In diesem Jahr begann für mich die Leipziger Buchmesse schon am Mittwochabend mit dem Festakt zur Eröffnung im Leipziger Gewandhaus. Zwischen Kompositionen von Wagner und Beethoven, den Reden der Abgesandten aus Stadt und Land, der Leipziger Buchmesse sowie des Börsenvereins d. Dt. Buchhandels zur aktuellen Situation am deutschen Buchmarkt im Allgemeinen und zum 50-jährigen Bestehen der deutsch-israelischen Beziehungen (Messeschwerpunkt Israel) im Besonderen, wurde dem rumänischen Schriftsteller Mircea Cărtărescu der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2015 verliehen. Cărtărescu erhielt den mit 15.000 Euro dotierten Literaturpreis für seine Romantrilogie „Orbitor (Die Wissenden (2009), Der Körper (2011), Die Flügel (2014)„. Die sehr persönliche und eindrucksvolle Laudatio trug der Schriftsteller Uwe Tellkamp vor; beide sind nach eigenen Angaben seit Jahren befreundet.

Erstmals waren in diesem Jahr Blogger dazu aufgerufen, den Preis der Leipziger Buchmesse als „Bloggerpaten“ zu begleiten. Fünfzehn ausgewählte Literatur- und Buchblogger, darunter ich, erhielten die Gelegenheit, ein nominiertes Werk vor Preisvergabe zu rezensieren. Damit verbunden war u.a. die persönliche Einladung zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse in das Gewandhaus. Organisatorin und Ansprechpartnerin Vera Lejsek hatte zunächst alle Hände voll zu tun, ihre „Schäfchen“ zu versammeln. Letztendlich trafen sich dreizehn der fünfzehn Bloggerpaten auf ein erstes Stelldichein nach dem feierlichen Festakt. Abgesehen von Arndt Stroscher, den ich vor einigen Jahren zufällig im Gartenhaus bei LovelyBooks getroffen hatte, kannte ich niemanden. Das änderte sich schnell. Als Generationenbrücke diente die Gemeinsamkeit des Bloggens.  Die Atmosphäre war ungezwungen und herzlich. Die für Donnerstagnachmittag anstehende Preisverleihung unserer „Paten-Bücher“ sorgte für erwartungsvolle Spannung. Während einige Blogger für die nächsten Tage bereits Termine bei verschiedenen Verlagen oder mit Autorinnen und Autoren vereinbart hatten, freute ich mich auf unzählige Interviews, Lesungen und Diskussionen, die ich mir aus dem Veranstaltungsprogramm herausgesucht hatte und besuchen wollte.

Bloggerpaten der Leipziger Buchmesse 2015
(v.l.n.r) Arndt Stroscher (AstroLibrium), Vera Lejsek (Organisatorin und Ansprechpartnerin), Thomas Brasch (Brasch & Buch), Tilmann Winterling (54books), Sophie Weigand (Literaturen), Mara Giese (Buzzaldrins Bücher), Charlotte Lacroix (Besonderes Buch), Christian Köhne (Der Literaturpirat), Tobias Nazemi (Buchrevier), Jacqueline Böttger (Lesevergnügen), Antonia Ganzer (Meinungskonsum), Nicole Ackermann (Urwort) und Constanze Matthes (Zeichen und Zeiten) Foto: © Mara Giese

Am Donnerstagmorgen ging es dann zum Messegelände. Obwohl die Messe mit 186.000 Besucher (2014: 175.000) einen neuen Rekord verzeichnet hat, kam es mir an diesem Morgen verhältnismäßig ruhig vor. Die Vorbereitungen für die Buchpreisverleihung am Nachmittag hatten schon begonnen.

Der erste Weg führte mich in Halle 4 zum Literaturforum. Hier stellten die nominierten Autorinnen und Autoren für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik ihre Bücher vor.
Ursula Ackrill: „Zeiden, im Januar„, Teresa Präauer: „Johnny und Jean„, Norbert Scheuer: „Die Sprache der Vögel„, Jan Wagner: „Regentonnenvariationen“ und Michael Wildenhain: „Das Lächeln der Alligatoren„.

Gleich im Anschluss präsentierten sich die Nominierten der Kategorie Sachbuch/Essayistik.
Philipp Felsch: „Der lange Sommer der Theorie. Geschichte einer Revolte 1960-1990„, Karl-Heinz Göttert: „Mythos Redemacht. Eine andere Geschichte der Rhetorik„, Reiner Stach: „Kafka: Die frühen Jahre„, Philipp Ther: „Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent. Eine Geschichte des neoliberalen Europa“ und Joseph Vogl: „Der Souveränitätseffekt„.

Um 15.30 Uhr stand dann ein nächstes Treffen mit den Bloggerpaten auf dem Programm. Gemeinsam nahmen wir an der feierlichen Preisverleihung und Bekanntgabe der Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse in den drei Kategorien teil. Um Punkt 16 Uhr eröffnete der Jury-Vorsitzende Hubert Winkels, zum vorerst letzten Mal, wie er im Anschluss verkündete, die Preisverleihung.

  • Mirjam Presssler wurde für ihre Übersetzung des Romans „Judas“ von Amos Oz ausgezeichnet. Sichtlich gerührt und glücklich nahm die Schriftstellerin Arm in Arm mit Amos Oz die Auszeichnung entgegen. Kurze Zeit später hatten die Mitarbeiter des Suhrkamp-Verlags erneut Grund zum Jubeln.
  • In der Kategorie Sachbuch wurde mit Philipp Ther „Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent. Eine Geschichte des neoliberalen Europa“ ein zweiter Titel des Verlags prämiert. Mein „Paten-Buch“ hatte also gewonnen und obwohl ich keinerlei Einfluss auf die Entscheidung hatte, wünschte ich mir natürlich, dass es so kommen würde. Der sympathische Autor verkündete bei der Preisverleihung, einen Teil seines Preisgeldes den ehemaligen Kollegen an der Akademie der Wissenschaften in Lemberg zukommen zu lassen.
  • Jan Wagner erhielt schließlich den Belletristik-Preis für seinen Gedichtband „Regentonnenvariationen“ (Hanser Verlag). Damit wurde zum ersten Mal ein lyrisches Werk mit diesem Preis ausgezeichnet. „Jan Wagners Gedichte schenken dem Kleinen, dem Nebensächlichen Beachtung. Sie haken sich im Gedächtnis fest, sind anschaulich, spezifisch, von zurückhaltender Intelligenz„, heißt es in der Jurybegründung.

Nachfolgend einige Highlights von der Buchmesse, vereint in einer kleinen Fotostrecke:

  • Unter dem Motto „Mörderisch gut!“ diskutierte die Journalistin Lore Kleinert mit den Krimiautoren Zoë Beck („Schwarzblende„) und Volker Kutscher („Märzgefallene„) bei ARTE.
  • Nicht sterben“ lautet der Titel, unter dem die mit dem Deutschen Buchpreis 2013 ausgezeichnete Schriftstellerin Terézia Mora ihre in Frankfurt gehaltenen Poetik-Vorlesungen veröffentlicht hat. Terézia Mora sprach darüber mit Joachim Scholl beim Deutschlandradio.
  • Sichtlich Vergnügen bereitete es Sibylle Berg und Susan Christely bei 3Sat einen leicht schlüpfrigen Dialog aus Bergs neuen Roman „Der Tag, als meine Frau einen Mann fand“ vorzulesen.
  • Vor einigen Tagen brachte Judith einen Uhu in die Notfallambulanz.“ …so beginnt der neue Roman von Arno Geiger „Selbstporträt mit Flusspferd„. Wolfgang Tischer diskutierte mit dem Autor in seinem Literaturcafé darüber.
  • Das Interesse war groß, als Martin Suter beim Diogenes Verlag eine Kostprobe aus seinem im Februar 2015 erschienenen Krimi „Montecristo“ zum Besten gab. Der Schweizer Autor beschwört ein düsteres und spannendes Szenario aus der Welt der Banker, Börsenhändler, Journalisten und Politiker.
  • Viel mediale Aufmerksamkeit erhielt Kristof Magnussons „Arztroman„, in dem der Autor die beruflichen und privaten Konflikte der Notärztin Dr. Anita Cornelius schildert und beiläufig Themen wie das Gesundheitswesen oder das Phänomen der Gentrifizierung behandelt.
  • Der Journalist Jörg Plath sprach bei ARTE mit der Autorin Marica Bodrožić über ihren Roman „Mein weißer Frieden, erschienen im Luchterhand Literaturverlag.
  • Sven Marquardt, Fotograf und bekannter Türsteher des Technoclubs Berghain, stellte in der LVZ Arena seine Autobiografie „Die Nacht ist Leben“ vor.
  • Über „Doppelte Identitäten in der Literatur“ diskutierten Andreas Görgen, Nino Haratischwili und Ayman Sikseck mit Alexander Kissler im Europacafé. Nino Haratischwili, die mit ihrem Roman „Das achte Leben (Für Brilka)“ u.a. für den Bayerischen Buchpreis 2014 nominiert war, hatte leider keine weiteren Termine auf dem Messegelände.

„Mein“ ganz persönliches Buch der Messe stammt aus der Feder des israelischen Schriftstellers Meir Shalev. „Zwei Bärinnen“ erschien in der deutschsprachigen Übersetzung im September 2014 bei Diogenes.
Kurzbeschreibung
Auge um Auge, Zahn um Zahn – ein Roman über Leidenschaft und Untreue, über Verlust, Rache und deren Sühne. Die Familie Tavori betreibt im Norden Israels in der dritten Generation eine Gärtnerei. Es sind Menschen, die ihren Instinkten und Emotionen folgen: ihrer Liebe ebenso wie ihrem Hass. Eine erschütternde Familiensaga und ein unkonventioneller literarischer Thriller von archaischer Wucht.

Meir Shalev_Leipziger Buchmesse 2015
Meir Shalev

Zum fünften Mal in Folge habe ich in diesem Jahr die Leipziger Buchmesse besucht. Die Zeremonie der Preisverleihung am Donnerstagnachmittag ist mir vertraut, die meisten Veranstaltungsorte in den riesigen Hallen finde ich mittlerweile auf Anhieb. Dennoch war der Besuch in Leipzig dieses Mal etwas ganz Besonderes. Ich war nicht nur als Bloggerin unterwegs, sondern auch als „Buch-Patin“. Ich hoffe sehr, dass dieses innovative Projekt, „buchmesse:blogger“ explizit mit einzubeziehen, auch in Zukunft ein Teil der Leipziger Buchmesse sein wird und sich vielleicht sogar bis nach Frankfurt herum spricht. Ebenso wünsche ich mir, in den nächsten Jahren die neu geschaffene Bloggerlounge wieder vorzufinden. Auch wenn ich sie erst am Freitag, hier fand um 13 Uhr ein Treffen der Buchpaten mit nominierten Autorinnen und Autoren des PdLBM statt, entdeckt habe, war die Lounge ein schöner Ort für Bloggertreffs – egal, ob man nun einen Blogartikel schreiben, ein Interview führen oder einfach nur eine Tasse Kaffee in netter Runde trinken wollte.

Abschließend möchte ich mich bei den wunderbar aufgeschlossen „Bloggerpaten“ für die freundliche Aufnahme in ihrer Mitte und bei Vera Lejsek für die liebenswerte  Begleitung bedanken. Mein Dank richtet sich auch an die Leipziger Buchmesse, die mir diesen nicht ganz einfachen, aber äußerst spannenden Titel zugedacht hat. Ich habe mich sehr darüber gefreut, Stefanie Leo von Bücherkinder.de und Jungverlegerin Grit Richter vom Art Skript Phantastik Verlag endlich persönlich kennengelernt zu haben. Interessant und gleichermaßen erstaunlich war die Begegnung mit Kerstin Hämke. Auf Mein-Literaturkreis.de veröffentlicht sie Buchtipps und gibt Anleitungen für Gruppen, die „gemeinsam die schönsten Seiten entdecken“ möchten.

Bis zum nächsten Jahr in Leipzig.

Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent

Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent – Eine Geschichte des neoliberalen Europa von Philipp Ther

Mitte 1989 konnte niemand das nahende Ende des planwirtschaftlich organisierten Ostblocks ahnen. Wie und warum die alte Ordnung in den Jahren 1989 – 1991 so plötzlich kollabierte und mit welchen Folgen, beschreibt Philipp Ther nicht nur als Historiker, sondern ebenso als Zeitzeuge, der vor und während der Zeit der großen Umwälzungen viele postkommunistische Länder bereist hatte.

Die lautstarken Forderungen der Menschen auf den Montagsdemonstrationen in der ehemaligen DDR nach der Wiedervereinigung sind ebenso verklungen wie der Jubel darüber, als die Kommunisten endlich abdankten. Die Grenztruppen, Selbstschussanlagen, die Berliner Mauer haben als Requisiten des Eisernen Vorhangs längst ausgedient. Seit über 25 Jahren sind wir ein Volk. Im Jahr 1989 befand sich die DDR in einem abgewirtschafteten Zustand, dennoch versprach Helmut Kohl den Menschen „blühende Landschaften“. Das Rezept dafür hieß Neoliberalisierung, dessen Paradigmen in Westeuropa und den USA nach den beiden Ölkrisen und Rezessionen 1973/74 und 1980/81 erfolgreich umgesetzt worden waren. Unter der Anwendung der Triade Liberalisierung (Abbau staatlicher und gesellschaftlicher Eingriffe und Vorschriften), Deregulierung (Abbau oder Vereinfachung von Marktregulierung) und Privatisierung (Umwandlung von öffentlichem Vermögen in privates Eigentum) führten zwischen 1989 und 1991 fast alle postkommunistischen Länder Reformen durch.

Wie und warum es zu den massiven politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen zwischen 1989 und 1991 kam, welche Rolle die Massendemonstrationen dabei spielten und ob man von einer Revolution sprechen kann, analysiert Philipp Ther in dem dritten Kapitel seines Buches. Die wesentlichen Veränderungen beschreibt der Autor in vierzehn Punkten chronologisch (Buch: Seiten 58 und 59) wie folgt:

  • Die Einrichtung des „Runden Tisches“ in Polen Anfang 1989 und dessen Beschlüsse über die Zulassung unabhängiger Gewerkschaften, die Wahlen im Juni und weitere Wirtschaftsreformen.
  • Der Bruch der ungarischen Kommunisten mit der eigenen Geschichte im Frühjahr 1989 und auch dort die Zulassung eines Mehrparteiensystems, der Versammlungsfreiheit und anderer demokratischer Grundrechte.
  • die verheerende Niederlage der Kommunisten bei den Wahlen in Polen im Juni 1989, wobei zum genau gleichen Zeitpunkt die chinesische Regierung mit Panzern gegen die Opposition auf dem Tiananmen-Platz vorging und somit das Gegenmodell einer gewaltsamen Unterdrückung entwickelte.
  • Die massenhafte Ausreise von DDR-Bürgern über Ungarn im Sommer 1989 – damit war der Eiserne Vorhang gefallen.
  • Der Erfolg der Leipziger Montagsdemonstrationen, der zum Zusammenbruch des SED-Regimes und zur Öffnung der Berliner Mauer am 9 November 1989 führte.
  • Der nur einen Tag später folgende Umsturz in Bulgarien sowie die „samtene“ Revolution in der Tschechoslowakei.
  • Das Moskauer Eingeständnis des Hitler-Stalin-Pakts im Dezember 1989, das der Unabhängigkeit der baltischen Staaten Vorschub leistete.
  • Das blutige Finale in Rumänien, wo der neostalinistische Diktator Nicolae Ceaușescu und seine Frau am 25. Dezember 1989 hingerichtet wurden.
  • Die Wahlen in den jugoslawischen Teilrepubliken, die dezidiert nationale Parteien gewannen, womit der Zerfall des ökonomisch bankrotten Staats absehbar war.
  • Das Ende der DDR durch die Währungsunion und den Beitritt der fünf neuen Länder zur Bundesrepublik.
  • Die endgültige Unabhängigkeit Litauens, Lettlands und Estlands nach dem versuchten Putsch gegen Gorbatschow im August 1991.
  • Der Ausbruch bewaffneter Gewalt in Jugoslawien im Sommer 1991
  • Das Ende des Kommunismus in seiner letzten Bastion Albanien.
  • Die offizielle Auflösung der Sowjetunion im Sommer 1991.

Bevor sich in allen Staaten marktwirtschaftliche Systeme entwickelten, kam es zu mehr oder weniger stark ausgeprägten politischen oder ökonomischen Tranformationskrisen. In Polen unterzog der Wirtschaftswissenschaftler Leszek Balcerowicz in der ersten nichtkommunistischen Regierung unter Tadeusz Mazowiecki und Jan Krzysztof Bielecki das Land einer Schocktherapie. Er strich die Subventionen für Lebensmittel, Treibstoff und die unrentablen Großbetriebe, gab die Preise für alle Produkte frei und öffnete die Grenzen für ausländische Firmen. In der Folge brach die Industrie allein im Jahr 1990 um 24 Prozent ein, die Arbeitslosigkeit stieg rapid. Erst 1991 zeichnete sich eine Erholung ab. Das hochverschuldete Land blieb weiterhin vom Wohlwollen westlicher Geldgeber abhängig.

Die Wirtschaft der ehemaligen DDR erhielt gleich eine zweifache Schocktherapie. Vor der Währungsunion verschlechterte sich der Wechselkurs von 1980 bis 1988 von einer D-Mark für 2,50 Mark (Ost) auf 4,40 Mark. Unter Finanzminister Theo Waigel wurde der Wechselkurs auf 1:1 festgelegt, Sparvermögen ab einer Höhe von 2000 Ostmark wurde zu einem Kurs von 1:2 getauscht. Das führte dazu, dass die DDR-Bevölkerung rund 62 Milliarden D-Mark verlor. Den zweiten Schock musste die DDR-Wirtschaft nach der deutschen Wiedervereinigung verkraften. Infolge des Einbruchs der Industrieproduktion auf 27 Prozent des Wertes von 1989, schlossen viele Betriebe, die Arbeitslosigkeit stieg in einigen Regionen auf über dreißig Prozent. Rund 1,4 Milliarden Ostdeutsche verließen das Land in Richtung alte Bundesrepublik. Die Arbeitsmigration erreichte mit 230.000 Menschen im Jahr 2001 ihren Höhepunkt. Die hohen Transferleistungen in die ehemalige DDR führten zu Steuererhöhungen und letztendlich zu einer gesamtdeutschen Wirtschaftskrise. Unter Gerhard Schröder kam es dann zu einschneidenden Sozial- und Arbeitsmarktreformen.

In der politischen Praxis wichen viele Länder bei den Reformen von der Lehre der Hegemonie (Vorherrschaft eines Staates in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht) des Neoliberalismus ab. So blieb in Tschechien zwar die Arbeitslosigkeit niedrig, weil Premierminister Václav Klaus die Großindustrie durch heimische Banken stützten ließ, doch konnten die Firmen ihre Kredite nicht mehr bedienen. Hier standen 1996 viele Kreditinstitute vor dem Bankrott. In Rumänien und Bulgarien verzögerte die Regierung zunächst die Privatisierung und unterstützte die Industrie mit Staatshilfen. Das Haushaltsdefizit wurde so groß, dass die Regierung per Management-Buy-out ihre Staatsbetriebe verkaufte. Dadurch wurde viel weniger Geld in die Kassen gespült als erwartet und benötigt. Der Staat druckte Geld nach und erzeugte Ende der neunziger Jahre eine verheerende Inflation.

Obwohl Russland und die Ukraine zunächst der Lehre des Neoliberalismus folgten, indem sie Firmenanteile der Bevölkerung zum Kauf anboten, fielen viele Staatsunternehmen in die Hände der Oligarchen; teils durch Korruption, teils durch Geschäftssinn. Die Oligarchen schafften ihre riesigen Gewinne aus dem Land (z.B. zum Erwerb des FC Chelsea), anstatt sie in ihre eigenen Länder zu investieren. Die westlichen Aufsichtsbehörden schauten weg, mögliche Verstöße gegen Steuerrechte nicht beachtend. In Russland sank das Bruttoinlandsprodukt in den neunziger Jahren um etwa 35 Prozent, das führte zur Rubelkrise von 1998.

Dennoch war in der internationalen Wahrnehmung der Neoliberalismus, ungeachtet diverser Abweichungen und ohne Betrachtung der sozialen Probleme, ein Erfolg. Der Kopenhagener Gipfel attestierte schon 2002 allen postkommunistischen Ländern in Ostmitteleuropa, dass sie sich in eine Demokratien verwandelt hatten. Estland, Lettland, Litauen, Polen, die Slowakei, Slowenien, die Tschechische Republik und Ungarn traten 2004 der Europäischen Union bei.

In Russland und der Ukraine bildeten sich keine stabilen Demokratien, die Wirtschaft wird nach wie vor von Oligarchen dominiert. Putin beendete die Deregulierung und Liberalisierung, nur die Privatisierungen wurden ausgebaut. Acht ukrainische Oligarchen standen 2012 auf der Forbes-Liste der Milliardäre, während die Landbevölkerung auf dem Stand von Entwicklungsländern lebte. Im Jahr 2006 betrug die Lebenserwartung in Russland siebenundsechzig Jahre – das sind zwölf Jahre weniger als in der Bundesrepublik.

Philipp Ther_Leipziger Buchmesse 2015Philipp Ther studierte von 1988 bis 1992 Neuere Geschichte, Osteuropäische Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaften an den Universitäten Regensburg und München. Er machte seinen Magister-Abschluss 1993 an der Georgetown University in den USA. 1997 promovierte er an der Freien Universität Berlin. Seit dem Wintersemester 2010/11 ist Philipp Ther als Universitätsprofessor für Geschichte Ostmitteleuropas/„nation building“ am Institut für Osteuropäische Geschichte der Universität Wien tätig.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die vergleichende Sozial- und Kulturgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert in Deutschland und Ostmitteleuropa, insbesondere Nationalismusstudien, Migrationsgeschichte, Stadtgeschichte und die Geschichte des Musiktheaters.

Schon als 10-Jähriger besuchte er mit seiner Familie Ungarn, Polen und die damalige Tschechoslowakei. 1989 nahm er an der sogenannten Samtenen Revolution auf dem Prager Wenzelsplatz teil.  Eine mehrjährige Berufstätigkeit führte ihn in den 1990er Jahren nach Tschechien und Polen.  Die persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen verwebt der Autor mit den Erkenntnissen seiner detaillierten Recherchearbeiten in der EU-Statistikbehörde Eurostat, der Weltbank, der OECD, des IWF, diversen Datenbanken und Nationalbanken, in Archiven, Städteverwaltungen, Experten- oder Zeitungsberichten. Der Inhalt seines Buches ist in zehn Kapitel gegliedert.

Nach der chronologischen Einführung über den Neoliberalismus in Europa, folgen Erläuterungen zu den Voraussetzungen für den Umbruch und den Verlauf des Kalten Krieges und dessen Beilegung. Im Anschluss behandelt der Autor die wachsenden Unterschiede innerhalb der postkommunistischen Staaten, mit einem besonderen Augenmerk auf die unterschiedlichen Entwicklungen in Städten und ländlichen Regionen, infolge der neuen, neoliberalen Ordnung. Die Leser erfahren, warum sich das Misstrauen gegen die Bevölkerung aus dem Ostblock in Berlin zunächst wirtschaftlich negativ auswirkte und Städte wie Warschau oder Prag einen Aufschwung erlebten. Erklärt wird, warum sich Ungarn unter der Regierung von Viktor Orbán eher von Europa abwandte und die neuen EU-Mitgliedsstaaten Bulgarien und Rumänien (EU-Beitritt 2007) innenpolitische Krisen zu bewältigen hatten und haben. Welche Rolle spielte die EU bei der Etablierung der Rechtsstaatlichkeit während der Transformation oder wie überwinden die neuen EU-Mitgliedsländer die schwere Wirtschaftskrise aus den Jahren 2008/2009?

Philipp Ther liefert dazu eine Fülle von Informationen und Antworten. Dabei lässt er die Menschen, die er als „Helden der Geschichte“ bezeichnet, nie außer acht. Der Weg in die „Freiheit“, war für viele geprägt von Entbehrungen.  In diesem Buch kann man nicht einfach blättern und gezielt nach Stichworten zu einzelnen Entwicklungsabschnitten suchen. Um den Ablauf der Umwälzungen in ein neoliberales Europa zu verstehen, muss man es Seite für Seite lesen. Diagramme zur Transformationskrise und zum Wirtschaftswachstum, zur Arbeitslosigkeit, Lebenserwartung, sozialen Ungleichheit sowie einige Fotos veranschaulichen den Text. Die subjektiven Eindrücke des Autors machen das Geschehene greifbar, die Schilderung der Historie ist stilvoll formuliert und spannend wie ein Wirtschaftskrimi.

Allein die Zukunftsaussichten sind nicht rosig. Gegen Ende des Buches (Seiten: 348 – 351) beschwört Philipp Ther in einer amüsanten Metapher den Neoliberalismus in Form eines funkelnden Expresszuges, der Wachstum und Wohlstand versprach, herauf und lässt ihn nochmals eine Strecke von 25 Jahren zurücklegen. Noch sitzen alle Fahrgäste aus Europa gemeinsam darin, ob das so bleibt, kann niemand sagen.

Preis der Leipziger BuchmesseDie neue Ordnung auf dem alten Kontinent – Eine Geschichte des neoliberalen Europa ist in der Kategorie Sachbuch für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Ich wünsche dem Autor die Anerkennung der Jury, indem sie ihn für seine beeindruckende Leistung zum Preisträger 2015 erklärt und eine große Leserschaft.

Suhrkamp Verlag, Berlin 2014,
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten, 26,95 €

Rezensionen im Netz

Die Zeit vom 1. Oktober 2014: Der Expresszug und sein Speisewagen
vorwärts vom 14. Oktober 2014: Philipp Ther analysiert Europas neoliberale Ordnung
Kapri-ziös vom 10. März 2015: Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent von Philipp Ther

Post von der Leipziger BuchmesseHerzlichen Glückwunsch! Du bist dieses Jahr Bloggerpatin des Preises der Leipziger Buchmesse. Unter zahlreichen Bewerbungen haben wir Dich ausgewählt und freuen uns Dir mitzuteilen, dass Du Pate von Philipp Ther mit Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent. Eine Geschichte des neoliberalen Europa bist„,  lautet die Einleitung der freundlichen Mail, die am Freitagabend in meinem Postfach landete. Vermutlich haben zeitgleich 14 weitere deutschsprachige Literaturblogs ein derartiges Schreiben erhalten…. und bereits am Samstagvormittag die entsprechenden Rezensionsexemplare nebst einigen Lesezeichen, Stickern und einer Tageskarte zur Leipziger Buchmesse.

Erste Reaktionen der „erwählten“ Blogs ließen nicht lange auf sich warten. „Freude und Bürde zugleich“ twitterte Thomas Brasch als er erfuhr, dass er als Bloggerpate ausgewählt wurde. In seinem Blogartikel, veröffentlicht am Samstag unter dem Titel Mission Leipzig auf brasch & buch, spricht er mir aus der Seele. So sehr ich mich über die Teilnahme an diesem neuen Projekt freue, umso mehr Zweifel habe ich mittlerweile, dass ich dem mir zugedachten Buch auch nur annähernd gerecht werden kann. Hier wäre wohl ein Experte für Osteuropafragen, der sich mit der Hegemonie des Neoliberalismus,  mit Monetarismus, Austeritätspolitik oder der Tirade Liberalisierung, Deregulierung und Privatisierung auskennt besser geeignet. Fühlt sich vielleicht jemand angesprochen und möchte mein Sachbuch gegen einen Roman tauschen? (Liebe Mara, dein „Lebensleseprojekt“ mit seinen 1457 Seiten ist leider keine Option. Das würde ich bis zum 6. März niemals schaffen 😉 ). Oder findet sich jemand, der mich eventuell bei dieser schweren Aufgabe unterstützen möchte? Wie auch immer – natürlich kneife ich nicht und gebe mein Bestes. Ich freue mich auf diese neue Herausforderung, auf die Leipziger Buchmesse mit vielen neuen Eindrücken und auf die Bloggerin Vera Lejsek, die die Bloggerpaten vorort betreut und deren Blog glasperlenspiel mich seit vielen Jahren begleitet.

Nachfolgend die nominierten Blogs und ihre Bücher:

Kategorie Belletristik:

  • urwort: Die Sprache der Vögel von Norbert Scheuer
  • Buchrevier: Regentonnenvariationen von Jan Wagner

Kategorie Sachbuch/Essayistik:

  • CON=LIBRI: Der lange Sommer der Theorie. Geschichte einer Revolte. 1960 – 1990 von Philipp Felsch
  • brasch & buch: Mythos Redemacht. Eine andere Geschichte der Rhetorik von Karl-Heinz Göttert
  • Lesekreis: Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent. Eine Geschichte des neoliberalen Europa von Philipp Ther

Kategorie Übersetzung

  • 54books: Lukrez. Über die Natur der Dinge von Klaus Binder (aus dem Lateinischen)
  • Lesevergnügen: Patrick Modiano. Gräser der Nacht von Elisabth Edl (aus dem Französischen)
  • Buzzaldrins Bücher: Stefano d’Arrigo. Horcynus Orca von Moshe Kahn (aus dem Italienischen)
  • AstroLibrium:  Amos Oz. Judas von Mirjam Pressler (aus dem Hebräischen)
  • besonders buch: Selma Lagerlöf. Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden von Thomas Steinfeld (aus dem Schwedischen)

Pünktlich um 16 Uhr eröffnete Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse, den feierlichen Akt der Preisverleihung. Der Preis der Leipziger Buchmesse wird seit 2003 in den Kategorien Sachbuch/Essayistik, Übersetzung und Belletristik verliehen. Er ist mit jeweils 15.000 Euro dotiert. In diesem Jahr reichten 136 Verlage insgesamt 410 Titel ein, die im Zeitraum bis zur Leipziger Buchmesse 2014 erschienen waren.

Leipziger Buchmesse 2014_Oliver Zille
Oliver Zille

Die siebenköpfige Jury nominierte jeweils fünf Autorinnen und Autoren und Übersetzerinnen und Übersetzer in den drei Kategorien unter der Leitung von Journalist und Literaturkritiker Hubert Winkels.

Leipziger Buchmesse 2014_Jury
Jury, Leipziger Buchpreis 2014
Leipziger Buchmesse 2014_Hubert Winkels
Hubert Winkels

Robin Detje erhielt die begehrte Auszeichnung für seine Übersetzung aus dem amerikanischen Englisch von William T. Vollmanns „Europe Central„. Robin Detje holte die Vielstimmigkeit von Vollmanns großem Roman über Revolution, Krieg und Terror im 20. Jahrhundert ins Deutsche, urteilte die Jury.

Leipziger Buchmesse 2014_Robin Detje
Robin Detje

Ein glücklicher Helmut Lethen nahm die Auszeichnung in der Kategorie Sachbuch/Essayistik für „Der Schatten des Fotografen“ entgegen. Kunstinstallationen und Bilder aus dem Zweiten Weltkrieg, Technik und Theorie der Fotografie, Erinnerungen an die eigene Kindheit verwebte laut Jury Helmut Lethen zu einem ebenso nachdenklichen wie eleganten Essay.

Leipziger Buchmesse 2014_Helmut Lethen
Helmut Lethen

Mit „Vor dem Fest„, erschienen am 10. März 2014 im Luchterhand Literaturverlag, gewann Saša Stanišic den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik. Ein Dorf in der Uckermark, voller Gegenwart, voller Legenden. In Vor dem Fest erzählt dieses Dorf sich selbst – ein Roman als furioser Chorgesang in Prosa, begründete die Jury ihre Wahl.

Leipziger Buchmesse 2014_Saša Stanišic
Saša Stanišic
Leipziger Buchmesse 2014_Gewinner Leipziger Buchpreis
Saša Stanišić, Robin Detje, Helmut Lethen

Nach der Preisvergabe wurde gefeiert. Neben Sekt und Brezen spendierte die Leipziger Buchmesse anlässlich der 10. Buchpreisverleihung eine ausgesprochen leckere Torte in Buchform.

Leipziger Buchmesse 2014_Jubiläumskuchen

Pünktlich um 16 Uhr eröffnete Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse seit 2004, die Preisverleihung zum Leipziger Buchpreis 2013. In den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung wurden die Literaturpreise in diesem Jahr zum neunten Mal vergeben. Die Auszeichnung ist in jeder Kategorie mit 15.000 Euro dotiert.

Leipziger Buchmesse 2013_Olvier Zille_1
Oliver Zille

Der neue Vorsitzende der Jury, Hubert Winkels, stellte im Anschluss sein Juryteam vor. Lothar Müller, Feuilletonredakteur der Süddeutschen Zeitung, René Aguigah, Abteilungsleiter Kultur und Gesellschaft beim Deutschlandradio Kultur, Daniela Strigl, Literaturwissenschaftlerin an der Universität Wien sowie die freie Literaturkritikerin und Journalistin Ursula März sind zum ersten Mal in der siebenköpfigen Jury vertreten. Eberhard Falcke, freier Literaturkritiker, und Martin Ebel vom Tages-Anzeiger Zürich gehören schon länger zum Team.

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Hubert Winkels

Die 88-jährige Autorin, Essayistin, Herausgeberin und Übersetzerin Eva Hesse wurde in der Kategorie Übersetzung für ihr großes Übersetzungs-, Vermittlungs- und Erklärungswerk „Die Cantos“ von Ezra Pound ausgezeichnet. Eva Hesse konnte den Preis leider nicht persönlich entgegennehmen. Sie überließ Heinz Ickstadt diese ehrenvolle Aufgabe.

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Heinz Ickstadt in Vertretung von Eva Hesse

Eberhard Falcke verlas die Laudatio für Eva Hesse.

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Eberhard Falcke

Der Autor und Literaturkritiker Helmut Böttiger erhielt den Leipziger Buchpreis 2013 für sein Buch „Die Gruppe 47. Als die deutsche Literatur Geschichte schrieb“ in der Kategorie Sachbuch. Er wirkte nicht nur erfreut, sondern auch ein wenig überrascht als er zum Podium ging. Die Jury lobte sein vielstimmiges, klug komponiertes Buch, in dem er die Geschichte der Neuformierung der Literatur und Erfindung des Literaturbetriebs in Deutschland nach 1945 mit dem Sensorium des Lesers und Kritikers – und mit den Mitteln der Literatur selbst erzählt.

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Helmut Böttiger

In der Kategorie Belletristik erhielt schließlich der 1971 geborene Berliner Autor David Wagner für seinen Roman „Leben“ den diesjährigen Leipziger Buchpreis. Der autobiografische Roman handelt von der Organtransplantation seiner eigenen Leber. „David Wagners erfundener Leidensbericht – oder durchlittene Erfindung – führt eindrucksvoll mit Witz und Ironie, mit tapferem Trotz und Understatement – und mit Sinn für das Banale, die „kleinen Klinikfreuden“, alles, was den Kranken ans Leben bindet, und dazu gehört auch der Speisezettel, vor. Das selbstverständliche Nebeneinander von Leben und Tod, von Leichtsinn und schwerer Not, von Angst und Genuss macht den Krankenhausalltag aus,“ heißt es in der Jurybegründung.

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David Wagner

Ein glücklicher und seliger Gewinner.

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Die österreichische Literaturwissenschaftlerin und Jurorin Daniela Strigl, die unmittelbar zuvor mit dem Alfred-Kerr-Preis auf der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet worden war, verlas die Laudatio für David Wagner.

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Daniela Strigl

Rowohlt Verleger Alexander Fest hatte ebenfalls allen Grund zur Freude.

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David Wagner und Alexander Fest

Die junge Autorin Lisa Kränzler war für den Preis der Leipziger Buchmesse 2013 auf der Shortlist nominiert. Ihr Roman „Nachhinein“ erschien im Februar 2013 im Verbrecher Verlag.

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Lisa Kränzler

Die Literaturkritikerin Sigrid Löffler mischte sich unter das Publikum.

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Sigrid Löffler

David Wagner und Helmut Böttiger beim abschließenden Fotoshooting.

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David Wagner und Helmut Böttiger

Um 17.30 Uhr war die festliche Veranstaltungsstätte in der Glashalle auf der Leipziger Buchmesse schon fast wieder verwaist.

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Glashalle – Leipziger Buchmesse 2013

Alle ausführlichen Jurybegründungen zur Vergabe der diesjährigen Preise der Leipziger Buchmesse können hier nachgelesen werden.