egoFM – neuer Musiksender in Bayern für Jugendliche

Seit dem 21. November ist egoFM in Bayern on Air. Der neue Radiosender entstand in Zusammenarbeit mit Radio Galaxy, die Zielgruppe sind Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren.

Der Medienrat des Bayerischen Landtags entschied in einer Sitzung am 8. Mai 2008, fünf UKW-Stützfrequenzen (Augsburg, München, Nürnberg, Regensburg, Würzburg) sowie eine Satellitenfrequenz, die zum ehemaligen Sender Radio Melodie gehörten, an das Projekt „radioblut†œ zu vergeben. Die Entscheidung fiel dabei aus 25 Bewerbern auf dieses Konzept, da Jugendliche damit mehr mit dem Radio verbunden werden sollen und bereits ansässige Radiosender nicht in ihrer wirtschaftlichen Basis gefährdet werden. Die Nutzung ist dazu vorerst auf vier Jahre begrenzt und dies nur unter Auflagen. So kann die Frequenzzuweisung bei Änderung des Programmformats wiederrufen werden und Zulieferungen der Kirchen und des Bayerischen Jugendrings müssen ermöglicht werden.

Im Laufe des Sommers wurde der Arbeitstitel in Next Generation Radio geändert. Geplant war, den Sendebetrieb Ende Oktober 2008 während der Münchner Medientage aufzunehmen.  Am 21. November begann egoFM mit seinem offiziellem Programm, vorher wurde bereits per Web-Stream gesendet. Der erste gespielte Titel war „What’s my age again†œ der Band blink-182.

Programm- und Redaktionschef ist Jörg Landfried, zum Moderatoren-Team gehören Natalie Kaschuge, Mathias Straub, Carola Aichner und Elise Hoffmann. Der Redaktionshund Sandro vervollständigt das Team.

Kern des Konzepts ist es, Jugendlichen das Radio wieder näher zu bringen. Dies geschieht durch eine enge Verknüpfung mit dem Internet, durch aktive Programmmitgestaltung Jugendlicher und mithilfe eines breiten Musikangebots. Dieses besteht aus Electronic Pop und diversen Black-Musik-Stilen wie zum Beispiel R&B, HipHop, Rap, Reggae, Soul, Alternative Rock, Brit Pop, Independent Pop & Rock, Dance oder Club-Music. Ziel ist eine Abgrenzung zum Formatradio.

Empfang
Frequenzen
München 104,0 MHz
Nürnberg 103,6 MHz
Augsburg 94,8 MHz
Regensburg 107,5 MHz
Würzburg 95,8 MHz

Der Empfang über 104,0 MHz war heute hier in München zumindest im Auto noch etwas holperig, aber das wird sich bestimmt ändern.

Quelle: egoFM, Wikipedia

Das Familientreffen – Lesung mit Anne Enright am 19.11. im Literaturhaus München

Am Mittwoch, den 19.11. 2008, um 20 Uhr, liest Anne Enright zusammen mit Katharina Thalbach im Münchner Literaturhaus aus ihrem Roman Das Familientreffen. Für Das Familientreffen (The Gathering) erhielt Anne Enright 2007 den Booker Prize.

Moderation: Tobias Döring (LMU)

Über die Autorin
Anne Enright wurde 1962 in Dublin geboren und lebt heute im irischen Bray, County Wicklow. Ihre Werke sind mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Doch erst mit dem Booker-Erfolgsroman gelang ihr der internationale Durchbruch – „Das Familientreffen“ ist in gut dreißig Sprachen übersetzt und weltweit ein Bestseller.

Kurzbeschreibung
Der Hegarty-Clan versammelt sich in Dublin, um Liam, das schwarze Schaf der Familie, zu Grabe zu tragen – doch schnell gerät der Anlass zur Nebensache. Nur Veronica wagt es, nach den Umständen zu fragen, die ihren Bruder in den Tod getrieben haben mögen. Ein beeindruckend intensiver Roman über die Frage nach Schuld und Verantwortung, nach der Liebe und ihren Folgen.

Als Kinder haben sie sich stets alle Geheimnisse anvertraut, und auch als Erwachsene sind Veronica und ihr Bruder Liam noch immer aufs Engste miteinander verbunden. Doch dann stürzt Liam sich mit Steinen in den Hosentaschen ins Meer, und Veronica bleibt allein zurück mit der Frage nach dem Warum. Während sie im Dubliner Elternhaus die Beerdigung vorbereitet, überwältigen sie die Erinnerungen an ihre Kindheit, an ihre Großmutter, die aus Vernunftgründen auf die Liebe ihres Lebens verzichtete, an ihre Mutter, die sich nach den vielen Geburten und Fehlgeburten nicht einmal die Namen all ihrer Kinder merken konnte. Und an jenen Tag, an dem ihrem Bruder Liam, gerade neun Jahre alt, etwas angetan wurde, vor dem sie ihn hätte beschützen müssen. Ein bewegender Roman, dessen sprachliche Finesse und eindrucksvolle Bildlichkeit einen bisher ungekannten Blick auf das verletzliche Wesen der menschlichen Seele zu werfen vermag.

Klappentext
„Tatsächlich könnte Anne Enright für diesen Roman einen Waffenschein brauchen. Als Schriftstellerin ist sie schlicht ein großes Kaliber.“
Die Welt

„Dass Anne Enright für diesen schonungslosen Roman mit seiner hinreißend gnadenlosen Sprache den renommierten Booker Prize gewonnen hat, ist mehr als verdient. Eine glitzernde, dunkle Perle von Buch.“
Brigitte

„Ein starkes, unbequemes und zuweilen sogar wütendes Buch… Ein schonungsloser Blick auf eine trauernde Familie in harter, beeindruckender Sprache… Ein sehr lesbarer Roman.“
Aus der Jury-Begründung des Man Booker Prize

Veranstalter: Deutsche Verlags-Anstalt, Stiftung Literaturhaus, Eintritt: Euro 8,00 Euro, Kartenreservierung: Tel. 089 / 291934-27

Adelbert-von-Chamisso-Preis 2009 geht an Artur Becker

Der mit 15 000 Euro dotierte Adelbert-von-Chamisso-Preis 2009 geht an den Schriftsteller Artur Becker.

Artur Becker wurde am 07. Mai 1968 in Bartoszyce (Bartenstein), Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen, geboren.

Er erhält den Preis für sein Lebenswerk als Romancier, Erzähler und Lyriker. Dieses hat nach Ansicht der Jury der deutschen Literatursprache neue Farben und Töne gegeben und die Verbundenheit von polnischem und deutschem Kulturraum in eindrucksvoller Weise bekräftigt.

Der Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung wird seit 1985 verliehen (bis 2005 gemeinsam mit der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, seit 2006 von der Robert Bosch Stiftung allein). Der Literaturpreis zeichnet das deutschsprachige, bereits publizierte Werk von Autoren aus, die nichtdeutscher Sprachherkunft sind, wie es auch Adelbert von Chamisso war. Der Hauptpreis ist mit 15.000 Euro (2007) dotiert.

Die Bekanntgabe der neuen Preisträger erfolgt jährlich auf der Frankfurter Buchmesse. Die feierliche Preisverleihung findet jeweils im Februar in München statt (seit 2005 in der Allerheiligen Hofkirche der Münchener Residenz, 1985-2004 im Festsaal der Bayerischen Akademie der Schönen Künste).

Sogenannte „Chamisso-Literatur†œ grenzt als feststehender Begriff (evtl. noch Neologismus) von Gastarbeiterliteratur ab, hieß es bei der Preisträger-Bekanntgabe 2007.

Becker ist Sohn deutsch-polnischer Eltern. Seit 1985 lebt er in Verden an der Aller. wo er seitdem Romane, Erzählungen, Gedichte und Aufsätze verfasst und als Übersetzer tätig ist.

Er debütierte 1984 auf Polnisch in der Gazeta OlsztyŠ„ska, und zwar als Lyriker. 1989 wechselte er die Sprache und schreibt bis heute ausschließlich auf Deutsch. Ab 1990 publizierte er vor allem in der Literaturzeitschrift STINT aus Bremen. In den Jahren 2001 und 2004 nahm Becker am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Er schreibt regelmäßig Essays und Artikel für die Frankfurter Rundschau, den Rheinischen Merkur und andere Zeitungen. Er ist auch als Performer von lyrischen Auftritten mit der Bremer Jazzband Swim Two Birds geschätzt.

Zu seinen bekanntesten Werken zählt der Roman Der Dadajsee (1997), der die Rückkehr eines polnischen Gastarbeiters aus Deutschland in seine Heimat schildert, und die Novelle Die Zeit der Stinte (2006), in der sich ein deutsch-polnischer Spätaussiedler auf historische Spurensuche begibt, um die Geschichte eines Mordes zu untersuchen, den drei KZ-Häftlinge gegen Kriegsende an einem Kommandanten eines Außenlagers des KZs Stutthof begangen hatten. In seinem Schelmenroman Das Herz von Chopin (2006) ironisiert er am Beispiel eines Emigranten- und Autohändlermilieus die polnische Romantik. Beckers Schreibstil wird oft mit dem von Ernest Hemingway verglichen, er selbst nennt aber vor allem John Steinbeck und Isaac B. Singer als ihm stilistisch und geistig verwandte Autoren. Beckers Lyrik, die sich vor allem mit theologischen Themen beschäftigt, wie diejenige von CzesŠ‚aw MiŠ‚osz, ist in Deutschland nahezu unbekannt.

Wodka und Messer. Lied vom Ertrinken (2008), Beckers neuster Roman, stieß bei der Kritik auf ein breites Echo und ist bisher sein wichtigstes und gleichzeitig umstrittenstes Werk. In diesem Roman wird die Geschichte des im ermländischen Dadajsee ertrunkenen Mädchens Marta und seines Geliebten Kuba Dernicki erzählt, der als ein ehemaliger SolidarnoЛć-Dissident in den Westen geflohen ist. Seine Rückkehr nach Polen, in das Heimatdorf Wilimy, gleicht dem Abstieg in die Unterwelt: Die Begegnung mit der Vergangenheit wirft die Frage auf, wer mehr Macht hat †“ die Toten oder die Lebenden. Außerdem erzählt der Roman die neueste Geschichte Polens ­†“ vom Kriegsrecht, von der trasformacja (die poln. Wende von 1989) und den Jahren danach.

Quellen: Wikipedia, Süddeutsche Zeitung

UgandaKids – Den Spenden hinterher schauen

Am Donnerstag, den 13. November, berichtet der stellvertretende Vorsitzende für Öffentlichkeitsarbeit, Christian Lojdl, über die Fortschritte bei den UgandaKinds.

UgandaKids e.V. hat das Ziel, Kindern in Adjumani die Basis für den Start in ein Leben mit Perspektiven zu geben. Dort, in Norduganda, ist die Zivilgesellschaft durch 20 Jahre Bürgerkrieg im Inneren wie im Äußeren stark geschädigt, teilweise sogar zerrüttet.

Viele waren interessiert und haben UgandaKids auf unterschiedliche Weise unterstützt! Was Engagement, Aktion und finanzielle Hilfen bewirkt haben, soll in einem spannenden und informativem Videofilm im Hotel Mercure Orbis, Karl-Marx-Ring 87, München,  am 13. 11. um 19 Uhr gezeigt werden.

Langfristige Ziele für die kommenden 5 bis 15 Jahre sind vor allem
– den Bau und Betrieb der Primarschule entsprechend der Schülerzahl zu erweitern und
– die Schüler nach Abschluss der Primarschule weiterhin zu unterstützen. Hier sieht das ugandische Schulsystem verschiedene Wege vor. Überlegungen hierzu werden noch kommen. Insgesamt sollen die jungen Menschen bis zum Abschluss einer Berufsausbildung hin begleitet werden.
– Schließlich soll UgandaKids auch in die Breite wachsen. Schon heute ist der Bedarf größer als unsere Kapazitäten.

Kommen Sie und helfen Sie mit das Projekt weiterzuentwickeln!

Quelle: UgandaKids

Die Süddeutsche Zeitung ist im Wildschweingehege angekommen

Sechsundfünfzig Seiten umfasst die Beilage der Süddeutschen Zeitung von heute.

Abschied und Aufbruch – Der Süddeutsche Verlag zieht um – ist das Thema.

Und so wendet sich Chefredakteur Hans Werner Kilz auf der ersten Seite dieser Beilage an uns Leserinnen und Leser. Er bittet darum auch weiterhin den Einladungen zu Redaktionsbesuchen und Diskussionsforen zu folgen. Folgen, von der Münchner Innenstadt, in der Sendlinger Straße, an die Peripherie der Stadt, nach Steinhausen, in die Hultschiner Straße.

63 Jahre lang prägte die Sandsteinfassade der „Süddeutschen Zeitung“ das Areal zwischen Färbergraben und Hackenstraße mitten in München.

Mittlerweile sind alle 1850 Mitarbeiter aus Redaktion und Verlag ins „Wildschweingehege“ umgezogen. OB Christian Ude hat diesen Vergleich bei einer der vielen Abschiedsfeiern der SZ Anfang November angestellt:

„Eigentlich könnte ich meinen Kommentar zum Umzug ganz kurz fassen: Wer aus der Sendlinger Straße, dieser geschichtsträchtigen 1-a-Lage, nach Steinhausen, also in ein städtebauliches Wildschweingehege umzieht, muss ein ziemlicher Depp sein! Ich frage mich als Münchner Oberbürgermeister, ein wenig gekränkt wie ein zurückgewiesener Liebhaber: Was hat Steinhausen, was München nicht hat?“

Nun, zumindest hatte die Süddeutsche Zeitung keine Wahl.  Beschlossen wurde dieser Standortwechsel noch von den früheren Gesellschaftern , die – mit Ausnahme der Verlegerfamilie Friedmann – den Süddeutschen Verlag Anfang 2008 an die Südwestdeutsche Medien Holding GmbH verkauft haben.

Laut Hans Werner Kilz sind alle fest entschlossen aus dem „Wildschweigehege“ eine lebendige Bühne der Begegnung zu machen.

Links dazu:
Christian Ude über München und die SZ – „Endlich auf Höhe der Zeit!“
Hier spricht der Architekt – Die Ruhe vor dem Turm
Arbeiten im Großraumbüro – Die arme Sau, als Held betrachtet
Süddeutsche Zeitung: Print und Online – Jetzt wächst zusammen…
Kisters SZ-Büros – Alles ist schön. Sehr schön.
Straßenstrich in Steinhausen – Im Schatten des Turms
Umzug der SZ – Über den Geist des Ortes
Arbeiten im Hochhaus – „Tolles Flugwetter heute“
Umzug der SZ – Ein Nachruf auf den Paternoster
Zum Umzug der SZ – Marktplatz ohne Zeitung
Umzug der SZ – Tausche Frauentürme gegen Alpenblick
Umzug Süddeutsche Zeitung – Ende und Anfang
Umzug Süddeutsche Zeitung – Der letzte Redakteur
Interview zum Umzug – Alles folgt der Bibel