Juli Zeh erhält Carl-Amery-Literaturpreis am 21.04. im Literaturhaus München

Am 21. April, um 20 Uhr, wird der deutschen Schriftstellerin Juli Zeh der Carl-Amery-Literaturpreis im Literaturhaus München, Salvatorplatz 1, verliehen. Der Eintritt ist frei, das Literaturhaus bittet aber um Anmeldung unter der Telefonnummer 089-29 19 34-27

Die Laudatio hält Prof. Gesine Schwan

Der mit 6.000 Euro dotierte Carl-Amery-Literaturpreis wird seit 2007 alle zwei Jahre vom Verband deutscher Schriftsteller in Bayern vergeben, mit Unterstützung des Luchterhand Literaturverlages und von ver.di Bayern. Es werden deutschsprachige Autorinnen und Autoren ausgezeichnet, die in ihrem Werk neue ästhetische Wege gehen und das Spektrum literarischer Möglichkeiten zu erweitern suchen.
In diesem Jahr geht der Carl-Amery-Literaturpreis an die Autorin Juli Zeh. Die Jury begründet ihre Wahl wie folgt:

„Juli Zeh zählt zu den aufregendsten Erzählerinnen deutscher Sprache […]. Immer wieder meldet sie sich zu Wort […] und mischt sich, ganz im Sinne Carl Amerys, in politische und künstlerische Debatten ein, die sie wie kaum ein anderer Autor ihrer Generation zusammen zu denken vermag.“

Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der LH München und das Literaturhaus München.

Veranstalter: Luchterhand Literaturverlag, verdi Bayern, VS Bayern in ver.di

In der Nacht kam das Grauen III – Lesungen im Dunkeln mit Reiner Unglaub

IN DER NACHT KAM DAS GRAUEN III †“ LESUNGEN IM DUNKELN

reiner-unglaub1Das Herz und die Stimme der Lesungen ist Reiner Unglaub, Jurymitglied des Deutschen Hörbuchpreises und Sprecher zahlloser Hörbücher. Musikalisch wird er von Leonardo Paredes begleitet, der das Publikum mit dem Cello vom Licht ins Dunkle führt.
Das erfolgreiche Duo kommt nun bereits zur dritten Staffel ins ehemalige Planetarium im Forum am Deutschen Museum in München, um die Lesereihe „In der Nacht kam das Grauen“ fortzusetzen. Im Gepäck haben sie mehrere runde Geburtstage. Edmond Hamilton wäre heuer 95 Jahre alt geworden, Algernon Blackwood 140 Jahre, E. A. Poe sogar 200 Jahre.

Die Dunkel-Lesungen finden in Lounge-Atmosphäre statt. Hierzu werden im Planetarium Sessel und Sofas bereitgestellt, um gemütlichen Hör- und Gänsehautgenuss im Dunkeln zu ermöglichen.

Das Besondere: Die Lesungen finden in absoluter Dunkelheit statt. Reiner Unglaub, von Geburt an blind, liest mit den Fingern die 1825 von Louis Braille entwickelte Punktschrift. Sie arbeitet mit Punktmustern, die von hinten in das Papier gepresst sind, so dass sie als Erhöhung mit den Fingerspitzen abgegriffen werden können. Auch der Erfinder der Schrift hätte in diesem Jahr einen runden Geburtstag gefeiert, er wäre ebenfalls 200 Jahre alt geworden. Dies wird zum Anlass genommen, am 17. April um 20 Uhr, zum Start der Lesereihe einen informativen Zusatztermin anzubieten.

Freitag, 17.04.09, um 18.00 Uhr im Raum Helios


louis-braille„Tour de Braille†œ †“ Freier Eintritt

Kostenlose Informationsveranstaltung und Ausstellung anlässlich des 200. Geburtstags von Louis Braille, dem Erfinder der Punktschrift
Der Franzose Louis Braille eröffnete mit seiner bahnbrechenden Erfindung blinden Menschen den Zugang zu Literatur und Bildung.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Tour de Braille†œ, eines bundesweiten Lesemarathons zu seinen Ehren, findet zum Auftakt der abendlichen Dunkellesung eine Führung durch die geheimnisvolle Welt der Sechs Punkte statt. Erleben Sie sehend, hörend, fühlend das Thema „Lesen für Blinde†œ.
Veranstalter sind die Bayerische Blindenhörbücherei e. V. (BBH), sowie das BIT-Zentrum (Beratungs-, Informations- und Textservice-Zentrum) des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes e. V. (BBSB).

„In der Nacht kam das Grauen †“ Staffel III†œ die Frühjahrstermine 2009:

Freitag, 17.04.09, um 20.00 Uhr im Planetarium

poeLesung anlässlich des 200. Geburtstags von Edgar Allen Poe
Poe prägte entscheidend die Genres der Kriminalliteratur, der Science Fiction und der Horrorstory. Seine Poesie wurde zum Fundament des Symbolismus und damit der modernen Dichtung.

†¢ Das Fass Amontillado
†¢ Im Wirbel des Malstroms
†¢ Die schwarze Katze
†¢ Die Grube und das Pendel
†¢ Das verräterische Herz

Freitag, 01.05.09,  um 20.00 Uhr im Planetarium

blackwoodLesung anlässlich des 140. Geburtstags von Algernon Blackwood

Bei der letzten Lesereihe wurde er bereits erstmals vorgestellt, nun widmet man ihm einen ganzen Abend: Algernon Blackwood.

Algernon Blackwood (Algernon Henry Blackwood, geboren am 14. März 1869 in Shooter’s Hill, gestorben am 10. Dezember 1951, war ein englischer Autor, Esoteriker und Theosoph. Blackwood ist Autor zahlreicher unheimlicher Kurzgeschichten, schuf unter anderem die Figur des Shorthouse, der verschiedene übersinnliche Abenteuer erlebt. Bemerkenswert ist sein sehr psychologischer Ansatz sowie der prägnante, klare Aufbau seiner Geschichten, die oft durch ihre subtile Schilderung einer unheimlichen Stimmung bestechen. Dem Publikum wurde Blackwood zuerst als Radiomoderator bekannt, seine eindringliche Art phantastische Geschichten zu erzählen, fesselte damals eine treue Schar Zuhörer an die Radioempfänger.

†¢ Durch die Wand
†¢ Der Mann, den die Bäume liebten

Lesungen am Freitag, 08.05.09,  um 20.00 Uhr im Planetarium

Von Algernon Blackwood
†¢ Der Tanz in den Tod
†¢ Der Mann, der Milligan war

Von Edmond Hamilton
†¢ Das Tal der Assassinen

Lesungen am Freitag, 22.05.09, um 20.00 Uhr im Planetarium

Von Algernon Blackwood
†¢ Der leere Ärmel
†¢ Verbotener Weg
†¢ Verfrühtes Ereignis

Von einem unbekannten Verfasser
†¢ Das Totenbuch

Die Lesungen im Dunkeln mit Reiner Unglaub dauern ca. 100 bis 150 Minuten und sind absolut nichts für Kinder, also erst am 18 Jahre.

Der Ticketpreis beträgt im Vorverkauf 10,00 Euro (keine Ermäßigungen), an der Abendkasse (ab 16 Uhr des jeweiligen Veranstaltungstages) 12,00 Euro. Reservierungen sind zu dieser Live-Veranstaltung nicht möglich.
Weitere Informationen auf www.lesungen-im-dunkeln.de und www.forumkinos.de oder Info-Telefon 089-211 25-200.

Neues Forum am Deutschen Museum, Museumsinsel 1, 80538 München

Insekten-Kochbuch mit Kakerlakenfilet und Hausgrillen-Pizza

Der Verlagskaufmann Shoichi Uchiyama hat in Japan eine Marktlücke entdeckt und ein Kochbuch für Insekten-Liebhaber veröffentlicht.

Egal ob fritiert, gekocht, oder roh. Er und seine Frau schwärmen für Insekten, denn die seien nahrhaft, lecker, fleischig bis fruchtig im Geschmack und überall zu finden. „Es gibt tatsächlich kaum Insektenkochbücher“, erklärt er, „Mich interessiert aber, wie Insekten schmecken und was man aus ihnen machen kann. Meine Phantasie wächst beim Kochen.“

Die Zutaten werden gesammelt oder gezüchtet und wenn abends Gäste zum Essen eingeladen sind,  kann das Menü so aussehen:

Große Gottesanbeterin garniert mit den  frischgeschlüpften Larven
Filetstück der madagassischen Kakerlake
Larven der japanischen Riesenhornisse

Zum Dessert wird Gelee mit Ameisenlarven serviert.

Oder es gibt zum Insektensushi frittierte Heuschrecken zum Knabbern, Zikadenspiess und nicht zu vergessen: Nudelsuppe mit Wasserkäfer.

Die Larve des Nashornkäfers serviert Uchiyama nicht, sie stinkt nach modriger Erde und schmeckt dementsprechend.

Quelle: Tagesschau.de

Zwei Romane von Michael Crichton erscheinen posthum

Am 04. November erlag der Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur Michael Crichton im Alter von 66 Jahren in Los Angeles seinem Krebsleiden.
Er verfasste 26 Romane und 11 Drehbücher, viele seiner Bücher wurden auch als Filme Kassenschlager, allen voran Jurassic Park. Als Regisseur hat er selbst mit Westworld, Coma und Runaway kleine Klassiker des Genres gedreht.
Wie jetzt bekannt wurde, hat Michael Crichton bei seinem Tod mindestens einen Roman und ein Romanfragment hinterlassen.

Bei dem abgeschlossen Roman handelt es sich um ein Piratenabenteuer „Pirate Latitudes“, das Fragment ist ein zu einem Drittel fertiger Wirtschaftsthriller, der von einem Fremdautor zu Ende geschrieben werden soll. Sein Assistent fand die neuen Manuskripte in Crichtons Computer. „Pirate Latitudes“ soll eine Abenteuergeschichte sein, die im 17. Jahrhundert spielt. Ein Pirat namens Hunter und der Gouverneur von Jamaika planen ein spanisches Schatzschiff zu überfallen. Offenbar habe er an dem Buch geschrieben, während er an seinem letzten zu Lebzeiten erschienenen Buch „Next“ arbeitete.
Sein amerikanischer Verlag Harper Collins will beide Bücher in den nächsten eineinhalb Jahren herausbringen. Über einen deutschen Erscheinungstermin ist nicht bekannt.

Quelle: Süddeutsche Zeitung