungeniert unter seinem Shirt seinen Rücken ab. Leif zog scharf die Luft ein.
„Was… was tust du da?“, fragte er mich irritiert. Ich gab ihm keine Antwort, sondern zappelte auf seinem Arm und verlangte sofort hingestellt zu werden. Da ich immer noch nicht ganz standfest war, hielt er mich vorsorglich an einem Arm fest und wunderte sich über meinen frustrierten Blick. Ich hatte nämlich festgestellt, dass ihm etwas Entscheidendes fehlte. Anklagend pickte ich mit meinem Zeigefinger auf seine Brust.
„Hey, wo sind denn deine Flügel?“, fragte ich enttäuscht. „Du bist doch eine Fee, oder etwa nicht? Ich habe euch schon immer um eure Flügel …. Also ich… nicht, dass ich euch darum beneiden würde, aber…“ Warum schwankten die beiden eigentlich immer noch? Leif sah mich stumm an, als er meine Hände festhielt und ein listiges Lächeln bereitete sich auf seinem Gesicht aus.
„Das wurmt dich ganz schön, was? Dann pass mal auf.“ Er übergab mich an Libell, da ich mittlerweile nicht mehr alleine stehen konnte, trat einen Schritt zurück, zog sein Shirt aus und warf es auf den Boden. Langsam drehte er sich um und präsentierte mir seinen nackten, wirklich schönen und muskulösen Rücken. Libell hatte mich mittlerweile auf das Bett gesetzt und hielt mich an meinem Arm fest, während ich seinen Rücken nicht aus den Augen ließ. Da. Direkt auf der Wirbelsäule zwischen seinen Schulterblättern wurde eine kleine Öffnung sichtbar, die sich rasch vergrößerte. Etwas Schimmerndes drängte sich immer schneller durch diese Öffnung. Plötzlich entfalteten sich vor meinen Augen ein paar hauchzarte, fast durchsichtige mit winzigen filigranen Äderchen durchzogene Flügel. Sie hatten große Ähnlichkeit mit denen der Schmetterlinge und schimmerten je nach Lichteinfall und Bewegung in verschiedenen Pastelltönen. Nur waren diese hier im Vergleich zu seinem Körper nicht so groß. Ausgebreitet bedeckten sie seinen Rücken und ragten ein Stück über seine Schultern hinaus. Sie reichten im bis zu seiner Hüfte und waren von einem ganz besonderen Glanz umgeben. Lächelnd drehte sich Wicki zu mir um.
„Zufrieden?“, fragte er.
Ich starrte ihn mit offenem Mund an und war schwer beeindruckt.
„Zufrieden? Wenn ich nicht schon Duncan lieben wurde, wärst du mein Favorit! Du bist wunderschön.“ Ich klatschte lachend in die Hände und konnte kaum die Augen von ihm lassen, so zauberhaft waren seine Flügel. Doch urplötzlich interessierte mich etwas ganz anderes viel brennender. Trotz meines benebelten Zustands bemerkte ich, dass jemand Bedeutendes fehlte. Neugierig sah ich mich in dem schäbigen Zimmer um.
„Wo ist Duncan überhaupt? Habt ihr ihn nicht mitgebracht?“ Stirnrunzelnd sah Libell Leif an.

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„Wer ist Duncan?“, fragte sie argwöhnisch. Leif musterte mich zerstreut, so, als würde er über etwas Wichtiges nachdenken, während er seine Flügel wieder verstaute.
„Duncan ist ihr Gefährte“, antwortete er beiläufig, ohne mich aus den Augen zu lassen. Dann griff er nach seinem Shirt, um es sich wieder anzuziehen. Unter seinem durchdringenden Blick ernüchterte ich langsam und spürte wie die Wirkung seiner „Droge“ merklich nachließ. Auf einmal begann ich mich unbehaglich zu fühlen und rieb mir die Stirn. Etwas stimmte nicht. Warum sah Wicki mich so misstrauisch an?
„Warum warst du überhaupt alleine unterwegs?“ fragte er und kniete sich vor mich hin, „ und dazu noch mitten in der Nacht? Die Vollpfosten haben damit geprahlt, dass sie dich alleine auf der Landstraße abgepasst haben. Was ist passiert?“ Plötzlich konnte ich wieder klar denken und mein Absturz in die Wirklichkeit war erbarmungslos. Jegliche Euphorie war mit einem Schlag verschwunden und ich wurde mir meines ganzen Desasters wieder bewusst. Oh Gott… Duncan. Natürlich war er nicht hier, warum sollte er auch? Tränen schossen mir in die Augen. Ich wollte nicht darüber sprechen und wünschte mir, Leif würde es gut sein lassen, doch er umfasste mein Kinn und zwang mich so ihn direkt anzusehen. Ernsthaft und mit Nachdruck fragte er nochmal:
„Angie, WAS IST PASSIERT?“
„Er… Duncan und ich sind nicht mehr zusammen.“ Zumindest das konnte ich zugeben.
„Das kann nicht sein!“, flüsterte er ungläubig. Stöhnend versuchte ich mich aus seinem Griff zu befreien. Doch selbst dazu fehlte mir die Kraft, er hielt mich so unerbittlich fest, dass es fast weh tat. Libell mischte sich ein und legte eine Hand auf seinen Arm.
„Lass sie, du siehst doch, wie es sie quält!“ Leif schüttelte grimmig den Kopf.
„Oh nein, du hast sie nicht zusammen gesehen, ich schon! Sie können sich nicht getrennt haben, das ist ein Ding der Unmöglichkeit, das kann einfach nicht sein! Außerdem ist Duncan mein Bruder! Und ich will sofort wissen, was vorgefallen ist!“ Sein Blick wurde zwar etwas milder, seine Stimmer aber umso eindringlicher.
„Komm schon, Angie“, forderte er, „erzähl es mir.“ Verzweifelt suchte ich nach einer Möglichkeit nicht antworten zu müssen, doch gegen ihn hatte ich keine Chance. Er nahm sanft mein Gesicht in seine Hände, um mich zu beruhigen und sprach mit einem seltsamen tiefen Brummen in der Stimme auf mich ein.
„Ganz ruhig… langsam. Lass dir Zeit. Ruhig…. Du schaffst das. Egal wie schlimm es ist,… komm, rede mit mir.“ Seine Stimme hatte etwas Hypnotisches und ich wurde tatsächlich ruhiger. Ich wusste, er würde nicht locker lassen und vielleicht tat es ja auch ganz gut endlich über die ganze Sache zu reden. Ob es mit seiner Art mich zu heilen zusammenhing, oder damit, dass er mich vor den beiden Fieslingen beschützt hatte, wusste ich nicht, jedenfalls begann ich, ihm zu vertrauen. Mit einem tiefen Seufzen gab ich nach, wischte meine Tränen ab und begann von dem Augenblick an zu erzählen, als ich erfuhr, dass Shadow mein Vater war. Dann berichtete ich von meiner Flucht und dem Unfall… bis zu seinem Eintreffen hier.
„Männer!“, schnaubte Libell neben mir abfällig als ich fertig war und legte tröstend einen Arm um mich. Ich war total erledigt. Leif kniete noch immer vor mir und betrachtete mich lange und eingehend.

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„Das glaube ich nicht!“, schnaubte er und verbesserte sich sofort, als er meine zusammengepressten Lippen sah.
„Ich meine, ich glaube dir, dass du das gehört hast, aber ich glaube nicht, dass Duncan dir das angetan hat. Das kann nur ein Missverständnis sein!“ Bitter lachte ich auf.
„Ich wollte, es wäre so. Oh, glaube mir, ich kenne die Worte auswendig und werde sie wohl nie vergessen. Sie haben sich in mein Gedächtnis gebrannt. Was gibt es daran falsch zu verstehen?“ Libell strich mir beruhigend über meinen Arm.
„Natürlich… du musst ja zu ihm halten!“, sagte sie in sarkastischem Tonfall zu Leif. Er fuhr sie sofort ärgerlich an.
„Du kennst ihn nicht so wie ich! Duncan ist ein Ehrenmann, ein achtbarer und mutiger Krieger. Er würde so etwas niemals tun. Er würde sie nie so hintergehen, niemals! Das ist einfach nicht seine Art. Dieser Vertrag mit Shadow war etwas ganz anderes, da waren ihm die Hände gebunden, weil er sein Wort gegeben hatte, aber so schändlich würde er nie handeln!“
Nach dieser glühenden Verteidigungsrede kamen mir selbst plötzlich Zweifel. Konnte ich mich denn so geirrt haben? Aber ich wusste doch, was ich gehört hatte… oder doch nicht? Leif hatte mich total verunsichert. Selbst Libell schien beeindruckt zu sein und schwieg. Leif nickte bestätigend in die Stille, die auf einmal herrschte.
„Da stimmt etwas nicht“, sagte er überzeugt, „und ich werde der Sache jetzt sofort auf den Grund gehen und ihn anrufen!“ Entsetzt umklammerte ich seine Hand, als er sein Handy hervor holte.
„Bitte nicht… bitte!“ Trotz aller Skepsis hatte ich irgendwie Angst vor Duncans Antwort, die vielleicht doch bestätigen konnte, dass er… Doch Leif ließ sich nicht abhalten.
„Tut mir leid, Angie, aber das muss geklärt werden! Ich werde so diskret wie möglich sein, das verspreche ich dir, aber ich werde mit ihm reden, jetzt und sofort. Außerdem muss Shadow Bescheid wissen, wo du bist.“ Bevor ich noch irgendetwas einwenden konnte, war er auch schon zum Zimmer raus und schloss die Tür mit Nachdruck hinter sich. Libell neben mir schüttelte nur den Kopf.
„Er lässt nichts auf die Brüder kommen. Niemals, obwohl er nicht einmal Mitglied des Ordens ist. Sie waren schon immer etwas Besonderes für ihn, was ich nie verstanden habe. Vielleicht liegt das daran, weil ich sie nicht kenne und keine Ahnung habe, was sein Job bei ihnen ist.“ Beruhigend lächelte sie mich an.
„Aber eines kann ich dir versichern, egal was jetzt bei dem Gespräch heraus kommt, wenn jemand es wieder in Ordnung bringen kann, dann er. Außerdem muss dein Vater, dieser Shadow, Bescheid wissen, wo du steckst.“ Seufzend gab ich ihr recht. Shadow würde sich wirklich Sorgen machen.
„Und weißt du was?“, fuhr sie fort, „ wenn ich deinen Kummer so sehe, bin ich ganz froh, dass ich keinen Partner oder eine feste Beziehung habe. Nach der Sache mit dem Troll habe ich auch keinerlei Ambitionen das jemals zu ändern!“
„Im Ernst?“, fragte ich sie erstaunt, „ich meine jetzt nicht die Sache mit dem Troll, sondern du hast noch nie…?“ Sie zuckte gleichgültig mit den Schultern.
„Ja klar hatte ich einige Liebhaber“, gab sie freimütig zu, „aber bis jetzt ist mir der Richtige noch nicht über den Weg gelaufen.“ Sie öffnete eine Flasche Wasser und hielt sie mir an den Mund.
„Du musst trinken. Leifs Elixier hat dir ganz schön zugesetzt!“ Doch ich hielt ihre Hand fest.
„Libell, ich möchte mich bei dir bedanken, dass du mir geholfen hast. Ohne dich wäre ich ganz schön am A… äh… aufgeschmissen gewesen. Du hast etwas gut bei mir, wenn ich also…
„Du übertreibst“, unterbrach sie mich und winkte verlegen ab, „außerdem, wer mich vor dem Troll gerettet hat, der ist mein Held oder vielmehr meine Heldin. Erzähl mir doch mal wie du den Mistkerl erledigt hast.“ Libell bemerkte, unter welcher Spannung ich stand. Sie versuchte mich abzulenken, da ich immer wieder zur Tür schielte. Leifs Stimme klang dumpf durch die geschlossene Tür, aber ich konnte kein Wort verstehen. Okay, das Warten zerrte eh nur an den Nerven, also erzählte ich ihr von den Brüdern, meinen Schwestern und unserem gemeinsamen Einsatz in Peru. Allerdings nur in Kurzform, weil ich jeden Moment mit Leifs Rückkehr rechnete.

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Und da ging auch schon die Tür auf, und er stellte sich mit verschränkten Armen in den Türrahmen. Mit seinen blauen Augen betrachtete er ernst unsere erwartungsvollen Gesichter. Ich hätte schreien können vor Ungeduld, und Libell schien es nicht anders zu gehen.
„Nun spann uns nicht so lange auf die Folter!“, rief sie, „verdammt, was hat er gesagt?“ Leif ignorierte sie und kniete sich mit einem Lächeln vor mich hin. Oh Himmel! Er nahm meine kalten Hände und kam gleich zur Sache.
„Ich wusste es doch! Angie… es ist alles in Ordnung. Es war tatsächlich ein Missverständnis, er hat mit seiner Nichte telefoniert, sie ist die Tochter seines Bruders Liam, und er ist ihr Hüter.“ Fassungslos starrte ich ihn an.
„Was? Seine Nichte?“ Er musste es noch ein paar Mal wiederholen, bis ich es endlich kapiert hatte. Mir fiel ein Stein vom Herzen, doch gleichzeitig begriff ich langsam, was ich mit meiner kopflosen Flucht angerichtet hatte. Leif berichtete unterdessen weiter.
„Ich habe ihm erzählt, dass ich dich zufällig getroffen habe, was ja eigentlich auch stimmt. Deinen Unfall und die Entführung habe ich mit keinem Wort erwähnt, das ist nichts, was man am Telefon bespricht. So habe ich es auch bei Shadow gehalten. Mit ihm habe ich auch gesprochen. Er ist froh, dass es dir gut geht. Er lässt dich herzlich grüßen und erwartet dich auf dem Anwesen.“ Seiner ernsten Miene entnahm ich, dass da noch etwas war.
„Und Duncan? Wollte er mich nicht sprechen?“ Leif schüttelte den Kopf und sah mich betrübt an.
„Ich habe ihn gefragt, doch er hat… er….“
„Was genau hat er gesagt. Los, nun sag schon!“, forderte Libell. Sie war merklich ungeduldiger als ich. Ob ich das wirklich wissen wollte?
„Als ich ihm den Grund erzählt habe, warum du von dem Anwesen verschwunden bist, war es lange still am anderen Ende. Angie… es tut mir leid, aber er hat dann einfach aufgelegt, ohne noch ein Wort zu sagen… es tut mir so leid.“ Oh oh, dass klang gar nicht gut. Von „in Ordnung“ war ich noch meilenweit entfernt. Darauf fiel mir nur eins ein, ich musste so schnell wie möglich zu ihm und mit ihm reden!
„Also worauf warten wir noch? Lasst uns fahren. Es kann doch nicht weit sein. Kann es doch nicht, oder?“, fragte ich misstrauisch, als ich ihre betretenen Gesichter sah.
„Wo sind wir hier eigentlich?“ Leif setzte sich an meine andere Seite und antwortete leise.
„Angie, wir sind nicht mehr in Schottland.“ Nicht? Aber wie war das möglich, hatte ich da etwas nicht mitbekommen?
„Dieses Haus steht in der Gegend von Middlesbrough. Zecke und Brain haben dich so weit wie möglich weggebracht als du bewusstlos warst. Sie wussten nicht genau, wo das Anwesen liegt, sie haben einfach auf gut Glück in der Nähe auf der Lauer gelegen und sind dir dann gefolgt. So bist du ihnen mehr oder weniger zufällig in die Hände geraten. Gott sei Dank hatten sie keine Ahnung, dass du Shadows Tochter bist, sonst hätte das hier leicht in einer Katastrophe enden können! Sie hätten Lösegeld fordern oder die gesamte Bruderschaft erpressen können.“ Oh mein Gott, daran hatte ich überhaupt nicht gedacht!
„Okay, dann nichts wie los“, sagte ich und machte Anstalten aufzustehen. Libell zog mich beiläufig wieder runter und zweifelnd an mir vorbei zu Leif.
„Da Bee jetzt in Sicherheit ist, würde ich gerne mitkommen. Oder ist das ein Problem? Und bist du dir sicher, dass sie das schafft? Sie hat in den letzten Tagen viel durchgemacht.“ Klar, warum sollte ich nicht? Mir ging es doch wieder gut, bis auf die Erschöpfung. Nach genügend Kaffee und einer Mahlzeit wäre ich wieder fit, glaubte ich zu dem Zeitpunkt jedenfalls noch.
Leif rieb sich das Kinn und überlegte laut.
„Wir sollten uns aber zuerst in einem Hotel einmieten, bevor wir sie zurückbringen. Da hat sie genug Zeit, um sich zu erholen.“ Oh nein, hat sie nicht! Keine Verzögerung, dachte ich kopfschüttelnd und wollte ihm das gerade sagen, als Libell sich einmischte.
„Sie sieht aus, als ob sie einen Schlachthof überfallen hat, also kannst du das Hotel vergessen.

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Außerdem hat sie keine Papiere mehr. Du weißt, wir müssen jedes Aufsehen vermeiden. Also lass uns erst neue Sachen besorgen, die Papiere sind im Moment nicht so wichtig.“ Wo sie recht hatte, hatte sie recht und nickte bestätigend.
„Und wenn wir bei den McLeods vorbeischauen? Sie sind mir noch was schuldig“, sagte Leif. Wer? Da ich ja nicht zu Wort kam, zog ich nur fragend die Brauen hoch.
„Liegt das denn auf dem Weg?“, fragte Libell, „und bist du sicher, dass wir da so einfach auftauchen können? Ich finde immer noch, sie ist zu schwach für diese Reise.“ Bin ich nicht! Empört wollte ich widersprechen, doch Leif kam mir schon wieder zuvor.
„Stimmt, du weißt ja nicht, wo das Anwesen liegt. Es wäre nur ein kleiner Umweg. Bei den McLeods könnten wir auch eine längere Pause einlegen, da kann sie sich ausruhen.“ Bin ich plötzlich unsichtbar geworden? Libell und Leif hatten mich während ihres Gespräches scheinbar völlig vergessen, auch mein Fingerschnipsen bemerkten sie nicht. Hey, immerhin ging es ja um mich!
„Den Van haben die Beiden wegen der Spuren entsorgt, also müssen wir meinen Wagen nehmen. Der ist zwar etwas kleiner, aber es wird schon gehen“, schlug Libell vor, „sie ist ja nicht besonders groß, da passt sie locker auf die Rückbank.“ Danke auch! Finster funkelte ich die Beiden an. Leif setzte noch einen drauf.
„Stimmt, groß ist sie wirklich nicht. Damit ist das Transportproblem zwar gelöst, aber ob das nicht zu anstrengend wird? Bequem ist es mit Sicherheit nicht. Wir könnten aber auch noch ein paar Stunden hier bleiben, damit sie…“ So, mir reichte es!
„Halt!“, unterbrach ich ihn und hielt beiden den Mund zu, „Schluss mit der ganzen Debatte! Ich hasse dieses Zimmer“, stieß ich mit zusammen gebissenen Zähnen hervor. „Ich hasse dieses Haus und werde nicht eine Minute länger hierbleiben als nötig. Wir werden jetzt sofort aufbrechen. Ausruhen kann ich mich im Auto. Mit einem kurzen Halt bei den… Dings bin ich einverstanden. Eine Dusche und neue Sachen können wir alle gebrauchen, das sehe ich ein. Aber der Aufenthalt wird nur sehr kurz sein! Und du Libell kommst selbstverständlich mit zu dem Anwesen, das ist überhaupt keine Frage! Alles klar?“
„Mpf“, antworteten beide gleichzeitig, was wohl ein „ja“ bedeuten sollte.
„Versteht doch, ich muss so schnell wie möglich zu ihm“, sagte ich leise. Beide nickten sofort.
„Kannst du mich bitte eine Minute mit Leif allein sprechen lassen?“, bat ich dann Libell. Ich musste nämlich noch dringend etwas wissen.
„Natürlich, ich hol schon mal den Wagen.“ Sie schien es plötzlich auch eilig zu haben, sprang auf und war auch schon zur Tür raus.

Fortsetzung folgt…

Kapitel 1: Seitensprung der Sisterhood – Ankunft in Schottland

Kapitel 2: Seitensprung der Sisterhood – Das Anwesen der Bruderschaft

Kapitel 3: Seitensprung der Sisterhood – Geheimnisse

Kapitel 4: Seitensprung der Sisterhood – Verschwörung

findet sich hier.

Copyright © Seitensprung der Sisterhood

70 Kommentare
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  1. Neuer Artikel: Seitensprung der Sisterhood – Entführt http://bit.ly/hwgZJA

  2. RT @Lesekreis: Neuer Artikel: Seitensprung der Sisterhood – Entführt http://bit.ly/hwgZJA

  3. Oh Angie, du bist echt eine Künstlerin.
    Das ist ja sowas von geil.
    Weiter weiter weiter…..aaahhhh Spaaaannnuuunnngggggggg….

  4. Aso…erste…nach Dolce :-D

  5. ja, ist suuuuper! Bin gespannt, ob Doc mit ihren heilenden Händen und Duncan mit einem Schwert auftauchen ;-)

  6. Aaaaaaaaah Angie wie hammer ist das denn bitte, super super super.
    Wow und eine Witwe…hoffentlich tut die der Angie nicht weh…so ganz allein im Bad oh wow… man arme Angie, und aaaaaaah wo ist Duncan, was macht er ? Was denkt er??? Hilfe, so spannend und jetzt???

  7. haha tja ich glaub doc hat gerad leider anderes zu tun… ich habe auch schon fleißig recherchiert und Brüte über meiner Fortsetzung…. mir wurde ein super Tipp gegeben und völlig neue Möglichkeiten haben sich eröffnet :D

  8. Danke meine Lieben. Doci ist doch in Irland mit dem Sam beschäftigt. Und Duncan? Tja… och man. Kerstin und Doc knutschen. Und Angie? Die hat sich die Knochen verbogen.. :-(

  9. wow mega hast wieder einen total überrascht … der arme papi der macht sich sicher schon mega sorgen.. duncan ist selber schuld finde ich alles kommt irgendwann raus also kein wunder… aber der frisch gebackene papi ist schon arm dran… ;-) kompliment

  10. Danke schön Marci. Jo… Duncan, der alte Schwerenöter… :-( Der taucht bestimmt nicht mit einem Schwert auf. Der ist ja anderweitig beschäftigt. ;)

  11. hallo angie …
    wie der ist anderweitig beschäftigt??? weis ich von etwas nichts? bin auf die fortsetzung gespannt… :-) bis bald

  12. Soooo, Fortsetzung ist auf dem Weg. ;)

  13. Super – vielen Dank, hab´s bekommen – mal sehen, ob ich es nachher noch schaffe ;-) LG

  14. Wow..hahahah das ging aber schnell! Nur keinen Stress! Vielleich wenn du noch ein schönes Bild von dem… reinsetzen könntest, bitte? ;)

  15. hm – von wem denn? ;-)
    tatatata… jetzta… sorry, konnte nicht früher, aber eure Geduld wird belohnt!!! Super, Angie, eine ganz neue Wendung, wow – viel Vergnügen @ all

  16. hahahaha wow …. mega …. ich freu mich hast du echt super gemacht angie wirklich…. hat sich wieder mal gelohnt zu warten aber war ja auch irgendwie klar ihr seit wirklich gut in den was ihr macht…. freue mich wieder auf eine fortsetzung genauso wie bei den anderen mädels.. ;-) danke

  17. Wooooooooooooooooooooow eine Verbündete, Leif ohjemine aber puh doch nicht böse und hahahahahaha
    “er wollte mich doch nicht anspucken” *rofl*
    Angie du bist der Hammer, wirklich supermegabombe.

  18. Jo der Wicki, wer hätte das gedacht. ;) Ich hab doch irgendwann mal geschrieben, dass er noch eine wichtige Rolle spielen würde, aber ich wusste damals auch noch nicht genau welche. Mal sehen wie es weiter geht…
    Danke dass es euch so gefällt. :-D

  19. oh, cool Angie, dachte schon, du bist verschütt ;-) Wer ist nochmal Wicki-Leif, wenn ich ein Foto suchen soll, brauch ich einen Namen – ich weiß, ich weiß irgendwann ist der schon mal gefallen und euch wahrscheinlich völlig geläufig, aber ich hab ihn vergessen :-( sorry, sorry… :-(

  20. Ich war nicht verschütt, ich hatte Kopf… :( Tja, dann habe was dagegen genommen… und war benommen… hahahaha.
    Oha.. Dolci weiß nicht wer Wicki ist… hehe. Kein Thema! Wicki-Leif ist Alexander Skarsgard. Der Eric Northman aus True Blood. Ich weiß, kennst du nicht ;) (was wirklich sehr schade ist!!!!)

  21. Ist das Geil.
    Der Leif, die olle Socke, wer hätte das gedacht?
    Und jetzt auch noch Libell….
    Angie, einfach wieder mal nur genial…..*verbeug ganz tief….

  22. Danke Kerstin, aber nun komm wieder hoch…du weißt doch, du hast Rücken! Oha, komm ich helf dir. Sooo, schön langsam… *krcks”… siehste… Wirbel wieder drin! :-D

  23. Soooo und weiter geht`s. Also ich habe Dolce Arbeit geschickt. ;)
    Mmh… vielleicht ist diesmal ein Bildchen von Wicki drin? :-D

  24. grummel – ich weiß doch immer noch nicht wer das in Wirklichkeit ist… :roll:

  25. Alexander Skarsgard. Aus Schweden… Schauspieler und Model… :-D

  26. Und Hammergeilervampirbarbesitzendershreveportbewohnendersherrifvampir von True Blood :D

  27. Jo! :-D

  28. Shreveport ?
    Sherrif ?
    Bitte einmal für mich übersetzen…. Danke.
    Und NEIN, ich habe noch keine einzige Folge gesehen..

  29. aha – okay, okay – von dem gibt es ein Foto auf Wikipedia, das könnte/dürfte ich natürlich einbauen, schätze aber, das willste nich… :roll:
    du bist übrigens schon on, liebste Angie, wowwow – nicht übel diese Szene zu Beginn!!! :lol:
    LG

  30. Wow bist du schnell.. wow! :-D
    Und nein! DAS Bild will ich wirklich nicht..*schüttel* :-(

  31. *hüstel* ..wir haben ja schon ein Bild von ihm… hier. Auf dem Anwesen… :-D

  32. Wooooooooooah Angie!!! wusch wüschchen am wüschchestensten.. Hammer…. uiuiuiui und es heilt nicht nur es macht auch lustig :D

    hahahahahaha meine Jacke toll. Und iwe die am T-Shirt rumzupft!!!….
    Ach ja Duncan uiuiuiuiui da bin ich mal gespannt und ich glaub jetzt mag die Angie Feen was lieber he ;)
    sehr schöner Seegang, vor meinem Auge hat es auch geschwankt :D

  33. hahahaha
    hey das ist mega cool hatte wieder super spass am lesen hmmm was wohl mit duncan los ist das er immer noch nicht reagiert hat???? angie wiedermal super danke. ;-)

  34. Danke meine Lieben. Jaahaa.. also denkt dran wenn euch ne Fee knutscht, es wirkt wie ein 12 facher Wodka! :-D
    Ach Marci, der Duncan? Der weiß doch gar nicht wo ich bin.. eigentlich weiß es ja keiner. ;)

  35. oh – her mit der Fee!!! Wo find ich die nur? Ach, Duncan mit seinem 7. Sinn wird dich schon aufstöbern, gell, und wahrscheinlich Leif die Zähne einschlagen, oder was machst du jetzt? Bin schon sehr gespannt! ;-)
    Ach ja, und ein Foto habe ich immer noch nicht gefunden. Ich habe gerade erst gelesen, dass ein Blog 400 Euro zahlen soll und zwar für einen Beitrag, der schon zwei Jahre zurückliegt. ;-( Die Sache ist wirklich heikel, weil inzwischen eine Heerschar von Rechtsanwälten das quasi in Eigenregie machen und sich eine goldene Nase damit verdienen.
    LG und schönen Tach auch…

  36. Vielleicht will er mich ja gar nicht finden… :-(
    Oh man, was biste wieder blutrünstig… Zähne einschlagen tztztz… ;)
    Also wenn das solche Schwierigkeiten gibt mit dem Foto, dann verzichte ich aber ganz schnell!!!! Die sind ja wohl nicht ganz… also … nee, solche ****!!!!!

  37. ach ja, und dich legt er natürlich übers Knie!!! :twisted: – bist ja wieder fit… :lol:
    ja, Fotos mit Copyright-Zeichen sind brandgefährlich und ich finde keines von ihm, wo das nicht drauf wäre – z.T. sind diese kleine fiesen Dinger auch ganz klein auf den Seiten versteckt… :-(
    Aber ich gebe noch nicht auf!

  38. Uiiii,ein Besoffski-Kuß….auch haben……..
    Das war ja sowas von G…. beschrieben…genial.
    Warte dann mal wieder ganz ungeduldig auf die Fortsetzung…..

  39. Brauchst nicht mehr lange warten, habe eben was an Dolci geschickt. ;)

  40. Tja… ich habe ja meine Lieblingsmuse, aber die redet nicht mehr mit mir… *schnief* … keine Ahnung warum. :-( . Darum weiß ich nicht ob das alles so richtig is…

  41. ach, das sagst du immer ;-) morgen wissen wir mehr! :lol:

  42. Ich meine ja auch nicht die Muse, sondern DIE Muse. Also die Schwester von Frau Muse. :-D

  43. Ha ich wusste es… Super das wird ja immer besser bestimmt ist duncan schon auf den weg … Mensch angie das ist echt klasse von wegen nicht so richtig alles passt… Hmm und jetzt ein ernstes woertchen mit leif was fuer ein zufall schaue auch grade true blood ;-) ganz liebe gruesse freue mich jetzt schon was als naechstes passiert

  44. hehe Marci, jetzt warst du ja schneller als ich.. ;-) wollte gerade die frohe Botschaft verkünden, dass Duncan wieder im Spiel ist – na ja, zumindest fast. Bin schon auf das Wiedersehen gespannt und wie du auf den Rücksitz passt, gell, Angie, dass wird noch ein bisschen kompliziert. ;-) Sehr schön!
    LG

  45. Bei den McLeods?? Sind da auch Clair und Tess, Alex und Nick ???
    Super Storie Angie. Total schön,wusste doch das der Duncan nicht so ist.
    Er liebt seine Angie-Schnufelmaus, der hintergeht dich nicht.
    Uiii, wann geht”s weiter???
    Wehe du lässt dir wieder soviel Zeit……

  46. wow Angie. Super Fortsetzung…. aber was will Angie Libell fragen? Ich würde jetzt gerne weiterblättern.. geht aber nicht… mpf ;) beeil dich und schreib weiter… echt super.

  47. Öhm.. Libell? Nee, mit dem Leif will Angie doch sprechen. Uiuiui vielleicht ist sie ja bei ihm auf den Geschmack gekommen, und will noch einen Nachschlag? Weil Dolce den Duncan möglicherweise auf eine ganz blöde Idee gebracht hat? Hat was mit übers Knie legen zu tun. :-(
    Danke meine Lieben, ich schreibe auch schon weiter. Die McLeods sind übrigens Ian und Mary ;)
    Aaaaaach jaaaaa noch eins! Iiiiich lasse mir so viel Zeit, mh??????

  48. sorry dolcevita das wollte ich nicht….. hat mich einfach überwältigt.. ;-) sorry nochmal..
    ach und ich muss angie da recht geben …. wwwwwwoooooooooo sind jane und kerstin geblieben was ist mit den drachen und den engel????

  49. bei mir is die Luft raus.

    ja stimmt leif, ich habe gedacht und meine finger was anderes getippt… ein freudscher vertipper… so würde ich es nennen.

  50. mache mich auf die Suche nach eine Megapumpe für Doc… du könntest mir die eineinhalb Seiten schicken und dann besprechen wir gemeinsam wie es weitergeht. ;-) ach Marci, hehe, das war doch nur Spaß! :lol:

  51. Von den 1,5 Seiten ist bleibt dann höchstens ein Absat übrig :lol: …. momentan ist mein Prob ja nicht das ich keine Idee hab… ich kriegs nicht geschrieben…. hab da ja sowieso schon Probleme und es liest sich meisten komisch, aber diesmal… nä
    Ach ich weiß doch auch nicht… dann bin ich momentan immer so kaputt und lieg lieber und lese anstatt was zu schreiben, habe noch nichmal Bock mein Farm zu bestellen….

  52. wenn ich nicht wüsste, dass du unser Küken bist, würde ich glatt auf Midlife Crisis oder Sommer-Depri tippen. Och Doc, wasn los? Brauchst mal einen Tapetenwechsel? Wann geht´s denn aufs Boot? Magst dir vorher ein bisschen München anschauen?

  53. Ja Urlaub ne… das wäre was hab ich auch schon drüber nachgedacht… vllt machen wir im August mal die Biege iwohin….muss man ja auch Zeit für haben. Ach mit dem Boot das wird schwierig eine Crew zusammenzubekommen :( aber wir planen noch
    Ab wann darf man denn die Midlife Crisis haben? Aber wenns das wäre hätte ich die schön öfters gehabt ;) … momentan hab ich einfach n durchhänger in jedweder hinsicht… meine Arbeit nervt…. alle wollen was von einem und ich will einfach mal n Tag haben ohne was zu müssen… immer muss man dies das … putzen shoppen, besuchen, erledigen, machen tun…. ohje das hört sich ja schlimm an :lol: hach ich esse jetzt die ganze Schoki auf die ich heute so gedankenlos gekauft hab und schlafe… und morgen früh wer weiß :D

  54. ja, das kennen wir wohl irgendwie alle. Wahrscheinlich brauchst du dringend ein paar Streicheleinheiten, Highlights, positives Feedback, Erfolgserlebnisse, etc., denn ohne ist das Leben irgendwie ziemlich fad, gell. Hoffentlich hat die Schoki ein bisschen geholfen ;-) LG

  55. Mach nur so weiter… :-( … Jo, besonders das gruseligen shoppen müssen… :-( … Hilfe, wie bist du denn drauf… :-( Omg.. *schnief*

  56. … aaaaaaaaaaaaaaah..bis eben ging es mir noch gut, jetzt sehe ich Doci knietief in der Sch… oki hocken.. :-(
    Boah, und ich dachte immer diesen Midlife Dings wäre nur was für Männer. Wenn die versuchen ihren Bierbauch einzuziehen, sich die Haare färben und mit Schwung über die geschlossene Autotür ins Cabrio jumpen und dann feststellen, dass das Verdeck gar nicht unten ist… vom knacken der Gelenke dabei will ich gar nicht reden. Aaaaaaaaaaah… is so ne Sommer-Depri ansteckend???? :-( Ey, wir haben doch noch keinen Sommer!!! Doci… komm aufn Arm… :-(

  57. So, jetzt ist aber mal gut hier. Midlife-Krise…Sommerdepri…tztztz
    Wo sind wir den?
    Nein Angie,das ist nicht Ansteckend. Du lässt dich nur von der Masse mitziehen.
    Doc…Hase…ich weiß ich sage jetzt was, was du nicht toll findest,
    und es tut mir wirklich, wirklich Leid das ich das sagen muß…..ABER….
    beweg deinen Brausepöter endlich in die Höhe, reiß die Fenster auf.
    Mach was Produktives. Irgendwas was du selten machst.
    Und damit meine ich nicht Sport :-)
    Bepflanz deinen Balkon…..streich das Klo neu….
    Dekorier das Treppenhaus….helf ner Omi über die Strasse,auch wen die nicht will.
    Komm aus deinem Trott, das ist das was dich runter zieht.
    Mach mal was, was du dich noch nie getraut hast.
    Klingelstreiche….dein Dreibein verführen…..Barfuß durch den Park…..
    So und jetzt ab unter die Dusche und begrüß den Tag.

  58. Ist ja wohl ansteckend! Jetzt überlege ich wieder, wo die arme Doci solange hingehen muss, bis die Farbe vom Klöli getrocknet is… :-(

  59. … Brausepöter… hahahahah :-D

  60. Moin,

    so ich senfe hierzu mal auf der Insel, denke das gehört da eher hin :lol:

  61. So, klein Angie war fleißig! Jaahaa… :-D

  62. jiiiiiippppppiiiiii da freue ich mich ….

  63. huhu @ all, es ist vollbracht! Sorry, marci, konnte nicht schneller… Wünsche allseits viel Vergnügen mit dem Anfang eines neues Kapitels… Wow Angie, über 60 Seiten schon! cool ;-)
    LG

  64. Hey dolcevita sorry mein koment. Sollte niemanden draengen oder hetzen freu mich halt immer wieder wenn was neues kommt. Also nochmal sorry auch an alle anderen die sich gedraengt fuehlen das wollte ich nicht. Liebe gruesse

  65. Marci ich glaub nicht das sich jemand gedrängt gefühlt hat. Wir freuen uns dich als Fan zuhaben und über deine Kommentare. :)

  66. Jaaa genau! Immerhin bist du unser treuester Fan! :-D

  67. [...] Kapitel 5: Seitensprung der Sisterhood – Entführt [...]

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