Die Krimibuchhandlung Hammet in Berlin präsentiert in den nächsten Wochen bis zum 05. 08. Leseproben aus dem neuen Krimi von Maria M. Schenkel “Kalteis“, der am 10.08. erscheint. Das Buch kann in der Buchhandlung für 12,90 Euro versandkostenfrei bestellt werden, und mit etwas Glück bekommt man eine von der Autorin handsignierte Ausgabe.

Die vierte und letzte Leseprobe aus „Kalteis“. Das Buch ist mittlerweile im Handel und noch bevor die erste Ausgabe von 50 000 Exemplaren ausgeliefert war, musste der Verlag 30 000 Bücher wegen der starken Nachfrage nachdrucken lassen.

Leseprobe Teil 4

München, den 28. Februar 1939
Vernehmung des Josef Kalteis durch
den ersten Staatsanwalt Dr. R.
Beginn der Vernehmung: 10.30 Uhr
Ende der Vernehmung: 15.30 Uhr

– Josef Kalteis, geboren bin ich am 26.7.1906.

– In Aubing.

– Verheiratet.

– Seit dem 31.12.1937.

– Der Name meiner Frau? Walburga, Walburga Pfafflinger.

– Wir haben zwei Kinder. Zwei Buben. Der eine ist 3, der andere 11/2 Jahre alt.

– In Aubing. In Aubing in der Hauptstraße 2, da wohnen wir.

– Bei der Reichsbahn. Als Rangierer bei der Reichsbahn arbeite ich.

– Gelernt habe ich Schlosser, aber seit 4 Jahren arbeite ich bei der Reichsbahn als Rangierer.

– Bis vor 5 Jahren arbeitete ich in meinem Beruf als Schlosser. Bis mich mein alter Betrieb entlassen hat, dann bekam ich diese Stelle bei der Reichsbahn. Mein Vater, der hat mir geholfen, der ist auch bei der Bahn.

– Als Rangierer bist im Schichtdienst. Die Dienstzeiten sind recht unterschiedlich, wie das halt so ist, wenn man Schicht arbeitet.

– Wie kommen Sie denn jetzt auf so was? Was meinen Sie damit, wie mein Verhältnis zu meiner Frau ist? So wie es halt ist. Wie soll es schon sein? Mal besser, mal schlechter, so ist das eben.

– Zu Beginn unserer Ehe, da haben wir uns nicht so gut verstanden, aber in der letzten Zeit verstehen wir uns besser. Besser als je zuvor.

– Nein, wir hatten am Samstag keinen Streit. Hat sie das gesagt?

– Es ist schon richtig, meine Frau wollte ins Kino gehen. Nachdem sie sich aber die Vorschau angesehen hatte, da wollte sie plötzlich heim.

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