Kriminacht mit Giles Blunt und Peter Robinson in der Black Box mit Friedrich Ani

Mord in den kanadischen Wäldern – Kriminacht mit Giles Blunt und Peter Robinson

Im Rahmen der 16. Internationalen Frühjahrsbuchwoche München findet die Kriminacht am 29. Februar um 21 Uhr in der Black Box im Gasteig statt.

Kalter MondVon einem bestialischen Ritualmord und einer zunehmend eskalierenden Gewalt in dem abgelegenen Kleinstadtnest Algonquin Bay erzählt „Kalter Mond„, der jüngste Psychothriller von Giles Blunt. Giles Blunt wuchs in North Bay (Ontario) auf und ging nach dem Studium nach New York. Heute lebt er als freier Autor wieder in Toronto.

Eine seltsame AffäreEine seltsame Affaire“ von Peter Robinson hingegen führt in die englische Provinz und nach London, wo sein Ermittler Allan Banks in die Morde an seinem Bruder und einer ehemaligen Bekannten verstrickt scheint. Hochspannung garantiert! Peter Robinson wurde 1950 im britischen Yorkshire geboren und lebt seit mehr als zwanzig Jahren in Toronto.

Lesung und Gespräch mit Friedrich Ani
Deutsche Lesung: Hans-Jürgen Stockerl
Moderation: Günter Keil

Ort: Gasteig, Black Box, Rosenheimer Straße 5
Eintritt: 7,- / 5,-
VVK: München Ticket (0180) 54 81 81 81
In Kooperation mit der Buchhandlung Glatteis

Hommage an Mordecai Richler im Jüdischen Museum mit Denis Scheck

Im Rahmen der 16. Internationalen Frühjahrsbuchwoche München mit dem Gastland Kanada findet heute um 20.15 eine

Hommage an Mordecai Richler

im Jüdischen Museum statt.
Anlässlich der deutschen Erstveröffentlichung von „Die Lehrjahre des Duddy Kravitz“ (2007) und „Cocksure“ (2008) (Verlag Liebeskind)

RichlerMordecai Richler (1931-2001) zählte zu den populärsten Autoren Kanadas. Der Sohn russisch-jüdischer Einwanderer lebte lange in Paris und London, bevor er in seine Heimatstadt Montréal zurückkehrte. Seine Werke sind mit bissigem Humor gespickt und wurden vielfach ausgezeichnet; bekannt wurde er mit dem Roman „Die Lehrjahre des Duddy Kravitz“, in dem er die Jugend eines ehrgeizigen jüdischen Teenagers in Montréal beschreibt. „Cocksure“ erzählt von einem kanadischen Lektor in London, dessen Welt im Zuge der Swinging Sixties aus den Fugen gerät. Beide Romane sind voll schräger Komik, lebenspraller Dialoge und böser Seitenhiebe auf liberale Selbstgerechtigkeit.

Deutsche Lesung: Stefan Merki
Moderation: Denis Scheck

Ort: Jüdisches Museum, St.-Jakobs-Platz 16
Eintritt: 7,- / 5,-
In Kooperation mit der Literaturhandlung
Karten über die Literaturhandlung (089) 2 80 01 35

Alistair MacLeod liest heute aus „Land der Bäume“ in der Buchhandlung Hacker

Die 16. Internationale Frühjahrsbuchwoche München 2008 steht unter dem Motto:

„LITERATUR BAUT BRÜCKEN: GASTLAND KANADA“

Die beste amerikanische Literatur kommt aus Kanada“ – unter diesem provokanten Motto werden sich kanadische Autorinnen und Autoren mit ihren Arbeiten zehn Tage lang dem Münchner Publikum präsentieren. Dass sich unter ihnen auch Autoren von Weltrang befinden, entgeht häufig der allgemeinen Wahrnehmung. Dabei gibt es neben Alice Munro, Margaret Atwood, David Albahari, Michael Ondaatje oder William Gibson noch viele andere hervorragende kanadische Schriftsteller zu entdecken.

Heute um 20.15 Uhr präsentiert Alistair MacLeod sein Buch „Land der Bäume

Land der Bäume Es ist die Geschichte eines schottischen Familienclans, der Ende des 18. Jahrhunderts ins kanadische Nova Scotia auswandert, „ein großes Panorama von Menschen, Leidenschaften und Landschaften“ (Wolfram Schütte) über Generationen von Rotschöpfen hinweg, einfach, präzise und mit großem sinnlichen Atem geschildert.
Alistair MacLeod wurde 1936 in North Battleford (Saskatchewan) geboren und wuchs auf Cape Breton auf. Er lebt als Professor für Englische Literatur in Windsor (Ontario).

Lesung und Gespräch
Moderation und deutsche Lesung: Verena Auffermann
Ort: Buchhandlung Hacker,
Fürstenrieder Straße 44 + 46a
Eintritt: 7,- / 5,-
Kartenbestellung über die Buchhandlung (089) 54 67 41 11

Martin Walser spricht mit der Süddeutschen über Geld, Existenzangst und Steuerflucht

„Reden wir über Geld mit Martin Walser“ lautete die Überschrift unter der die Süddeutsche Zeitung am vergangenen Freitag ein Interview mit dem Schriftsteller veröffentlichte. Das Interview fand in dem Arbeitszimmer seines Hauses am Bodensee statt, in dem er seit vier Jahrzehnten seine Romane schreibt. So auch sein neues Buch „Ein liebender Mann„, welches derzeit bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Reading Room online zu lesen ist.

Ungewöhnlich offen berichtete Martin Walser über sein Verhältnis zu Geld. Er werde nach seinem Gefühl nie genug Geld haben, vielleicht eine Folge der Not in Kindheit und Jugend. Der Vater hinterließ schöne Bücher, aber was Geld anging sei er ein absoluter Versager gewesen. Mit 14 musste er die Buchhaltung in der elterlichen Kohlenhandlung übernehmen, das war 1941, mitten im Krieg. Mit gedichteten Unterhaltungs-Couplets für die „Klingende Wochenpost“ des Süddeutschen Rundfunks und die „Nörgelecke für die Haufrau“ habe er sich anfangs als Schriftsteller ernährt. 1957 erhielt er den mit 10 000 Mark dotierten Hesse-Preis. Den Scheck gab er seiner Mutter, die nie geglaubt hatte, dass er mit dem Schreiben Geld verdienen konnte. Weiterlesen

Florian Havemanns „Havemann“ mit geschwärzten Stellen im Internet

Der Suhrkamp Verlag hat wie angekündigt Florian Havemanns „Havemann“ in elektronischer Version ins Internet gestellt. Der Roman ist über den Verlagspartner Ciando für 24 Euro erhältlich. Um das Buch, das aufgrund persönlickeitsrechtlicher Einwände zurückgezogen werden musste, rasch wieder zur Verfügung zu stellen, wurden die betreffenden Stellen vorerst, in Absprache mit dem Autor, geschwärzt. Der Suhrkamp-Verlag stellt zwei Leseproben zur Verfügung. Die Leseprobe 1 umfasst 18 Seiten, beinhaltet die Einleitung und steht ohne geschwärzte Stellen zur Verfügung. Die Leseprobe 2 beginnt auf Seite 381 und zeigt bis Seite 401 viele geschwärzte Zeilen.

Und das sieht dann auf Seite 384 zum Beispiel so aus:

Und dann aber beginnt er nachzudenken, zu assoziieren, und sollte der Aktenvermerk an dieser Stelle exakt wiedergeben, was Biermann in diesem Telefonat mit dem Staatsschutz und dem Staatsschutz gegenüber gesagt hat, dann kann man ihm da richtig beim Denken und Assoziieren zuschauen: Balken

Balken

Balken
Diese Anna Havemann nun sei die Tochter von Ulrich Havemann, auch dies völlig richtig, Balken
Ob nun dieser Ulrich Havemann noch einen zweiten Schlüssel zu der Wohnung besitze, Balken
das wisse er nicht, würde er aber nicht ausschließen †“ so weit, so gut und als sachdienliche Hinweise durchaus zu rechtfertigen. Dann aber, und bei der Lektüre dieses Vermerks in der Akte des Staatsschutzes hat man direkt das Gefühl, man könne merken, wie es bei Biermann Klick macht und einrastet: dieser Ulrich Havemann
nun habe noch einen Bruder Balken und dieser Florian Havemann sei ihm, gelinde gesagt (eine typische Biermann-Formulierung), nicht wohlgesonnen †“ damit war die Sache für ihn klar: ich
müsse mir von meinem Bruder den Wohnungsschlüssel besorgt haben, Balken
ihn von dort aus angerufen, Balken daran könne es keinen Zweifel geben.