Literaturfest München vom 14. November bis 2. Dezember 2012

Vom 14. November bis 2. Dezember 2012 wird das dritte Literaturfest München gefeiert. Rund 100 Autorinnen und Autoren gestalten das Kuratorenprogramm forum:autoren, die Münchner Bücherschau und das Fest-Programm des Literaturhauses München mit.

Thea Dorn tritt als Kuratorin des forum:autoren in diesem Jahr die Nachfolge von Ilija Trojanow (2010) und Matthias Politycki (2011) an. Unter dem Motto „Hinaus ins Ungewisse“ will sie die Themen der Romantik in den Vordergrund stellen und hat vor allem Autorinnen und Autoren eingeladen, die sich nicht nur mit dem Hier und Jetzt auseinandersetzen. „Schriftsteller, Musiker, Philosophen sind heute noch Abenteurer des Geistes und des Herzens, kurz: Romantiker. Sie zeigen uns, dass es auch im 21. Jahrhundert mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, als unsere Schulweisheit sich träumen lässt.

Die 53. Münchner Bücherschau will ihren Schwerpunkt in diesem Jahr auf die Leseförderung setzen.

Nachfolgend eine Auswahl der erwarteten Autorinnen und Autoren

Martin Walser, Katja Eichinger, Til Schweiger, Isabel Abedi, John Lanchester, John Burnside, A.L. Kennedy, Felicitas Hoppe, Sibylle Lewitscharoff, Clemens J. Setz, Ursula Poznanski, Denis Scheck, Feridun Zaimoglu, Andreas Fröhlich, Rita Falk, Karen Duve, Eva Menasse, Harry Rowohlt, Vladimir Sorokin, Martin Suter, David Albahari, Christian Kracht, Juli Zeh, Jenny Erpenbeck, Anna Enquist, Cornelia Funke, Andreas Föhr, Bernhard Jaumann, Jürgen Dehmers, Wolfgang Hohlbein, Ursula Krechel, Alice Schwarzer, Konstantin Wecker, Rachel Ward und Elke Heidenreich.

Die Details können im Veranstaltungskalender eingesehen werden. Der Kartenvorverkauf ist bei allen Veranstaltungsorten und den München Ticket-Vorverkaufsstellen sowie telefonisch (089 / 54 81 81 81) oder online möglich.

Quelle: Literaturfest München

Jérôme Ferrari erhält den Prix Goncourt 2012

Der begehrteste französische Literaturpreis ist der Prix Goncourt, obwohl er nur mit symbolischen zehn Euro dotiert ist. Er wird seit 1903 jeweils im Spätherbst von der 1900 gegründeten Académie Goncourt vergeben und soll das beste erzählerische Werk auszeichnen, das im laufenden Jahr in französischer Sprache erschienen ist.

In diesem Jahr erhält der 1968 geborene französische Schriftsteller und Philosophielehrer Jérôme Ferrari den Prix Goncourt für seinen Roman „Le sermon sur la chute de Rome“ (etwa: Die Predigt auf den Niedergang des Römischen Reiches).  Das Buch handelt von einer Bar auf Korsika, die zum Dreh- und Angelpunkt von Hoffnungen, Enttäuschungen und Konflikten wird. In ihnen spiegeln sich Konflikte der gesamten Menschheitsgeschichte wider. Ferrari wurde im zweiten Wahlgang gewählt und stand als Favorit auf fast allen Shortlists der diesjährigen französischen Literaturpreise.

Ferrari lebte auf Korsika und lehrte Philosophie am internationalen Gymnasium Alexandre Dumas in Algier und am Lycée Fesch in Ajaccio. Derzeit ist er Professor für Philosophie an dem französischen Gymnasium in Abu Dhabi. Sein Werk erscheint in Frankreich bei Actes Sud.

Die letzte deutschsprachige Übersetzung von Jérôme Ferrari erschien im November 2011 im Secession Verlag für Literatur unter dem Titel „Und meine Seele ließ ich zurück“ (Originaltitel: Oû j’ai laissé mon âme, 2010). Hierfür wurde Ferrari in Frankreich mit dem Grand Prix Poncetton SGDL und dem Prix Roman France Télévisions ausgezeichnet.

Kurzbeschreibung
Dieser mehrfach preisgekrönte Roman, von der französischen Presse gefeiert als eine der dichtesten und zutiefst berührendsten Neuerscheinungen des Jahres, reflektiert die Zusammenhänge von Erinnerung, Schuld, Mitempfinden, Pflicht, Würde und dem Ehrgefühl des Menschen.

In einer trostlosen, von Sand, Blut und Wind gepeitschten Szenerie, in den düsteren Kellern Algeriens, wo sich Folterknechte um nackte Körper versammeln, hat das Schicksal drei Männer an einen Ort zusammengeführt und in einem Schmerz vereint, der für jeden von ihnen ein anderes Gesicht und eine andere Sprache hat. Vor dem Hintergrund des Algeriens von 1957 zieht Ferrari die weissglühende Spur der Literatur jenseits von Gut und Böse hin zur unfassbaren Wahrheit des Menschen, wenn einmal erst die Hölle sich auf Erden eingerichtet hat.

Quellen: ZEIT Online, Wikipedia

Literaturclub: Die Bücher der Sendung am 20.11.2012 im SF und am 25.11.2012 auf 3sat

Am 20. November 2012 diskutieren Stefan Zweifel, Elke Heidenreich, Hildegard E. Keller und Rüdiger Safranski wieder über aktuelle Neuerscheinungen oder Neuauflagen auf dem Buchmarkt im „Literaturclub“ im Schweizer Fernsehen.

Die Bücher der Sendung vom 20.11.2012

Elke Heidenreich stellt „1913“ von Florian Illies vor

Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 23. Oktober 2012 im S. Fischer Verlag
Ein Buch so farbig, so schillernd, so vielgestaltig wie der Sommer des Jahrhunderts.
Die Geschichte eines ungeheuren Jahres, das ein ganzes Jahrhundert prägte: Florian Illies entfaltet virtuos ein historisches Panorama. 1913: Es ist das eine Jahr, in dem unsere Gegenwart begann. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Zwischen Paris und Moskau, zwischen London, Berlin und Venedig begegnen wir zahllosen Künstlern, deren Schaffen unsere Welt auf Dauer prägte. Man kokst, trinkt, ätzt, hasst, schreibt, malt, zieht sich gegenseitig an und stößt sich ab, liebt und verflucht sich.
Es ist ein Jahr, in dem alles möglich scheint. Und doch wohnt dem gleißenden Anfang das Ahnen des Verfalles inne. Literatur, Kunst und Musik wussten schon 1913, dass die Menschheit ihre Unschuld verloren hatte. Der Erste Weltkrieg führte die Schrecken alles vorher schon Erkannten und Gedachten nur noch aus. Florian Illies lässt dieses eine Jahr, einen Moment höchster Blüte und zugleich ein Hochamt des Unterganges, in einem grandiosen Panorama lebendig werden.
Malewitsch malt ein Quadrat, Proust begibt sich auf die Suche nach der verlorenen Zeit, Benn liebt Lasker-Schüler, Rilke trinkt mit Freud, Strawinsky feiert das Frühlingsopfer, Kirchner gibt der modernen Metropole ein Gesicht, Kafka, Joyce und Musil trinken am selben Tag in Triest einen Cappuccino †“ und in München verkauft ein österreichischer Postkartenmaler namens Adolf Hitler seine biederen Stadtansichten.

Rüdiger Safranski stellt „Löwenstern“ von Adolf Muschg vor

Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 23. August 2012 bei C. H. Beck
Der Roman über einen neuen Gulliver, die Liebe und die vergebliche Eroberung der Welt. In seinem neuen Roman erzählt Adolf Muschg die Geschichte von Hermann Ludwig von Löwensterns (1777-1836) Versuchen, nach Japan zu gelangen. Der Balte hatte im Auftrage des russischen Zaren an Adam von Krusensterns erster Weltumseglung teilgenommen und kennt auch die dramatischen Ereignisse des zweiten russischen Versuchs unter Wassili Golownin, der mit dessen Gefangenschaft in Japan endet. Golownin hat über dieses Abenteuer geschrieben. Löwensterns eigenes Lebensabenteuer, das um „die Entdeckung“ eines Landes kreist, das sich seit Jahrhunderten abgeschottet hat, führt ihn selbst in eine prekäre Gefangenschaft, aus der ihn nur die Liebe wieder befreien kann. Im Zentrum des Romans steht die leidenschaftliche, extreme Liebesgeschichte Löwensterns mit Nadja, die auf vielfältige Weise mit den Protagonisten dieser Geschichte – realen historischen Figuren – verbunden ist. Diese Liebe stellt alles infrage und auf den Kopf, Rollen, Gefühle, Sprache und Erotik. Löwensterns geheime Geschichte hat ihn zu Aufzeichnungen inspiriert, die auf verschlungenen Wegen in Adolf Muschgs Hände gelangt sind. Japan als Projektion und Erlebnis ist auch ein Lebensthema Muschgs. In diesem spannenden, auf historischen Tatsachen beruhenden Roman liefert Muschg zugleich ein Vexierbild über das Spiel zwischen dem Eigenen und dem Fremden.

Hildegard E. Keller stellt „Das Phantom des Alexander Wolf“ von Gaito Gasdanow vor

Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 27. August 2012 im Hanser Verlag
Ein ehemaliger Weißgardist erinnert sich an ein tragisches Erlebnis im Bürgerkrieg in Russland, als er einen Reiter niederschoss. Jahre später, im Exil in Paris, findet er den Vorfall in einem Buch beschrieben. Er versucht den Autor namens Alexander Wolf zu treffen, doch stattdessen begegnet er der rätselhaften Jelena und verliebt sich in sie. Eines Tages erzählt sie ihm von ihrem früheren Geliebten, der dachte, bald sterben zu müssen, weil er dem Tod schon einmal entronnen war. In einem brillanten Spannungsbogen erzählt Gaito Gasdanow, der mit Nabokov, Proust und Camus verglichen wurde, diesen 1947 erschienenen Roman, in dem Liebe und Tod aufs engste verwoben sind. Sein Protagonist Alexander Wolf ist eine der geheimnisvollsten und unvergesslichsten Figuren der Weltliteratur.

Stefan Zweifel stellt „Flammenalphabet“ von Ben Marcus vor

Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 16. August 2012 bei Hoffmann und Campe
„Am Anfang war das Wort – und das Wort tötete“: Ein literarisches Epos über eine Welt, in der die Sprache der Kinder ihre Eltern umbringt.
Zuerst sind es nur die Juden, bald schon trifft es jeden: Die Sprache der Kinder wird für Erwachsene unerträglich, sie macht krank und tötet. Claire, Sams Frau, ist bereits schwer erkrankt und erträgt die Nähe ihrer Tochter Esther nicht mehr, die sie über alles liebt. Unaufhaltsam breitet sich die Epidemie aus, Panik greift um sich, und die letzten Radiosendungen verkünden, dass die Menschen ihre Kinder und Häuser verlassen, um in die Wildnis zu fliehen. Als Claire kurz vor dem Zusammenbruch steht, scheint auch ihnen kein anderer Ausweg zu bleiben, aber am Vorabend ihres Aufbruchs verschwindet Claire, und Sam macht sich auf den Weg, um ein Heilmittel zu finden. Dabei gerät er in eine gefährliche Schattenwelt.

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Ausstrahlungsdaten:
Dienstag, 20. November 2012 um 22.20 Uhr auf SF1
Mittwoch, 21. November 2012 um 01.35 Uhr auf SF 1
Donnerstag, 22. November 2012 um 03.55 Uhr auf SF 1
Samstag, 24. November 2012 um 14.10 Uhr auf SF 1

Mittwoch, 21. November 2012 um 11.00 Uhr auf SFinfo
Donnerstag, 22. November 2012 um 12.40 Uhr auf SFinfo

sowie
Sonntag, 25. November 2012 um 10.45 Uhr auf 3sat

Spiegel-Bestseller Hardcover Woche 45/2012

Platz 1 : Böser Wolf von Nele Neuhaus

Platz 2 : Er ist wieder da: Der Roman von Timur Vermes

Platz 3 : Winter der Welt von Ken Follett

Platz 4 : Ein plötzlicher Todesfall von Joanne K. Rowling

Platz 5 : Der Gefangene des Himmels von Carlos Ruiz Zafón

Platz 6 : Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green

Platz 7 : Landgericht von Ursula Krechel

Platz 8 : Verachtung von Jussi Adler-Olsen

Platz 9 : Im Tal des Fuchses von Charlotte Link

Platz 10 : Abgeschnitten von Sebastian Fitzek und Michael Tsokos

Quelle: Spiegel Online Kultur

Spiegel-Bestseller Paperback Belletristik Woche 45/2012

Platz 1 : Shades of Grey 03 – Befreite Lust von E. L. James

Platz 2 : Shades of Grey 01 – Geheimes Verlangen von E. L. James

Platz 3 : Shades of Grey – Gefährliche Liebe von E. L. James

Platz 4 : Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson

Platz 5 : Grießnockerlaffäre von Rita Falk

Platz 6 : 80 Days – Die Farbe der Lust von Vina Jackson

Platz 7 : Schwarze Piste von Andreas Föhr

Platz 8 : Bretonische Verhältnisse von Jean-Luc Bannalec

Platz 9 : Der Mann, der kein Mörder war von Michael Hjorth u. Hans Rosenfeldt

Platz 10 : Das Lied von Eis und Feuer 01 von George R.R. Martin

Quelle: Spiegel Online Kultur