Herzog August Bibliothek stellt Brief von Lessing der Öffentlichkeit zur Verfügung

Brief von LessingDiesen wertvollen Brief von Gotthold Ephraim Lessing hat die Curt Mast Jägermeister Stiftung für die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel erworben.

Bei dem Brief Lessings aus dem Jahr 1778 handelt es sich um ein wichtigstes Zeugnis zur Entstehung seines Dramas „Nathan der Weise“. Er konnte jetzt für die Herzog August Bibliothek erworben werden, das geht aus einer gestern veröffentlichen Pressemitteilung der Bibliothek hervor.

Danach hat die Curt Mast Jägermeister Stiftung in Wolfenbüttel die für den Kauf notwendige Summe von 35.000 Euro bereitgestellt. Der Brief, der sich lange Zeit im Besitz eines Privatsammlers befand und auf der diesjährigen Stuttgarter Antiquariatsmesse von einem Autografenspezialisten angeboten wurde, wird künftig als Depositum der Stiftung in der Herzog August Bibliothek aufbewahrt; er steht der Forschung und einer interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung.

Lessing Gotthold Ephraim Lessing, damals in Wolfenbüttel Bibliothekar in Diensten des Herzogs von Braunschweig, schrieb den Brief im Herbst 1778 an Elise Reimarus in Hamburg. Er berichtet in diesem Brief über seine Arbeit am „Nathan“ und erwähnt, dass der berühmten Ringparabel eine Erzählung aus Boccaccios „Decameron“ zugrunde liegt. Es handelt sich nach Aussage der Herzog August Bibliothek um den bedeutendsten bisher in den Antiquariatshandel gelangten Brief des Schriftstellers.

Quelle: Börsenblatt

FAZ Lesesaal und Literaturport für Grimme Online Award nominiert

Nominierte 2008

Grimme Online Award Im Juni werden erneut die besten Internet-Auftritte Deutschlands prämiert. Die aus sieben unabhängigen Fachleuten bestehende Nominierungskommission des Adolf-Grimme-Instituts hat die Vorauswahl für die diesjährigen Preisträger des Grimme Online Awards getroffen. Ein harter Job †“ was sich bei der ersten Preisvergabe 2001 noch überschaubar darstellte, hat mittlerweile gigantische Dimensionen angenommen.
Aus fast 1.900 Vorschlägen von Anbietern und Internetnutzern hat die Kommission die Nominierten ausgewählt.

Nominierte des Grimme Online Award INFORMATION

  • GEO.de: Raja Ampat
  • graumarktinfo.de
  • netzpolitik.org
  • Störungsmelder
  • WDR MEDIATHEK regional

Nominierte des Grimme Online Award WISSEN UND BILDUNG

  • einestages
  • kids-hotline
  • Kinder-Reiseführer
  • neuneinhalb
  • Weltreligionen
  • zeitzeugengeschichte.de

Nominierte des Grimme Online Award KULTUR UND UNTERHALTUNG

Nominierte des Grimme Online Award SPEZIAL

  • Hobnox.com
  • Sandra Schadek †“ ALS
  • ZDFmediathek

Lesekreis.org feiert einjähriges Bestehen

EinsVor ziemlich genau einem Jahr, es war ein verregneter Sonntag, habe ich mit Christians Unterstützung die Bücher, die wir im Lesekreis seit 1999 gelesen haben, mit Buchcover und Kurzbeschreibung auf diese Seite gestellt. Die Domain Lesekreis.org existiert schon wesentlich länger, lag aber brach. Ehrlich gesagt, war mir anfangs nicht klar, was ein Blog überhaupt ist und wie es funktioniert und wenn ich geahnt hätte, wie sehr mir die Seite ans „Herz“ wächst und wie viel Zeit ich damit verbringen würde, hätte ich vielleicht die Finger davon gelassen.

Laut Googel Analytics haben in diesem Jahr 33 689 Personen auf die Lesekreis.org zugegriffen und 89 960 Seiten mit einer durchschnittlichen Besuchszeit von 3,35 Minuten aufgerufen. Die Zugriffe erfolgten über 84 verschiedene Länder. Mir ist natürlich bekannt, dass viele Blogs solche Zahlen in wesentlich kürzerer Zeit erzielen, aber ehrlich gesagt, bin ich fasziniert von diesem Ergebnis und hätte es vor einem Jahr nicht für möglich gehalten.

In diesem einen Jahr habe ich 741 Beiträge verfasst und es wurden 3458 Kommentare geschrieben. Somit ist es an der Zeit mich dafür bei allen Kommentatoren zu bedanken. Mein spezieller Dank gilt:

Dr. Sno*, der immer sporadisch vorbeischaut und einer der ersten war, der diese Seite in seine Blogroll aufgenommen hat,
Ludger, vom Krimiblog, der mein achtlos geworfenes Stöckchen seinerzeit so nett gefangen hat,
Henny, die Krimilady, die mir fehlt, weil sie beschlossen hat das Bloggen für eine Weile ruhen zu lassen,
Gudrun, von den Medienshopbloggern, die mit viel Sachverstand die Bestenlisten kommentiert,
Anne, from The Island Weekly, die gerade dabei ist mit wunderschönen Beiträgen und viel Enthusiasmus ihren englischsprachigen Blog zu gestalten,
Maren, von der BiblioManie, für ihre netten Worte, viel Spaß mit eurem neuen Blog,
Tinius, von ReadingEase, der Experte für ausführliche Rezensionen anspruchsvoller Literatur, und last not least gilt mein besonderer Dank natürlich
Don Farrago, für die vielen, vielen interessanten Beiträge, Diskussionen und Kommentare allgemein und besonders zum Thema „Der schönste erste Satz“. (Ohne dich wäre die Zeit sicherlich nicht so vergnüglich gewesen!)

Also, auf ins neue Jahr, bin gespannt wie es weitergeht 😉

Merci für die Blumen, liebe Anne: Blumen von Anne

Liebesbrand – Lesung mit Feridun Zaimoglu im Literaturhaus München

Dienstag, 27.05.2008, Literaturhaus München, Salvatorplatz 1, 20 Uhr, Eintritt 10 Euro
Moderation: Christine Dössel (Süddeutsche Zeitung)

LiebesbrandKurzbeschreibung
Die Liebe in den Zeiten der kalten Rationalität Feridun Zaimoglu beschwört die großen Gefühle. Am Anfang ist es fast zu Ende: Das Leben von Richard, sowieso nicht in bester Verfassung, droht bei einem Busunglück zu verlöschen. Doch er wird gerettet und begegnet einer engelsgleichen Erscheinung. Eine junge schöne Frau übernimmt die Erstversorgung und verschwindet in einem Auto mit deutschem Kennzeichen. Fortan ist der Erzähler in Liebe entflammt und macht sich auf die Suche. Nach seinem Bestseller »Leyla« begibt sich Feridun Zaimoglu mit »Liebesbrand« hinein in die bundesrepublikanische Gegenwart. Seine Hauptfigur ist ein junger Aktienhändler, der rechtzeitig vor dem Börsenkrach aus dem Geschäft ausgestiegen ist; jetzt lebt er in Kiel und sehnt sich nach einer neuen Versuchung. Er kann zwar einen Familienzwist bei entfernten Verwandten im Ausland schlichten, es kostet ihn aber eine Menge Geld und fast das Leben. Mit zahlreichen Blessuren am Körper, dem Bild eines Ringes mit blauem Emaillekopf im Gedächtnis und einer Haarspange im Gepäck kehrt er nach Deutschland zurück. Dort begibt er sich auf die unermüdliche Suche nach der Frau seines Lebens, die ihn nach Nienburg an der Weser und weiter nach Prag und Wien führt. Unterwegs wird er geliebt und verstoßen, angegriffen und gehasst, erleuchtet und enttäuscht. Die Hoffnung aber, dass er sich nicht vergeblich sehnt, gibt er nicht auf. Feridun Zaimoglu gelingt es, eine Liebesgeschichte unserer Tage in der Tradition der deutschen Romantik zu erzählen. Der Suchende strebt nicht nach Perfektion, aber nach Erfüllung, sogar nach Erlösung und begegnet dabei immer neuen Anfechtungen und Herausforderungen. Gut, dass es den Freund und Helfer Gabriel gibt, der dem Erzähler beisteht und ihm beizeiten den Kopf zurechtrückt. Mit Mut zum Pathos und feiner Ironie erzählt der Roman von einer großen Liebesbeschwörung rasant, berührend und komisch.

Feridun ZaimogluÜber den Autor
Feridun Zaimoglu, geboren 1964 im anatolischen Bolu, lebt seit 37 Jahren in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel, wo er seither als Schriftsteller, Drehbuchautor, Dramatiker und Journalist arbeitet. Er war Kolumnist für das „Zeit-Magazin“ und schreibt für „Die Welt“, die „Frankfurter Rundschau“, „Die Zeit“ und die „FAZ“. 2002 erhielt er den Hebbel-Preis, 2003 den Preis der Jury beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt und 2004 den Adelbert-von-Chamisso-Preis. 2005 war er Stipendiat der Villa Massimo in Rom, erhielt im selben Jahr den Huge-Ball-Preis und 2007 den Grimmelshausen-Preis. Sein Roman „Leyla“ verkaufte sich im Jahr 2006 fast 50.000 mal und war ein großer Erfolg bei der literarischen Kritik.

Veranstalter: Deutsch-Türkische Gesellschaft Bayern e.V., Kiepenheuer & Witsch Verlag

Lesung mit Max Goldt im Münchner Volkstheater am 02.06.08

Max Goldt liest…
Neue Geschichten und das Beste der letzten Jahre

Max GoldtEr ist mittlerweile einer der Stammkünstler des Volkstheaters: der Großmeister der Feinbeobachtung, stilprägender Schriftsteller, Musiker und Kolumnist.
Auf dem Tisch neue Geschichten und das Beste der letzten Jahre.

„Kaum einer versteht es so wie Goldt, die vermeintlichen Nebenschauplätze des Lebens ins Auge des Betrachters zu schieben und den heutigen Alltag auf seine Widersprüche und Kuriositäten hin abzutasten.“ Der Bund, Bern (CH)

In diesem Jahr erhält der Schriftsteller und Musiker den Kleist-Preis 2008.

Der 1958 in Göttingen geborene Goldt habe als Kolumnist der Zeitschrift „Titanic†œ, Essayist und Prosakünstler den deutschen Alltag bis „zur Kenntlichkeit entstellt“, hieß es zur Begründung.

Goldt lebt seit 1977 in Berlin. 1981 gründete er zusammen mit Gerd Pasemann das Duo „Foyer des Arts“ und galt mit Songs wie „Wissenswertes über Erlangen“ oder „Hubschraubereinsatz“ als einer der Stars der Neuen Deutschen Welle. Als Schriftsteller wurde er mit mit Titeln bekannt wie „Mein äußerst schwer erziehbarer schwuler Schwager aus der Schweiz“ (1984) oder „Schließ einfach die Augen und stell dir vor, ich wäre Heinz Kluncker“ (1994). Zuletzt erschienen „Vom Zauber des seitlich dran vorbeigehens“ und „QQ“.

„Max Goldts Lesungen sind anders. Säle mit mehreren hundert Plätzen sind Wochen im voraus ausverkauft, geboten wird ein abendfüllendes Programm mit Pause und Zugaben, das meist jugendliche Publikum geht von Anfang an begeistert mit und lacht sogar wesentlich öfter, als der Text es nahelegen würde.“ (Neue Züricher Zeitung)