Die kleinen Gärten des Maestro Puccini von Helmut Krausser

Die kleinen Gärten des Maestro PucciniKurzbeschreibung
Puccinis Geheimnisse, Leben und Lieben eines großen Künstlers.
Helmut Kraussers Roman zum 150. Geburtstag des Komponisten.

Aus Liebe zu den Opern Giacomo Puccinis begann Helmut Krausser, dessen verborgene Lebensumstände zu erforschen. Mit den Ergebnissen seiner Recherchen schrieb er einen Roman, der zehn ereignisreiche Lebensjahre des Meisters in neuem Licht erscheinen lässt. Es gelang dem Autor nicht nur, die streng gehütete Identität der Puccini-Geliebten Corinna zu enthüllen, sondern – mit Hilfe neu aufgetauchter Dokumente – auch die tragischen Umstände, die zum Skandal um sein Hausmädchen Doria Manfredi führten. Entstanden ist dabei viel mehr als nur eine Chronique Scandaleuse. Die Spannungsfelder zwischen Kunst und Erfolg, Liebe und Begierde, Neid und Intrige, Eifersucht und Hass, Revolte und Versagen liefern den Stoff zu einem oft bizarren Geflecht der Verstrickungen. Rund um die Person des heute populärs­ten Opernkomponisten entfaltet sich das spannende Panorama jener letzten Phase der Belle Epoque in einer neuen, überraschenden Perspektive.

Über den Autor
Helmut Krausser, geboren 1964, lebt in Berlin. Zuletzt erschienen bei DuMont der Roman »Eros« (2006) und der Gedichtband »Plasma« (2007). Seine Romane »Der große Bagarozy« und »Fette Welt« wurden fürs Kino verfilmt.

Gibt es eine Kunst ohne Pathos? Wie funktionieren Leidenschaft, Ekstase und Überhöhung in der Literatur und beim Leser? Solche und ähnliche Fragen stellte sich Helmut Krausser im Dezember 2007 in seiner dritten und letzten Vorlesung zur Poetikprofessur der LMU. Darin erläuterte der selbsterklärte Marketender im Heer der Ironie seine Sicht auf die Literatur und führte seine Ausführungen weiter, die er unter dem Titel †œPathos und Präzision† begonnen hatte.

Und hier gibt es eine Kurzbiographie und Informationen zu seinem Buch „Könige über dem Ozean“

Nachricht an alle von Michael Kumpfmüller

Nachricht an alle Kurzbeschreibung
„Wir stürzen ab, betet für mich“ – diese SMS erhält ein Vater von seiner Tochter mitten in der Nacht, in einem Hotelzimmer in Nordamerika. Was wie ein grausamer Scherz klingt, erweist sich als der modernste aller Albträume: Selbst aus todgeweihten Flugzeugen können wir noch Nachrichten empfangen, Nachrichten an alle. Mit diesem Donnerschlag beginnt Michael Kumpfmüllers Roman, der die Politik zurück in die deutsche Literatur bringt. Denn der Vater, der diese Nachricht bekommt, ist Innenminister eines westeuropäischen Landes, das gerade in eine schwere Krise stürzt. Streiks, soziale Unruhen und diffuse terroristische Bedrohungen lassen Minister Selden keine Zeit für Trauer. In „Nachricht an alle“ treibt Michael Kumpfmüller eine Sonde durch die Schichten unserer westlichen Demokratien. Nicht nur Seldens privates und politisches Schicksal interessieren ihn, sondern die monströsen Mechanismen innerer Sicherheit, die gegenseitige Durchdringung von privater und öffentlicher Sphäre. Dazu gehört auch das dröhnende Räsonnement von Medien, Experten und vermeintlicher Volkes Stimme, das als Hintergrundrauschen den politischen Diskurs begleitet und aushöhlt. Kumpfmüller gelingt ein flirrendes Porträt der Gleichzeitigkeiten: Während in den klimatisierten Büros der Eliten Entscheidungen getroffen werden, beginnt sich unten in den Großstadtschluchten, an den heißen Rändern der Gesellschaft, eine Gruppe von Menschen zu regen, die auf den großen Schlag wartet. So kenntnisreich, packend und klug ist in der deutschen Literatur noch nicht über Politik und Gesellschaft geschrieben worden.

Über den Autor
Michael Kumpfmüller, geb. 1961 in München, lebt mit seiner Frau Eva Menasse als freier Autor in Berlin. Nach dem Studium der Germanistik und Geschichte in Tübingen, Wien und Berlin, das er mit der Promotion abschloss, arbeitete er in den neunziger Jahren als freier Journalist für diverse Tages- und Wochenzeitungen und ist seit 1999 freier Schriftsteller.

Sein erster Roman Hampels Fluchten wurde in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorabgedruckt und in den deutschen Medien zum Teil sehr kontrovers diskutiert. Übersetzungen erschienen in den Niederlanden, Frankreich, Finnland, Großbritannien und den USA. 2003 folgte sein Roman Durst.

Im Wahlkampf 2005 zur Bundestagswahl in Deutschland schloss er sich der von Günter Grass initiierten Wahlinitiative zugunsten der damaligen rot-grünen Regierung an. Von April bis November 2006 nahm er für sechs niedersächsische Literaturbüros unter www.netznotizen.de zu aktuellen Geschehnissen aus Politik und Gesellschaft Stellung.

2007 wurde Kumpfmüller für das Romanmanuskript von Nachricht an alle mit dem Alfred-Döblin-Preis.

Lesen! im ZDF mit Elke Heidenreich und Hanns Zischler am 07.03.08 um 22.30 Uhr

Am 07. März 2008 um 22.30 Uhr wird die „Vielleserin“ Elke Heidenreich wieder zum Lesen animieren und mehrer Bücher vorstellen. Als Gast begrüßt sie diesmal den Schauspieler Hanns Zischler.

Nachfolgend die Bücherliste mit den zur Zeit feststehenden Buchtiteln. Alle weiteren Bücher, die in der Sendung genannt werden, stehen aktuell noch nicht fest.

William Trevor
Geborgtes Glück
Die schönsten Erzählungen
Gelesen von Hanns Zischler
2 CDs, 139 Minuten Laufzeit
Hoffmann und Campe, 2008

William Trevor
Tod des Professors
Deutsch von Hans-Christian Oeser
Hoffmann und Campe, 2007
Gebundene Ausgabe, 272 Seiten

Karin Kersten
Hohe Tannen
Roman für Freunde
Klöpfer und Meyer, 2007
Gebundene Ausgabe, 364 Seiten

Asli Erdogan
Die Stadt mit der roten Pelerine
Aus dem Türkischen von Angelika Gillitz-Acar und Angelika Hoch
Nachwort von Karin Schweißgut
Unionsverlag, 2008
Gebundene Ausgabe, 218 Seiten

Rainer Griese
Lesen. Ohne Worte
Gerstenberg Verlag, 2008
Gebundene Ausgabe, 224 Seiten

Constance de Salm
24 Stunden im Leben einer empfindsamen Frau
Deutsch von Claudia Steinitz
Hoffmann und Campe, 2008
Gebundene Ausgabe, 128 Seiten

Michael Kumpfmüller
Nachricht an alle
Kiepenheuer und Witsch, 2008
Gebundene Ausgabe, 383 Seiten

Helmut Krausser
Die kleinen Gärten des Maestro Puccini
DuMont Buchverlag, 2008
Gebundene Ausgabe, 382 Seiten

Martin Walser
Ein liebender Mann
Rowohlt Verlag, 2008
Gebundene Ausgabe, 288 Seiten

Die nächste Lesen!-Sendung findet am Donnerstag, den 01. Mai 2008, statt.

David Peace und Robert Littell am 09.03. im Münchner Literaturhaus

David Peace und Robert Littell
Krimistars im Literaturhaus:

1983David Peace (im Interview mit Ludger vom Krimiblog) ist derzeit einer der härtesten Krimiautoren Englands. „1983“ ist der vierte und letzte Teil des Red-Riding-Quartetts, einer Chronik Englands in den siebziger und frühen achtziger Jahren, mit der David Peace zu einer der wichtigsten Stimmen der neuen englischen Literatur avancierte. Für sein Werk wurde David Peace mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem „Deutschen Krimi Preis“.

Deutscher Text: Thomas Darchinger

Robert LittellRobert Littell gilt als Meister des amerikanischen Spionageromans. Sein Buch „Die kalte Legende“ wurde von der Presse als „einer der besten Agententhriller, die je geschrieben wurden“ bezeichnet und steht ganz in der Tradition von John le Carré. Er erhielt dafür den Deutschen Krimipreis 2007. Sein neuer Spionage-Thriller „Die Söhne Abrahams“ spielt im Spannungsfeld zwischen der HAMAS und dem MOSSARD in Palästina.

Deutscher Text: Hans Jürgen Stockerl

Moderation: Günter Keil

Tatort:
Sonntag, 9. März 2008, 18 Uhr
Literaturhaus München
Salvatorplatz 1, Saal, 3.Stock,

Reservierung: Tel. 089 – 29 19 34 27
Eintritt: 10 € / ermäßigt 8 €

Veranstalter: Literaturhaus München, Liebeskind Verlag, Scherz Verlag und Krimifestival München

AGATHA-CHRISTIE-KRIMIPREIS 2008

Agatha-Christie-PreisDer Agatha-Christie-Krimipreis ist ein Literaturpreis für Kriminal-Kurzgeschichten. Er wurde 2003 erstmals verliehen. Der Name geht zurück auf die Kriminalschriftstellerin Agatha Christie. Der Preis wird vom Fischer Verlag, dem Frauenmagazin freundin, der Buchhandlung Hugendubel und dem Krimifestival München vergeben und ist mit Sachpreisen dotiert.

Mitglieder der Jury: Schauspielerin Jutta Speidel, Nina Hugendubel, Lektorin Dr. Cordelia Borchardt (Fischer Verlag), Textchefin Katharina Rieger (freundin) und Andreas Hoh (Krimifestival München).

Die Jury hat aus zahlreichen spannenden Beiträgen die besten Geschichten zum Agatha-Christie-Krimipreis ausgewählt, die in einer Anthologie erscheinen. Die drei Gewinner werden im März 2008 im Rahmen des Krimifestival München
bekannt gegeben.

DIE NOMINIERTEN ZUM AGATHA-CHRISTIE-KRIMIPREIS 2008
(in alphabetischer Reihenfolge)

Christian Bartel, Das schönste Leben
Veit Bronnenmeyer, Rick Kramers letzter Fall
Sabine Eymelt-Niemann, Gut getroffen im Leben
Dr. Stefan Fabry, Annes Gespür
Iris von Finckenstein, Natalie
Hans Forster, Himmel und Hölle
Petra Greschitzek, Geheime Absichten
Ursula Heinrich, Pilzgericht
Alfred Hellmann, Talisman
Leo Hoffmann, Fräulein Schneider spielen
Heike Koschyk, Schachmatt
Sabine Ludwig, Blumenkohl polnisch
Sunil Mann, Flaschenpost
Annette Petersen, Tote Tante
Helmi Schausberger, Die Geisel
Claudia Schlegl, Archibald und seine Lieben
Cornelia Schneider, Wassernickels Glatze kratzen
Britta Scholten, Abschiedsessen
Savita Saskia Schulte, Die hochgezogene Augenbraue
Amaryllis Sommerer, Alle oder keiner
Antonia Spohr, Mein erster Fall
Katrin Stehle, Fischmarkt
Chris J. Stone, Früher war alles besser
Sabine Trinkaus, Weihnachten mit Anna
Marcus Winter, Die große Chance