Platz 1 : Die Tore der Welt von Ken Follett
Platz 2 : Feuchtgebiete von Charlotte Roche
Platz 3 : Ein liebender Mann von Martin Walser
Platz 4 : Das Schicksal der Zwerge von Markus Heitz
Platz 5 : Bis(s) zum Abendrot von Stephenie Meyer
Platz 6 : Die Wohlgesinnten von Jonathan Littell
Platz 7 : Die Kathedrale des Meeres von Ildefonso Falcones
Platz 8 : Das Wochenende von Bernhard Schlink
Platz 9 : Vergebung von Stieg Larsson
Platz 10 : Der letzte Weynfeldt von Martin Suter
Autor: dolcevita
ausgegrenzt-entrechtet-deportiert. Schwabing und Schwabinger Schicksale 1933-1945
Ilse Macek (Hrsg.) Ausgegrenzt †“ entrechtet †“ deportiert
Schwabing und Schwabinger Schicksale 1933 bis 1945
„Niemand hielt es auf, niemand schaute hin, niemand stellte Fragen.†œ
Das Buch beleuchtet die Entwicklung des einstigen Literaten- und Künstlerviertels zu einem Stadtteil, dessen Bewohner 1933 zu den fleißigsten Wählern der NSDAP in München gehörten. Zahlreiche authentische Zeitzeugenberichte, Biografien und Bilder dokumentieren den Stadtteil und das Leben von ehemaligen Bürgerinnen und Bürgern Schwabings, die in der Zeit von 1933 bis 1945 verfolgt wurden. Herausgeberin Ilse Macek von der Münchner Volkshochschule brachte zahlreiche Autoren zusammen, die Wissenswertes, Erschreckendes und Überraschendes über Schwabing zwischen 1933 und 1945 herausgefunden haben.
Das Buch ist das Ergebnis der Geschichtswerkstatt zur NS-Geschichte in Schwabing. Die Gruppe von Autorinnen und Autoren hat anhand von Zeitzeugenberichten, Biografien und Bilddokumenten das Leben ehemaliger Bürger/innen nachgezeichnet, die in der Zeit von 1933 bis 1945 verfolgt wurden: jüdische Kinder und Familien, Kranke, Behinderte, Homosexuelle, Bibelforscher, politisch Engagierte, die sich nicht „gleichschalten†œ ließen. Sie wurden isoliert, ausgeraubt, weggesperrt, vertrieben, in Konzentrationslager verschleppt und ermordet.
640 Seiten, über 160 Abbildungen z.T. in Farbe, Hardcover mit Schutzumschlag, umfangreicher Anhang, 24,50 €
Erschienen im volkverlag
Für Buchtrinker und Seitenfresser mit dem Faible für Jesus Christ Superstar
Jesus Christ Superstar vom 17. bis 22. März im Münchner Prinzregententheater
Es war sein zweites großes Musical und es wurde ein Jahrhundert-Hit: Mit „Jesus Christ Superstar“ ist Andrew Lloyd Webber etwas Unglaubliches gelungen. 1970 am Broadway im New Yorker Mark Hellinger Theatre erstmals aufgeführt, trat Lloyd Webbers damals durchaus gewagte Komposition ihren sofortigen und nachhaltigen Siegeszug durch die Theater der Welt an. Die scheinbar große Kluft zwischen der geistlichen Welt des Themas und der Jugendkultur der musikalischen Gestaltung reizt bis heute beinahe alle Bevölkerungsschichten. Andrew Lloyd Webber überträgt in „Jesus Christ Superstar“ die populärsten Stile der 70er Jahre in den ehrwürdigen Formablauf der Oper. Absolut organisch erschließen sich aus der Ouvertüre alle folgenden Musikstücke und Arien. Jeder Tag im Leben Jesu wird durch eine musikalische Szene dargestellt, und jede erhält ihren eigenen Stil: Heavy-Metal, Soul und Blues, Funk, Pop und gelegentliche Ausflüge in die Unterhaltungskultur der 50er Jahre geben ein perfektes Bild der Zeit.
Trotz des Widerstands einiger radikaler christlichen Gruppen brachte es die Rockoper in der Originalinszenierung auf 720 Aufführungen. Sie war lediglich in Südafrika verboten, wurde dagegen aber sogar im Radio Vatikan gespielt. 1970 kam eine erste Version auf Schallplatte heraus (also bereits vor der Erstaufführung auf der Bühne), mit dem Deep-Purple-Sänger Ian Gillan als Jesus und Murray Head als Judas. 1973 wurde der Stoff von Norman Jewison verfilmt
Jesus Christ Superstar
Musical von Andrew Lloyd Webber
Solisten, Chor, Ballett, Michael Fuchs Band und Orchester der Staatsoperette Dresden; Michael Fuchs, Musikalische Leitung
Tim Rice, Text
Anja Hauptmann, Deutsche Fassung
Wolf Widder, Regie
Silvana Schröder, Choreographie
Leipziger Buchmesse-Preis an Clemens Meyer für Die Nacht, Die Lichter
Preis der Leipziger Buchmesse zum vierten Mal verliehen
Herausragende deutsche Neuerscheinungen sind am Donnerstag mit dem „Preis der Leipziger Buchmesse“ ausgezeichnet worden. Gewonnen haben:
Clemens Meyer mit „Die Nacht, die Lichter“ (Belletristik),
Irina Liebmann mit „Wäre es schön? Es wäre schön!“ (Sachbuch)
Fritz Vogelgsang mit „Roman vom Weißen Ritter Tirant lo Blanc“ (Übersetzung)
Mit seinem Roman-Debüt „Als wir träumten“ war Clemens Meyer bereits 2006 für den „Preis der Leipziger Buchmesse“ nominiert. In diesem Jahr ging er mit „Die Nacht, die Lichter“ ins Rennen. In seinen 15 Erzählungen schaut er auf Menschen, die mit dem Leben kämpfen, auf die strauchelnden Glückssucher und ruhelosen Nachtgestalten und entwirft dabei ein Gesellschaftspanorama unserer Zeit.
Clemens Meyer: Die Nacht, die Lichter (S. Fischer Verlag)
Kurzbeschreibung
Er setzt alles auf eine Karte, der Hundebesitzer, der auf der Rennbahn sein Geld verwettet, um eine teure OP zahlen zu können. Sie will es allen zeigen, die junge Frau, und sich vom Flüchtlingsschiff in die erste Liga hochboxen. Sie reden eine Nacht lang, der junge Mann und eine alte Freundin, haben einander zufällig wiedergetroffen, sie denkt vielleicht an ein gemeinsames Leben, doch er weiß, dass es anders kommen wird.
Clemens Meyer erzählt von der Hoffnung, einmal im Leben den großen Gewinn einzustreichen, von dem Willen, etwas aus sich zu machen, und der verpassten Liebe. Seine Geschichten spielen in der stillen Wohnung, in der Lagerhalle und am Fluss. Seine Helden sind dem Leben ausgesetzt, es sind die Heimatlosen und Träumer, die die nächtliche Stadt durchstreifen. Meyer trifft die Töne unserer Zeit: In seinen rauen, präzisen und zarten Sätzen spricht er von verlorenen Illusionen, von Sehnsucht und Einsamkeit.
Gabriele Fauser, die Gründerin der Krimi-Buchhandlung „glatteis“ ist tot
glatteis – Freunde lesen zum Gedenken an Gabriele Fauser, Mittwoch, 2. Juli um 20.00 Uhr in München im Substanz.
Gabriele Fauser starb am vergangenen Montag, nachdem sie erst vor drei Wochen von ihrer schweren Krankheit erfahren hatte, im Alter von 59 Jahren in München.
Im September 2000 gründete Gabriele Fauser ihre Krimi-Buchhandlung „glatteis“ im Münchner Gärtnerplatzviertel in der Baaderstraße. Der Name „glatteis“ stammt von dem gleichnamigen Krimi von Hans Werner Kettenbach. Entgegen alle Erwartungen der Branchenkenner schaffte es Gabriele Fauser ihren Buchladen, der nur mit Krimis handelte, rentabel zu machen. Unterstützung erhielt sie dabei von der erfahrenen Verlagslektorin Monika Dobler.
Spätestens im Frühjahr 2003, als die Criminale zum ersten Mal an der Isar stattfand, kannte jeder, der auch nur am Rande mit dem Genre in Berührung kam, den Namen „glatteis“. Gabriele Fauser war bekannt für die Organisation von originellen Lesungen die in Nachtbars, Boxhallen oder schummrigen Kneipen für spannende Unterhaltung sorgten.
Mit inniger Sorgfalt betreute sie das Werk ihres früheren Ehemannes, des Schriftstellers und Autors Jörg Fauser. Jörg Fauser wurde im Juli 1987 auf der Autobahn zwischen München Riem und Feldkirchen von einem LKW erfasst und tödlich verletzt.
Quelle: Süddeutsche Zeitung