Juli Zeh klagt gegen biometrischen Reisepass beim Bundesverfassungsgericht

Juli ZehUnter der Überschrift Finger weg, Otto!hat die Zeit einen Artikel über Juli Zehs Klage gegen den biometrischen Reisepass veröffentlicht. Ihr Vorwurf: Der Ex-Bundesinnenminister Otto Schily war befangen.

Für Juli Zeh sei es, abgesehen von den zahlreichen Missbrauchsmöglichkeiten, die der „ePass“ eröffne, schlicht „eine entwürdigende Vorstellung“, ihre Fingerabdrücke abgeben zu müssen wie eine Kriminelle.

Es sei nicht auszuschließen, dass der damalige Innenminister Otto Schily (SPD) bei der Entscheidung für denePasseigenen wirtschaftlichen Interessen gefolgt ist, schreibt die 33-jährige Rechtswissenschaftlerin und Autorin (Schilf, Spieltrieb, Adler und Engel) in ihrer Klage. Schily sitze im Aufsichtsrat der Biometric Systems AG, die im Bereich der Grenzkontrolle durch biometische Erkennung arbeite.

Oscar Lafontaine nennt Günter Grass einen „Mitläufer des Zeitgeistes“ u. schlechtes Beispiel

Oscar LafontaineAnlässlich einer Laudatio zum 80. Geburtstag des Künstlers Alfred Hrdlicka ging Oscar Lafontaine auch auf das „schlechte Beispiel“ Günter Grass ein. Bei der Frage nach den Leitfiguren zeigte die Linke die Krallen.

„Wer seine Mitgliedschaft in der Waffen-SS verschwiegen hat und jahrelang Menschen, die im Nationalsozialismus Mitläufer waren, anklagte, sollte sich schämen und schweigen. Wer Kriege und Sozialabau befürwortet, ist kein demokratischer Sozialist.“ Grass sei ein „Mitläufer des Zeitgeistes“.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Spiegel-Bestenliste Taschenbücher Woche 6/2008

Platz 1 : P.S. Ich liebe Dich von Cecelia Ahern
Platz 2 : Drachenläufer von Khaled Hosseini
Platz 3 : Das Rätsel von John Katzenbach
Platz 4 : Die Chemie des Todes von Simon Beckett
Platz 5 : Zusammen ist man weniger allein von Anna Gavalda
Platz 6 : Kennedys Hirn von Henning Mankell
Platz 7 : Stirb schön von Peter James
Platz 8 : Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafon
Platz 9 : Nachtzug nach Lissabon von Pascal Mercier
Platz 10 : Tod auf dem Jakobsweg von Petra Oelker

Spiegel-Bestenliste Hardcover Woche 6/2008

Platz 1 : Die Kathedrale des Meeres von Ildefonso Falcones
Platz 2 : Der letzte Weynfeldt von Martin Suter
Platz 3 : Die Mittagsfrau von Julia Franck
Platz 4 : Tannöd von Andrea Maria Schenkel
Platz 5 : Tausend strahlende Sonnen von Khaled HosseiniPlatz
Platz 6 : Harry Potter und die Heiligtümer des Todes von Joanne K. Rowling
Platz 7 : Kalteis von Andrea Maria Schenkel
Platz 8 : Hammerstein oder Der Eigensinn von Hans Magnus Enzensberger
Platz 9 : Tintentod von Cornelia Funke
Platz 10 : Kind 44 von Tom Rob Smith

Lesung mit Alain Finkielkraut und Peter Sloterdijk – NEUER TERMIN 21.02. im Literaturhaus

Alain Finkielkraut und Peter Sloterdijk
Was zählt, kehrt wieder. Über die ewige Wiederkehr des Überwundenen
Der dritte Münchner Dialog

ACHTUNG: NEUER TERMIN
Donnerstag, 21.2., 20 Uhr, Saal

Dolmetscher: Vincent von Wroblewski
AlainFinkielkraut Alain Finkielkraut (»Die Niederlage des Denkens«, 1990, »Die Undankbarkeit. Gedanken über unsere Zeit«, 2001) und Peter Sloterdijk PeterSloterdijk(zuletzt »Zorn und Zeit«, 2007, »Gottes Eifer. Vom Kampf der drei Monotheismen«, 2007) sind zwei der schöpferischsten Denker und streitbarsten europäischen Intellektuellen. An unvergessenen Abenden in München haben sie sich denkend (2005 zu Sartre, 2006 zu Hannah Arendt) geäußert und ausgetauscht. Den so begonnenen Diskurs setzen sie heute mit dem Thema der »ewigen Wiederkehr des Überwundenen« fort und knüpfen gleichzeitig an ihre 2003 begonnenen zeitdiagnostischen Gespräche an, die im Französischen als »Les battements du monde« erschienen waren.
Die deutsche Fassung wird im Herbst 2008 im Suhrkamp Verlag unter dem Titel »Was zählt, kehrt wieder« vorliegen, erweitert um die drei Münchner Dialoge.
Veranstalter: Stiftung Literaturhaus. Eintritt: Euro 10.- / 8.-
Die für den 19.2. reservierten Karten gelten auch für den 21.2. – sollte jemand diesen Termin nicht wahrnehmen können, bittet das Literaturhaus um einen Anruf unter 089-29 19 34-27.

Lesung mit Vladimir Sorokin
Donnerstag, 21.2., 20 Uhr
ACHTUNG: NEUER ORT
Bibliothek

Der Tag des Opritschniks
Lesung des deutschen Textes: Stefan Wilkening (Bayerisches Staatsschauspiel)
Wladimir_Georgijewitsch_Sorokin Vladimir Sorokin, geboren 1955, gilt als der bedeutendste zeitgenössische Schriftsteller Russlands. Sein neuer Roman ist eine beißende Satire im Sinne von Huxley, Orwell und Burgess. Er beschreibt Russland im Jahr 2027:Der Tag des Opritschniki Abgeschottet vom Westen lebt es allein vom Gas- und Öl-export und seinen Handelskontakten nach China. Das Land ist von der Großen Russischen Mauer umgeben und wird re­giert von »Gossudar«, einem absoluten Alleinherrscher, der seine Macht mithilfe der Opritschniki, der »Auserwählten«, ausübt, einer Leibgarde, die vor keiner Bestialität zurückschreckt.
Mit Johanna Renate Döring-Smirnov, Professorin für Slavische Philologie in München, diskutiert Vladimir Sorokin über sein neues Buch und über das heutige Russland.
Veranstalter: Verlag Kiepenheuer & Witsch, Stiftung Literaturhaus
Eintritt: Euro 8.- / 6.-