Amos Oz erhält den mit 50.000 Euro dotierten Heinrich-Heine-Preis

Amos OzDie Jury lobte seine literarische Kreativität und sein humanistisches Engagement.

Die Heine-Jury habe ihr Votum für Amos Oz (Eine Geschichte von Liebe und Finsternis) unter anderem mit seiner literarischen Kreativität, politischen Sensibilität und seinem humanistischen Engagement begründet. Oz habe am Samstag per Telefon von der Auszeichnung erfahren, und erklärt, dass er sie annehmen werde. Der 69-Jährige war 1992 bereits mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden.

Amos Oz befasst sich in seinen Romanen und Erzählungen in realistisch-dramatischer, teils in fanatisch-burlesker, teils in satirisch-komischer Weise mit der jüngeren gesellschaftlichen, politischen und psychologischen Befindlichkeit in seinem Land.

In Deutschland wurde er 1992 bereits mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Er erhielt außerdem zahlreiche weitere Preise, darunter den Welt-Literaturpreis (2004), den Goethe-Preis der Stadt Frankfurt (2005) und den Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz (2008).

Der Heinrich-Heine-Preis zählt zu den bedeutendsten Literatur- und Persönlichkeitspreisen in Deutschland und wird seit 1972 verliehen. Er zeichnet Persönlichkeiten aus, die durch ihr geistiges Schaffen im Sinne der Grundrechte des Menschen den sozialen und politischen Fortschritt fördern, der Völkerverständigung dienen oder die Erkenntnis von der Zusammengehörigkeit aller Menschen verbreiten. Bisherige Preisträger sind unter anderen die Autoren Carl Zuckmayer, Max Frisch, Hans Magnus Enzensberger und Elfriede Jelinek.

Quellen: Spiegel Online, ReadingEase, Wikipedia

2158 – Die letzten Tage von München – ein Kollektivroman

2158 – Die letzten Tage von München

„Es sind die Möglichkeiten, welche die Wirklichkeit wecken, und nichts wäre so verkehrt, wie das zu leugnen.†œ
Mnusi

Ein Kollektivroman von Bernhard Keller, Thomas Lang und Kerstin Specht – begleitet von Thomas Palzer

Wir schreiben das Jahr 2158: in München herrscht das Matriarchat. Die Stadt wird von der weisen Udine gelenkt. Bis auf wenige Ausnahmen wissen die Bewohner nicht, dass sie auf einer Insel der Glückseligen leben, denn München wird von einem riesigen Zeltdach geschützt †“ so hoch, dass es vom Boden aus nicht wahrnehmbar ist. Ringsum ist die Welt verwüstet. Ausgerechnet bei den Vorbereitungen zur 1000-Jahr-Feier stellen Expertinnen fest, dass sich die organische Struktur des Zeltdaches nicht mehr lange erhalten lässt. Die gesamte Population von Kieselwürmern, die den Stoff für das Zelt liefert, ist akut gefährdet †“ und mit ihr die Münchner Idylle.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 850sten Geburtstag der Stadt haben sich Bernhard Keller und Thomas Lang, die sich aus einem textwerkSeminar im Literaturhaus kennen, mit Kerstin Specht zusammengetan, um der bayerischen Metropole im Auftrag des Literaturhauses mit einem ironischen Augenzwinkern ein literarisches Geburtstagsgeschenk zu machen.

Ein Wettlauf um die Rettung der Stadt beginnt, bei dem die Orte und Ereignisse der 850sten Geburtstages unmittelbar Literatur werden.
Die Episoden des Romans sind jeweils montags, mittwochs und freitags zu lesen unter www.literaturhaus-muenchen.de/2158.

Pocket Shop – schwedische Buchhandelskette eröffnet Filiale in Berlin

Logo Pocket ShopDie schwedische Buchhandelskette Pocket Shop (15 Filialen) will nach Deutschland expandieren. Die erste Buchhandlung mit Konzentration aufs Taschenbuch soll in Kürze in Berlin eröffnen.

Derzeit sucht die Wirtschaftsvertretung Schwedischer Außenwirtschaftsrat für ihren Klienten Pocket Shop einen Sales Manager, der das Geschäft in Berlin aufbauen soll.

Sales Manager in Berlin (m/w)
Unser Klient, Pocket Shop (www.pocketshop.de), ist die führende Buchhandelskette Schwedens und stellt sich nach den Worten des Geschäftsführers Mathias Engdahl wie folgt vor:

„Pocket Shop vertreibt Bücher, vor allem Taschenbücher. Die Läden sind modern gestaltet und
immer dort gelegen, wo sich viele Menschen bewegen. Wir verkaufen viele Bücher, oft in sehr kurzer
Zeit. Aber im Vordergrund steht, dass wir den Kunden dabei unterstützen genau das passende Buch
zu finden. Es kann sich dabei um einen Krimi handeln oder um einen Nobelpreisträger. Wir sind
Buchliebhaber, wir lieben es zu lesen.

In Schweden hat Pocket Shop den Büchermarkt von Grund auf verändert. Heute werden in Schweden
sechs Mal so viele Taschenbücher gekauft, wie damals, als wir das Geschäft starteten. Unsere Vision,
der gesamten Gesellschaft die Möglichkeit zu geben Bücher zu besitzen und zu erleben, ist uns
geglückt. Bald feiern wir in Schweden unser 20-jähriges Jubiläum und nun eröffnen wir das erste
Geschäft in Berlin.†œ[…} weiterlesen pockeshop.de

„Verkaufsräume wurden bereits angemietet“, sagte Magnus Hedin, im Schwedischen Außenwirtschaftsrat für Pocket Shop zuständig, auf Anfrage. Wie in Schweden soll sich auch das Geschäft in Deutschland auf Taschenbücher konzentrieren. Einzelheiten könnten erst im Februar mitgeteilt werden.

Quelle: Börsenblatt

Kater Garfield wird 30!

GarfieldDer allererste Garfield-Comicstrip wurde am 19. Juni 1978 in 41 Zeitungen veröffentlicht. Erfunden wurde die Figur Garfield von dem US-amerikanischen Comiczeichner Jim Davis. James Robert „Jim†œ Davis, geboren am 28. Juli 1945 in Marion, Indiana, verbrachte seine Jugend, wie seine Comicfigur Jon ArbuckleJon Arbuckle, auf einer kleinen Farm mit seinem Vater James, seinem Bruder Dave und 25 Katzen, die sich in der Obhut seiner Mutter Betty befanden. Seine Eltern waren Viehzüchter. Aufgrund einer Asthmaerkrankung war Jim oft gezwungen, im Haus zu bleiben, und so verbrachte der junge Jim seine Zeit mit Zeichnen. Seine Zeichnungen stießen schon früh auf Zuspruch.

Ab 1964 besuchte Jim die Ball State University in Muncie, an der er seine zeichnerischen Fähigkeiten perfektionierte, nach dem College arbeitete Davis zwei Jahre lang bei einer örtlichen Werbeagentur. 1969 wurde Jim Davis Assistent bei Comiczeichner Tom K. Ryan, dem Erfinder der „Tumbleweeds†œ.
Garfield1981 gründete Davis das Unternehmen „Paws†œ, das über Garfields Welt wacht. Jeder neu entwickelte Garfield-Artikel wird von „Paws†œ geprüft und zugelassen, was hohe Qualität garantiert. Bis heute schreibt und zeichnet Jim Davis für amerikanische Tageszeitungen (und erscheint zurzeit in 2.570 Zeitungen mit über 263 Millionen Lesern weltweit), seine Online-Seite, und er veröffentlicht von Zeit zu Zeit einen neuen Comicsammelband. Seine neueste Arbeit ist das Buch zum Kinofilm „Garfield†œ, der im Sommer 2004 erschien. Garfield ist mittlerweile in 27 Sprachen übersetzt worden.
Garfield SchlafanzugDavis selbst hatte mit dem Erfolg von Garfield nie gerechnet. Nach einer Aussage von ihm sollten nach einigen Comicstrips nur ein Sammelband folgen, danach sollte die Serie beendet werden.

Der Kater ist dick, hässlich, egozentrisch, eitel und oft sauunfreundlich. Er hat einen Problemcharakter, ist ein Extremzyniker und ein Menschenhasser. Die meiste Zeit liegt das Tier faul herum und denkt Schlechtes über seine Mitkatzen, Mithunde und Mitmenschen. Wenn Garfield sich bewegt, dann nur, um Essen vom Tisch zu klauen.

„Garfield ist eigentlich ein Mensch im Katzenfell“, sagt Jim Davis. Na dann – Happy Birthday!

Literaturarchiv Marbach übernimmt NS-Bibliothek von Hans Grimm

Hans GrimmDas Deutsche Literaturarchiv Marbach hat die Bibliothek des Autors Hans Grimm übernommen, eine Sammlung vor allem nationalsozialistischer und deutschnationaler Literatur. Sie war nach dem Tod des Kulturhistorikers, der mit seinem Romans „Volk ohne Raum“ (1926) bekannt wurde und zu den NS-Vorzeigeschriftstellern zählte, zunächst in Familienbesitz geblieben und wurde dem Archiv nun zu Forschungszwecken als Stiftung übergeben.

Hans Grimm, geboren am 22. März 1875 in Wiesbaden, gestorben am 27. September 1959 in Lippoldsberg an der Weser, war ein deutscher Schriftsteller und Publizist.

Ab 1920 arbeitete Grimm an dem Roman Volk ohne Raum, der ihn bei seinem Erscheinen 1926 schlagartig prominent machen sollte. Darin propagiert er den Erwerb von Lebensraum als Lösungsstrategie für die wirtschaftlichen und politischen Probleme der deutschen Republik.

Der Roman entwickelt sich zu einem der meistverkauften Bücher der Weimarer Republik, sein Titel wird rasch zu einem geflügelten Wort. Der Slogan Volk ohne Raum bot sich als griffige Formel an, mit der alle sozialen und wirtschaftlichen Probleme der Republik kausal auf einen vermeintlichen Raummangel zurückgeführt wurden. Grimms Roman und seine Rezeption wirkten als Resonanzverstärker einer Stimmung, die als „kollektive Klaustrophobie“ bezeichnet werden könnte, die wenig später von den Nationalsozialisten in ihren Vorstellungen vom „Lebensraum im Osten“ aufgegriffen wurde und schließlich im sog. Generalplan Ost umgesetzt wurde. Grimm gilt gar als ein Lieblingsautor Adolf Hitlers.

Hinzuzufügen ist jedoch, dass Grimm selbst nicht von Lebensraum im Osten träumte, sondern vielmehr vom klassischen Kolonialismus der Kaiserzeit („Der deutsche Mensch [braucht] Raum um sich und Sonne über sich“).

Quellen: Süddeutsche Zeitung, Wikipedia