Die Ü-30-Party geht weiter †“ in einer neuer, sensationellen Location: dem Muffatwerk!
Großer Auftakt ist am 12. Juli – ab dann findet die Ü-30-Party immer einmal im Monat statt.
Wie gewohnt gibt es drei Areas mit dem Besten aus Rock, Pop, 70er und 80er Jahre sowie die aktuellen Gong-Hits.
Außerdem lädt der wunderschöne Biergarten des Muffatwerks ein!
Wann: 12.07., 22.08., 12.09., 18.10., 14.11., 20.12. immer ab 21 Uhr
Wo: Muffatwerk, Zellstraße 4, München (neben dem Müller’schen Volksbad)
München
Thomas Mann in München – Stationen in seinem Leben (1894-1933)
„Ich bin ja München, wo ich die Hälfte meines Lebens verbrachte, von Herzen zugetan (…) und nie habe ich Ihrer Stadt gegrollt, auch zu Zeiten nicht, wo mir Böses kam von dort, denn ich wusste wohl, dass es nicht das wahre und eigentliche München, nicht sein ‚ewiger, unzerstörbarer Genius loci‘ war, von dem es mir kam. Ich versichere Sie: Wann immer ich Münchener Laute höre, Münchener Tonfall, wird es mir warm ums Herz, und allen Leute sage ich: ‚Es ist doch merkwürdig, seit ich zurück bin von drüben, habe ich doch eine ganze Anzahl deutscher Städte gesehen und wieder gesehen, aber wo ich mich am wohlsten fühlte, das war München.“ (Thomas Mann in einem Brief an den Münchener Oberbürgermeister Thomas Wimmer am 8. Juni 1955)
Thomas Mann ist im Frühjahr 1894 von Lübeck zu seiner Mutter und den Geschwistern nach München gezogen, knapp 39 Jahre später, im Februar 1933, kehrte er von einer Auslandsreise nicht mehr zurück, weil er die Verfolgung durch die Nazis zu fürchten hatte.
Der Thomas Mann-Förderkreis München hat ein Programm zusammengestellt, in dem die Münchner Wohnungen des Nobelpreisträgers sowie die hiesigen Schauplätze und Erzählungen im Mittelpunkt stehen.
Freitag, 06. Juni, 15 Uhr: Im Schwabinger Wirtshaus Seerose berichtet der Literaturwissenschaftler und Vorsitzende des Förderkreises Dirk Heißerer darüber, wie Thomas Mann in der Feilitzschstraße 5 seinen Roman die „Buddenbrooks“ im Juli 1900 vollendete.
Donnerstag, 12. Juni, 19 Uhr: „München leuchtete. Über den festlichen Plätzen und weißen Säulentempeln, den antikisierenden Monumenten und Barockkirchen, den springenden Brunnen, Palästen und Gartenanlagen der Residenz spannte sich strahlend ein Himmel von blauer Seide, und ihre breiten und lichten, umgrünten und wohlberechneten Perspektiven lagen in dem Sonnendunst eines ersten, schönen Junitags“, beginnt die Novelle „Gladius Dei„. Die Geschichte spielt am Odeonsplatz. Wolf Euba liest die Novelle im Gebäude des Bayerischen Innenministeriums, Odeonplatz 3.
Mittwoch, 18. Juni, 19 Uhr: „Okkulte Erlebnisse“ verarbeitet Thomas Mann in dem amüsanten Aufsatz aus dem Winter 1922/1923 im Palais Schrenck-Notzing. Die Lesung mit Wolf Euba findet am Originalschauplatz in der Max-Joseph-Straße 9 statt, wo heute der Bayerische Bauernverband residiert.
Montag, 23. Juni, 19 Uhr: In der Franz-Joseph-Straße 2 entstand in den Jahren von 1906 bis 1909 Thomas Manns märchenhafter Roman „Königliche Hoheit„. Im Gebäude der Hypovereinsbank, Leopoldstraße 21, liest Wolf Euba aus dem Roman.
Freitag, 04. Juli, 19 Uhr: Die Novelle „Wälsungenblut„, geschrieben 1906, spielt im Palais Pringsheim, der Villa der Schwiegereltern Thomas Manns. Dirk Heißerer stellt die Erzählung von einer inzestuösen Liebe im Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Meiserstraße 10, vor.
Dienstag, 08. Juli, 19 Uhr: Wolf Euba präsentiert in der Alten Kantine der Mensa, Leopoldstraße 13, die Novelle „Tonio Kröger„, die Thomas Mann in seinem Domizil in der Konradstraße vollendet hat.
Dienstag, 15. Juli, 19 Uhr: Der Thomas-Mann-Abend im Oskar-von-Miller-Gymnasium, Siegfriedstraße 22, ist seiner Novelle „Beim Propheten„, das Porträt eines der „jungen, bleichen Genies“ Schwabings gewidmet. Als Sprecher agiert Rupert Pfeffer.
Dienstag, 29. Juli, 17.30 Uhr: Thomas Manns einstige Villa an Poschingerstraße (heute Thomas-Mann-Allee 10) wurde im Krieg beschädigt und später abgerissen. Der Banker Alexander Dibelius hat jüngst auf dem Grundstück einen Neubau errichten lassen, der äußerlich der Mann´schen Villa gleicht. Dort ist der Treffpunkt zu einem Isarspaziergang, so wie ihn Thomas Mann in seiner wunderbaren Erzählung „Herr und Hund“ geschildert hat. Rupert Pfeffer begleitet die literarische Promenade.
Dienstag, 29. Juli, 19 Uhr: Wolf Euba liest im Haus Dibelius die Novelle „Unordnung und frühes Leid„.
Die erste Veranstaltung über die „Buddenbrooks“ ist kostenlos, ansonsten beträgt der Eintritt jeweils acht Euro. Der Förderkreis bittet um Anmeldung (Tel.: 089 / 89999-320), da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.
Letzte Ü-30-Party von Radio Gong am 20.06. in den Elser-Hallen
Nachdem kürzlich das Spiegelzelt auf dem Optimol-Gelände in München schon geschlossen hat, schließen auch am 20. Juni die Georg-Elser-Hallen.
Es gibt viele Gerüchte um den Abriss der Elser-Hallen und so wird Radio Gong auch am 20. Juni die letzte Ü-30 Party dort stattfinden lassen.
Wie es mit Münchens beliebtester Party für alle über 30 weitergeht, soll Mitte Juni bekanntgeben werden.
Und weiter geht´s im Muffatwerk…
Aktionen zum Welttag des Buches am 23. April in München
Aktionen zum Welttag des Buches am 23. April in München
Für Jedermann
Lesung von Fortunato aus dem dritten Teil der Gaukler-Trilogie „Das Rabenorakel“
Am 23.04.2008 um 11:00 Uhr
Hugendubel, Riem Arkaden, Willy-Brandt-Platz 5, 81829 München
Für Kinder
Schatzsuche – Piraten ahoi!
Am 23. April 2008 um 14.30 Uhr
Buchhandlung lesetraum.de, Herzog-Wilhelm-Str. 5, 80331 München
Meike Haas liest aus Ihren „Piratenjägern †œ. Für alle Piraten spielt sie echte Seemannslieder auf dem Schifferklavier und alle „wahren Seeräuber†œ singen mit!
Um die wahren Bücherschätze in der Buchhandlung zu heben, findet zusätzlich eine Schatzsuche statt. Allen Schatzsuchern winken tolle Preise und natürlich der Band „ Ich schenk Dir eine Geschichte†œ. Piraten haben natürlich freien Eintritt!
Für Erwachsene
Antonio José Ponte: Der Ruinenwächter von Havanna
Am 23. Arpil 2008 um 19.30 Uhr
Instituto Cervantes, in der Residenz, Alfons-Goppel-Str. 7, 80333 München
Die eigene Biographie ist für Antonio José Ponte (Kuba 1964), der seit 2007 im Exil in Madrid lebt, Inspiration für den Protagonisten seines Roman, für den es in Havanna ebenfalls nicht gut läuft: Die Behörden halten ihn für einen Agenten, für die Kollegen im europäischen Exil ist er ein Idiot, weil er von seinen Reisen in den Westen immer wieder heimkehrt. Er aber bleibt †“ als Ruinenwächter und Chronist des äußeren und inneren Zerfalls.
Veranstalter: Instituto Cervantes in Zusammenarbeit mit dem Kunstmann-Verlag
Tilman Spengler erhält den Literaturpreis der Stadt München
Der Schriftsteller und Publizist Tilman Spengler erhält den mit 10000 Euro dotierten diesjährigen Literaturpreis der Stadt München. Spengler prägte den intellektuellen Diskurs in Deutschland und belebe mit seiner kulturellen Vermittlungsarbeit den Münchner Literaturbetrieb, so die Jury. Die Auszeichnung wird am 16. Juni verliehen.
Der Literaturpreis der Stadt München war 1927 bzw. 1957 als Förderpreis Literatur gegründet worden. 1991 wurde er umgewandelt in die Auszeichnung mit der heutigen Benennung und seither alle zwei Jahre verliehen, dotiert mit 10.000 Euro.
Seit 1999 wird dieser Münchner Literaturpreis, wie er auch genannt wird, alle drei Jahre vergeben, im Wechsel mit dem Publizistikpreis der Stadt München und dem Übersetzerpreis der Stadt München. Dabei wurde die Preissumme auf 10.000 Euro erhöht.
Die Auszeichnung will „ein in Stil und Gehalt herausragendes literarisches Gesamtwerk†œ würdigen. Die Preisträger müssen dabei „aus der Region München stammen oder eine enge Verbindung zu München als Ort ihrer Herkunft oder ihres Schaffens haben†œ.
Tilman Spengler, geboren am 2. März 1947 in Oberhausen, ist ein deutscher Autor und seit 1980 Mitherausgeber der Zeitschrift Kursbuch. Er ist mit der Schauspielerin Daphne Wagner verheiratet und hat eine Tochter.
Spengler studierte in Heidelberg, Taipeh und München Sinologie, Politologie und neuere Geschichte und war mehrere Jahre am Max-Planck-Institut zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt (kurzzeitiger Name „Max-Planck-Institut für Sozialwissenschaften†œ) in Starnberg tätig.
Neben seiner akademischen Tätigkeit publiziert er u. a. regelmäßig in der Zeit und in Geo. 1991 veröffentlichte er die Romanbiografie „Lenins Hirn†œ, die in einundzwanzig Sprachen übersetzt wurde. 2003 erschien sein Erzählband „Wenn Männer sich verheben†œ.
Spengler ist Gründungsmitglied der Lübecker „Gruppe 05†œ. Seit Mai 2006 steht Spengler dem Sinologie Heidelberg Alumni Netzwerk (SHAN) e. V. (Sinologisches Seminar der Universität Heidelberg) als Kuratoriumsmitglied zur Seite.
Kurzbeschreibung
Dr. Vogt, Hypnotiseur, Nervenarzt im Hause Krupp, Direktor am Kaiser-Wilhelm-Institut – reale Geschichtsgestalt und Held dieses Romans, – hat eine Mission. Selbst unzweifelhaft ein Genie, möchte er ein für alle Mal den Sitz des Genialen im menschlichen Gehirn dingfest machen. Sein edelstes und politisch heikelstes Untersuchungsprojekt: Lenins Hirn.
Tilman Spengler erzählt virtuos und höchst unterhaltsam das bisher unbekannte Lebensschicksal eines der bedeutendsten Neurologen des 20. Jahrhunderts. In souverän ironischer Verknüpfung realer Ereignisse mit den fiktiven Elementen des großen Gesellschaftsromans führt der Autor die vergeblichen Fortschrittshoffnungen der Medizin vor.