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Achtung, die Meldung ist überholt! Anfang Januar wurde bekannt, dass Kate Winslet die Hanna Schmitz spielt. Nicole Kidmann hat aufgrund ihrer Schwangerschaft die Rolle abgelehnt.
Anfang Juli wurde bekannt, dass der britische Regisseur Stephen Daldry Bernhard Schlinks internationalen Bestseller „Der Vorleser“ verfilmt. Daldry nahm für seine Recherchen an einem Berliner Mordprozess teil. Heute berichtet die Süddeutsche, dass die Rolle der KZ-Aufseherin Hanna Schmitz von Nicole Kidman gespielt wird. Die zweite Hauptrolle in dem Film übernimmt Ralph Fiennes.
Der 15-jährige Gymnasiast Michael Berg lernt Ende der 1950er Jahre in Heidelberg Hanna Schmitz kennen. Die 20 Jahre ältere Straßenbahnschaffnerin kümmert sich um ihn, als ihm, an Gelbsucht erkrankt, auf dem Nachhauseweg übel wird. Wieder gesund besucht er sie und erlebt mit ihr seine erste Liebe.
In dem zuerst in den USA erschienenen Roman, in dessen Mittelpunkt eine seltsame Liebesgeschichte steht, setzt sich Bernhard Schlink †“ auch aus rechtsphilosphischer Sicht †“ mit der Judenvernichtung im »Dritten Reich«, der Schuldfrage und dem Generationenkonflikt in den 1950/60er Jahren kritisch auseinander.
Die Dreharbeiten für den Film sollen Ende September in Berlin beginnen.
Es ist trotz strahlender Sonne kühl, und der südafrikanische Winter lässt den Wind das Haus Nadine Gordimers umschleichen. Der Gärtner öffnet das Tor, um den verspielten Hund, einen Weimaraner namens Tilla (in Anlehnung an Tilla Durieux) zu bändigen, das genaue Gegenteil eines Wachhundes. Ein altes Haus, gebaut 1910 von einem Angestellten der Goldminen, die Johannesburg um die Jahrhundertwende zu einer afrikanischen Boomtown sondergleichen machten. Der Garten ist wild, üppig, exotisch, und schon hört man das Rufen des Hadeda-Vogels, das jeden Afrikareisenden ins Mark trifft, weil es so spöttisch klingt. Im Zimmer überall Kunst, ein Ernst Barlach auf dem Fenstersims, Kunst, die Gordimers 2001 verstorbener Mann Reinhard Cassirer sammelte. Ein halbes Jahrhundert lebte das Ehepaar hier zusammen.