Meer Geschichten

Ein deutsch-finnischer Abend mit Stefan Moster und Robert Åsbacka findet am 21.04.2010, um 20 Uhr, im Literaturhaus München München, Salvatorplatz 1, statt.

Moderation: Kristina Maidt-Zinke

Seefahrer, Eroberer, Urlauber – die Finnen leben mit der Gewalt und der Schönheit des Meeres. In seinem ersten Roman „Die Unmöglichkeit des vierhändigen Spiels“ (mare Verlag) schickt Stefan Moster sein Personal auf eine Kreuzfahrt. Ohne das voneinander zu wissen, haben die Bordpsychologin Almut und ihr Sohn, der Barpianist, dort angeheuert. Ein Kammerspiel beginnt, getragen von dem weiten Meer, dem engen Raum des Schiffes, alten Geschichten – und der Musik.
Ebenso fein wie existentiell ist Robert Åsbackas Roman „Das zerbrechliche Leben“ gestimmt (Carl Hanser Verlag, Deutsch von Verena Reichel). Seit seine Frau bei einem Schiffsunglück umgekommen ist, ist aus dem alten Thomasson ein einsamer Mensch geworden. Nun bringt ihn ein erneuter Unfall zurück ins Leben.

Die Unmöglichkeit des vierhändigen Spiels – Kurzbeschreibung
Ein Roman über Mutter und Sohn, Einsamkeit und Sehnsucht, Vertrauen und Verrat und über die Liebe zur Musik Sie sind vor Monaten im Streit auseinandergegangen; nun ahnen sie nicht, dass sie sich auf demselben Kreuzfahrtschiff befinden: Almut, Ende vierzig, als Bordpsychologin, und ihr Sohn Sebastian, Anfang zwanzig, als Barpianist. Während sich Sebastian in eine Kollegin aus der Crew verliebt und in das Schicksal von vier blinden Passagieren verstrickt wird, bekommt Almut Einblicke in die Ehe-Abgründe der Mitreisenden und muss sich ihrer Vergangenheit stellen, die plötzlich allgegenwärtig ist: in Gestalt von Bernd Gaus, dem Personalmanager des Luxusliners, der sich täglich zur Musikstunde am Flügel in Almuts Beratungszimmer einfindet . . .

Über Stefan Moster
Stefan Moster, geboren 1964 in Mainz, lebt als Autor, Übersetzer, Lektor und Herausgeber mit seiner Familie in Espoo, Finnland. Er unterrichtete an den Universitäten München und Helsinki; 1997 erhielt er das Münchner Literaturstipendium für Übersetzung, 2001 den Staatlichen finnischen Übersetzerpreis. Unter anderem übertrug er Werke von Hannu Raittila, Ilkka Remes, Kari Hotakainen, Markku Ropponen, Petri Tamminen und Daniel Katz ins Deutsche. Die Unmöglichkeit des vierhändigen Spiels ist Stefan Mosters erster Roman.

Das zerbrechliche Leben – Kurzbeschreibung
Seit seine Frau Siri vor zwölf Jahren bei einem Schiffsunglück starb, stellen sich Thomasson viele Fragen. Wäre alles anders gekommen, wenn er sie damals nicht betrogen hätte? Oder er auf jenem Schiff nach Schweden mitgefahren wäre? Über seinen Schuldgefühlen hat er den Umgang mit anderen Menschen fast verlernt. Bis der Eigenbrötler eines Tages einem kleinen Jungen hilft, der von Gleichaltrigen schikaniert wird. Endlich tritt der alte Mann wieder in Kontakt mit der Welt und findet noch einmal ins Leben zurück. Asbackas warmherziger Roman handelt von der Zerbrechlichkeit der menschlichen Existenz, der Liebe und dem Alter – und spürt den großen existenziellen Fragen am Ende des Lebens nach.

Über Robert Åsbackas
1961 geboren in Tärjev / Finnland. Der Literaturwissenschaftler und -forscher Robert Åsbacka lebt als freischaffender Autor in Schweden. Das zerbrechliche Leben ist seine erste Veröffentlichung auf Deutsch und wurde für den Nordischen Literaturpreis 2009 nominiert.

Quelle: Literaturhaus München

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