Edition Elke Heidenreich – Neuerscheinungen in 2011

Seit 2009 erscheinen in der †œEdition Elke Heidenreich† Bücher, die im engeren und weiteren Sinn mit Musik zu tun haben: Sachbücher und Romane, Erfundenes und Wirkliches, Biographien und Anthologien †“ und immer geht es um Musik, um klassische genauso wie um Popmusik, es geht um Musiker, um das, was Musik mit den Menschen anstellt.

In diesem Jahr sind bisher in der Edition Elke Heidenreich vier Romane, drei Biografien und ein Sachbuch erschienen:

Der stumme Pianist von Paola Capriolo

Roman – Oktober 2011
Kurzbeschreibung
Ein atmosphärisch dichter Roman über die heilende Kraft der Musik

Im winterlichen Kent findet die Krankenschwester Nadine am Strand einen sprachlosen Mann im Frack, dessen Identität sich nicht ermitteln lässt. Sie nimmt ihn mit in die psychiatrische Klinik, in der sie arbeitet. Als man ihm ein Blatt Papier und einen Stift gibt, schreibt er nicht seinen Namen auf, sondern zeichnet ein Klavier. Im Wintergarten der Klinik steht ein Flügel, auf dem er von nun an allabendlich virtuos spielt. Immer mehr Patienten und Klinikmitarbeiter versammeln sich bei seinen Konzerten. Die Musik, darunter immer wieder Schuberts „Winterreise†, setzt bei den Patienten bisher verschüttete Erinnerungen frei, und auch Nadines Leben nimmt durch den rätselhaften Fremden eine unerwartete Wendung. Ein meisterhaft erzählter, ergreifender Roman über die Wirkung der Musik auf die Seele der Menschen.

Die Welt in sechs Songs: Warum Musik uns zum Menschen macht von Daniel Levitin

Sachbuch – Oktober 2011
Kurzbeschreibung
Kann man das Wesen der Menschheit anhand von sechs Songs erklären? Der Hirnforscher und Rockmusiker Daniel Levitin führt uns zum Beweis seiner gewagten These äußerst kurzweilig durch die Geschichte der Menschheit, angereichert mit den neuesten Erkenntnissen der Neurowissenschaft und mit jeder Menge Anekdoten aus seinem Leben und dem befreundeter Musiker wie Sting oder Joni Mitchell. Denn nicht nur die Sprache ist es, die uns von anderen Spezies unterscheidet, sondern in noch viel größerem Maß unsere Musikalität. Mit Liedern besiegeln die Menschen seit Urzeiten Freundschaft, sie erzeugen Freude, spenden Trost, geben Wissen und religiöse Rituale weiter und besingen die Liebe. Ob Levitin Songs von den Beatles, Bob Dylan oder Ray Charles anführt: Man hat die Melodie sofort im Ohr. Denn keine andere Kunst erreicht den Menschen so unmittelbar wie die Musik.

Der Meister von Herbert Rosendorfer

Roman – September 2011
Kurzbeschreibung
Eine köstliche Satire auf den Wissenschaftsbetrieb

In einer Bar in Venedig erinnern sich zwei Freunde an ihr musikwissenschaftliches Studium: Da gab es den »göttlichen Giselher«, der alles über Musikinstrumente wusste, aber keines spielte, oder die schöne Helene Romberg, die allen den Kopf verdrehte. Aber vor allem sprechen sie über einen Studenten, der wegen seiner Akribie »der Meister« genannt wurde. Um seinen Lebensunterhalt aufzubessern, schrieb er Artikel für ein Musiklexikon †“ und erfand dabei so manchen Komponisten hinzu, etwa Thremo Tofandor. Als jedoch eine eifrige Studentin über diesen zu forschen begann, geriet der Meister in Bedrängnis. Um nicht aufzufliegen, erfand er immer neue Details hinzu und komponierte am Ende sogar dessen Werke! Spätestens als ein Fachartikel über ihn erschien, gab es keinen Zweifel mehr: Thremo Tofandor existiert †“ und wurde seinem Erfinder am Ende zum Verhängnis …

Ich hänge im Triolengitter: Mein Leben mit Karlheinz Stockhausen von Mary Bauermeister

Biografie – September 2011
Kurzbeschreibung
Die Biografie eines Jahrhundertgenies

Karlheinz Stockhausen ist einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er experimentierte bereits in den 50er Jahren mit elektronischer Musik und beeinflusste neben der E-Musik auch Popgruppen wie Pink Floyd. In Mary Bauermeisters Kölner Atelier versammelte sich 1960-1962 die Avantgarde der internationalen Kunst- und Musikszene, neben Stockhausen etwa John Cage, Nam June Paik und Christo. Spektakuläre Happenings leiteten die Fluxus-Bewegung ein. Die Künstlerin, die ihren eigenen Durchbruch in New York errang, lebte mit ihm und seiner ersten Frau Doris mehrere Jahre in einer „ménage à trois†. In ihrem Buch erzählt sie, wie sie und Stockhausen sich künstlerisch beeinflussten und bei ihren Reisen durch die ganze Welt berühmten Künstlern wie Chagall, Miro oder Max Ernst begegneten. Sie schildert aber auch ganz ungeschminkt ihr unkonventionelles Lebens- und Liebesexperiment.

Das Bastardbuch: Autobiografische Stationen von Hans Neuenfels

Autobiografie – August 2011
Kurzbeschreibung
Die Lebenserinnerungen des herausragenden deutschen Opernregisseurs

Hans Neuenfels ist einer der profiliertesten deutschen Opernregisseure, dessen Inszenierungen, zuletzt „Lohengrin† in Bayreuth, stets für heftige Kontroversen sorgen. Im „Bastardbuch† zieht er die vorläufige Bilanz seines Lebens und seines Schaffens als Theater- und Opernregisseur, als Schriftsteller, Dramatiker und Filmemacher. Seine Karriere begann 1964 am Theater am Naschmarkt in Wien. Als maßgeblicher Begründer des Regietheaters ist er dem Anspruch der gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzung auf der Bühne bis heute treu geblieben. Als kreativer Künstler war er zudem stets ein Grenzgänger. In Paris war er Assistent des Malers Max Ernst, und Schreiben war neben dem Inszenieren für ihn von jeher ein Kernbedürfnis. Das „Bastardbuch† ist ein sprachgewaltiges, scharfsichtiges Werk, das ein persönliches Bild mit dem einer ganzen Generation verbindet.

Mr. Pink Floyd: Roman von Michele Mari

Roman – April 2011
Kurzbeschreibung
Ein meisterhafter Roman über Pink Floyd, eine der einflussreichsten Rockgruppen der Welt

Syd Barrett †“ ein Engel, ein Dämon, ein Poet †“ war das Genie, das die Gruppe Pink Floyd so stark prägte, dass er heute noch als ihr Geist gilt. Er ging mit Roger Waters in Cambridge zur Schule, spielte schon damals in mehreren Bands, zeichnete hervorragend, schrieb, komponierte und litt schon früh an psychischen Störungen. Seine Experimente mit Drogen verursachten 1968 einen schizophrenen Schub, von dem er sich nie wieder erholte. Pink Floyd hielten immer Kontakt zu ihm, widmeten ihm die Songs »Wish You Were Here« und »Shine on You Crazy Diamond«. In einem Kaleidoskop der Erinnerungen lässt Mari Tourmanager, Bandmitglieder, Bühnenarbeiter, aber auch die Regisseure Antonioni und Kubrick von Syd Barrets Welt, von seinem Charme, seinen Ideen und der Faszination, die er seit seiner Jugend auf alle ausübte, erzählen. Ein ergreifender Roman über Poesie, Kunst, Genie und Wahnsinn.

Martha Argerich: Die Löwin am Klavier von Olivier Bellamy und Susanne Van Volxem

Biografie – April 2011
Kurzbeschreibung
Die weltweit erste und autorisierte Biografie der Klavier-Legende Martha Argerich

Für Joachim Kaiser zählt sie zu den »interessantesten Klavierspielern der Welt«, andere gaben ihr die Beinamen: »Argentinischer Wirbelsturm« oder »Löwin am Klavier«. Unbestritten gehört die unkonventionelle und geheimnisvolle Martha Argerich zu den ganz wenigen Frauen an der Weltspitze ihrer Zunft. Olivier Bellamy gelang es, die publicityscheue Pianistin zur Mitwirkung an der Entstehung ihrer Biografie zu bewegen. Er erzählt von ihrer Kindheit in Buenos Aires über ihre Klavierausbildung bei Friedrich Gulda bis zu ihren strahlenden Siegen bei den großen Wettbewerben. Mit viel Einfühlungsvermögen schildert Bellamy ihre beruflichen Erfolge und persönlichen Niederlagen, komplizierte Liebesbeziehungen und lebenslange Freundschaften, die Schwierigkeit, Familienleben mit einer Weltkarriere zu vereinen, und die Angst vor dem Versagen, die sie immer wieder dazu bewegt, Konzerte platzen zu lassen.

Olivier Bellamy ist einer der kompetentesten französischen Musikjournalisten. Er hat in enger Zusammenarbeit mit Martha Argerich dieses Buch geschrieben.

Lass den Teufel tanzen von Teresa De Sio

Roman – Februar 2011
Kurzbeschreibung
Ein sprachgewaltiger Roman, der den Abgründen des Lebens trotzt.

In der Nacht des Karnevalssamstags 1956 wird der Gutsherr Narduccio Greco vergiftet aufgefunden. Der Verdacht fällt sofort auf die zwölfjährige Tagelöhnertochter Archina Solimene, ein unzugängliches Mädchen, das †“ da sind sich die Bewohner des weltabgewandten apulischen Dorfes Mangiamuso einig †“ vom Teufel besessen ist. Zusammen mit ihrer Schwester, die sich bei Narduccio verdingte, stellt sie allerlei Kräutertränke her, darunter die hochgiftige Stramunella. Man munkelt, Narduccio habe sich an ihr vergangen und sei aus Rache getötet worden. Doch was passierte wirklich in jener Nacht? Mit ungeheurer Sprachgewalt und eindringlichen Bildern schildert Teresa De Sio Archinas Schicksal im Netz von Aberglauben, Lügen und Intrigen einer archaisch anmutenden Dorfgemeinschaft so farbig und lebensprall, dass der Leser sofort in ihren Bann gerät.

kraftvoll und sinnlich: Irgendwann werden wir uns alles erzählen von Daniela Krien

1990, ein Bauerndorf nahe der deutsch-deutschen Grenze, die gerade keine mehr ist. In ihrem literarischen Debüt schildert Daniela Krien eine Liebesgeschichte von archaischer Wucht, die Zeitgeschehen und Existentielles miteinander verschränkt.

„Daniela Krien fürchtet sich nicht vor der Wucht der Leidenschaft. Lässt sich nicht einschüchtern von Liebe, Sex und Lüge †“ und nicht einmal von Gewalt. Sie umtänzelt nicht wortscheu die Macht des Begehrens und des Schmerzes, sondern schreibt sich verwegen hinein in seine glühende Mitte„, urteilt Gabriele von Arnim am 25.10.2011 auf Zeit Online über das Romandebüt von Daniela Krien.

Die 36-jährige Autorin hat „keine Angst vor großen Gefühlen und auch nicht vor der Sprache. Die leuchtet in diesem Roman. Hier wird alles feinnervig wahrgenommen, ruhig konstatiert und kraftvoll erzählt… Ein Roman, der so viel Unruhe so bedacht erzählt, dass man sich ihm gebannt hingibt.“

Selten liest man in der Zeit eine so begeisterte Rezension.

Kurzbeschreibung „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“

Es ist Sommer, heißer, herrlicher Sommer. Der Hof ist ein Dreiseithof. Schaut man geradeaus, sieht man eingezäunte Wiesen und den Bahndamm, und hinter den Schienen, in einiger Entfernung, doch klar erkennbar: den Henner-Hof.

Maria wird bald siebzehn, sie wohnt mit Johannes auf dem Hof seiner Eltern, in den „Spinnenzimmern†œ unterm Dach. Sie ist zart und verträumt, verkriecht sich lieber mit den „Brüdern Karamasow†œ als in die Schule zu gehen. Auf dem Nachbarhof lebt der vierzigjährige Henner, allein. Die Leute aus dem Dorf sind argwöhnisch: Eine Tragik, die mit seiner Vergangenheit zu tun hat, umgibt ihn; gleichzeitig ist er ein Mann, dessen charismatische Ausstrahlung Eifersucht erregt. Ein zufälliger Blick eines Tages, eine zufällige Berührung an einem andern lösen in Maria eine Sehnsucht aus, die fremd und übermächtig ist und sie daher wie von höherer Gewalt geleitet in Henners Haus und in seine Arme treibt…

Die sommerlichen Weizenfelder, die vom Heu und den Mückenstichen juckenden Beine, das Summen des Kühlschranks in der Küche… Eine allgegenwärtige Sinnlichkeit beherrscht diesen intensiven Text, der eine ländliche, ebenso schöne wie düstere Welt entstehen lässt und einen Sog entwickelt, der bis zum dramatischen Ende alles mit sich reißt.

Die gebundene Ausgabe von „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“ umfasst 240 Seiten. Der Roman ist am 16.09.2011 im Graf Verlag erschienen.

Über die Autorin

Daniela Krien, geboren 1975 in Mecklenburg-Vorpommern, aufgewachsen in einem Dorf im Vogtland (Sachsen), lebt mit Mann und zwei Töchtern in Leipzig. Sie studierte Kulturwissenschaften, Kommunikations- und Medienwissenschaften und arbeitete unter anderem als Drehbuchautorin und Cutterin für amadelio film.  Irgendwann werden wir uns alles erzählen ist ihr erster Roman.
Mehr unter: www.daniela-krien.de.

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Tatort Drehleier: Das Syndikat mit Friedrich Ani und Münchner Krimi-Suppe

Am Dienstag, den 08.11.2011, veranstaltet die Münchner Krimibuchhandlung Glatteis in Kooperation mit dem Syndikat, der Autorengruppe für deutschsprachige Kriminalliteratur, in der „Szenerie“ im Theater Drehleier, Rosenheimer Straße 123, eine Kriminacht.

Friedrich Ani wird seinen neuen Roman „Süden und die Schlüsselkinder“ und gleichzeitig die Neuausgabe der Süden-Reihe, die ein ganz neues Gesicht bekommt, vorstellen.

Kurzbeschreibung
Kurz vor Weihnachten verschwindet der 10-jährige Adrian aus dem Kinderschutzhaus, in das man ihn gebracht hat. Tabor Süden soll ihn suchen. Die SMS, die Adrian seiner Freundin Fanny schickt, geben Süden Hinweise auf Leute und Orte, die der Junge aufsuchen möchte. Erst vor Heiligabend findet er den Schlüssel zu Adrians Geheimnis …

Außerdem stellen sich Münchner Autoren des Syndikats vor und lesen im Minuten-Takt.

Mit dabei sind:

  • Inge Löhnig
  • Beatrix Mannel
  • Tanja Weber
  • Andreas Föhr
  • Hannsdieter Loy
  • Jenk Saborowski

Tatort-Kommissar und Koch Gregor Weber wird eigens für diesen Abend die „Münchner Krimi-Suppe“ auftischen.

Der Eintritt beträgt inkl. Begrüßungsdrink 10 Euro.

Reservierungen unter Tel.: 089 / 48 27 42

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Spannung, Aktion und Mystik: Dämonenerbe 01 – Erweckung von Mara Laue [Rezension]

Dämonenerbe 01 – Erweckung von Mara Laue

An ihrem 33. Geburtstag erfährt die Journalistin Bronwyn Kelley nicht nur, dass sie adoptiert wurde, sondern entdeckt zu ihrer großen Verwirrung auch magische Kräfte an sich. Wer sind ihre richtigen Eltern, und wer ist dieser geheimnisvolle, attraktive Mann, der sich Devlin Blake nennt und sie in ein wahres Gefühlschaos stürzt? Wer trachtet ihr nach dem Leben und warum? Um Antworten auf diese Fragen zu bekommen, muss Bronwyn ihr bisheriges Leben aufgeben und sich in die Hände von ihr bis dahin vollkommen Unbekannten begeben.

Gleich auf den ersten Seiten wird der Leser eiskalt und erbarmungslos mit Geburt und Tod konfrontiert. Dämonen und fanatische Mönche treiben ihr Unwesen. Die Brüder der Heiligen Flamme Gottes haben es sich seit der Gründung ihres Ordens vor über tausend Jahren zur Aufgabe gemacht, die Geschöpfe der Finsternis aufzuspüren und zu vernichten. Bruder Michael, einer der Seher des Ordens, versucht seit Bronwyns Geburt sie aufzuspüren, um sie zu beseitigen.
Doch auch eine gemäßigte Gruppe, die Hüter der Waage, mischt um eine alte Prophezeiung und das Streben nach Macht und Unterjochung mit.

Den beiden letzten Überlebenden eines uralten Geschlechts von Dämonen ist es vorbestimmt, ein Tor zu öffnen, das jedem Dämon Zutritt in die Menschenwelt gewährt. Diese beiden sind Bronwyn Kelley und Devlin Black, oder Marlandra, Königin der Ke´tarr´ha und Maruyandru, König der Py´ashk´hu wie sie mit dämonischen Namen heißen
Die Unterjochung der Menschheit ist der mächtigen Dämonin Reya, Devlins Mutter, vorrangiges Ziel.
Devlin weigert sich sein Schicksal als Bedrohung der Menschheit zu akzeptieren und setzt sich insgeheim zur Wehr. Er ist zwar genau wie Bronwyn unter Menschen aufgewachsen, doch wusste er von Anfang an um seine dämonische Herkunft. Er sieht nur eine Möglichkeit der Vajramani-Prophezeiung zu entgehen, er muss Bronwyn töten, bevor ihre magischen Kräfte zu stark werden.

Als er ihr im Dschungel von Kolumbien zum ersten Mal gegenüber steht, kann er sich nicht überwinden sie zu töten. Im Gegenteil – er hat nur noch den einen Wunsch, sie zu beschützen und zu der Seinen zu machen.
Bronwyn steht Devlin zu Beginn sehr misstrauisch gegenüber, obwohl sie sich seit ihrer ersten Begegnung auch von ihm angezogen fühlt. Nach einigen Unstimmigkeiten lernt sie, ihm zu vertrauen und sich auf ihn einzulassen. Beide sind fasziniert voneinander und verlieben sich.
Devlin lehrt sie, ihre erwachenden magischen Kräfte zu nutzen und führt sie in die Geschichte um die unvollständige Prophezeiung und die Welt der Dämonen ein. Sie hat zunächst große Schwierigkeiten, ihre wahre Existenz zu akzeptieren, doch unter der liebevollen Führung von Devlin ist sie bereit, gemeinsam mit ihm das Rätsel zu lösen. Ihnen bleibt nicht viel Zeit bis zur Wintersonnenwende, wo sich durch ein Ritual ihr Schicksal erfüllen soll.

Auszug aus der Prophezeiung:

„… Gelingt die Vereinigung, wird nichts sie aufhalten können, und die halbmenschlichen Wesen werden über beide Völker herrschen. Wenn sich beide jedoch entscheiden…†œ

Mara Laue versteht es sehr gut, einen Spannungsbogen aufzubauen, der den Leser mitunter atemlos die Seiten verschlingen lässt. Eingestreute faszinierende Rätsel machen neugierig auf die Fortsetzung. Mit dieser gelungenen Mischung aus Spannung, Aktion, Mystik und zwei sympathischen Protagonisten mit Ecken und Kanten, fanatischen Gegenspielern und Geheimnissen, erzählt die Autorin flüssig bis zur letzten Seite eine sehr unterhaltsame Geschichte, die der erste Teil einer Trilogie ist. Mara Laues „Dämonenerbe“ ist auf jeden Fall lesenswert. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

Kurzbeschreibung

Bronwyn Kelley hat als Journalistin ein aufregendes Leben, das plötzlich noch ereignisreicher wird. Sie entwickelt magische Kräfte und muss feststellen, dass sie dadurch zur Zielscheibe eines fanatischen Mönchsordens geworden ist. Der geheimnisvolle und attraktive Halbdämon Devlin Blake, der ihre Nähe sucht, könnte ihr Antworten geben, denn auch er verfügt über magische Kräfte. Er bietet Bronwyn an, sie im Gebrauch ihrer Magie zu unterrichten. Keineswegs selbstlos, denn Devlin verfolgt eigene Pläne. Er braucht Bronwyn, um ein magisches Tor zu öffnen, das den Dämonen ungehinderten Zutritt zur Welt der Menschen ermöglicht. Bronwyn muss feststellen, dass es nicht nur vor Devlin kein Entkommen gibt, denn andere Parteien wollen durch ihren Tod verhindern, dass das Tor geöffnet wird. Um zu überleben muss sie sich auf Devlin einlassen …

Der Lesekreis bedankt sich bei Angie für diese schöne Buchbetrachtung und beim Sieben Verlag für die freundliche Überlassung eines Rezensionsexemplares.

Der erste Teil von „Dämonenerbe“ ist im September 2011 im Sieben Verlag unter dem Titel „Erweckung“ erschienen. Teil 2 der Dämonenerbe-Trilogie erscheint im Mai 2012 unter dem Titel „Prophezeiung“.

Über die Autorin

Mara Laue, 1958 in Braunschweig geboren, begann im Alter von 12 Jahren mit dem Schreiben. Auf erste Veröffentlichungen in Schülerzeitungen folgten ab 1980 Fantasy- und Science-Fiction-Storys, Kriminal- und andere Kurzgeschichten und Gedichte in Anthologien und Fanzines sowie verschiedene Sachartikel zu diversen Themen. 1999 wurde ihr erstes (inzwischen vergriffenes Lyrik-) Buch veröffentlicht. Seit 2005 arbeitet sie als Berufsschriftstellerin und schreibt hauptsächlich Krimi/Thriller, Science Fiction, Okkult-Krimis, Dark Romance, Fantasy und Lyrik.

Von 2005 bis 2009 war sie Mitautorin der Science-Fiction-Serie „Sternenfaust“ des Bastei-Verlages und arbeitet seit 2008 als Co-Autorin an der SF-Serie „Rex Corda“ des Mohlberg-Verlages mit. Ebenfalls seit 2008 gehören auch Theaterstücke zu ihrem Repertoire. Mara Laue ist Mitglied der „Mörderischen Schwestern †“ Vereinigung deutschsprachiger Krimiautorinnen“ und im „Syndikat †“ Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur†œ. Sie hat eine eigene Okkult-Krimi-Serie „Sukkubus“ beim Online-Magazin „Geisterspiegel„, die ab 2012 mit dem zweiten Zyklus als Buchserie im Verlag Torsten Low fortgesetzt wird.

Nebenbei unterrichtet sie kreatives Schreiben in Workshops und Fernkursen und schreibt als Ghostwriterin Biografien und Firmenchroniken. Wenn ihr das Schreiben die Zeit dazu lässt, arbeitet sie im Nebenberuf als Künstlerin und Fotokünstlerin und hat gegenwärtig eine Ausstellung pro Jahr. Mehr über Mara Laue findet sich auf ihrer Homepage.

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Druckfrisch mit Denis Scheck im Ersten am 23.10.2011 um 23.50 Uhr

Am kommenden Sonntag, den 23. Oktober 2011, heißt es wieder †œDruckfrisch †“ Neue Bücher mit Denis Scheck† im Ersten.

Denis Scheck spricht mit Sibylle Lewitscharoff über den Philosophen Hans Blumenberg und mit Philip Roth über das Leben in Amerika und das Schreiben an sich. Die ganz persönliche Empfehlung von Denis Scheck und Stargast Umberto Eco lautet: Dante lesen!

Die Macher von „Druckfrisch“, Andreas Ammer und Denis Scheck, haben den Deutschen Fernsehpreis 2011 in der Kategorie „Besondere Leistung Information“ erhalten.

„Intelligent und immer mit einem Schuss Selbstironie spricht Literaturkritiker Denis Scheck mit Autorinnen und Autoren über ihre Erfahrungen, Hoffnungen und Befürchtungen, ihre Ansichten über Leben und Tod †“ und natürlich über ihre neuen Bücher“, heißt es in der Begründung der Jury.

Bücher

Blumenberg von Sibylle Lewitscharoff

Denis Scheck führt ein Gespräch mit Sibylle Lewitscharoff über ihren großartigen neuen Roman, in dem ein Löwe im Arbeitszimmer des Philosophen Blumenberg auftaucht und so, ohne eigentlich etwas zu tun, die Welt verändert.

Kurzbeschreibung
Groß, gelb, gelassen: mit berückender Selbstverständlichkeit liegt eines Nachts ein Löwe im Arbeitszimmer des angesehenen Philosophen Blumenberg. Die Glieder bequem auf dem Bucharateppich ausgestreckt, die Augen ruhig auf den Hausherrn gerichtet. Der gerät, mit einiger Mühe, nicht aus der Fassung, auch nicht, als der Löwe am nächsten Tag in seiner Vorlesung den Mittelgang herabtrottet, sich hin und her wiegend nach Raubkatzenart. Die Bänke sind voll besetzt, aber keiner der Zuhörer scheint ihn zu sehen. Ein raffinierter Studentenulk? Oder nicht doch viel eher eine Auszeichnung von höchster Stelle †“ für den letzten Philosophen, der diesen Löwen zu würdigen versteht? Das Auftauchen des Tieres wirkt in mehrerlei Leben hinein, nicht nur in das Leben Blumenbergs. Ohne es zu merken, gerät auch eine Handvoll Studenten in seinen Bann, unter ihnen der fadendünne Gerhard Optatus Baur, ein glühender Blumenbergianer, und die zarte, hochfahrende Isa, die sich mit vollen Segeln in den Falschen verliebt. »Blumenberg« ist nur nebenbei eine Hommage an einen großen Philosophen, vor allem ist es ein Roman voll mitreißendem Sprachwitz, ein Roman über einen hochsympathischen Weltbenenner, dem das Unbenennbare in Gestalt eines umgänglichen Löwen begegnet.

Nemesis von Philip Roth

Zwar hat er auch in diesem Jahr wieder nicht den Nobelpreis bekommen, aber Philip Roth ist dennoch einer der größten Schriftsteller unserer Zeit. Denis Scheck unterhält sich mit ihm über New York, über Leben und Schreiben, über Gott und die Welt und natürlich über seinen letzten Roman „Nemesis“.

Kurzbeschreibung
Eine schreckliche Epidemie bedroht im brütend heißen Sommer von 1944 die Einwohner von Newark: Polio. Der Sportlehrer Bucky Cantor kümmert sich hingebungsvoll um seine Schüler. Nach Ausbruch der Krankheit versucht er, in einer von Angst, Panik und Leid gezeichneten Situation die Ruhe zu bewahren, doch vergeblich. „Nemesis“ ist die Geschichte eines jungen Mannes in Amerika mit besten Absichten, der einen aussichtslosen Kampf führt. In seinem neuen Meisterwerk zeichnet Roth mit bestechender Präzision und großer Einfühlungsgabe jeden Schritt von Cantors Weg in die persönliche Katastrophe.

Commedia (Göttliche Komödie): I.Commedia. In deutscher Prosa von Kurt Flasch. II.Einladung, Dante zu lesen von Dante Alighieri und Kurt Flasch

Dieses Mal gibt es eine ganz persönliche Empfehlung von Denis Scheck und Stargast Umberto Eco: Dante lesen! Im Fokus steht dabei Kurt Flaschs Neuübersetzung von Dantes „Commedia“, erschienen zusammen mit dem Band „Einladung, Dante zu lesen“.

Kurzbeschreibung
Dantes Commedia ist wie der Dom, der zu seiner Zeit in Florenz entstand.: Zahllose Ein- und Ausgänge führen unter eine große Kuppel, in der die Geschichten und Figuren, die Biographien und das Wissen ihrer Zeit unendlich nachhallen. Seine „Commedia“ durchmisst den gesamten metaphysischen Kosmos der damaligen Zeit – Hölle, Fegefeuer und Paradies – und durcheilt gleichzeitig die dunklen Gassen und verschwiegenen Hintertreppen seiner Zeit. Das Buch war Vision wie Skandal.
Mit seiner Übertragung legt Kurt Flasch die Frucht seiner lebenslangen Dante-Bschäftigung vor. Seine elegante Sprache, seine Kunst zur plastischen Darstellung und sein enzyklopädisches Wissen greifen in einander und erschließen Dantes Kosmos neu. Kurt Flasch entdeckte, dass nicht der Vers, sondern der Satz das eigentliche Architekturelement Dantes ist und übersetzt sein Meisterwerk in eine rhythmisch federnde Prosa, die die Farben der Details, die erzählerische Brisanz seiner Stimmen hervorhebt.
In seiner „Einladung, Dante zu lesen“ führt er den Leser durch diese Welt der falschen Päpste und wahren Sünder, der antiken Liebenden und verfluchten Despoten. Hinter dem Meisterwerk und Meilenstein der europäischen Kunst entdeckte er ein Labyrinth der Geschichten und legt so die Kontur einer Epoche frei.

Der Friedhof in Prag von Umberto Eco

Ein weiterer Tipp ist Umberto Ecos neuer Roman „Der Friedhof in Prag“.

Kurzbeschreibung
Paris, 1897. Der Italiener Simonini erwacht in einer Pariser Wohnung ohne Erinnerung an die vergangenen Tage. Er beginnt Tagebuch zu schreiben, um sich von seiner Kindheit über die Erlebnisse während des Risorgimento und der Pariser Kommune an die Gegenwart heranzutasten. Doch während er schläft, kommentiert jemand seine Einträge und entlarvt Simonini nicht nur als durchtriebenen Fälscher und Agenten, sondern auch als höchst gefährlichen Antisemiten und Mitverfasser der Protokolle der Weisen von Zion. Atemberaubend virtuos spielt Umberto Eco mit historischen Fakten und literarischer Fiktion, mit Wahrheit und Fälschung, mit Identität und Erinnerung.

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Denis Scheck kommentiert weiterhin die aktuellen Spiegel-Bestseller der Belletristik.

Wiederholungstermine: EinsPlus, Mo, 24.10.11 um 19.30 Uhr und 3sat, So, 30.10.11 um 13.30 Uhr

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Quelle: DasErste