Heute Morgen habe ich hier 685 Spam-Kommentare gelöscht – gestern waren es zirka 2400, nachdem ich einige Tage nicht ins Dashboard geschaut hatte. Um sie zu löschen, benötige ich immer so um die fünf Minuten. Fünf Minuten, die ich eigentlich nicht verschwenden will – vor allem nicht mit einer derartigen Tätigkeit. Was soll das? Ich blogge hier nun schon seit 2007, aber eine derartige Flut von Spam habe ich bislang nicht erlebt. Haben Louis Vuitton, Nike oder Ray Ban und jede Menge asiatische Firmen es nötig so aggressiv zu werben? Geht´s nur mir so, oder erleben andere Blogs im Moment ebenfalls eine gigantische Flut von Spam? Und weiß jemand, wie man sich besser davor schützen kann?

Lesekreis_Dashboard

Lesekreis_Dashboard_1

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Nachtrag: Inzwischen sind´s aktuell schon wieder 109 neue Spam-Kommentare. 👿

Die alte Häsin_1Auch auf lesekreis.org gibt es freilich eine „Über uns“-Seite – und die Geschichte, die dort erzählt wird, darf hier natürlich nicht fehlen. Weil schon der erste Satz ein ganz großartiger ist: „Lesekreis.org entstand im Grunde genommen eher zufällig….

Diese Zeilen sind aktuell im KLAPPENTEXT zu lesen. Das Literaturprogrammheft des Münchner Kulturreferats ist bereits seit 2008 auf Mission Literatur unter die Münchner zu bringen. Am 1. April 2008 erschien die Nullnummer digital, seit dem 1. März 2009 gibt es den Klappentext auch auf echtem Papier zum Anfassen.

Katrin Schuster ist inhaltlich für das ansprechende Magazin verantwortlich, in dem verlässlich Literaturtermine für Lesungen, Buchpräsentationen, Preisverleihungen oder Feste veröffentlicht werden. Zusätzlich erscheinen Buchbesprechungen, Hörspieltipps und Empfehlungen für Kinder oder aktuelle Informationen zur Literaturszene. In diesem Januar 2014, es ist bereits die 66. Ausgabe (!), beschäftigt sich das Magazin ausführlicher mit der Digitalisierung der Literatur. Zusätzlich werden einige Münchner Blogs vorgestellt:

  • Als „Die Alte Häsin„, deren Blog lesekreis.org als virtuelle Ergänzung zum realen Lesekreis bereits seit 1999 existiert, werde ich bezeichnet. Weiter heißt es dort:

Beide, den analogen und den digitalen Lesekreis gibt es noch heute; Letzterer wird von Heike alleine betrieben – das allerdings mit einer unglaublichen und einer unglaublich heiteren wie andauernden Energie. Sie selbst schreibt: „Lesekreis.org ist für mich ein wichtiger Bestandteil meines Lebens und quasi zu meinem 5. Kind geworden.“ Und genau diese Mutterliebe im besten Sinne liest man auf lesekreis.org eben auch.

Kinder werden ja bekanntermaßen größer, nabeln sich ab und gehen irgendwann ihrer Wege. Bis dahin verändern sich ständig die Prioritäten und die Aufmerksamkeit schwankt. Gerade bei meinem „5. Kind“ habe ich im Moment das Gefühl, dass es mich am wenigsten braucht. Vielleicht kommen diese reizenden Zeilen im Klappentext gerade zur richtigen Zeit. Keine noch so „alte Häsin“ kann sich diesem Appell an die Mutterliebe entziehen. 😉 Vielen Dank dafür!

Blogger schenken LesefreudeDie Geschichtenagentin Dagmar und Christina von Pudelmützes Bücherwelten haben sich eine sehr schöne Aktion zum Welttag des Buches 2013 einfallen lassen und  alle „buchbegeisterten Blogger“ aufgerufen, ein Buch zu verschenken.  Mitmachen dürfen nicht nur Literaturblogs, sondern ebenfalls Autoren-Alltags- und Tech-Blogs oder Facebook-Fanpages, die die Begeisterung für Bücher teilen und an diesem besonderen Tag jemanden durch ein Buchgeschenk anstecken wollen.

Zunächst melden sich alle Teilnehmer hier beim „Blog den Welttag des Buches – Blogger schenken Lesefreude“ an und teilen mit, welches Buch verschenkt werden soll.  Am 23.4.2013, dem Welttag des Buches, veröffentlichen alle teilnehmenden Blogger einen Beitrag, in dem sie ihr Buch verlosen und kurz erklären, wie es zu der Auswahl kam. Leser, die diese Bücher gewinnen möchten, kommentieren eure Beiträge. Die Gewinner werden am 30. April 2013 ermittelt.

Dagmar und Christina sammeln alle teilnehmenden Blogs und veröffentlichen auf Twitter und Facebook, welcher Blog welches Buch verschenkt. Wer so spontan noch keinen Titel angeben möchte, kann noch bis zum 20. April nachmelden.

Für Fragen stehen die beiden Initiatorinnen auf ihrer Facebook-Seite zur Verfügung.

Lasst uns den Welttag des Buches gemeinsam feiern: wir Blogger, wir Leser, wir Buch-Fans – ein schönes Motto und eine großartige Aktion!

Die Musikstudentin Katrin veröffentlicht seit 2009 auf BuchSaiten Rezensionen und Buchtipps – insbesondere aus den Bereichen Musik, Frauenliteratur und Jugendfantasy. Bereits zum vierten Mal ruft Frau von Saiten Kultur- und Literaturblogs zum literarischen Jahresabschluss auf und stellt folgende Fragen:

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?

Pandora im Kongo von Albert Sánchez Piñol
Erscheinungstermin: 8. April 2009 im Fischer Taschenbuchverlag

Pandora im Kongo war im Mai 2012 das dritte Buch in unserem Lesekreis im letzten Jahr. Bei der Wahl wurde ich überstimmt und so habe ich mir den Roman mit sehr gemischten Gefühlen gekauft, da mich die Kurzbeschreibung so gar nicht angesprochen hat. Umso überraschender war das Lesevergnügen. Pandora im Kongo ist ein geschickt konstruiertes Märchen um einen jungen Autor, einen ehrgeizigen Anwalt und einen skrupellosen Mörder in einer fiktiven Welt während des Ersten Weltkrieges. Das Buch ist ungeheuer spannend und ebenso humorvoll – denke gerade an die gerissene Schildkröte Miss Antoinette – und wartet immer wieder mit überraschenden Wendungen auf.

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat?

Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry von Rachel Joyce
Erscheinungstermin: 14. Mai 2012 bei Fischer Krüger

Der Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt und ich habe den Protagonisten Harold zu Beginn seines Fußmarsches von Südengland nach Schottland mit viel Enthusiasmus und Energie begleitet. Aber ich glaube, wir hatten Südengland noch nicht verlassen, als ich bereits gerne wieder umgekehrt wäre. Diese Pilgerreise war mir eindeutig zu klischeehaft, spirituell und vorhersehbar. Harold bringt seinen Brief bestimmungsgemäß zu seiner ehemaligen sterbenden Arbeitskollegin an die schottische Grenze, unterwegs stellt er sich seinen Erinnerungen – letztendlich findet er Klarheit und ganz zum Schluss sogar seine Ehefrau. Vielleicht war meine Erwartungshaltung aufgrund des enormen Werberummels einfach zu hoch.

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Fegefeuer von Sofi Oksanen
Erscheinungstermin: 19. August 2010 bei Kiepenheuer & Witsch

Die Antwort fällt mir leicht. Die 35-jährige finnisch-estnische Autorin und Dramaturgin Sofi Oksanen hat mich in diesem Jahr eindeutig am meisten beeindruckt. Fegefeuer hat mir eine Freundin im Januar 2012 zum Geburtstag geschenkt und der Roman ist bis zum Jahresende mein absolutes Highlight geblieben. Die Story ist hochspannend und äußerst dramatisch. Die Familiengeschichte beginnt vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges und endet in den 1990er Jahren in Estland, wo die Menschen wirtschaftlich, gesellschaftlich und moralisch unter der diktatorischen Gewaltherrschaft Stalins gelitten haben. Die alte Aliide Truu und die junge Zara sind Frauen, die sich wie zufällig begegnen und die doch eine gemeinsame Geschichte verbindet.

Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

Die Tigerfrau von Téa Obreht
Erscheinungstermin: 9. März 2012 im Rowohlt Verlag

Eigentlich achte ich nie besonders auf Cover. Wenn ich das Jahr 2012 in dieser Hinsicht Revue passieren lasse, fällt mir aber spontan Téa Obrehts Die Tigerfrau ein. Vielleicht deshalb, weil ich es in Italien am Strand gelesen habe und das Gelb gerade im Sonnenlicht besonders intensiv leuchtete. Der hochgelobte und vielfach ausgezeichnete Debütroman der 27-jährigen Autorin handelt vom ehemaligen Balkankrieg. Eine junge Ärztin reist mit Impfstoff für ein Waisenhaus in das Grenzgebiet und erfährt unterwegs vom Tod ihres Großvaters, der ganz in der Nähe plötzlich gestorben ist. Die Protagonistin macht sich auf den Weg dorthin und erinnert sich an die Zeit mit ihm.

Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2013 lesen und warum?

Herr der Krähen von Ngũgĩ wa Thiong’o
Erscheinungstermin: 24. August 2011 im A1 Verlag

Der charismatische kenianische Schriftsteller Ngũgĩ wa Thiong’o war im letzten Jahr zu Gast im Literaturhaus München. Spontan habe ich mir seinen 1000 Seiten umfassenden Roman Herr der Krähen gekauft.
„Der Roman ist eine lebendige, ausdrucksstarke Satire über den Prototyp des afrikanischen Despoten, die mit tiefgründigem Humor die Lebensbedingungen in einer zunehmend globalisierten Welt thematisiert. Ngugi wa Thiong o gelingt mit diesem Roman eine umfassende Parabel auf die sozialen, politischen und kulturellen Verhältnisse auf dem afrikanischen Kontinent und dessen Beziehung zum Westen“, heißt es in der Kurzbeschreibung. In diesem Jahr werde ich hoffentlich erfahren, ob das zutrifft. 😉

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Die Blogparade endet heute Nacht um 23.59 Uhr. Wer also noch mitmachten möchte, hat nicht mehr allzu viel Zeit. Inzwischen haben sich zirka 100 Blogs eingetragen – Tendenz steigend… Einige habe ich nachfolgend verlinkt und wünsche allerseits viel Spaß beim Stöbern, Lesen, Leseempfehlungen einholen. Es lohnt sich! Vielen Dank an Katrin für die gelungene Aktion!

Coffee and Books, Libromanie, Umblättern, Zeilenkino, Paperthin, Buzzaldrins, Alles nicht so wichtig, Kiya liest, Wortsammlung, Leselurch, Armariumnostrum, Parallele Welten, amoureux des livres, Ada Mitsou, Heiter bis Wolkig, Mein Bücherreich, Am Lesestrand, Buchpost, buchstapelweise, Lesemomente, Gretchenfrage, Méditerranée Books Blog, Dreamcatchers Rezensionen, Bücher(p)lausch, lesen, schreiben, hören, Im Wunderland der Bücher, Pop Culture and Its Discontents, Mairegen, Buch-Blog um die Ecke, Büchermonster, Mimimiau, Sue´s Welt, Primeballerina´s Books, Serendipity, Dark Angel Mirasun, Selbstbewusst Leben, The Mortal Bookshelf, Lettersalad, Literatur und Internet, Philips Welt, Ina kzeptabel(t), Little Dhampirs, Es wird gelesen…, Bleisatz, Wolke Sieben, LanaBo´s Blog, 35QM, Katties Books, Buchgedanken, Literary Walk, Pimis Bücher, Büchercafé, Paperbackworld, Bücherblog, Winterkatzes Buchblog, Lesewelle, Lesemanie, Stories Dreams Books, Puzzlekind, Natiras Zeit, Susanne Haun, Bücher und mehr…, Kleinbrinas Bücherblog, Gegen den Wind, Lese.Zeichen, Donatas Bücher, Nightingale´s Blog, Seite um Seite, diversionforyou, lesenswert, empfehlenswert, Camellias Kleine Welt, Bücher.Dramen.Leben, Schmetterlings Literaturreise, Bookish, …just another bookaholic…, Bibliomanie, LeseLust & LeseLiebe, Buchkolumne

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Wie die Menschenrechtsorganisation „Reporter ohne Grenzen“ mitteilte, wurden in diesem Jahr 88 Journalisten sowie 47 Blogger und Bürgerjournalisten bei ihrer Arbeit getötet. Das sind mehr als je zuvor, seit Reporter ohne Grenzen 1995 die erste Jahresbilanz veröffentlichte. Des Weiteren wurden in diesem Jahr 879 Journalisten festgenommen, 1993 Journalisten angegriffen oder bedroht, 38 Journalisten entführt, 6 Medienmitarbeiter getötet und 144 Blogger und Internetaktivisten festgenommen. 193 Journalisten sind derzeit im Gefängnis und 73 aus ihrem Heimatland geflohen zeigt die neueste ROG-Bilanz für das Jahr 2012.

Zu den enorm hohen Opferzahlen haben vor allem der Syrien-Konflikt, die Gewalt der Taliban in Pakistan und der Bürgerkrieg in Somalia beigetragen„, sagte ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske in Berlin.

Die Bürgerkriegsländer Syrien und Somalia, das von den Taliban und Stammesrivalitäten destabilisierte Pakistan sowie Mexiko und Brasilien, wo Drogenkartelle die Macht des Staates in Frage stellen, gehörten 2012 zu den gefährlichsten Orten für Journalisten.

In der Türkei, wo sich die Zahl der Festnahmen seit der Verschärfung des Kurdenkonflikts verdoppelte, zählte die Menschenrechtsorganisation die meisten inhaftierten Journalisten und Blogger. Weiterhin in China, wo die Regierung die Zensur vor dem Parteitag enorm verschärfte, sowie in Syrien, im Iran und in Eritrea, das seit Jahren den letzten Platz auf der ROG-Rangliste einnimmt.

Quelle: Reporter ohne Grenzen
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