Jugendbuchprojekt: Schreibwettbewerb von Chicken House und FAZ

Vom 18. März bis zum 16. Juli 2010 läuft ein Debüt-Schreibwettbewerb bei Chicken House Deutschland. Der Sieger des Wettbewerbs, der von der FAZ publizistisch begleitet wird, erhält einen Publikationsvertrag mit Chicken House Deutschland.

Gemeinsam mit Felicitas von Lovenberg und Tilman Spreckelsen (FAZ) stellten der Carlsen Verleger Klaus Humann, der Chicken House UK-Verleger Barry Cunningham und die Programmleiterin von Chicken House Deutschland, Anja Kemmerzell, gestern das neue Jugendbuchprojekt auf der Leipziger Buchmesse vor.

Die Jury setzt sich zusammen aus: der Autorin Isabel Abedi, Jürgen Hees (Buchhandlung Herwig), Cornelia Krüger (Hugendubel), Tilman Spreckelsen („FAZ“) und Anja Kemmerzell (Chicken House Deutschland).

Chicken House Deutschland sucht und fördert neue Autoren, die außergewöhnlich schreiben und rasant erzählen können. Die Zielgruppe sind hauptsächlich Jungen, aber auch Mädchen, zwischen 10 und 16 Jahren, heißt es auf der Website.

Chicken House Deutschland ist eine 100-prozentige Carlsen-Tochter und wurde Ende letzten Jahres gegründet. Unter der Leitung des J. K. Rowling-Entdeckers Barry Cunningham, der für Bloomsbury das Kinderbuchprogramm aufgebaut und im Jahr 2000 mit Rachel Hickman den Verlag Chicken House gegründet hatte, sollen halbjährlich sechs bis acht Hardcover erscheinen. Der komplette Vertrieb ist bei Carlsen angesiedelt. Der Verlagssitz von Chicken House liegt in Hamburgs Völckersstraße, wo auch Carlsen residiert.

„Chicken House hat etwa kaum All Age-Titel, sondern seinen Schwerpunkt auf Bücher für Acht- bis Zwölfjährige gesetzt, darunter viele Titel, die sich bewusst an Jungs richten“, erläuterte Carlsen-Verleger Klaus Humann in einem Interview mit dem Börsenblatt im Oktober 2009.

Quelle: Börsenblatt

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Lesung mit Jörg Maurer im LovelyBooks-Gartenhaus – Wer kommt mit?

Lesung mit Jörg Maurer im LovelyBooks-Gartenhaus – Wer kommt mit?

Am Montag, den 22. März 2010, findet um 19 Uhr die zweite Livestream-Lesung im Gartenhaus von LovelyBooks statt. Wie berichtet, veranstaltet die Literatur-Community seit Anfang März innovative Lesungen in den eigenen Wänden in München, in der Schleißheimer Str. 26.

Am 22.03. ist der bayerische Musikkabarettist und Autor Jörg Maurer zu Gast.

Im März 2009 erschien Jörg Maurers erster Alpen-Krimi „Föhnlage“ im Fischer Verlag. Am 11. März 2010 ist die Fortsetzung mit Kommissar Jennerwein unter dem Titel „Hochsaision“ ebenfalls bei Fischer erschienen.

Kurzbeschreibung
Sterben, wo andere Urlaub machen
Nach dem Bestseller Föhnlage der zweite Alpen-Krimi mit Kommissar Jennerwein.
Beim Neujahrsspringen in einem alpenländischen Kurort stürzt ein Skispringer schwer und das, wo Olympia-Funktionäre zur Vergabe zukünftiger Winterspiele zuschauen. Wurde der Springer etwa beschossen? Kommissar Jennerwein ermittelt bei Schützenvereinen und Olympia-Konkurrenten. Als ausgerechnet in einem Gipfelbuch per Bekennerbrief weitere Anschläge angedroht werden, kocht die Empörung im Ort hoch: Jennerwein muss den Täter fassen, sonst ist die Hochsaison in Gefahr

„Mit Föhnlage bestimmte Jörg Maurer monatelang die Bestsellerlisten in Deutschland und wir bekommen bei Bratwurst & Wein Gelegenheit den Autor und Musikkabarettist kennenzulernen und Löcher in den Bauch zu fragen. Aber vor allem erfahren wir natürlich, um was es in seinem neuen Buch Hochsaison geht. Die Lesung findet im LovelyBooks Gartenhaus statt, wer vorbeikommen möchte, ist herzlich willkommen!“, lautet die Ankündigung zur Lesung auf der Website von LovelyBooks.

Über den Autor Jörg Maurer
Jörg Maurer wurde 1953 im bayerischen Oberland, hart an der österreichischen Grenze geboren. Er verließ Garmisch-Partenkirchen nach der Schulzeit, um in München Anglistik, Theaterwissenschaften, Germanistik und Philosophie zu studieren. Nachdem er seine Magisterarbeit über Arno Schmidt abgeschlossen hatte, war er einige Jahre lang Lehrer für Deutsch und Englisch. Und zwar gerne. Zur gleichen Zeit entwickelte er das kultur-satirische Kabarett, weil er sich mit dem Bierernst, der in der Literatur- und Musikszene so oft vorherrscht, nie anfreunden konnte. Und ganz privat liebt er die Kochkunst und liest Unmengen an Büchern. Für die Kunst- und Kulturzeitschrift MUNDUS schreibt er Satiren rund um die Welt der Malerei. Sein Buch Föhnlage fand über 100.000 Leser.

Wer vor Ort dabei sein möchte, schickt eine Mail an LovelyBooks und lässt sich für die Lesung vormerken, oder schreibt hier in die Kommentarleiste.  Ich möchte die Lesung auf jeden Fall besuchen und werde dann das Angebot von Mirjam Mieschendahl, eine Sammel-Reservierung abzugeben, annehmen.

Wer persönlich nicht dabei sein kann, hat die Chance Fragen an Jörg Maurer zu twittern. Jörg Maurer wird dann im Livestream auf die Fragen eingehen. Der Hashtag für die Lesung lautet #lblive.

Quelle: LovelyBooks

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Bücherliste für erwachsene Fantasy-Fans

Bücherliste für erwachsene Fantasy-Fans

Bei den nachfolgenden Buchtipps handelt es sich um Empfehlungen für erwachsene Fantasy-Fans. Die Liste kann und soll erweitert werden. Wir freuen uns über jeden neuen Vorschlag. Die Empfehlungen für die Liste sollten entsprechend begründet werden und können per Kommentar im Anschluss vorgeschlagen werden.

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Der Herr der Ringe von J.R.R. Tolkien -  Die Gefährten / Die zwei Türme / Die Wiederkehr des Königs

John Ronald Reuel Tolkien, geboren am 03. Januar 1892 in Bloemfontein/Mangaung, heute Südafrika, gestorben am 02. September 1973 in Bournemouth, England, war ein britischer Schriftsteller und Philologe. Mit dem in der fantastischen Mythenwelt Mittelerde spielenden Roman Der Herr der Ringe (The Lord of the Rings, 1954/55, auf Deutsch erschienen 1969/70) wurde er zu einem der Begründer der modernen Fantasy-Literatur.
Der Herr der Ringe ist ein Roman von John Ronald Reuel Tolkien. Er ist ein Klassiker der Fantasy-Literatur und gilt als grundlegendes Werk der High Fantasy. Im englischen Original in drei Teilen in den Jahren 1954 und 1955 veröffentlicht, erschien die erste deutsche Übersetzung 1969/1970. Weltweit wurde der Roman bis heute etwa 120 Millionen Mal verkauft.
Das Buch fand lange keinen deutschen Verlag. Nachdem die namhaften Verlagshäuser abgelehnt hatten, entschied der Schulbuchverleger Michael Klett (Klett Cotta Verlag), die deutschen Rechte zu kaufen. Diese Entscheidung sollte das Unternehmen sanieren. Tolkien hatte einen gewissen Einfluss auf die Übersetzung, vor allem eine gute Übersetzung der Namen war ihm wichtig. So stammt auch die Übersetzung des englischen Wortes „elves†œ mit „Elben†œ (anstatt „Elfen†œ) von Tolkien selbst.
Im tolkienschen Universum stellt der Roman Der Herr der Ringe den Abschluss einer fiktiven Mythenwelt dar, da er von den letzten großen Ereignissen eines Mythenzeitalters berichtet. Der Großteil des Werkes erzählt von der beschwerlichen Reise Frodos und seiner Gefährten während des Ringkriegs. Der Herr der Ringe ist eine in sich geschlossene Geschichte, gleichzeitig aber auch eine Fortsetzung des Kinderbuchs Der kleine Hobbit.

„Drei Ringe den Elbenkönigen hoch im Licht,
Sieben den Zwergenherrschern in ihren Hallen aus Stein,
Den Sterblichen, ewig dem Tode verfallen, neun,
Einer dem Dunklen Herrn auf dunklem Thron
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.
Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.“

Frankenstein von Mary Shelley

Ein Empfehlung von HMP
Kurzbeschreibung
Kaum ein anderer Klassiker hat so viele Bühnenadaptionen und Verfilmungen erfahren wie Mary Shelleys „Frankenstein“. Der Roman über die Erschaffung eines künstlichen Menschen, erstmals 1818 anonym erschienen, ist ein seltenes Glanzstück der romantischen Schauerliteratur: Das grandiose erzählerische Geschick, mit dem die englische Autorin ihr Thema zu einer bis heute ungebrochen populären Geschichte verarbeitete, lässt ihren „Frankenstein“-Roman weit über die meisten vergleichbaren Romane seiner Epoche hinausragen.

Dracula von Bram Stoker

Abraham „Bram†œ Stoker war ein irischer Schriftsteller, der hauptsächlich durch seinen Roman Dracula bekannt wurde.
Eine Empfehlung von TD und HMP: Dracula erschien im Jahr 1897. Dracula ist der erste Vampirroman der Literaturgeschichte und steht am Ende einer ganzen Reihe von Geschichten über Vampire, die in der Romantik und später im 19. Jahrhundert zu einem beliebten Topos der Literatur wurden. Darüber hinaus wird er dem Genre des Schauerromans zugeordnet, weil Stoker Elemente wie alte Schlösser, Ahnenflüche und übernatürliche Erscheinungen in seinem Roman verwendet.
Um dem Grafen Dracula ein Haus in London zu verkaufen, reist der Londoner Rechtsanwalt Jonathan Harker nach Transsilvanien. Niemand wagt sich in die Nähe des Schlosses, eine Anwohnerin übergibt Harker ein Kruzifix, um ihn zu schützen. Bald darauf wird er von einem Kutscher abgeholt und zum Wohnsitz des Grafen begleitet. Die ersten Tage verlaufen ruhig, doch Harker wird gebeten, einige Räume nicht zu betreten, er verspricht, sich daran zu halten. Er bemerkt, dass der Graf kein Spiegelbild hat und einen gierigen Gesichtsausdruck beim Anblick von Harkers Blut bekommt, als dieser sich bei der Rasur schneidet. Bald wird der Graf dem jungen Engländer unheimlich, schon allein seine äußerliche Erscheinung ist seltsam: lange, sehr weiße, spitze Zähne und auffällig rote Lippen…

Die Prinzessin vom Mars von Edgar Rice Bourroughs

Eine Empfehlung von HMP: Edgar Rice Bourroughs wurde am 1. September 1875 in Chicago geboren. In den Jahren von 1912 bis zu seinem Tod im Jahr 1950 schrieb er über 60 Romane und zahlreiche Kurzgeschichten.
Kurzbeschreibung
Urplötzlich auf den Mars geworfen, sieht sich John Carter als Gefangener der grünen Menschen von Thark. Bei ihm ist Dejah Thoris, die wunderschöne Prinzessin von Helium. Doch zwischen ihnen und ihrer Rettung liegen eintausend Meilen unbekannter Gefahren und todbringender Feinde.Edgar Rice Bourroughs wurde am 1. September 1875 in Chicago geboren. In den Jahren von 1912 bis zu seinem Tod im Jahr 1950 schrieb er über 60 Romane und zahlreiche Kurzgeschichten. Anmerkung der Redaktion: Die Prinzessin vom Mars ist derzeit nur im Antiquariat erhältlich.

Das Lied von Eis und Feuer von G.R.R. Martin

Eine Empfehlung von TD:
Kurzbeschreibung
Die letzten Tage des Sommers sind gekommen. Eddard Stark, Herrscher im Norden des Reiches, weiß, dass der nächste Winter Jahrzehnte dauern wird. Als der engste Vertraute des Königs stirbt, folgt Eddard dem Ruf an den Königshof und wird dessen Nachfolger. Doch um den Schattenthron des schwachen Königs scharen sich Intriganten und feige Meuchler.
In Band 1 seiner ersten Fantasy-Saga Das Lied von Eis und Feuer 1. Die Herren von Winterfell erzählt Martin in einer bunten Mischung aus Intrigen, geballter Handlung, romantischen Liebesgeschichten und geheimnisvollen Abenteuern das Leben der Herren von Winterfell. Die Existenz dieses Adelsgeschlechts ist von der durch die klimatischen Veränderungen hervorgerufenen Ausweitung der Jahreszeiten auf bis zu mehrere Jahrzehnte bedroht und hat durch seine menschlichen Perversionen nahezu jeglichen Zauber verloren.
Besondere Raffinesse beweist Martin in diesem ersten Band durch eine ausgefeilte Erzähltechnik, eine großartige Handlung und eine gelungenen Integration seiner politischen Sichtweisen in den Handlungsstrang der Geschichte. Die vielen Charaktere und Perspektivenwechsel mögen auf den Leser zwar etwas abschreckend wirken, doch läßt sich dies in einem mehrbändigen Werk dieser Art wohl nur schwer vermeiden. Aus diesem Grund sollte dieses Werk wohl auch lieber von Anfang an gelesen werden. Sofern sich von diesem Anfang jedoch Rückschlüsse auf den Rest der Geschichte ziehen lassen, lohnt sich aufgrund seines hohen literarischen Wertes, seines Einfallsreichtums, seiner emotionalen Wirkung auf den Leser und der superben Schaffung neuer Welten auch die Gesamtlektüre dieses Werkes.

Die Chroniken von Thomas Covenant von Stephen R. Donaldson

Eine Empfehlung von TD:
Kurzbeschreibung
Donaldsons 1977 erschienenes Erstlingswerk Lord Fouls Fluch (Lord Foul’s Bane) wurde zum Überraschungsbestseller (nachdem es siebenundvierzigmal abgelehnt worden war, weil der Protagonist zu negativ sei). Es bildete den Auftakt zu den „Chroniken von Thomas Covenant dem Zweifler“. Inspiriert wurde Donaldson zu der Figur seines leprakranken Antihelden durch die Arbeit seines Vaters, der als Arzt in Indien auf die Arbeit mit Leprotikern spezialisiert war und der sich vor allem auch mit den psychischen Konsequenzen dieser Erkrankung auseinandersetzte.
„Die Chroniken“ wurden von einigen Kritikern mit Tolkiens Der Herr der Ringe verglichen. Ähnlich wie in Tolkiens Werk ist eine normale, eher schwache Person damit konfrontiert, durch den Besitz eines magischen Rings über große Macht zu verfügen. Donaldson erweitert allerdings das Thema um Aspekte moderner Psychologie und zeichnet Charaktere, die wesentlich ambivalenter wirken als die Tolkiens. Neben dem Ring- bzw. Machtkomplex und dessen Korruptionsproblematik untersucht Donaldson ausführlich das Thema des „Aussatzes“ †“ des Ausgestoßenseins von Kranken aus der Gesellschaft. Die Titelgestalt des Buches, der Schriftsteller Thomas Covenant, ist an der Lepra erkrankt und wird daraufhin von seiner Umgebung voller Abscheu gemieden und angefeindet. Während kurzer Phasen von Besinnungslosigkeit lebt er monatelang in einer »Das Land« genannten Parallelwelt, die stark an Tolkiens Mittelerde erinnert. Dort ist seine Lepra kein Problem und sein billiger Weißgold-Ehering ein Talisman von unermesslicher Macht.

Lilith von George MacDonald

Eine Empfehlung von HMP: George MacDonald, ein enger Freund Lewis Carolls, wurde 1824 in Schottland geboren. Er studierte Theologie und arbeitete als Lehrer und Prediger, bevor er sich ausschließlich der Schriftstellerei widmete. George MacDonald starb 1905 an Tuberkulose.
Kurzbeschreibung
Bei der Verfolgung eines Phantoms in der Bibliothek seiner Ahnen gelangt ein junger Mann in unbekannte Räume des Hauses, das er unlängst geerbt hat, durchquert auf dem Dachboden einen Spiegel und findet sich in einer wilden, endlosen Heidelandschaft wieder. Damit beginnt eine Serie von Expeditionen in ein Reich mysteriöser Abenteuer voller Schrecknisse und Beglückungen.

Der Krieg der Propheten von R. Scott Bakker (Bd. 1 – Schattenfall, Bd. 2 – Der Prinz von Atrithau, Bd. 3 – Der Tausendfältige Gedanke)

Kurzbeschreibung
(1) Einst war Eärwa das mächtigste Reich am großen Ozean, doch nun schwächen blutige Glaubenskonflikte das Herrschaftsgebiet: Der Heilige Krieg gegen die Heiden im Süden wird ausgerufen, und zwischen die Fronten geraten drei Männer, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Drusas, der mächtige Magier des Geheimordens der Mandati, der Nomadenhäuptling Cnaiür und ein junger Mönch, der einen furchtbaren Auftrag ausführen soll …
(2) Die Anführer des Inrithi-Glaubens haben den heidnischen Fanim den Krieg erklärt, mit dem Ziel, die Heilige Stadt Shimeh zu befreien. So sammelt sich eine gewaltige Heerschar, deren Aufbruch sich jedoch aufgrund der Machtkämpfe innerhalb des Adels verzögert. Erst als überraschend der Steppenkrieger Cnaiür, Häuptling der heidnischen Scylvendi, zum Heerführer erklärt wird, setzt sich die Armee in Bewegung.
Unterdessen haben sich auch der Hexenmeister Achamian, die Hure Esmenet wie viele andere dem Kriegerpropheten Anasûrimbor Kellhus angeschlossen. Ihm scheint es bestimmt, als Nachfahr des letzten königlichen Geschlechts die Herrschaft über das ganze Land an sich zu reißen. Doch Kellhus hütet ein dunkles Geheimnis, und nur Achamian ahnt, dass seine Ankunft eine Zweite Apokalypse einläutet. Leidenschaftliche Gefühle, gewaltige Schlachten und eine Welt, wie sie detailreicher und überzeugender in der Fantasy nur selten geschildert wurde, machen »Der Prinz aus Atrithau« zu einem unvergesslichen Leseerlebnis.
(3) Der Krieg ist vor den Toren der Heiligen Stadt angekommen. Der Kriegerprophet Kellhus hat das Heer fest in der Hand, und nur ein Magier und ein wilder Nomadenkrieger zweifeln noch an ihm. Wird Kellhus den Untergang der Welt heraufbeschwören †“ oder wird er die Welt vor ihm retten können?

Die linke Hand der Dunkelheit / Planet der Habenichtse von Ursula K. Le Guin (beide Titel sind derzeit nur im Antiquariat erhältlich)

Ursula K. Le Guin ist eine US-amerikanische Autorin hauptsächlich fantastisch-utopischer Literatur (Science-Fiction und Fantasy). Viele ihrer Bücher spielen zwar auf fernen Planeten, behandeln jedoch Fragestellungen, die universell bedeutsam sind. Ihr Schaffen umfasst neben vielen Romanen und Kinderbüchern auch Essays, Literaturrezensionen und Übersetzungen. Sie hat für ihre Bücher eine Reihe von Auszeichnungen erhalten, darunter mehrfach die beiden bedeutendsten internationalen Preise für Science-Fiction-Literatur, den Nebula Award, den Hugo Award. Die linke Hand der Dunkelheit und Planet der Habenichtse gewannen jeweils beide Preise, daneben Tehanu und Powers den Nebula Award und Das Wort für Welt ist Wald den Hugo Award. 1985 erhielt sie den Janet Heidinger Kafka Prize der University of Rochester. Für ihr Lebenswerk erhielt sie 1979 den Gandalf Grand Master Award und 2003 den Damon Knight Memorial Grand Master Award der Science Fiction and Fantasy Writers of America.
Die linke Hand der Dunkelheit ist Science Fiction für den mitdenkenden Leser und sollte besonders aufmerksam gelesen werden, um die Tiefe der Scharfsinnigkeit und die Feinheiten der Handlung und der Figuren richtig auskosten zu können. Es ist einer dieser Genüsse, die anfangs einen gewissen Einsatz erfordern, die sich aber durch die Freude an der grellen Fantasie bezahlt machen, die durch die darauf folgenden 30 Jahre der Sciencefiction nachklingt. LeGuins Planet der Habenichtse gehört zu den großen philosophischen Science-Fiction-Klassikern: die erstaunliche Geschichte des Physikers Shevek, der auf der Suche nach Utopia eine gefahrenreiche Reise antritt und für neuer Erkenntnisse sein Leben riskiert.

Schatten über Ombria von Patricia A. McKillip

Kurzbeschreibung
Kaum ist der König tot, übernimmt die Schwarze Perle, eine falschzüngige, machthungrige alte Hexe das Regiment, denn der Erbe Kyel ist noch ein Kind. Sie setzt sich als Interimsregentin ein und bestimmt einen ihr treu ergebenen Höfling zum Hauslehrer des jungen Prinzen. Dieser soll völlig abgeschirmt aufwachsen, fern aller Menschen, die ihn lieben: seine Amme jagt sie davon ebenso wie Lydea, die junge Geliebte des Königs, die dem kleinen Prinzen herzlich zugetan ist. Voller List spinnt die Schwarze Perle ihre Intrigen. Da taucht ein merkwürdiger Fremder auf, ein geheimnisvoller Edelmann. Auch er kümmert sich um das Kind, sucht heimlich seine Nähe, verschwindet durch Tapetentüren und hinterlässt gezeichnete Botschaften. Sind sie für Kyel bestimmt? Welches Spiel spielt der Fremde? Mit seinen berückenden Kohlezeichnungen hat es eine besondere Bewandtnis: sie beginnen zu leben, sie sind immer in der Nähe des kleinen Prinzen. Sollen sie ihn beschützen?

Die Nebel von Avalon / Die Feuer von Troia / von Marion Zimmer Bradley

Kurzbeschreibungen
Die amerikanische Fantasy-Autorin Marion Zimmer Bradley hat ein gewaltiges Epos in der großen Tradition der Ritterromane geschaffen, in dem sie den Zauber der alten Mythen und Legenden um König Artus wieder heraufbeschwört.
Es ist Morgaine, die Hohepriestipn des Nebelreichs Avalon und Schwester von Artus, die hier die wahre Geschichte von ihrem königlichen Bruder erzählt, von den Rittern seiner Tafelrunde, allen voran Lancelot, und von den Mysterien diesseits und jenseits dieser Welt. Wohl zum ersten Mal erzählt eine Frau diese wundersame Geschichte, zeigt die christlich stilisierten Heldengestalten in einem neuen Licht und erinnert daran, daß einst Frauen die Macht in den Händen hielten: Sie lenken im Verborgenen das Geschick ihrer Zeit und setzen den König der Legenden auf den Thron, geben ihm das heilige Schwert Excalibur, mit dem er die Sachsen für immer vertreibt.
Aber es geht um mehr bei diesem Kampf auf Leben und Tod. Rituale, Magie, visionäre Einsichten, Versagen und Größe fordern die Menschen heraus, die um den richtigen Weg des Glaubens und des Lebens ringen. In der Enthüllung des Mysteriums vom Heiligen Gral erfüllt sich das Schicksal von König Artus und seinen Rittern. Es ist Höhepunkt und Abstieg zugleich, denn Avalon, die Insel der Apfelbäume, die alte Welt der Naturreligion, versinkt unwiederbringlich in den Nebeln der Zeit.
In Die Feuer von Troia lässt Marion Zimmer Bradley das klassische Altertum lebendig werden. Die seit Homer in immer neuen Varianten erzählte Geschichte erhält in dieser Fassung ihren besonderen Reiz dadurch, daß Marion Zimmer Bradley die Handlung aus der Sicht der Seherin Kassandra erzählt – aus weiblicher Sicht. Ein wichtiger Motivstrang beschäftigt sich mit der Ablösung des Matriarchats durch das Patriarchat. Längst vergangen Geglaubtes bringt Marion Zimmer Bradley wieder ans Licht und verschafft ihm aktuelle Bedeutung. „Wiederum spannend bis zur letzten Zeile“, schrieb Cosmopolitan

Conan von Robert E. Howard

Kurzbeschreibung
Mit dem Cimmerier Conan schuf Robert E. Howard eine charismatische Fantasy-Figur, deren Abenteuer bis heute Millionen Leser und Kinobesucher begeistern und die das Genre wie kaum eine andere revolutionierte. Dieser weltweit einzigartige Band versammelt erstmals die Original-Conan- Geschichten, die als herausragende Meisterwerke gelten und längst Kult-Charakter besitzen.
Robert Ervin Howard war ein US-amerikanischer Autor von Fantasy-, Abenteuer- und Horrorgeschichten sowie mehrerer Westernromane. Er gilt als prominenter Vertreter der Low Fantasy.

Reise zum Mittelpunkt der Erde von Jules Vernes

Kurzbeschreibung
Axel kann es einfach nicht glauben, dass sein Onkel, ein fanatischer Geologe und Mineraloge, diese Reise zum Mittelpunkt der Erde tatsächlich auf sich nehmen will. Zu viele Gründe sprechen gegen ein Gelingen dieser Expedition. Aber da gibt es dieses geheimnisvolle Dokument mit den altisländischen Runen, das besagt: „Steige hinab in den Krater des Yokul am Sneffels, kühner Reisender, und du wirst zum Mittelpunkt der Erde gelangen…“
Jules Verne war einer der Begründer des Science-Fiction-Romans. Er selbst betrachtete sich jedoch als einen Autor „wissenschaftlich belehrender Romane†œ, wie er es nannte: Der aufmerksame Leser wird über die Fauna, Flora, Geographie und Geschichte der bereisten Gebiete informiert. Zuweilen sind ganze Kapitel rein informative Exkursionen, wie zum Beispiel das erste Kapitel Der Sklavenhandel im zweiten Teil In Afrika des Romans Ein Kapitän von 15 Jahren.
So sind denn auch die diversen Erfindungen nicht etwa Produkte der Phantasie, sondern sorgfältig recherchierte Möglichkeiten. Einige der Fortbewegungsmittel aus den Romanen Jules Vernes gab es bereits ansatzweise oder wurden später Realität.

Literaturverfilmung: Liebe ist nur ein Wort von Johannes Mario Simmel

Der österreichische Schriftsteller Johannes Mario Simmel (1924 – 2009) veröffentlichte in seinem Leben 35 Romane, die in 30 Sprachen übersetzt wurden und eine Gesamtauflage von 73 Millionen verkauften Exemplaren erreichte.

1960 erschien in der Quick „Es muss nicht immer Kaviar sein“ als Fortsetzungsgeschichte. Wegen des großen Erfolgs widmete er sich danach vor allem dem Schreiben seiner Romane. „Liebe ist nur ein Wort“ erschien 1963 im Knaur Verlag.

Simmel wurde von den Literaturkritikern lange Zeit als Trivialautor, Bestseller-Mechaniker oder Fließbandschreiber geschmäht. Erst mit dem Roman „Doch mit den Clowns kamen die Tränen“ (1987) fand er allgemeine Anerkennung.

Viele seine Romane wurde verfilmt. 1971 führte Alfred Vohrer die Regie bei der Verfilmung von „Liebe ist nur ein Wort“ nach dem Drehbuch von Manfred Purzer. Judy Winter spielte die Rolle der Protagonistin Verena Angenfort und Malte Thorsten agierte als Oliver Mansfeld.

Im Lexikon des Internationalen Films heißt es dazu: Der kritisch gemeinte Versuch, den Stellenwert der Liebe in einer von Wohlstandsdenken und Pseudomoral bestimmten Gesellschaft darzulegen, endet wegen Klischeepsychologie, Sentimentalitäten und Milieu-Schick nur in trivialer Unterhaltung.

Jetzt hat sich der Regisseur Carlo Rola erneut an den Stoff gewagt. Christoph Silber schrieb das Drehbuch in der neuen Produktion, die das ZDF am 17.03.2010, um 20.15 Uhr, ausstrahlt. Vinzenz Kiefer und Nadeshda Brennicke spielen die Hauptrollen in der neuen Simmel-Verfilmung.

Liebe ist nur ein Wort
Oliver Mansfeld, Sohn eines korrupten Großindustriellen, ist jung, gut aussehend, charmant und intelligent und er glaubt an gar nichts, am wenigsten an die Liebe. Das ändert sich, als er die Frau seiner Träume kennen lernt: die zwanzig Jahre ältere Verena.

Verena ist verheiratet mit dem ebenso einflussreichen wie skrupellosen Bankier Manfred Lord, der nicht nur in dubiosen Geschäftsbeziehungen zu Olivers Vater steht, sondern als Mäzen auch Einfluss auf die elitäre Privathochschule nimmt, die Oliver besucht. Anstatt sich seinem Studium zu widmen, beginnt der abgeklärte Industriellensohn wider besseres Wissen ein Verhältnis mit der attraktiven Verena.

Ihr Mann bringt seinem jungen Rivalen zunächst gönnerhaftes Wohlwollen entgegen. Doch als sich Oliver und Verena ernsthaft ineinander verlieben, entwickelt sich die spannungsgeladene Dreiecksaffäre zu einem gefährlichen Überlebenskampf.

Eingekreist von Neid, Erpressung und Korruption scheint die Liebe der beiden zum Scheitern verurteilt. Und als Manfred Lord Oliver einlädt, gemeinsam mit ihm und Verena auf ihrer Yacht im Mittelmeer Urlaub zu machen, entspinnt sich in dieser erotisch aufgeheizten Atmosphäre ein wortloser, doch umso bedrohlicherer Zweikampf zwischen den beiden ungleichen Männern.

Klappentext
Dies ist die Geschichte einer großen Liebe, aufgezeichnet von Oliver Mansfeld, einundzwanzig Jahre alt, Sohn eines Schiebermillionärs, Schüler eines Internats im Taunus. Er erzählt die Geschichte, um »aller Welt ohne Furcht und Scham die Wahrheit zu sagen« – die Wahrheit über seinen Vater, den er haßt; die Wahrheit über seine, Olivers, Liebe zu der schönen Verena Lord, die ihren Mann, den großen Bankier, betrügt und für die Liebe »nur ein Wort« ist; die Wahrheit über die Menschen, die Olivers Liebe zu Verena zunichte machen wollen: den heimtückischen, bösen Krüppel Hansi, die mannstolle Geraldine, den erpresserischen Diener Leo und den so nobel auftretenden Bankier Lord.

„Liebe ist nur ein Wort“ ist derzeit nur antiquarisch erhältlich und kann schon für 1 Cent z.B. bei Amazon bestellt werden. Unvergesslich bleiben für alle, die es in den 70ern gelesen haben, sicherlich die nachfolgenden Zeilen:

Auszug
Das erste Wort, das der Schnee unsichtbar werden ließ, lautete »…niemals…«. Das zweite Wort, das verschwand, lautete »…immer…«.

Das Blatt, auf dem die Worte standen, war unter einen Holzsplitter geglitten, der aus dem Boden der Turmstube ragte. So widerstand das Papier der Zugluft, die zwischen den Luken des Gemäuers herrschte, Schneekristalle stäubten auf die blutbefleckten Dielen. Die Dielen waren alt, das Blut auf ihnen war noch jung, frisch, feucht und warm. Die Dielen waren so alt wie die schwarzen Dachbalken, die klobigen, unförmigen Mauersteine, die morsche, gleichfalls blutbespritzte Wendeltreppe. Älter als sie alle war der Turm. Viele Jahrhunderte alt. Älter als das Christentum in diesem Lande.

Das Wort »…vergessen…« und, an einer anderen Stelle des Blattes, die Worte »…mit meinem ganzen Herzen…« schneiten jetzt zu, danach der Name, der als Unterschrift den Brief beendete, dessen unregelmäßig verlaufende Zeilen die fiebrigen, fliegenden Züge einer Frauenhandschrift trugen. In großer Eile, großer Angst oder großer Verzweiflung mußte die Botschaft geschrieben worden sein, die der Schnee da begrub, lautlos und leise.

Vor sechzehnhundert Jahren bereits hatte jener Turm nur noch eine Ruine dargestellt. Elfmal war er in den folgenden Zeiten renoviert worden, von hessischen Raubrittern und hessischen Landgrafen, das letztemal von Seiner Allergnädigsten Durchlaucht Wilhelm IX. im Jahre 1804-dem Wunsche dieses hohen Herrn gemäß in seinem ursprünglichen Stil: Als Wahrzeichen und Aussichtsturm.

Quelle: ZDF

Dr. Hope: ZDF-Produktionsfirma und Historikerin schließen Vergleich

Wie die Süddeutsche Zeitung heute berichtet, schlossen die Historikerin Dr. Marita Krauss und die Produktionsfirma Hofmann & Voges gestern vor dem Landgericht München einen widerruflichen Vergleich. Im Streit um Plagiatsvorwürfe gegen den ZDF-Film „Dr. Hope – Eine Frau gibt nicht auf“ ist also eine Einigung in Sicht.

Danach erhält Krauss 15 000 Euro „als Abgeltung der wissenschaftlich-publizistischen Leistung, die in Auffindung und Darstellung des verfilmten Stoffes liegt“.  So seien alle etwaigen Rechte Krauss´ an der Verwertung des Films und eines Begleitromans abgegolten, sie erhebe keinen Plagiatsvorwurf. Hofmann & Voges können bis 18. März widerrufen.

Dr. Marita Krauss hatte dem Drehbuchautor Torsten Dewi und seiner Co-Autorin Katrin Tempel vorgeworfen, „sich ordentlich an ihrer Biografie über Hope Bridges Adams Lehmann (1855-1916) bedient zu haben“ und aus ihren Sachbüchern über eine der ersten deutschen Ärztinnen abgeschrieben zu haben.

Der historische Zweiteiler †œDr. Hope †“ Eine Frau gibt nicht auf† wird zunächst am 19. März auf Arte ausgestrahlt. Das ZDF zeigt die je 90-minütigen Folgen am 22. und 24. März. Darin spielt Heike Makatsch die Rolle der Hope Bridges Adams, eine Pionierin der Frauenbewegung und erste Frau, die in Deutschland ein medizinisches Staatsexamen ablegt.

Quelle: Süddeutsche Zeitung