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Rick Wright – Keyboarder und Gründungsmitglied von Pink Floyd ist tot

16. September 2008 | Von | Kategorie: Dies und Das, Lesekreis, Nachrufe, Videos

Rick Wright – Keyboarder und Gründungsmitglied von Pink Floyd ist tot.

Richard Wright, besser bekannt als Rick Wright wurde am 28. Juli 1943 in London geboren.  Er war Gründungsmitglied und Keyboarder der Rockband Pink Floyd.

Rick Wright besuchte die elitäre Haberdashers-Schule und entwickelte ein reges Interesse für antike griechische Architektur. So entschloss er sich, nach der Schule Architektur zu studieren. Er schrieb sich am Regent-Street-Polytechnikum ein, wo er seine späteren Bandkollegen Nick Mason und Roger Waters kennenlernte.

Rick Wright brachte sich das Klavierspielen selbst bei. Seine Spielweise war vor allem vom Jazz beeinflusst. Aber auch die klassischen Werke Bachs und Beethovens spielten für ihn eine wichtige Rolle. Seine kompositorischen Ideen waren stark von ungewöhnlichen, farbenreichen und komplexen Harmoniewechseln geprägt, die Einflüsse aus dem modernen Jazz wie aus der Romantik zeigten. Das zeichnet Stücke wie den letzten Teil von Shine On You Crazy Diamond (Part 9), The Great Gig In The Sky, Us And Them, Burning Bridges und Summer ’68 aus.

Im Gegensatz zu David Gilmour war Rick Wright nach eigenen Angaben nie ein Rhythm’n Blues-Fan. Einflüsse aus dieser Stilistik haben folglich auch keine Spuren in seinen Kompositionen hinterlassen.

Seit 1964 spielten Roger Waters, Nick Mason und Rick Wright in verschiedenen Bands zusammen. 1965 schließlich kam Syd Barrett hinzu und man nannte sich künftig The Pink Floyd Sound, später einfach nur noch Pink Floyd.

Wright gehörte bis 1981 zur Band. Bereits bei den Aufnahmen zum Album The Wall wurde er wegen mangelnder eigener Beiträge und wachsender bandinterner Spannungen von Waters zunehmend aus der Gruppe gedrängt. Auf der anschließenden Tournee war er nur noch als Angestellter, nicht mehr als Pink Floyd-Bandmitglied, dabei. Auf dem folgenden Pink Floyd-Album, The Final Cut (1983) fehlte Wright schließlich gänzlich.

Roger Waters verließ die Gruppe nach The Final Cut, woraufhin das Fortbestehen von Pink Floyd lange Zeit fraglich war. 1987 veröffentlichten David Gilmour und Nick Mason jedoch gemeinsam das Pink Floyd-Album A Momentary Lapse of Reason, auf dem Richard Wright wieder als Gastmusiker auftrat. Auf der folgenden Tour wurde er wieder als vollwertiges Bandmitglied geführt. Auf dem 1994 veröffentlichten, nach wie vor letzten Pink Floyd-Studio-Album The Division Bell finden sich die stärksten Einflüsse Wrights seit dem 1975 veröffentlichten Album Wish you were here.

Nach der letzten Pink Floyd-Tour im Jahr 1994 arbeitete Wright an seinem ersten Solo-Album seit seinem 1978 erschienenen Debut Wet Dream. Das gemeinsam mit Anthony Moore (der bereits bei einigen Stücken auf A Momentary Lapse of Reason und The Division Bell die Texte mitverfasst hatte) geschriebene Broken China erschien schließlich 1996. In Interviews zu dieser Zeit erklärte er, dass er gern auf Tour gehen würde und darüber hinaus davon ausgehe, dass auch Pink Floyd alsbald wieder ins Studio gehen würden. Beides bestätigte sich nicht. Auf der 2000er-Tour von Wrights ehemaligem Band-Kollegen Roger Waters trafen sich die beiden erstmals seit fast 20 Jahren wieder, vermittelt durch Keyboarder Jon Carin, der in Waters’ Band war und zuvor bereits auf den beiden Pink Floyd-Touren ohne Waters 1987 und 1994 mit Gilmour, Wright und Mason zusammen gespielt hatte. Das Treffen war laut Wright jedoch sehr kurz und unpersönlich.

Das erste musikalische Lebenszeichen seit 1996 gab Wright 2002 von sich, als er bei den wenigen Auftritten, die sein Pink Floyd-Kollege David Gilmour in diesem Jahr absolvierte, als Gastmusiker auftrat und den Titel Breakthrough von seinem Solo-Album Broken China darbot. Eine Aufnahme hiervon findet sich auf der 2002 veröffentlichten DVD David Gilmour in Concert.

Im Juli 2005 stand Wright erstmals seit 24 Jahren wieder gemeinsam mit Roger Waters auf der Bühne, als Pink Floyd sich im Rahmen des Londoner Live 8-Konzerts einmalig in der klassischen Besetzung wiedervereinigten.

Im Jahr darauf war er festes Bandmitglied auf David Gilmours Solo-Tournee.
Eine Anfrage von Roger Waters, nach Beendigung der Gilmour-Tournee als Gast in Magny Cours bei einem seiner Konzerte aufzutreten, lehnte Wright mit dem Hinweis ab, dass er selbst Aufnahmeverpflichtungen für sein kommendes Soloalbum habe.

Quelle: Wikipedia

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2 Kommentare
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  1. Als langjähriger treuer Pink Floyd-Fan bin ich tief erschüttert und fassungslos über Rick´s tot.
    Ohne sein beeindruckendes sanftes Keyboardspiel wäre die Band nicht das,was sie heute ist.
    Wir werden ihn aller sehr vermissen.

    Ruhe in Frieden Rick,wir lieben dich!

  2. Willkommen Matthias,
    ich bin auch ziemlich erschüttert, zumal es so plötzlich passiert ist. Zu meinen Lieblings-LPs von Pink Floyd gehört ja immer noch Ummagumma. Ich bin aber gar nicht sicher, ob Rick Wright daran beteiligt war. Auf jeden Fall gehört Ummagamma zu meinen ersten Platten und gestern, als ich auf der Suche nach “Wish you were here” für diesen Beitrag bei YouTube war, bin ich dort stundenlang, in Erinnerungen schwelgend, hängengeblieben. 😉
    LG

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