Bündnis der Sieben 01Philippa Lucinde Violetta Sorokin, kurz Lucy genannt, ist eine Diebin aus Passion. Sie arbeitet eng mit ihrem väterlichen Freund Ethan zusammen. Doch sein letzter Auftrag wird ihr zum Verhängnis. Wer den Nachkommen eines Nephilim, der zu einer der ältesten Familien der Welt gehört, bestiehlt, hat automatisch sein Leben verwirkt. Daniel Levant wird beauftragt, dieses „Problem“ aus der Welt zu schaffen – im wahrsten Sinne des Wortes. Allerdings macht sein Herz ihm einen Strich durch die Rechnung und ein riskantes Abenteuer beginnt.

Der Roman spielt überwiegend vor Weihnachten, dem Fest der Liebe, im London unserer heutigen Zeit. Und um die Liebe mit all ihren Facetten dreht es sich auch maßgeblich in dieser außergewöhnlichen Geschichte. Lucy ist eine junge hübsche Frau, die früh ihre Eltern verloren hat und in verschiedenen Heimen aufgewachsen ist. Letztendlich landete sie auf der Straße, wo sie von Ethan, einem Antiquitätenhändler und Hehler, vor dem Verhungern bewahrt wurde. Er gab ihr ein Zuhause, einen Job und kümmerte sich um sie. Verwegen und mit allen Wassern gewaschen ist sie unschlagbar in ihrem Metier. Als sie jedoch ihrem vermeintlichen Henker gegenübersteht, ahnt sie nicht ansatzweise, wie sich ihr Leben durch die mehr oder weniger zufällige Begegnung verändern wird.

Daniel Levants Vergangenheit dagegen reicht viele Jahrhunderte zurück. Er ist als Wiedergeborener gebunden an das älteste Syndikat der Welt, der mysteriösen Bruderschaft der anonymen Meister. Zu seinem Leidwesen kann er sich an seine vorherigen Leben und Taten genau erinnern. Im Grunde genommen ist Daniel nämlich ein Auftragskiller der besonderen Art. Daniels Kuss verspricht nicht nur unendliche Wonnen, er kann auch den Tod bedeuten – den sanften Tod. Doch mit diesem Auftrag stößt er endgültig an seine Grenzen. Obwohl es ein unentschuldbares Vergehen ist die mit Blut unterzeichneten Verträge zu brechen, kann er das ihm in diesem Auftrag gestellte Ultimatum nicht einhalten. Allen Widrigkeiten zum Trotz steht er zu seinen Gefühlen und versucht, Lucy vor den dunklen Mächten zu beschützen.

Gleich bei ihrer ersten Begegnung knistert es zwischen Daniel und Lucy und es entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die eigentlich den Untergang für beide bedeutet. Es bleibt ihnen auch nicht viel Zeit ihren Verfolgern zu entkommen, da ein beschworener Dämon mit ins Spiel gebracht wird.

Trotz ihres befremdlichen und manchmal skrupellosen Typus kommt man nicht umhin, diesem ungewöhnlichen Paar Sympathie entgegen zu bringen. Jeder einzelne Charakter in diesem, mit vielen paranormalen Elementen gespicktem Roman, ist sehr gut ausgearbeitet – sei es nun der diabolische Vater von Kolja, der einem so manchen eiskalten Schauer über den Rücken jagt, oder die liebenswerten, manchmal ein wenig skurrilen Freunde von Lucy und Daniel, die alles riskieren, um dem Paar zur rechten Zeit zur Seite zu stehen.

Die Autorin Swantje Berndt schafft es, den Spannungsbogen in diesem ungewöhnlichen Roman, der gleichermaßen fasziniert und erschüttert, konstant zu halten. Ihr eindrucksvoller Schreibstil hat mich tief in die Geschichte hineingezogen und nur ungern habe ich sie, nach dem für mich überraschenden Ende, wieder verlassen. Diese einzigartige Story hat noch viel Potenzial. Unzählige Fragen sind offen und spannende Rätsel gilt es zu lösen, weshalb ich hoffe und mir wünsche, dass die Fortsetzung nicht allzu lange auf sich warten lässt. Dunkel, ein wenig grausam und doch gefühlvoll, verflochten mit atemloser Spannung hat dieser Roman seinen ganz eigenen Charme, dem man sich nur schwer entziehen kann.

Der Lesekreis bedankt sich herzlich bei Angie für diesen schönen und ausführlichen Einblick in Swantje Berndts neuen Roman „Der Tod und die Diebin“ und beim Sieben Verlag für die freundliche Überlassung eines Rezensionsexemplares.

Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: Mai 2013 im Sieben Verlag (212 Seiten)
Wer zum ältesten Syndikat der Welt gehört, sollte sich nicht in sein potenzielles Opfer verlieben. Daniel Levant ist ein Wiedergeborener, der sich Leben für Leben an die Bruderschaft der anonymen Meister bindet. Als er auf die Diebin Lucy Sorokin angesetzt wird, gerät er an die Grenzen seiner jahrhundertealten Disziplin. Fasziniert ihn zunächst ihre Skrupellosigkeit, muss er bald erkennen, dass Lucy sein Herz gestohlen hat. Lucy ist Diebin aus Leidenschaft. Dass sie ausgerechnet dem Nachkommen eines gefallenen Engels einen magischen Ring stiehlt, wird für sie erst zum Problem, als der Nephilim den anonymen Meister Daniel auf sie ansetzt.

Über die Autorin
Swantje Berndt wurde 1970 in Kassel geboren, zog während des Studiums in Deutsch und Chemie von Göttingen nach Berlin, um schließlich in einer hübschen Kleinstadt im Teltow Fläming mit ihrem Mann, ihren drei Kindern, zwei Beaglen und einem rotgetigerten Kater Wurzeln zu schlagen. Zwischen Rapsfeldern, Windrädern und einem endlosen Horizont werden die Geschichten von bedingungsloser Liebe, tödlicher Gefahr und dem Streben nach unbegrenzter Freiheit gesponnen und zu Romanen verwoben, die über bedruckte Seiten den Hauch des Fantastischen in die reale Welt tragen. Neben dem Schreiben interessiert sich die Autorin für Tanzen, Yoga, gute Geschichten mit tiefen Gefühlen und alles, was ihr Einblick in die Seelen und Gedanken der Menschen und damit ihrer Helden verschafft. Wer möchte, findet Swantje Berndt auch auf Facebook.

Wo die Nacht beginntDie Hexe und Historikerin Diana Bishop ist mit ihrem Gefährten, dem Vampir Matthew de Clermont, nach London in das 16. Jahrhundert geflüchtet. Diana hofft, hier eine Hexe zu finden, die ihr hilft, den Umgang mit ihren magischen Kräften zu lernen und Erfahrungen zu sammeln. Weiterhin sind die beiden auf der Suche nach dem geheimnisvollen Buch „Ashmole 782„.

Schnell werden Diana und Matthew nach ihrer Zeitreise mit dem Alltagsleben konfrontiert, so dass es für sie nicht einfach ist, ihre Ziele kontinuierlich zu verfolgen. Die Suche nach einer Lehrerin für Diana gestaltet sich schwieriger als gedacht und auch „Ashmole 782“ ist in dieser Epoche verschollen. Matthew muss sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen, denn er durchlebte dieses Zeitalter schon einmal. Sie treffen auf alte, mysteriöse Freunde und auf eine Vielzahl an Problemen. Ihre Beziehung wird weiterhin auf die Probe gestellt, auch anno 1590 verbietet es der Pakt der Kongregation, dass sich eine Hexe und ein Vampir verbinden. Werden die beiden gemeinsam ihre Ziele erreichen und herausfinden, wo sich „Ashmole 782“ befindet und welche Mysterien es verbirgt?

Wo die Nacht beginnt“ ist nach „Die Seelen der Nacht“ (2011) der zweite Teil der „All Souls-Trilogie“ der US-amerikanischen Autorin Deborah Harkness. Man muss sich nicht lange mit ausschweifenden Wiederholungen herumschlagen, denn das Buch beginnt genau dort, wo der erste Teil aufhört. Gleich zu Beginn landet man mit den beiden Protagonisten in der Old Lodge, einem von Matthews vielen Anwesen. Viel Zeit zum Eingewöhnen bleibt den beiden nicht. Sie werden direkt von den ehemaligen Angestellten und Vertrauten in Empfang genommen. Zunächst muss sich Diana mit ganz banalen Dingen wie Sprache und Kleidung auseinander setzen, da ihre Fremdartigkeit sofort auffällt. Die Historikerin in ihr brennt darauf, das unbekannte Leben zu erkunden und zu entdecken, doch verhalten sich die Menschen in dieser Zeit ganz anders als im 21. Jahrhundert. Matthew hingegen findet sich schnell in der Vergangenheit zurecht. Bevor die beiden eine Hexenlehrerin für Diana finden, wird Matthew zu seinem Vater nach Sept-Tours in Frankreich zitiert. Hier befindet sich der Familiensitz der de Clermonts, einer der Schauplätze in diesem Buch, an dem wir mehr über Matthew erfahren und das Oberhaupt der Familie kennenlernen. Diana wird auf die Probe gestellt und muss beweisen, dass sie auch als Hexe sehr wohl die Auserwählte für Matthew ist.

Nach ihrer Rückkehr in London wird Diana endlich fündig und lernt die ansässigen Hexen kennen. Nach einigem Zögern erklären sie sich bereit, ihr dabei zu helfen, ihre außergewöhnlichen Kräfte und Fähigkeiten einzusetzen. Dabei werden einige unvermutete und überraschende Geheimnisse gelüftet und gleichzeitig neue Fragen aufgeworfen. Auch der Suche nach „Ashmole 782“ werden Diana und Matthew Königin Elisabeth I. vorgestellt und von ihr an den kaiserlichen Hof in Prag zu Kaiser Rudolf geschickt. Hier verbringen die beiden eine aufregende Zeit, bevor sie wieder zurück nach London und in die Zukunft kehren.

Dieser fast 800 Seiten umfassende Roman ist ein wahrer Pageturner und liest sich genauso flüssig wie der erste Teil. Die Story ist es ein meisterhaft geschriebener Mix aus Historie und Fantasy. Matthew und Diana kommen sich noch näher in dem Band und wir erfahren sehr viel mehr über die Herkunft des geheimnisvollen Vampirs. Diana entwickelt sich weiter und wird selbstbewusster und stärker. Besonders gut haben mir die wundervollen bildhaften Beschreibungen der Handlungsorte gefallen. Dieses Buch ist so facettenreich wie seine Protagonisten. Sehr sympathisch fand ich Mary Sidney, die Countess of Pembroke, die sich mit Diana anfreundet und Goody Alsop, die Lehrerin von Diana. Auch die Momente, in denen die beiden der Königin von England gegenüberstehen,  sind spannend und interessant, denn das höfische Geplänkel ist gespickt mit Doppeldeutigkeiten. Faszinierend authentisch wird dieses Buch durch die vielen historischen Begebenheiten und Personen, die die Autorin geschickt in die Geschichte einwirkt. Sowohl die Hexenverfolgungen in England als auch unzählige bekannte Schriftsteller, Künstler und Dramatiker wie Shakespeare, Christopher Marlowe oder der Astronom Thomas Harriot fließen in die Handlung ein

Mir persönlich fiel der Abschied aus der Vergangenheit genauso schwer wie Diana, die fast ein Jahr ihres Lebens dort verbringt. Viele Geheimnisse sind nicht aufgeklärt und vor allem ist die Suche nach „Ashmole 782„, dem Buch über den Ursprung von Dämonen, Hexen und Vampiren, nicht abgeschlossen, insofern bin ich sehr neugierig auf die Fortsetzung und hoffe, dass sie bald erscheint. Ich vergebe alle zur Verfügung stehenden Sternchen für diesen wunderbaren epischen Ausflug in das London vergangener Zeit.

Der Lesekreis bedankt sich ganz herzlich bei Doc für diese schöne ausführliche Buchbesprechung und beim Blanvalet Verlag für die freundliche Überlassung eines Rezsensionsexemplares.

Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 18. März 2013 bei Blanvalet (800 Seiten)
Die größte Liebesgeschichte seit Romeo und Julia
Ihre Liebe ist stärker als jede Regel, stärker als die Zeit und das Leben selbst. Doch als Diana und Matthew im elisabethanischen London angekommen sind, werden sie auf eine harte Probe gestellt. In einer Welt der Spione und der Täuschung muss Diana einen Tutor finden, der sie in der fortgeschrittenen Hexenkunst unterweist, während Matthew unfreiwillig mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird. Und welche Rolle spielt der enge Kreis von Matthews Freunden, die einst die geheimnisvolle „Schule der Nacht“ gründeten und ihre gemeinsame Zukunft bedrohen? Nach ihrem großen Erfolg „Die Seelen der Nacht“ ist Wo die Nacht beginnt“ (Leseprobe)  Deborah Harkness‘ zweiter Roman.

Über die Autorin
Deborah Harkness ist Professorin für europäische Geschichte an der University of Southern California in Los Angeles. Für ihre wissenschaftlichen Arbeiten erhielt sie bereits mehrfach Stipendien und Auszeichnungen. Sie schreibt außerdem ein preisgekröntes Wein-Blog (goodwineunder20.blogspot.com).

Blanche 03Die Weltstadt Paris, in der das Leben normalerweise Tag und Nacht pulsiert, droht im Chaos zu versinken. Und Blanche, die die Trennung von ihrem geliebten Dämon nur sehr schwer verkraftet, steckt mittendrin. Denn nicht nur Saetan möchte Blanche in seine Gewalt bringen, auch die Gendarmerie und das Militär, die sie für die Verwüstungen verantwortlich machen wollen, jagen sie.
Der Sohn des Teufels hat unwiderruflich bindende Verträge gebrochen und so das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse, die Balance zwischen Himmel und Hölle, erheblich ins Wanken gebracht.

Das kann Micael, Blanches Arbeitgeber und Erzengel, natürlich nicht zulassen und entwirft einen verwegenen Plan. Damit nicht genug, auch die Mafiabosse haben beschlossen, zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt, ihre entscheidenden Macht und Revierkämpfe auszutragen. Ein gewaltiger Showdown steht also unmittelbar inmitten der arg gebeutelten Stadt bevor…

Saetens Thron wackelt bedrohlich, doch noch bezieht er aus einer bisher unbekannten Quelle Energie für seine Macht. Als ein schrecklicher Verdacht über die Herkunft der Quelle zur Gewissheit wird, muss er unter allen Umständen aufgehalten werden. Nur mit vereinten Kräften können Blanche und ihre Mitstreiter es schaffen, Saetan zu stürzen. Doch wer sich einmal in sein Reich begibt, kann es ohne seine Zustimmung nie mehr verlassen. Sie müssen schnell handeln, sonst ist alles verloren, wofür sie gekämpft haben.

Beliar, Blanches Halt und große Liebe, taucht zum richtigen Zeitpunkt wieder auf, um mit ihr und einem exquisiten Team Saetan den Garaus zu machen. Doch erst als Blanche mit den bösen Schatten ihrer Vergangenheit, die sie trotz ihrer Qualen für das Kommende stark gemacht haben, abgeschlossen hat, kann sie loslassen und ihre wahren Stärken annehmen. Endlich ist sie mit sich im Einklang und kann ihr Herz öffnen.

Ein wichtiger Bestandteil in diesen Roman um Einfluss, Macht, Liebe und Freundschaft sind Blanches Mitstreiter. Da ist die liebenswürdige Nella, die sich trotz ihrer bewegten Vergangenheit ein weiches, mitfühlendes Herzen bewahrt hat. Sie ist im entscheidenden Moment zur Stelle und kämpft wie eine Löwin um die, die sie liebt. Dann spielen Marcel Wyss, der ihre alte Beziehung gerne wieder aufleben lassen möchte, und ihr bester Freund Andrej, ihr Beschützer aus Kindertagen, eine wichtige Rolle. Zugleich lernt sie endlich ihren Vater, den mächtigen Dämon Tchort kennen. Selbst Enzo, der einflussreiche Mafiaboss, bietet ihr eine mitfühlende Schulter an, die sie vor wenigen Wochen, als sie noch keine Nähe zuließ, ausgekugelt hätte. Allen voran ist da natürlich Beliar, der abtrünnige Erzdämon und gefallene Engel. Er ist ihre große Liebe, ihr Halt und ihre Zuversicht. Zum richtigen Zeitpunkt taucht er wieder auf, um sie in seine starken Arme zu nehmen bzw. sie mit seinen schwarzgefiederten Flügeln zu umschlingen und an ihrer Seite zu kämpfen. Selbst ihr alter Lieblingsfeind Zoey hat einen kurzen, aber sehr dramatischen Auftritt. Oh, und nicht zu vergessen ist Brutus, der Held auf vier Pfoten.

Eine wahre Achterbahn der Gefühle und Emotionen erwartet diesmal den Leser. Und exakt bevor es droht zu sentimental zu werden, zieht Jane Christo plötzlich die Reißleine. Ehe der ahnungslose Leser, der gerade noch Zeit hat sich verstohlen einige Tränen aus den Augenwinkeln zu tupfen, sich versieht, jagt sie ihn wieder gnadenlos durch Paris. Über und unterirdisch geht es sofort wieder rasant, spannend und blutig zur Sache. Die Wortspiele und Metaphern sind wie immer vortrefflich und würzen die Geschichte noch zusätzlich mit einer extra Portion Humor. Bemerkenswert einfühlsam gibt die Autorin den Figuren genügend Raum sich zu entfalten, presst sie nicht abrupt in ein konträres Schema und sie lässt ihnen ihre Individualität.

Besonders authentisch wirkt Blanche, die nicht plötzlich all ihre Prinzipien über Bord wirft und zum liebeskranken Mäuschen mutiert, obwohl ihr die Trennung von Beliar doch ziemlich zusetzt. Jane Christo lässt ihr genügend Spielraum, ihre Emotionen in Einklang mit ihrem Killerinstinkt zu bringen. Auch ihr herrlich direktes Mundwerk hat nicht gelitten.

Das trifft auch auf Beliar, der köstlich nach Kaffee und Zimt duftende Beschützer und Gefährte von Blanche, zu. Er hat zwar die Seiten gewechselt und liebt Blanche von ganzem Herzen, bewahrt sich dennoch genügend von seiner dämonischen Art, um glaubwürdig zu bleiben. Auch wenn sich alle im Laufe der Geschichte weiterentwickeln, bleiben sie doch ihren Überzeugungen treu. Es gibt eben nicht nur schwarz oder weiß, Licht und Schatten, es sind die feinen Nuancen, die einen wichtigen Bestandteil in diesem Roman darstellen.

Die drei Bände ( sh. Blanche 01 – Der Erzdämon und Blanche 02 – Die Versuchung) bauen genial ineinander auf und ergeben ein sehr gut durchdachtes und logisches Gesamtbild. „Blanche 03. Die Entscheidung“ ist ein wahrhaft gelungener Abschluss, der dieser spannenden Trilogie mit einem Quantum Herz, Erotik und Tiefgang durchaus würdig ist. Fesselnd und mit einigen Überraschungen gespickt eignet sich dieser Roman wunderbar zum Abtauchen. Ich persönlich hätte zwar gern noch etwas mehr über Blanches Mutter, den Engel Ithuriel erfahren, bin aber dennoch ausgezeichnet unterhalten worden.

Der Lesekreis bedankt sich ganz herzlich bei Angie für diese schöne ausführliche Buchbesprechung und beim Sieben Verlag für die freundliche Überlassung eines Rezensionsexemplares.

Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: April 2013 im Sieben Verlag (204 Seiten) – Leseprobe
Blanche stehen schwere Zeiten bevor. Erst wird sie von Beliar verlassen, dem Dämon, der sie gerettet hat – und den sie liebt. Dann steht ihr Erzfeind Zoey von den Toten auf, während sie immer tiefer in den Mafiakrieg von Paris hineingezogen wird. In einer Hetzjagd gegen die Zeit sucht sie nach einem Weg, Beliar ausfindig zu machen und gleichzeitig diejenigen, die ihr lieb und teuer sind, aus Saetans Fängen zu befreien.
Ausgerechnet in dieser Situation holt der Teufel zum finalen Schlag aus, um sie endgültig zu vernichten.
Blanche muss sich entscheiden. Wem gehört ihre Loyalität? Wem kann sie vertrauen? Und wie weit wird sie für die Liebe ihres Lebens gehen?

Über die Autorin
Jane Christo arbeitet seit Mitte der Neunziger in der Medienindustrie. Dort hat sie zunächst im Bereich Grafik-Design angefangen und sich später immer mehr mit Textarbeit beschäftigt. Heute ist sie zuständig für PR, Presse- und Werbetexte, sowie für die Redaktion von Kunden- und Mitarbeiterjournalen.
Weitere Informationen über Jane Christo finden sich auf der Autorenhomepage oder Facebook-Seite.

Fluch des tigersNachdem es Kelsey und Kishan im zweiten Band „Pfad des Tigers“ gelungen ist, Durgas zweite Aufgabe, die vier Häuser zu bewältigen, das göttliche Tuch zu erobern und Ren aus Lokeshs Fängen zu befreien, stehen die Brüder und Kelsey nun vor einem neuen Abenteuer. Die dritte Prophezeiung führt sie ins Reich der Drachen. Die Brüder, die seit Jahrhunderten ein Leben in Tigergestalt führen müssen, hoffen, bald endgültig von dem Fluch befreit zu werden. Obwohl Ren sich immer noch nicht wieder an Kelsey erinnern kann, ihre Anwesenheit und vor allem ihre Berührungen, ihm in menschlicher Gestalt Schmerzen bereiten, kommen die beiden wieder zusammen.

Gemeinsam mit Kishan und den vertrauten Begleitern Kadam und Nimila machen sie sich auf, um die fünf Drachenbrüder, die weit draußen auf dem Meer leben, zu besuchen. Da sie mittlerweile nur noch sechs Stunden in Tigergestalt verbringen müssen, können sie sich besser auf ihre Mission vorbereiten. Doch während sie im Drachenland nach Hinweisen auf den Aufenthaltsort von Durgas Perlenkette suchen, legen ihnen die Drachen immer wieder Steine in den Weg. Auch der Kampf um Kelsey, der unter den Brüdern herrscht, macht es den Dreien nicht unbedingt leichter.

Der dritte Band der Reihe hat mir wahnsinnig gut gefallen – noch viel besser als der zweite. Nicht nur das große Abenteuer, sondern auch die Dreiecksbeziehung zwischen Kelsey, Kishan und Ren sorgt für Spannung. Ich wurde immer wieder von den Figuren überrascht. Sogar die einzelnen Drachen und ihre völlig unterschiedlichen zum Teil verrückten oder wahnsinnigen Ideen passen gut in die Handlung. Die Mischung aus Fantasy, Abenteuer und Lovestory trug dazu bei, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte und wollte. So habe ich nächtelang durchgelesen.

Da das Ende erneut offen ist, freue ich mich sehr auf die Fortsetzung. Ich kann es kaum erwarten zu erfahren, ob die drei es schaffen, ihre Mission zu erfüllen und ob Kelsey sich nun für den schwarzen oder weißen Tiger entscheidet. Ich wäre todtraurig, wenn sie sich anders entscheidet als ich – denn ich habe meine Wahl längst gestroffen. Wer nun die Buchreihe lesen möchte, sollte allerdings unbedingt mit dem ersten Teil „Kuss des Tigers“ anfangen, ansonsten versteht man die Zusammenhänge nicht so leicht. Dazu gibt es einen sehr schönen Buchtrailer auf YouTube. (Lilli, 14 Jahre)

Der Lesekreis bedankt sich vielmals bei Lilian für die schöne Buchbesprechung und beim Heyne Verlag für die freundliche Überlassung eines Rezensionsexemplares.

Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 4. März 2013 im Heyne Verlag (688 Seiten)
Magisch, atemberaubend, unwiderstehlich!

Nachdem die 19-jährige Kelsey bereits unzähligen Gefahren getrotzt hat, um ihren geliebten Tigerprinzen Ren von seinem Fluch zu befreien, steht ihr nun die größte aller Prüfungen bevor: Ren verliert sein Gedächtnis und damit jede Erinnerung an die romantischen Stunden, die er und Kelsey miteinander verbracht haben. Und der Fluch des dunklen Magiers Lokesh, der Ren und seinen Bruder Kishan getroff en hat, ist noch immer nicht gebrochen. Das ungleiche Trio muss sich auf die Suche nach dem Kleinod einer Göttin machen, das vielleicht Erlösung bringen kann. Doch den Weg dorthin können nur fünf Drachen weisen. Auf einer Seereise, die Kelsey das Fürchten lehrt, muss sie erneut die Liebe Rens gewinnen – und sich gleichzeitig in Acht nehmen, Kishans Charme nicht zu verfallen …

Wer reinlesen möchte, findet hier beim Heyne Verlag eine Leseprobe.

Über die Autorin
Colleen Houck studierte an der University of Arizona und arbeitete siebzehn Jahre lang als Dolmetscherin für Gebärdensprache, bevor sie beschloss, sich dem Schreiben zu widmen. Ihr erster Roman Kuss des Tigers erschien zunächst als E-Book im Eigenverlag, eroberte die Herzen der Leserinnen und Leser im Sturm und belegte wochenlang Platz 1 der Kindle-Bestsellerliste. Die Autorin lebt gemeinsam mit ihrem Mann in Salem, Oregon.

SchattenspurIn Savannah, Georgia USA, werden mehrere Menschen scheinbar ohne Grund und unabhängig von einander in Katatonie versetzt. Dies ruft die Special Agents Wayne Scott und Travis Halifax, Mitglieder einer geheimen Sondereinheit des FBI, auf den Plan. Durch ihre außergewöhnlichen Gaben erkennen sie schnell, dass eine besondere Art von Magie im Spiel ist. So treffen sie während ihrer Ermittlungen auf Kianga Renard, deren Großmutter auch dieser seltsamen „Krankheit“ zum Opfer fiel. Gleich bei ihrer ersten Begegnung knistert es gewaltig zwischen Wayne und Kianga. Beide spüren eine seltsame Anziehungskraft, der sie sich nicht entziehen können und wollen. Doch Kianga ist eine der Hauptverdächtigen, denn sie scheint eine besondere Verbindung zu dem skrupellosen Täter zu haben.

Wayne Scott ist einigen Lesern schon aus dem 2. Band der Dämonen-Trilogie (Rezension: Dämonenerbe 02 – Prophezeiung von Mara Laue) bekannt. Nun erfahren wir endlich mehr über den Mann, der durch seine Gabe des Gedankenlesens von seinen Eltern als Monster bezeichnet und abgelehnt wurde. Geprägt durch Unverständnis und Furcht in seiner Umgebung war es für ihn nicht leicht, mit seiner besonderen Gabe aufzuwachsen. Erst eine Schamanin lehrt ihn, seine Fähigkeiten zu beherrschen und zu nutzen. Waynes beruflichen Erfolge beim FBI täuschen nicht darüber hinweg, dass er im Privatleben ein einsamer Mensch ist. Bis auf seinen Kollegen und Freund Travis meidet er zumeist den näheren Kontakt zu seinen Mitmenschen. Er hatte schon die Hoffnung aufgegeben, jemanden mit der gleichen Gabe oder zumindest eine Partnerin, die sich davon nicht abschrecken lässt, zu finden. In Kianga trifft er nicht nur eine Gleichgesinnte, sondern auch endlich die Frau, mit der er gemeinsam durchs Leben gehen möchte. Alles wäre perfekt, wenn da nicht Zweifel und Misstrauen an ihm nagen würden, ob sie nicht doch mit dem Täter gemeinsame Sache macht.
Einfühlsam und mit dem nötigen Fingerspitzengefühl meistert Wayne während seiner Ermittlungen die immer noch im tiefen Süden der USA unterschwellig herrschende Problematik zwischen Schwarz und Weiß.

Anders als Wayne wuchs die Tänzerin Kianga in einer Umgebung auf, in der Magie und Okkultismus zum Alltag gehören. Doch sie befindet sich seit Jahren unter falschem Namen auf der Flucht vor dem eisigen Hauch des Bösen aus ihrer Heimat Haiti. Nur ihre Großmutter, mit der sie herzlich verbunden ist, kennt ihre wahre Identität. Anhand der jüngsten Ereignisse muss sie erkennen, dass ihre Vergangenheit sie leider doch eingeholt hat und sie sich ihr stellen muss, um die gefangenen Seelen zu befreien. Wayne, in dem sie einen Partner gefunden hat, der nicht nur ihre Gabe teilt, sondern auch ihr Herz berührt, schwebt in großer Gefahr. Um sein Leben nicht zu gefährden, muss sie sich alleine in die Höhle des Löwen begeben. Äußerste Vorsicht ist geboten, denn ihr Gegner ist sehr machtvoll und versucht, sie mit allen Mitteln an seine dunkle Seite zu ziehen. Trotz der geheimen Kräfte, die in ihr wohnen, ist ihr Widersacher nicht leicht zu besiegen. Ein Kampf um gefangene Seelen, Leben und Tod beginnt…

Versiert spinnt Mara Laue die Fäden weiter aus der Welt, in der mystische Wesen im Verborgenen unter uns leben, und zieht den Leser diesmal in die interessante Welt des Okkultismus und Voodoo. Gekonnt verwischt sie in dieser Geschichte um Macht, Manipulation, Seelenverwandtschaft und Magie die Grenzen zwischen Phantasie und Realität. Mit viel Liebe zum Detail ist dieser sehr gut recherchierte, spannende und mit einer gehörigen Portion Romantik versehene Roman ein wahres Lesevergnügen. Alle Charaktere, auch die weniger sympathischen, sind sehr gut ausgearbeitet. Das Nachwort der Autorin bietet auch dem bisher unkundigen Leser hinreichende Erklärungen und Wissenswertes über den Voodoo Kult.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und da dieser Band der Auftakt zu einer Serie mit den D.O.C. Agents zu sein scheint, bin ich schon auf die folgenden Bände gespannt.

Der Lesekreis bedankt sich ganz herzlich bei Angie für diese schöne Buchbesprechung und beim Sieben Verlag für die freundliche Überlassung eines Rezensionsexemplares.

Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: Februar 2013 im Sieben Verlag (212 Seiten)
FBI-Agent Wayne Scott ist Telepath und deshalb ein wertvoller Mitarbeiter für die Sonderabteilung DOC – Department of Occult Crimes. Was ihm beruflich nützt, macht ihn privat zu einem einsamen Mann. Als er eine Serie von Fällen aufklären muss, bei denen Menschen auf unerklärliche Weise in Katatonie versetzt werden, begegnet er im Zuge der Ermittlungen Kianga Renard und stellt fest, dass sie eine ähnliche Gabe besitzt. Beide fühlen sich nicht nur deshalb sofort zu einander hingezogen. Doch Kia verbirgt ein Geheimnis und kennt offenbar den Täter. Als immer mehr Indizien darauf hindeuten, dass sie mit dem unter einer Decke steckt, gerät Wayne in einen tiefen Konflikt zwischen Liebe und Pflicht. Aber auch Kia steht vor einer schweren Entscheidung. Denn um an die Macht zu gelangen, über die sie seit ihrer Geburt verfügt, hat der Täter Wayne aufs Korn genommen und will nicht nur dessen und Kias Seele, sondern auch ihr Leben.

Über die Autorin
Mara Laue (Jahrgang 1958), begann im Alter von 12 Jahren mit dem Schreiben. Auf erste Veröffentlichungen in Schülerzeitungen folgten ab 1980 Fantasy- und Science-Fiction-Storys, Kriminal- und andere Kurzgeschichten und Gedichte in Anthologien und Fanzines sowie verschiedene Sachartikel zu diversen Themen. 1999 wurde ihr erstes (inzwischen vergriffenes Lyrik-) Buch veröffentlicht. Seit 2005 arbeitet sie als Berufsschriftstellerin und schreibt hauptsächlich Krimi/Thriller, Science Fiction, Okkult-Krimis, Dark Romance, Fantasy und Lyrik.

Im Jahr 2012 gewann sie ein „Tatort-Töwerland“-Literaturstipendium für den Kriminalroman „Brocksteins letzter Vorhang“ (erscheint 2013).

Mara Laue ist Mitglied der „Mörderischen Schwestern – Vereinigung deutschsprachiger Krimiautorinnen“ und im „Syndikat – Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur“. Nebenbei unterrichtet sie kreatives Schreiben in Workshops und Fernkursen und schreibt als Ghostwriterin Biografien und Firmenchroniken. Wenn ihr das Schreiben die Zeit dazu lässt, arbeitet sie im Nebenberuf als Künstlerin und Fotokünstlerin und hat gegenwärtig eine Ausstellung pro Jahr.

Weitere Informationen über Mara Laue finden sich auf ihrer Autorenhomepage.