Kurzgeschichten im Wettbewerb

Kurzgeschichten im WettbewerbUnter dem Motto

Eigentor findet der diesjährige Kurzgeschichten-Wettbewerb der Reihe Literareon statt. Die besten Beiträge erscheinen in einer Anthologie und werden bis zum zehnten Platz prämiert. Der erste Platz ist mit 500 Euro dotiert. Die Jury unter der Leitung des LMU-Professors Dr. Wilfried Stroh ist unter anderem mit dem ehemaligen Chefredakteur beim Hamburger Abendblatt Dierk Strothman besetzt. Die Preisverleihung findet auf der kommenden Leipziger Buchmesse statt. Einsendeschluss ist der 30 November 2007. Weiteres ist nachzulesen im Internet unter Kurzgeschichten-Wettbewerb oder unter Tel. 089 / 30 77 96 93 zu erfahren.

7. LiteraturBrunch der Münchner Bücherfrauen am 16.09.2007

Münchner Bücherfrauen Am 16.09.07 findet der 7. LiteraturBrunch der Münchner BücherFrauen statt. Das Motto ist ÜBER DIE SPRACHMAUER – AKROBATIK ZWISCHEN DEN KULTUREN

Unter dem Motto ÜBER DIE SPRACHMAUER – AKROBATIK ZWISCHEN DEN KULTUREN diskutieren drei Übersetzerinnen – Christiane Buchner, Angelika Gillitz-Acar und Doris Kilias – über ihre Arbeit und lesen auch aus einem aktuellen Werk.

Moderiert wird die Veranstaltung von Bettina Lang.
Atzinger, Schellingstraße 9, München
Einlass zum Brunch: 10:30;
Beginn der Lesung: 12:00.
Karten an der Tageskasse: € 8,00/ ermäßigt € 6,00.

Für Buchtrinker und Seitenfresser mit dem Faible für Max Beckmann

Max Beckmann - KarnevalVom 14. September 2007 bis 06. Januar 2008 kann in München in der Pinakothek der Moderne die bislang einzigartige Ausstellung Max Beckmann – Exil in Amsterdam besichtigt werden.

Werke Beckmanns, die er zwischen 1937 und 1947 während seiner Zeit in den Niederlanden schuf. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Amsterdamer Van Gogh Museum organisiert und zunächst dort gezeigt. In München ist sie jetzt in erweiterter Form zu sehen. Mit mehr als 100 Hauptwerken ist es die bislang größte Schau über die Amsterdamer Schaffensperiode des Künstlers.
Max Beckmann (1884-1950) gilt als einer der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts. Er hatte Deutschland am 19. Juli 1937 für immer verlassen, jenem Tag, an dem die Nazis in München die Ausstellung «Entartete Kunst» eröffneten, in der auch seine Werke an den Pranger gestellt wurden. Im Amsterdamer Exil schuf der Künstler viele seiner Schlüsselwerke.

Beckmann liebte das Medium des dreigliedrigen Bildes. Im o.a. Werk von 1942/43 mit dem Titel „Karneval“ sind metaphorische Bedeutungen und symbolhafte Verschränkung von Kleidung, Menschen und Sujet feststellbar. Ein Thema wird in drei Varianten behandelt. Es sind Beckmanns neue Interpretationen auf eigener Weltbühne. Die Mitteltafel zeigt den bleichen Narren mit Klatsche oder Pritsche und die schwarzhaarige Tänzerin. Die Kleidung verdeckt die Nackheit und weist die Rollen zu (Verführung einerseits und närrisches Handeln andererseits). Angehäuft von sexuellen Symbolen, wie Hut und Klatsche im Mittelteil; Schwert, Hut, Maske, Brüste im rechten Teil und Schwert, Schoß und Flöte auf der linken Tafel, zeigen sehr direktes Miteinander der Paare. Auch lässt sich eine Entwicklung vom linken jungen Paar hin zum alternden rechten Paar ablesen. Mann und Frau werden hier von einer kostümierten Frau des Hotels Eden verwiesen. Eine Arbeit die anhand des Adam und Eva Themas menschliches Miteinander und Entfremdung, sowie Geschlechterverhältnisse verarbeitet. Der Schauplatz ist das weltliche Theater und die transformierte Alltäglichkeit.

Pinakothek der Moderne
Kunstareal München
Barer Str. 40
80333 München
Tel. 089 / 23805 – 360

Öffnungszeiten:
Täglich außer Montag 10.00 – 18.00 Uhr
Donnerstags 10.00 – 20.00 Uhr
Regulärer Eintritt 9,50 Euro / ermäßigt 6,00 Euro
Sonntagseintritt 1,00 Euro

Vortrag | PINAKOTHEK DER MODERNE
„Freue mich riesig auf Farben und Leinwand“ – Neue Forschungen zu Maltechnik und Material im Werk von Max Beckmann am 04.10.07

Zur Ausstellung »Max Beckmann – Exil in Amsterdam
Wie setzte Max Beckmann seine künstlerischen Vorstellungen technisch auf der Leinwand um? Mit welchen Pigmenten und Bindemitteln arbeitete er und woher erhielt er seine Farben während der wirtschaftlichen Notjahre in Amsterdam? Warum sollte das Triptychon „Versuchung“Versuchung nicht entliehen werden? Moderne Untersuchungsverfahren und Quellenforschungen geben heute Antwort auf diese und ähnliche kunsttechnologische und konservatorische Fragestellungen. Restauratoren und Naturwissenschaftler des Doerner Instituts der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen haben den reichen Münchner Sammlungsbestand an Werken Max Beckmanns unter die Lupe genommen und stellen aktuelle Forschungsergebnisse vor.
Vortrag mit Florian Schwemer und Patrick Dietemann, Doerner Institut
DO 04.10. | 19.00 | Pinakothek der Moderne, Ernst von Siemens-Auditorium | Eintritt 3 Euro

Harold und Maude als Hörbuch

Harold & MaudeBereits 1971 kam die berühmte Komödie von Hal Ashby mit Bud Cort und Ruth Gordon in die Kinos und hat längst den Kultstatus erreicht. Unvergessen die Geschichte von dem Jugendlichen Harold, der die Ticks pflegt, seine Mutter mit inszenierten Selbstmorden zu überraschen und ein Faible für Leichenwagen und Beerdigungen hegt. Bei solch einer Beerdigung lernt er die fast 8ojährige, völlig unangepasste (sie lebt in einem Wohnwagen), lebenslustige Maude, gespielt von Ruth Gordon, kennen. Mit einer Nummer im Unterarm tätowiert, ist sie gerade so dem Tod von der Schippe gesprungen und nach Amerika emigriert. Beide haben die gleiche Leidenschaft für Trauerfeiern und verlieben sich ineinander.

Max von Thun (Achtung! Beim Öffnen der Website von Max von Thun schaut man sehr unangenehm in den Lauf einer Pistole) hat den Text, der jetzt in neuer Übersetzung auch wieder als Buch lieferbar ist (Pendragon Verlag, Bielefeld 2007, 168 Seiten, 14,80 Euro), für das Hörbuch vorgelesen. Die Auswahl dieses Sprechers für einen solchen Stoff, der von einer alten Frauen- und einer jungen Männerstimme gewebt wird, ist ein Mittelweg. Die Sprecherstimme klingt zwar noch halb jung, der dreißigjährige Max von Thun versucht aber nicht, einen Jüngeren zu imitieren, sondern erzählt neutral und spricht manchmal die Dialoge ein wenig in Zungen. Ebenso angenehm wurde der Lesung von Manuel Glowczewski ein Sound gegeben, der die Erzählung leichthin illuminiert. Der Regisseur Dirk Kauffels wird sich klar darüber gewesen sein, wie sehr der erfolgreiche Film bis heute die Bilder dieses Textes prägte, der ja als Drehbuch entstanden war. Sein Autor Colin Higgins (1941 – 1988) hatte es als Abschlussarbeit eines Drehbuchseminars vorgelegt.

Collin Higgins: Harold und Maude. Roman. Aus dem Amerikanischen von Marcel Keller. Ungekürzte Lesung. Gesprochen von Max von Thun. 180 min., Patmos Verlag, Düsseldorf 2007, 3 CD, 22,95 Euro.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Hape Kerkeling, das Bambi und die Volksmusik

Hape KerkelingBambiDer Komiker, Entertainer und Buchautor, Hape Kerkeling, ist heute gleich zwei Mal mit Meldungen in der Süddeutschen vertreten. Im Feuilleton wird berichtet, dass er am 29. November in Düsseldorf, in der von Harald Schmidt moderierten Sendung, den Medienpreis Bambi in der Kategorie Kultur überreicht bekommt. Gewürdigt wird er für seinen Bestseller Ich bin dann mal weg – Meine Reise auf dem Jakobsweg.

Im Panorama heißt es, dass Hape gegenüber der Bild verlauten ließ, dass er gerne Volksmusiksendungen sehe. „Wo gibt es noch Programme im Fernsehen, bei denen man 90 Minuten mit offenem Mund davor sitzt?“ Die Programme sollten leisten, „dass ich sehr erstaunt bin – und das gelingt bei Andy Borg und bei Herrn Silbereisen“.

Da passt doch das niedliche Bambi voll ins Bild 🙂