Island wird 2011 Ehrengast der Frankfurter Buchmesse

„Island ist weltweit einer der kleinsten Buchmärkte, aber unglaublich produktiv“, sagte Buchmessen-Chef Juergen Boos. Mit rund 314 000 Einwohnern hat Island eine Buchproduktion von rund 2000 Titeln pro Jahr. Island hatte sich bei der Bewerbung um den prestigeträchtigen Kultur-Auftritt gegen Finnland durchgesetzt. Am Freitag wurde mit der isländischen Regierung in Reykjavik der entsprechende Vertrag unterzeichnet. Island wird im Jahr 2011 Ehrengast der Frankfurter Buchmesse.

Der Tollpatsch wurde zum besten eingewanderten Wort gewählt

Jury kürt „bestes eingewandertes Wort“

Der Tollpatsch aus Ungarn

Der Tollpatsch sei viele Kilometer gelaufen und habe Grenzen überwunden, so Eulberg in ihrem Vorschlag. Talpas nannte man ungarische Fußtruppen im 17. Jahrhundert. Breitfüßig und schwerfällig war dabei die Bedeutung des Spitznamens. Diese Begründung gab den Ausschlag für das Siegerwort der Hauptgewinnerin Barbara Eulberg aus Berlin.

Obwohl Fisimatenten und Tohuwabohu am häufigsten vorgeschlagen wurden, ist der aus dem Ungarischen stammende Tollpatsch zum besten eingewanderten Wort in Deutschland gekürt worden. Das ist das Ergebnis eines Wettbewerbs des Goethe-Instituts in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Sprachrat. Gemeinsam hatten sie den Wettbewerb ausgerufen, um die schönsten Wörter mit Migrationshintergrund hervorzuheben.

Das Wort bezeichnete im 17. und 18. Jahrhundert in den Formen Tobatz, Tolpatsch, Talpatsch, Dolpatsch, Dalpatsch zunächst, wie auch im Französischen talpache, einen ungarischen Fußsoldaten, einer gängigen Erklärung zufolge speziell darum, weil ungarische Infanteristen statt festen Schuhwerks breite mit Schnüren befestigte Sohlen getragen haben sollen. Im Österreichischen wurde das Wort dann zur Spottbezeichnung für einen Soldaten ungarischer oder slawischer Herkunft, der eine unverständliche Sprache spricht.

Durch volksetymologische Umdeutung, die das Wort mit ähnlich klingendem toll (verrückt), Tölpel (ungeschickter, dummer Mensch) oder Talp (Tölpel) und patschen (schwerfällig oder laut auftreten, aber auch laut zuschlagen, ohrfeigen, mit der Peitsche knallen, schwatzen) assoziierte, wurde das Wort in seiner Bedeutung verallgemeinernd erweitert zu der heute üblichen Bezeichnung für einen Menschen, der sich ungeschickt oder tölpelhaft verhält. In Verbindung damit wurde auch die ursprüngliche Pluralform Tolpatschen durch Tol(l)patsche abgelöst.

Auf den Plätzen zwei und drei folgen die deutsch-tamilische Verbindung Currywurst und der aus dem Griechischen entlehnte Engel. Gekürt wurden die Sieger im Rahmen des internationalen Goethe-Symposiums zu dem Thema „Nationalkultur“ im Berliner Bode-Museum. Zur Jury gehörten neben der früheren Goethe-Präsidentin Jutta Limbach auch Loriot, Anne Will und Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse.

Quelle: Tagesschau

Titanic – Boygroup – heute um 20 Uhr im Schloss, München

Titanic – Boygroup

Einlass ab 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr, Eintritt 14 Euro, ermäßigt 12 Euro
Das Schloss
Schwere-Reiter-Str. 15
80637 München

15 Jahre Satire für Deutschland †“ Die Titanic Chefredakteure on tour
Thomas Gsella, Martin Sonneborn und Oliver Maria Schmitt
Eine atemberaubende Multi Media Lesung

Das Lachereignis der gehobenen Spitzenklasse. Bitte kommen Sie alle! Und bringen Sie Frauen mit!
Die drei präsentieren atemberaubende „Briefe an die Leser†œ, abstoßende Polit-Aktionen, charmante Pöbeleien, unverschämten Telefonterror gegen die Zone, vollständige Gedichte und halblustige Witze.
Sie haben Bundespräsidenten beleidigt, das Schröder-Regime gestürzt, Fußball-Weltmeisterschaften ins Land geholt und die „irre Titanic-PARTEI†œ (Dresdner Morgenpost) gegründet. Sie wurden beschimpft („Sie sind meine Idole!†œ), gefeiert („Im Rechtsstaat gehören Leute wie Sie ins KZ!†œ) und auf 600 Millionen verklagt. Und gehen weiterhin auf Lesereise!

„Da blieb nun wirklich kein Auge trocken.†œ Thüringer Allgemeine
„Sie sind die letzten Anarchisten der deutschen Presse- landschaft. Ihnen ist nichts zu heikel, gefährlich oder gar billig, um es nicht gründlich durch den Schmutz zu ziehen.
Sie sind nicht nur schreibende Bombenleger hinter verschlossenen Redaktionstüren…†œ
(Bonner Generalanzeiger)

Weitere Infos und Tickets:
Schloss: 0 89 / 14 34 08-0
sowie Online in unserem TICKETSHOP
München Ticket: 0 89 / 54 81 81 81
sowie Online unter muenchenticket

Postkarte von Anne Frank vom 31.12.1937 entdeckt

Viel Glück im neuen Jahr„, steht auf der Postkarte, die ein Lehrer in der niederländischen Stadt Naarden im Trödelladen seiner Eltern in einem Buch fand. Er war auf der Suche nach Material für eine Unterrichtsstunde über das von den Nazis ermordete Mädchen. Die Karte richtet sich an Annes Freundin Sanne Ledermann in Amsterdam. Abgestempelt wurde sie am 31.12.1937 in Aachen, wo sich Anne zu dieser Zeit aufhielt. Die Vorderseite zeigt eine mit Blättern geschmückte Glocke über einer Schneelandschaft.

Quelle: Süddeutsche Zeitung
Quelle Karte: cnews

William Shakespeare: 23. April 1564 – 23. April 1616

Dieses Gemälde, welches vermutlich William Shakespeare zeigt, das sogenannte Chandos-Portrait, könnte tatsächlich den Dichter zeigen. Der Entstehungszeitpunkt ist unbekannt, der Maler war wahrscheinlich Joseph Taylor. Untersuchungen durch Kuratorin Tarnya Cooper (z. B. Farbanalysen, Röntgenaufnahmen u. a.) haben 2006 gezeigt, dass das Bild aus Shakespeares Zeit stammt. Mit letzter Sicherheit ist dies nicht bewiesen.

„Sein oder nicht sein; das ist hier die Frage:
Ob’s edler im Gemüt, die Pfeil und Schleudern
Des wütenden Geschicks erdulden oder,
Sich waffnend gegen eine See von Plagen,
Durch Widerstand sie enden?“

William Shakespeare, geboren vermutlich am 23. April 1564 in Stratford-upon-Avon, gestorben am 23. Apriljul./ 3. Mai 1616greg., ebenda, war ein englischer Dichter und gilt als einer der bedeutendsten Dramatiker der Weltliteratur.

Da zu dieser Zeit in England noch mit dem Julianischen Kalender gerechnet wurde, fällt der eigentliche Todestag von William Shakespeare auf den 03. Mai 1616. Shakespeares genaues Geburtsdatum nicht überliefert. Er wurde laut Kirchenregister der Holy Trinity Church in Stratford-upon-Avon, Warwickshire, am 26. April 1564 getauft. Seit dem 18. Jahrhundert wird der 23. April oft als sein Geburtstag genannt, doch ist diese Angabe nicht gesichert und geht letztlich wohl nur darauf zurück, dass Shakespeare am gleichen Tag des Jahres 1616 (23. April) verstorben ist.

Der Welttag des Buches wird seit 1995 am 23. April begangen.

Wie auch immer, der 23. April ist mit Sicherheit ein gutes Datum sich an ihn zu erinnern:

Triumph my Britain, thou hast one to show
To whom all scenes of Europe homage owe.
He was not of an age, but for all time! …

Triumphiere, mein Britannien, du hast einen (Menschen) vorzuzeigen,
dem alle Bühnen Europas huldigen,
er war nicht für eine Ära, sondern für alle Zeiten! …