Seelen im Kino mit Ian Somerhalder als Ian O’Shea

Die Gerüchte um die Verfilmung von Stephenie Meyers Bestseller „Seelen“ (orig. Titel The Host) werden konkreter. Letztendlich bleiben es aber Gerüchte, denn von offizieller Seite wurde noch nichts bestätigt.

Laut IMBD (The Internet Movie Database) soll Seelen bereits im nächsten Jahr in die Kinos kommen. Chockstone Pictures und Nick Wechsler haben sich die Rechte an der Verfilmung gesichert und Andrew Niccol als Regisseur angeheuert.

Ian Somerhalder soll die Rolle des Ian O’Shea spielen. In Deutschland wurde er vor allem durch seine Darstellung des Damon Salvatore in der Fantasy-Serie The Vampire Diaries bekannt.  Die Rollen von Melanie †œMel† Stryder, Wanderer / Wanda, Jamie Stryder, Uncle Jeb, Jared Howe, Kyle O†™Shea sind noch nicht besetzt.

Kurzbeschreibung
Planet Erde, irgendwann in der Zukunft. Fast die gesamte Menschheit ist von sogenannten Seelen besetzt. Diese nisten sich in die menschlichen Körper ein und übernehmen sie vollständig – nur wenige Menschen leisten noch Widerstand und überleben in den Bergen, Wüsten und Wäldern. Eine von ihnen ist Melanie. Als sie schließlich doch gefasst wird, wehrt sie sich mit aller Kraft dagegen, aus ihrem Körper verdrängt zu werden und teilt ihn fortan notgedrungen mit der Seele Wanda. Verzweifelt kämpft sie darum, ihren Geliebten Jared wiederzufinden, der sich mit anderen Rebellen in der Wüste versteckt hält – und im Bann von Melanies leidenschaftlichen Gefühlen und Erinnerungen sehnt sich auch Wanda mehr und mehr nach Jared, den sie nie getroffen hat. Bis sie sich in Ian verliebt … Der ungewöhnliche Kampf zweier Frauen, die sich einen Körper teilen müssen, eine hinreißende Liebesgeschichte und die wohl erste Dreiecksgeschichte mit nur zwei Körpern.

Mehr Infos über Stephenie Meyers Roman „Seelen“ und die erste Berichterstattung über die mögliche Verfilmung des Stoffes findet ihr hinter den Links.

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Bestseller für Apples iPad werden von Random House und Lübbe bestimmt

Ende Januar 2010 hat Apfelquak noch berichtet, dass das neue iPad von Apple ohne Bookstore in Europa auf den Markt kommt. Mittlerweile ist die Meldung längst überholt, und die Applikation für den virtuellen Buchladen läuft einwandfrei. Bestellte Bücher wandern übersichtlich und staubfrei in einem Bücherregal  aus (vermutlich) Deutscher Eiche.

Die aktuellen Top Charts werden von Büchern der Verlagsgruppen Random House / Bertelsmann und Lübbe bestimmt. Stieg Larssons Bestseller (erschienen bei Heyne) Verblendung und Verdammnis werden für 8,99 Euro angeboten, im Buchhandel kosten beide Taschenbuchausgaben 9,95 Euro. Der Bassermann Verlag ist mit dem nicht lieferbaren Titel „Handbuch der Beschimpfungen“ für 2,49 Euro auf Platz 1 angesiedelt. Ken Folletts 1983 bei Goldmann erschienener Krimi „Dreifach“ ist für 6,49 Euro statt für 7,99 Euro erhältlich. Aber auch Neuerscheinungen aus dem März 2010 wie Ian Rankins „Ein reines Gewissen“ (Manhattan Verlag) oder Sarah Larks „Das Gold der Maori“ (Lübbe Verlag) sind mit 3 bis 4 Euro deutlich unter dem handelsüblichen Buchpreis zu bestellen.

Ehrlich, das neue iPad ist fantastisch! Handlich, übersichtlich, schnell, vielseitig – nur zum Lesen eines Buches, vielleicht draußen im Sonnenlicht, ist es gänzlich ungeeignet. Egal wie man es hält, entweder man sieht ein Stück vom Himmel, das Grün der Bäume oder das eigene Gesicht. Die Oberfläche reflektiert alles und verhindert die Sicht auf die Schrift.

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Twilight: Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl ab 07.06. kostenlos online lesen

Vom 07.06.2010 bis 06.07.2010 steht auf breetanner.com der neue Roman von Stephenie Meyer im Original kostenlos online zum Nachlesen zur Verfügung.

Wegen der Veröffentlichung von „Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl – Das kurze zweite Leben der Bree Tanner“ (orig. Titel „The Short Second Life of Bree Tanner“) am 05.07.2010, hat die Autorin Stephenie Meyer in einem Interview auf twilightsaga.com weitere Einzelheiten zur Entstehung der Novelle veröffentlicht.

Sie berichtet darin, dass sie anfangs nicht besonders fasziniert von der Figur Bree war. Während sie an „Eclipse / Bis(s) zum Abendrot“ arbeitete, spielte sich viel hinter den Schauplätzen an denen Bella sich bewegte ab. Weil sie auf Bella konzentriert war, konnte sie nicht zu tief in die Geschichte der „Neugeborenen Vampire“ eintauchen, aber die allgemeine Vorstellung von dem, was sie vorhatten, blieb in ihrem Kopf. Sie musste, während sie die Handlung entwickelte, parallel die „Neugeborenen“ im Auge behalten. Schließlich habe sie in den Monaten Mai und Juni in einem Kalender eingetragen, was gerade mit Bella passierte und sich zur gleichen Zeit in Seattle abspielte. So wurde die Geschichte von den Neugeborenen ein größerer Bestandteil von Eclipse. Die Tatsache, dass sie keine Möglichkeit hatte, diese Details in Eclipse einfließen zu lassen, bedrückte die Autorin nach eigenen Angaben.

Bree Tanner ist der einzige namentlich genannte neugeborene Vampir in Eclipse, der Kontakt zu den Cullens hat und den Volturi auf der Lichtung begegnet. Bree lebt am längsten und ist somit die einzige, die die Geschichte erzählen kann. Sie war nicht geplant und hat sich erst im Laufe der Geschichte entwickelt. Sobald Stephenie Meyer mit dem Schreiben aus Brees Sicht begonnen hatte, wurde die Figur für die Autorin wirklich lebendig – so sehr, dass, als das unvermeidliche Ende näher kam, es für sie wirklich deprimierend war, sie ein zweites Mal sterben zu lassen.

Stephenie Meyer berichtet in dem Interview weiter, dass ihr Verlag den Vorschlag zur Veröffentlichung der Kurzgeschichte um Bree Tanner gemacht hat. Demnach war sie selbst überrascht, dass ihre „kurze“ Geschichte bereits fast 200 Seiten lang war.
Wichtig war ihr, dass das Buch noch vor dem Kinostart von Eclipse in den Handel kommt, weil das Gesamtbild in dem Film, in dem z.B. die Ereignisse in Seattle eingeflossen sind, abgerundet wird.

Es ist das dritte Mal, dass Stephenie Meyer Teile der  „Twilight-Saga“ aus einer anderen Perspektive als Bellas geschrieben hat. Nach Edwards und Jacobs Sicht hat es der Autorin Spaß gemacht, mit Bree einen weiteren Charakter herauszuarbeiten.

In „Breaking Dawn / Bis(s) zum Ende der Nacht“ beschreibt Bella wie es ist, ein Vampir zu werden. Jetzt hat der Leser die Chance zu erfahren, wie die Verwandlung bei Bree Tanner abläuft. Während Bella vorbereitet in ihr neues Leben geht, hat Bree keine Vorstellung davon, was mit ihr geschieht.

Auf die Frage, ob Stephenie Meyer beabsichtigt weitere Charaktere aus der Twilight-Saga herauszuarbeiten, antwortete sie ausweichend. Demnach könnte sie kurze Geschichten über jeden ihrer Charaktere schreiben. Es gäbe Stoff genug für weitere Novellen, Romane oder gar neue Buchreihen. Einige der Geschichten wären schon klar vorgegeben.; so z.B. die über Aro in der ersten Zeit, Marcus und Didyme, Jane und Alec, Charlotte und Peter, Alistair, der Denalis. Die meisten dieser Geschichten findet Stephenie Meyer nicht so wichtig wie die von Bree, weil sich diese direkt auf die zentrale Handlung bezieht.

In den USA erhält das Rote Kreuz 1 Dollar von jedem verkauften Exemplar von „The Short Second Life of Bree Tanner“. Die Autorin möchte damit weiterhin die Krisengebiete in Haiti und Chile unterstützen, weil sie nicht mehr im Mittelpunkt der Medien stehen.

Die Hardcover-Ausgabe von „The Short Second Life of Bree Tanner“ kostet bei Amazon.com 6,99 US-Dollar. „Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl“ ist in Deutschland im Carlsen Verlag erschienen und für 15.90 Euro im Buchhandel erhältlich.

Die vielen, vor allem jugendlichen Fans sollten sich bei diesem Preis vielleicht überlegen, ob sie nicht den Versuch starten wollen, das Angebot von Stephenie Meyer, die 200 Seiten online kostenlos im englischen Original zu lesen, annehmen sollten.

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Lesenswert! Das Leben ist kein Ponyhof von Lara Fritzsche [Rezension]

Lesenswert! Das Leben ist kein Ponyhof von Lara Fritzsche [Rezension]

„Das Leben ist kein Ponyhof†œ von Lara Fritzsche, mit dem Untertitel „Die unbekannte Welt der Abiturienten†œ, erschien 2009 bei Kiepenheuer & Witsch. In einer geglückten Mischung aus Fiktion und Sachbuch wird hier die Alltagswelt einer Kölner Abiturklasse beschrieben, die Fritzsche ein Jahr lang begleitet hat. Der zeitliche Bogen reicht vom Winter vor dem Abitur bis zum Winter nach dem Abitur, umspannt also die Zeit des Lernens, der Prüfungen, Abi-Ball und -Fahrt und schließlich die verschiedenen Aufbrüche danach. Ausdrücklich möchte die Autorin den medial vermittelten Extrembeispielen †“ zwischen Komasaufen und Preisverleihungen †“ entgegenwirken, indem sie die alltägliche Normalität in den Fokus rückt. Die Bandbreite der Themen ist wirklich umfassend: Schule, Internet, Bildungsghetto Gymnasium, Party und Alkohol, Sex und Freundschaften, Prüfungen und Bewerbungsgespräche, Essproblematiken, Ablösung von den Eltern, Zukunftssorgen und Ideologien, schließlich auch die ersten Zerfallserscheinungen im Freundeskreis – es fehlt eigentlich kein Aspekt.

Lara Fritzsche hat ihr gesammeltes Material nach eigenen Aussagen in ihrem Figurenkreis verdichtet. Ebenso erfolgreich bündelt sie die Themen in achtzehn aussagekräftige Kapitel, die je nach Interessenschwerpunkt immer wieder aufgeschlagen werden können. Dabei kommen aber nicht nur „Alexa†œ, „Sophia†œ, „Tim†œ und „Jan†œ zu Wort, sondern ebenso Umfrageergebnisse, Statistiken und soziologische Studien. So bietet jeder Themenkomplex eine recht zuverlässige Datenbasis in einer anschaulichen Kombination. Naturgemäß erscheint einem dabei nicht alles neu †“ das ist nicht Fritzsches Versagen, sondern liegt darin begründet, dass bestimmte entwicklungspsychologische Konstanten nun mal nicht in jeder Generation neu erfunden werden.

Umso interessanter wird es dort, wo die beschriebene Generation deutlich definierten Veränderungen gegenübersteht: den Kommunikationsmöglichkeiten im Internet, dem Verhältnis zu den Eltern und damit zur „Rebellion†œ, dem „reformierten†œ Universitätsbetrieb, dem scheinbaren Post-Feminismus. Dies sind einige der augenfälligsten Prägestöcke dieser „Generation Casting†œ, wie Fritzsche sie bezeichnet – und sie prägen im Übrigen nicht nur die Altersklasse der Abiturienten. Fritzsche ist dabei ein Glücksfall für das Projekt: sie ist selbst nur fünf Jahre älter als ihre knapp volljährigen Kontakte und kann deren Sprache ohne Peinlichkeit protokollieren. Anbiederung findet nicht statt. Zugleich ist sie aber eben doch entscheidende fünf Jahre älter und wo die Abiturienten noch sehr mit sich selbst beschäftigt sind, verlängert Fritzsche deren Material in den gesellschaftlichen Kontext hinein.

Im Kapitel über das ‚Leben im Internet‘ zu Anfang des Buches wird detailliert dargestellt, wie selbstverständlich die Inszenierung im Netz für die „Digital Natives†œ ist. Hier geht es noch viel um Spaß und um das Gestalten eines möglichst interessanten Profils; außerdem zeigt Fritzsche nachvollziehbar, wieviel echte Kommunikation und gegenseitige Zuwendung über virtuelle Kanäle stattfindet †“ soziale Netzwerke eben. Die meisten sind sich über die Bedingungen, unter denen das funktioniert, im Klaren und akzeptieren trocken, wenn Daten und Bilder ohne ihre Kontrolle weiterwandern. Im späteren Teil des Buches verbindet Fritzsche diesen Darstellungsdrang und -zwang aber auch mit den Gesetzmäßigkeiten außerhalb des Internets.

„Für sich werben, sich anpreisen, sich verkaufen – das kennen sie alle. Sie gehören zur Generation Casting †“ müssen immer und überall bereit sein, sich ordentlich zu präsentieren. Isabell musste erst unbezahlt Probe arbeiten im Club, bis sie als Kellnerin engagiert wurde. Sogar Tobi und Dennis mussten für ihre Zivijobs über ihre Stärken und Schwächen Auskunft geben und das, obwohl sie voraussichtlich Flure kehren und Mahlzeiten umherkutschieren werden. Selbst für einen Babysitterjob musste Dani einmal einen Lebenslauf einreichen, sich dem Fragenkatalog der Eltern stellen und danach unter Aufsicht eine unbezahlte Probestunde mit dem kleinen Mädchen verbringen. Nicht ungewöhnlich. Kein Nebenjob ohne Probearbeitstag, kein WG-Zimmer ohne Bewerbungsgespräch, keine Beziehung, ohne nicht vorher einem umfassenden Bildungscheck unterzogen zu werden. Überall wird man geprüft, befragt, durchleuchtet und gebeten, „mal kurz seinen Werdegang zu umreißen.†œ

Gleichzeitig werden die Abiturienten mit Erwartungshaltungen seitens bereits etablierter gesellschaftlicher Instanzen †“ zum Beispiel in den Medien oder von der Elterngeneration †“ konfrontiert, die an ihrer Situation vorbeizuzielen scheinen.

„Die Vorwürfe an ihre Generation kennen sie nur allzu gut. Hier ein Leitartikel, dort ein Dossier. Gerade ist wieder in einer überregionalen Zeitung ein Essay über die Jugend ohne Ideale erschienen. Auch in diesem Text kommen sie nicht so gut weg. „Wie sind denn die ganzen Journalisten zu ihren Jobs bei FAZ und Co. gekommen? Haben die ihre Chefs alle beim Kiffen kennengelernt oder was?†œ polemisiert [Jana]. Die Freunde lachen, sie haben den Artikel auch gelesen und sich schon darauf gefreut, wie Jana sich darüber aufregen würde. „Nein, Quatsch, ich weiß es†œ, fährt sie fort, „wahrscheinlich kennen die sich von einer Demo, und weil der Autor so engagiert gegen den Vietnamkrieg angebrüllt hat, bekam er gleich ein eigenes Büro und `ne junge Sekretärin, die Revoluzzer spielt, wenn er Bock drauf hat. […] Jana spricht ihr aus der Seele. Sie kennt diese Forderungen nach Auflehnung und Rebellion nur zu gut. Ihrem Vater fällt es schwer, die passive Reaktion der Tochter auf die veränderten Bedingungen zu verstehen, wo sie doch sonst so schlau und aufgeweckt ist. Dieses Übermaß an Pragmatismus ist ihm fremd. Er will nicht glauben, dass seine alte Allzweckwaffe, das Demonstrieren, nichts mehr bringt. Aber die Welt, wie sie heute ist, verändert nicht mehr der Kanzler, sondern der Markt. Und der lässt sich nicht umstimmen †“ der reagiert bloß verstimmt.†œ

Spätestens bei dem Kapitel über die Bedingungen eines Bachelor-Studienganges mit dem bezeichnenden Titel Punkt für Punkt / Uni für Anfänger, wird aber klar, wie ernst die veränderten Rahmenbedingungen genommen werden müssen. Das Studium ist jedenfalls auch kein Ponyhof.

Ein anderes verstaubt wirkendes Politikum hat sich eine gewisse Aktualität bewahrt, wie Fritzsche treffsicher herausarbeitet. Vor dem Abitur gilt feministisches Gedankengut zwar als überholt und auch der „Neue Feminismus†œ mit seinen ‚Alphamädchen‘ als unnötig:

Benachteiligung im Beruf, ungleiche Rollenverteilung im Privatleben und Bevormundung durch die Politik? Das gibt†™s doch alles längst nicht mehr, denken Rike, Alexa und Sophia. Ihre Mütter dürften ja auch alles: arbeiten gehen, Geld ausgeben und Entscheidungen treffen. Wieso also auflehnen? Mit den Errungenschaften der Elterngeneration im Rücken scheinen diese Probleme hinfällig geworden zu sein. „Wieso? Wir sind doch längst gleichberechtigt†œ, sagen die heute Dreizehn- bis Zwanzigjährigen. Eine gute Ausgangsposition, um sich selbst als ‚bitch‘ zu bezeichnen. Oder wahlweise wieder ein bisschen mit seiner Mädchenhaftigkeit zu kokettieren. Ein weiterer Trend, der längst sein Maskottchen gefunden hat †“ eine kleine japanische Katze: Hello Kitty.†œ

Doch schon in bestimmten Aspekten von Sexualität wie Pornographie oder Doppelmoral deuten sich Zwiespältigkeiten an, die die Mädchen aber noch offensiv für sich lösbar halten. Im Leben nach dem Schulabschluss treffen sie nun auf uneingestandene Benachteiligungen aufgrund ihres Geschlechts mit denen sie niemals gerechnet hätten. Sie gingen fest davon aus, dass ihre Fähigkeiten und Leistungen immer †“ so wie auf dem Gymnasium †“ angemessen honoriert würden. Auch manche ihrer privaten Strategien †“ ob im Club oder im Zusammenleben †“ stellen sich als Knieschüsse heraus. Und so endet das Kapitel mit der Erkenntnis: „Und ob sie den Feminismus als Bewegung noch brauchen, das beantworten sie auch nicht einstimmig. Aber dass sie an dem Thema als Frauen nicht vorbeikommen, das ist jetzt klar.†œ

Die Einbettung in größere gesellschaftliche Zusammenhänge macht „Das Leben ist kein Ponyhof†œ lesenswert für alle Altersklassen. Lara Fritzsches Gestaltung besticht dabei durch eine besonders angenehme Motivation: echtes Interesse an ‚der unbekannten Welt der Abiturienten‘.

Kurzbeschreibung
Generation ICH.
Nie zuvor ist mehr von Abiturienten erwartet worden: Sie sollen zügig und fleißig studieren, zugleich ihre Träume verwirklichen, fürs Alter vorsorgen und dabei bloß keine Spießer werden. Viele Kinder sollen sie auch noch bekommen – aber was wollen sie selbst? Abiturfeier in einem Kölner Gymnasium. Der Moment, auf den alle so lange gewartet haben, ist endlich da. Stolz und Euphorie liegen auf den Gesichtern von Alexa, Tim und Rike – und ein Hauch Wehmut. Denn jetzt gilt es! Zu keiner Zeit hatten Deutschlands Abiturienten so viele Optionen wie heute: In Australien einen Bachelor machen? In London ein Praktikum? Einen deutsch-französischen Doppelstudiengang? Alles ist möglich, nur Scheitern nicht erlaubt. Ein Jahr lang hat die 25-jährige Journalistin Lara Fritzsche eine Abschlussklasse begleitet. Die Zeit reicht von Silvester, als alle miteinander noch einmal unbeschwert feiern wollen, über die Prüfungen, Abschlussfeiern, Bewerbungen, Auslandsreisen bis zum Umzug und Studienbeginn. Weihnachten treffen sie sich wieder und ziehen Bilanz. Ein Jahr der großen Entscheidungen. Und keine darf vermasselt werden, denn der Druck ist riesig. Lara Fritzsche schildert anschaulich, was heute im Abitur verlangt wird und wie sich Abiturienten darauf vorbereiten. Und warum ein ordentlicher Vollrausch dabei manchmal durchaus zuträglich ist. Was den 18-/19-Jährigen Familie und Freundschaft, Liebe und Sex bedeuten – und was das Internet damit zu tun hat, dass sie reifer und zynischer sind, als es Abiturienten noch vor zehn Jahren waren. Feinfühlig und äußerst unterhaltsam zeichnet sie das Bild einer Generation, die keine Illusionen mehr hat und trotzdem das Gute will, für die Welt und für sich selbst.

Über die Autorin
Lara Fritzsche, geboren 1984, absolvierte nach dem Abitur ein Volontariat beim Kölner Stadt-Anzeiger und arbeitete anschließend dort als Redakteurin im Ressort Bildung. Seither studiert sie Germanistik und Psychologie in Bonn und schreibt als freie Journalistin.

Die 215 Seiten umfassende gebundene Ausgabe von „Das Leben ist kein Ponyhof“ ist am 24.09.2009 im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen und für 17.95 Euro im Buchhandel erhältlich.

Der Lesekreis bedankt sich ganz herzlich bei Gabi für diese schöne aussagekräftige Rezension und beim Verlag Kiepenheuer & Witsch für die Überlassung des Rezensionsexemplares.

Neues von Richelle Mead: Dark Swan/Sturmtochter [Rezension]

Neues von Richelle Mead: Dark Swan/Sturmtochter [Rezension]

Die 26 jährige Protagonistin Eugenie Markham wurde von ihrem Stiefvater Roland zu einer machtvollen Schamanin ausgebildet. Von ihm hat sie auch den Namen Odile Dark Swan, nach dem schwarzen Schwan in Schwanensee erhalten. Sie lebt in Tucson und verdient sich ihren Lebensunterhalt damit, ungebetene magische Geschöpfe, die hier in der realen Welt den Menschen das Leben schwer machen, in die magische „Anderswelt“ zurückzuschicken, oder sie für ewig in das Totenreich der Göttin Persephone zu verbannen.

Odile erhält den Auftrag die 15-jährige Jasmin, die von Aeson, einem der Könige der Feinen, in die „Andere Welt“ entführt wurde, zurückzuholen. Damit begibt sie sich in große Gefahr, denn plötzlich machen ihr sehr viele magische Geschöpfe nicht nur unsittliche Anträge, sondern trachten ihr auch nach dem Leben. Da trifft sie den geheimnisvollen und gut aussehenden Kiyo und verbringt eine leidenschaftliche Nacht mit ihm.

Kiyo und König Dorian, mit dem sie ebenfalls ein erotisches Abenteuer verbindet, wollen ihr bei ihrem schwierigen Auftrag helfen. Doch dann erfährt sie, wer ihr richtiger Vater war und was es mit der dunklen Prophezeiung, die sie betrifft, auf sich hat. Wird sie sich ihrem magischen Erbe stellen?

Die Autorin hat es in dem Fantasy-Roman verstanden den Leser durch magische Geheimnisse, knisternde Erotik und einen gut aufgebauten Spannungsbogen zu fesseln. Einige unvorhersehbare Wendungen im Laufe der Geschichte versetzten einen in Erstaunen, und die offenen Fragen, die uns Richelle Mead hinterlässt, lassen auf eine spannende Fortsetzung hoffen.

Die Geschichte erscheint zu Anfang komplex, aber bereits nach wenigen Seiten hat man sich gut in die Thematik eingelesen. Besonders die flüssige stil- und humorvolle Schreibweise in Ich-Form hat mir gut gefallen, und ich freue mich auf die Fortsetzung in weiteren Büchern mit Odile Dark Swan. Für alle, die das Genre lieben, hat Richelle Mead eine gelungene Alternative für Erwachsene zu ihren Vampire Academy-Büchern, die doch eher die jüngeren Leser unter uns anspricht, geschrieben.

Band 2 der Dark Swan-Reihe erscheint am im September 2010 unter dem Titel „Dornenthron“ ebenfalls im LYX Verlag. Die Schamanin Eugenie Markham alias Odile Dark Swan muss sich noch an ihre neue Rolle als Königin des Dornenlandes gewöhnen und bekommt es mit einem perfiden Gegner zu tun….

Kurzbeschreibung
Eugenie Markham ist eine mächtige Schamanin, die sich ihren Lebensunterhalt damit verdient, Geister und andere übernatürliche Geschöpfe zu bannen, die in die irdische Welt einbrechen. Sie erhält den Auftrag, ein junges Mädchen zu suchen, das vermutlich von Feen entführt wurde. Dazu muss sie selbst in die magische Welt der Feen reisen – ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen. Unterstützung erhält sie von dem geheimnisvollen Gestaltwandler Kiyo, der ihr nach einer leidenschaftlichen Liebesnacht einfach nicht mehr aus dem Sinn will. In der Welt der Feen macht Eugenie außerdem eine Entdeckung, die alles in Frage stellt, was sie bislang zu wissen glaubte.

Über die Autorin
Richelle Mead wurde in Michigan geboren. Sie hat Kunst, Religion und Englisch studiert. Nach dem Erfolg ihres Romans ‚Succubus Blues‘ hat sie mit Vampire Academy ihre erste Jugendbuchserie an den Start gebracht, mit der ihr auf Anhieb der Sprung auf die amerikanischen Bestsellerlisten gelang. Weitere Infos unter: www.richellemead.com

Über den Übersetzer
Frank Böhmert, 1962 in Berlin geboren, hat einen Sommer lang auch mal Schmuck auf Märkten und Rummelplätzen verkauft. Seit 1994 ist er ausschließlich als Literaturübersetzer und Autor tätig. Zu seinen eigenen Veröffentlichungen gehören Hörspiele und Kurzgeschichten. „Der Elefant auf dem Dach“ ist sein erster Roman.#

Dark Swan/Sturmtochter ist am 15.05.2010 im LYX Verlag erschienen. Die Taschenbuchausgabe umfasst 366 Seiten und ist für 12,95 Euro im Buchhandel erhältlich.

Der Leserkreis bedankt sich bei Angie für die schöne Rezension und beim LYX Verlag für die freundliche Überlassung des Rezesionsexemplares.