Lutz Seiler ist der Sieger des Ingeborg-Bachmann-Preises 2007

seiler_cut_dpa_310×179.jpg Lutz Seiler gewinnt den Bachmann-Preis 2007
Sämtliche Preisträger stehen fest / Mehrere Stichwahlen waren nötig

Lutz Seiler darf sich über 25.000 Euro freuen

Heftige Debatten in der Jury haben die 31. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt bis zum Schluss geprägt. Mehrere Stichwahlen waren nötig, bis der Haupt-Preisträger feststand: 2007 erhält Lutz Seiler den mit 25.000 Euro dotierten Bachmann-Preis. Der haushoch gehandelte Favorit, der anonym auftretende Künstler Peter Licht, hatte mit seinem furios-temporeichen Beitrag gegenüber einem Vertreter der leisen Töne zunächst das Nachsehen. Seiler überzeugte die Jury mit einem klassisch komponierten Prosatext mit lyrischem Unterton.

Erst der mit 7500 Euro dotierte 3Sat-Preis ging an den Favoriten Peter Licht, der auch das Publikum überzeugte: Denn auch der Kelag-Publikumspreis in Höhe von 5000 Euro ging an den Kandidaten und seine skurril-apokalyptische Standortbestimmung „Die Geschichte meiner Einschätzung am Anfang des dritten Jahrtausends“. Weiterlesen

Löst die Queen durch die Erhebung von Salman Rushdie in den Adelsstand einen Tsunami der Gewalt aus?

Im Februar 1989 verhängte der Ajatollah Chomeini in einer Radioansprache ein Todesurteil über den am 19.06.1948 in Bombay geborenen Salman Rushdie. Anlass gab Rushdies 1988 erschienener vierter Roman „Die satanischen Verse“, in dem sich Rushdie erstamls mit dem Islam beschäftigt. Der Prophet Mohamed erhält in dem Roman eine göttliche Eingebung vom Erzengel Gabriel, die eine Rückkehr zum Polytheismus (Vielgötterei) bedeutet. Erst später entpuppt sich der Engel als Satan und so verschwinden die „satanischen Verse“ aus dem Koran. Der Zorn der islamischen Welt richtete sich gegen die respektlose Darstellung Mohammeds. Weiterlesen

Ist bald Schluss mit der gedruckten Literatur?

Elektronisches Papierwie die Süddeutsche Zeitung und golem.de berichteten, hat E-Ink eine neue Generation des elektronischen Papiers vorgestellt. Damit ist es möglich Papiergrößen bis 9,7 Zoll (mal 2,54 = cm) zu produzieren. Der große Vorteil ist, dass Papier beim Lesen keinen Strom verbraucht und dass man in weniger als einer Sekunde „umblättern“ kann. Man soll 7.500 mal umblättern können, bis der Akku neu geladen werden muss. Sony und einige andere Unternehmen haben bereits Geräte (elektrische Bücher ohne Inhalt) auf dem Markt. Hintergrundmusik (MP3-Player) gleich inklusive! Über 80 Bücher zu speichern ist kein Problem. Die Qualität ist hervorragend! 160 dpi (Punkte pro Zoll) ist Buchqualität.

„Die schöne Zeit der Papprücken, Ledereinbände und des Geruches nach frischem Papier ist nun vorbei? Man darf keine Nutella-Eselsohren mehr produzieren?†œ

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